PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Meteos


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (0)
  • User (7)
  • Spiel Kaufen
Meteos - Review vom 10.10.2005

Tetris. Wohl kein ehrbarer Videospieler kann von sich behaupten, dass ihm dieser Name nichts sagt. Der Inbegriff für Puzzlespiele, für viele der Begründer eines ganzen Genres– mittlerweile jedoch ist der Puzzlethron hart umkämpft, Konkurrenz droht auf jedem Handheld und in den unterschiedlichsten Variationen. Der DS eignet sich hierbei besonders gut für das wohl prestigeträchtigste „Zwischendurch“-Genre. Mit Polarium, Zoo Keeper, Mr. Driller und ähnlichen Spielen ist der DS bis dato gut versorgt – ein „Tetris“ gleiches Spiel, konnte man jedoch noch nicht ausmachen. Nun startet ein weiterer Titel den Angriff auf die Puzzlekrone – Meteos, der neuste DS-exklusive Puzzlevertreter. Im Ausland konnte der Titel bereits jede Menge Topwertungen abkassieren, nun stellt sich Meteos dem ultimativen Härtetest auf PlanetDS.de. Wir verraten euch, ob der Polarium-Puzzlethron gestürzt wird!

Meteos ist das DS Pendant zu Lumines auf der PlaystationPortable. Schon dieser Titel konnte uns in vollem Umfang überzeugen und stammt immerhin von denselben Entwicklern, wie Meteos auch - Q-Entertainment . Die Tatsache, dass wir bereits auf der Games Convention 2005 von der Qualität der Vorabversion überzeugt waren, deckt sich hierbei mit den Meinungen der internationalen Fachpresse: Meteos hat das Zeug zum Hit!


Meteos knüpft in grundlegenden Zügen an das zeitlose Tetrisprinzip an: Vom Himmel fallende Steine (hier eben Meteos) müssen gestapelt und somit aufgelöst werden. Hier fallen jedoch mit verschiedenen Symbolen gekennzeichnete Quadrate vom Himmel. Der Himmel ist die Obergrenze des Touchscreens und die Meteos sind – wie der Name schon verrät – meteoritenähnliche Himmelskörper, die ihr durch geschicktes Stapeln wieder aus der Atmosphäre schießen müsst. Geschossen wird, in dem ihr mindestens drei gleichfarbene Meteos in senkrechte und/oder waagrechte Reihen bringt. Dadurch bilden diese eine Rakete. Je nachdem wie groß der Stapel über den drei Meteos ist, die ihr gerade in eine Reihe gebracht habt, entsteht eine mehr oder weniger große Meteos-Formation, die durch einen Raketenantrieb mehr oder weniger langsam aus der Atmosphäre gleitet oder auch nicht. In letzterem Fall ist die Formation zu schwer, ihr müsst also innerhalb der abgefeuerten Formation weitere senkrechte oder waagrechte Reihen bilden, um einen Zusatzschub zu erwirken und die Meteos-Formation endgültig aus dem Screen zu befördern. Alternativ könnt ihr von unten weitere Raketen nachfeuern, die der zuerst abgefeuerten einen zusätzlichen Schub verpassen.
Während ihr auf dem unteren Screen also kräftig aufräumt, zeigt der obere Screen die Anzahl eurer derzeit abgefeuerten Meteos in dieser Runde, den Gesamtscore und den Planeten, gegen welchen ihr gerade antretet.
Soviel zum Grundprinzip des Spiels. Meteos ist aber noch weitaus tiefgründiger, was vor allem mit den verschiedenen Planeten zusammenhängt, welche ihr im Lauf eueres Kampfes besucht. Wie das nun einmal so üblich ist, bieten die Planeten verschiedene Bedingungen – Hitze, Kälte, Pflanzenwelten und viele mehr. Jeder der Planeten bietet euch an dieser Stelle unterschiedliche Gravitationsgesetzte: Mal ist der atmosphärische Druck stärker – eure Meteosraketen fliegen nur langsam aus dem Screen und werden von nachkommenden Meteos von oben schnell wieder nach unten gedrückt. Auf anderen Planeten schießen die Meteos-Formationen geradezu aus dem Screen. Hinzu kommen spezielle Features, die auf jedem Planeten unterschiedlich sind und das Gameplay dermaßen abwechslungsreich machen. So könnt ihr teilweise keine senkrecht gestapelten Meteos abschießen, sondern nur waagrechte.


In jedem Fall habt ihr verloren, wenn eine Reihe eurer Meteos den oberen Screenrand berührt. Ihr selbst steuert das gesamte Spiel mit dem Touchscreen: Innerhalb der von herabfallenden Meteos gebildeten Stapeln könnt ihr schließlich mit dem Stylus einzelne Klötzchen nach oben oder unten schieben, um eben die gewünschten Dreierformationen zu kreieren. Falls ihr einmal keine gestapelten Meteos auf dem Screen habt (weil ihr alle per Rakete aus dem Screen gejagt habt), steht euch die R-Taste als Zeitraffer Funktion zur Verfügung. Betätigt ihr diese kurzzeitig, regnen die Meteos nur so vom Himmel und auf euch wartet Arbeit

Bevor es überhaupt losgeht, sucht ihr euch einen Heimatplaneten aus. Davon stehen anfangs eine Hand voll zur Verfügung- diese Sammlung könnt ihr jedoch mit guten Leistungen im Spielverlauf ordentlich aufstocken. Ist das geschehen, geht’s auch schon los mit dem eigentlichen Spiel.
Gespielt wird in einem der diversen Modi. Für den geneigten Solospieler stehen ganze vier Modi zur Verfügung: Einfach, Zeitmatch, Sternenreise und Endlos. Der erste Modus ist ein stinknormaler Trial Modus (Vergleichbar mit den unverbindlichen „Einzelrennen Modi“ in Rennspielen). Hier könnt ihr die Bedingungen selbst festlegen: Schwierigkeitsgrad, Gegner KI, Anzahl der Leben und so weiter. Nun stürzt ihr euch ins Getümmel– eure Erfolge werden dabei selbstredend als Highscore gespeichert.
Wenn ihr jedoch wirklich um Highscores spielen wollt, ist der Zeitmatch Modus wohl die sicherste Bank für euch.
Hier könnt ihr ähnlich der Modi in Lumines (oder „Super Smash Bros.“ Melee (GCN)) ein 2-Minuten-Match oder ein 5-Minuten-Match starten. Alternativ könnt ihr versuchen, 100 Meteos/1000 Meteos so schnell wie möglich zurück zu ihren Absendern zu jagen. Eure Highscores werden dann in einer Top10 Liste gespeichert. Alleine die Möglichkeit, sich hier immer weiter und weiter zu verbessern, motiviert für lange Stunden.


Wer dann die Lust noch nicht verloren hat, kann sich im Sternenreise Modus austoben. Hier stehen euch drei verschiedene Planetenkonstellationen zur Verfügung. Ihr fliegt an dieser Stelle Planet für Planet ab und gelangt bei erfolgreichem Absolvieren der Mission zur nächsten. Manchmal gibt es auch Verzweigungen auf der Karte, sodass sich auch mehrmaliges Durchspielen lohnt. Auch hier wird beim Score mitgezählt und der Highscore zur jeweiligen Route gespeichert.
Zum Endlos Modus muss man eigentlich keine Worte verlieren: Ihr spielt solange, bis eure Leben zur Neige gehen. Endlos eben. Auch hier wird euer Highscore gespeichert.

Welchen Modus auch immer ihr wählt, die abgeschossenen Meteos werden euch gutgeschrieben und können fusioniert werden. Je nach Anzahl der Meteos könnt ihr in einem Art Shop (ähnlich dem in Kirby: Canvas Curse) eine ganze Reihe an Musikstücken kaufen (die ihr euch dann anhören könnt), ihr könnt Items kaufen (welche in den verschiedenen Modi zum Einsatz kommen und beispielsweise den Screen von Meteos bereinigen), ihr könnt in Edelmetalle (ganz besondere Meteos) investieren oder die Anzahl der auswählbaren Heimatplaneten erhöhen, indem ihr welche dazu kauft. Je nachdem wie erfolgreich ihr die Solokampagne bestreitet, könnt ihr auch weitere Heimatplaneten oder Musiktitel erspielen.


Das Spiel bietet euch ebenso wie Advance Wars DS die Möglichkeit, eine Demo des Spiels Wireless an einen Freund zu übertragen. Dieser kann die Demo dann so lange auf seinem DS zwischenspeichern, bis er ihn ausschaltet. Publicity der etwas anderen Art und Weise – wir hoffen darauf, ein solches Feature in vielen zukünftigen NDS Spielen wieder finden zu können.
Nicht zuletzt wird Meteos einer der besten DS Multiplayer Modi bis dato zu Teil. Ihr habt die Möglichkeit, mit nur einem Modul ein 4 Player Multiplayer Spiel zu hosten. Dass es sich hierbei natürlich nur um eine enorm abgespeckte Version des Spiels handelt, stört nicht weiter, denn ein Puzzlespiel bleibt eben auch dann noch das Gleiche, wenn sich die Farbe der Klötzchen ändert. Wer jedoch außerdem einen Freund in nächster Nähe hat, welcher ebenfalls Meteos besitzt, kann sich auch hier glücklich schätzen. Meteos bietet in diesem Fall einen wesentlich umfangreicheren Modus – quasi die Exklusivversion, während erstere eher ein Sparpaket darstellt.
Das Spiel bietet einen immensen Umfang, eine intuitiv erlernbare Steuerung und allgemein all das, was man von einem Spielehit zu erwarten hat. Wo jedoch viel Licht ist, fällt in der Regel auch Schatten. Als eines der größten Mankos könnte das Gameplay bezeichnet werden.
Nein, ihr verlest euch nicht – der Aspekt, der die meisten Lorbeeren kassiert, wird von uns an dieser Stelle auch angekreidet. So spaßig das Spielprinzip auch ist – es hat einen gewaltigen Haken. Wer sich Arbeit sparen möchte, kann das ganze Spielprinzip umgehen und einfach wie verrückt auf dem Touchscreen umherrubbeln. Das geht schneller als die eigentlich von der Anleitung verlangte Steuerungsmethodik und ist unterm Strich sogar ähnlich erfolgsversprechend. Und das ist schlicht schade: Wenn ich ein Spiel nur durch unkoordiniertes Touchscreen-Gerubbel durchspielen kann, dabei noch nicht einmal nachdenken oder reagieren muss (obgleich es sich um ein Puzzlespiel handelt), dann geht da etwas falsch. Die ganz großen Highscores sind dadurch zwar nicht zu knacken, aber immerhin können auf diese Art weite Teile des Solospiels durchgespielt werden.


Grafik:
Grafisch spielt Meteos auf einem sehr ansehnlichen Niveau. Führt man sich nun noch vor Augen, dass man es hier mit einem Puzzlespiel zu tun hat und zieht mit Polarium die direkte Konkurrenz zum Vergleich heran, dann muss diese Leistung doppelt und dreifach gewürdigt werden. Übersicht, Effekte und eine flüssige Framerate garantieren Spielspaß pur. Wirklich ordentlich für ein Puzzlespiel.

Sound:
Obgleich man meinen möchte, dass bei einem Puzzlespiel die technischen Gesichtspunkte eher hinten angestellt werden, hat man sich insbesondere beim Sound große Mühe gegeben. Die Stücke sind abwechslungsreich wie selten und überzeugen auch qualitativ absolut. Das ganze geht von treibenden Beats bis hin zu ruhigen Stücken, welche ich ohne Probleme auch in einem Zelda Titel gutheißen würde. Hinzu kommen passende Effekte und fertig ist der erstaunlich kompromisslose Soundtrack. Ganz großes Lob an dieser Stelle, insbesondere über Kopfhörer klingt die Untermalung wirklich sehr gut.

Fazit:
Mein lieber Herr Gesangsverein. Meteos verbindet anspruchsvollen Puzzlespaß auf einem immens hohen Niveau mit technischen Finessen und einem für Puzzlespiele geradezu bombastischen Umfang. Man kann enorm schnell in das Spielgeschehen einsteigen, bis man sich jedoch mit allen Feinheiten des Gameplays vertraut gemacht hat (und die Highscores nur so purzeln) vergehen aber gut und gerne fünf Stunden. Diese vergehen jedoch wie im Fluge – Meteos ist bis auf das oben genannte Manko der ideale Puzzlespaß. Erstaunlicherweise bietet Meteos sowohl Stoff für eine kurze Bahnfahrt als auch für ausgedehnte Sofasessions, mitunter auch stundenlang. Und welches Puzzlespiel kann das schon von sich behaupten? Klammert man an dieser Stelle einmal die Mankos aus (was man guten Gewissens tun kann), so erwartet euch die suchterzeugendste Highscore-Jagd seit vielen Jahren. Wer Puzzlespielen auch nur einen Funken Sympathie abgewinnen kann, greift zu: Meteos und Lumines sind das ultimative Puzzlegespann auf NDS und PSP – Q-Entertainment, weiter so, großes Kompliment!

Christian Thol für PlanetDS.de

Herzlichen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
87%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Intuitiv, umfangreich, genial einfach Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Erfindet das Rad nicht neu, dennoch sehr gelungene Gameplayumsetzung
Grafik

Für ein Puzzlespiel sehr gelungen
Sound

Ich ziehe meinen Hut – abwechslungsreich ohne Ende!
Spielspaß

Galaktisches Vergnügen!








Details
Spielname:
Meteos

Publisher:
Nintendo

Developer:
Q-Entertainment | Bandai

Genre:
Denkspiel

Release:
05.20.2309

Multiplayer:
ja, 1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop