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Nintendogs


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Nintendogs - Review vom 07.10.2005

Das Spiel, auf das alle Hundefans gewartet haben, ist nun endlich auch in Deutschland zu haben. Doch ob das Tamagotchi 2005 auch wirklich das halten kann, was die Werbung verspricht, lest ihr in unserem Test.

“Sitz!”, “Leonie, sitz!” - “Sie hört noch nicht so richtig...” entschuldigend grinse ich meinen Gegenüber an, der mich völlig unverständig und mit einem Blick, als wollte er gleich die Männer in den weißen Kitteln holen, anschaut. Ich zucke die Schultern und wende mich wieder meinem süßen kleinen Cockerspaniel zu, der zwar noch nicht so gut erzogen, aber doch soooo süß ist. “HA!” rutscht es mir etwas zu laut raus, als meine Kleine endlich auf mein Kommando hört. Ich streichle sie bis sie glänzt. Köpfe haben sich nach mir umgedreht, ich schaue verwirrt über den Rand meines DS, laufe etwas rot an und zeige auf das Gerät: “Nintendogs!”.

Ich muss zugeben, in der Bahn oder der Fußgängerzone ist es hin und wieder doch etwas peinlich, Nintendogs zu spielen, aber der Hund muss nun mal hin und wieder Gassi geführt werden und man kann den kleinen Schatz doch nicht einfach so drauf los laufen lassen, man muss sich ja auch mit ihm unterhalten...

Nintendo hat mit Nintendogs ein Spiel auf den Markt geworfen, das nicht nur Hundefans zu Verzückungsrufen verleitet. Das Spielkonzept ist einfach und im Prinzip auch nichts neues, denn die Tamagotchisucht ist vielen nur all zu gut im Gedächtnis geblieben. Nintendo verleiht dem Ganzen nun noch den letzten Schliff.

Das Game beginnt damit, dass man ins Tierheim geht und sich dort je nach Edition (Dachshund & Friends, Labrador & Friends oder Chihuahua & Friends) einen kleinen niedlichen Babyhund raussucht. Das Positive: der kleine wird niemals erwachsen werden, dass was sich doch viele Tierliebhaber manchmal wünschen. Ist die Qual der Wahl erstmal überstanden, der kleine ausgesucht und gekauft, kann man mit seinem Puppy in das virtuelles Zuhause zurückkehren. Hier angekommen gilt es erst einmal, den Kleinen an die fremde Umgebung zu gewöhnen und auch an sich selbst, denn schließlich ist ja noch alles groß, neu und ungewohnt.
Wenn sich der Hund aber erstmal eingewöhnt hat, kann es auch schon losgehen mit dem Lernen. Zuerst natürlich seinen Namen, denn er muss ja schließlich wissen, wie er heißt. Auch Kommandos wie "Sitz" und "Platz" hat meine Kleine schnell kapiert, größere Tricks wie Pfote geben oder sich tot stellen dauern da noch etwas länger. Auch an meine Stimme muss sie sich erst noch gewöhnen, denn sie hört noch nicht so gut.

Viele Streicheleinheiten mit dem Stylus sind da von Nöten, damit sie auch weiß, wenn sie etwas gut gemacht hat, auch ein virtueller Hundecracker wirkt wunder. Natürlich muss die Kleine auch hin und wieder Gassi geführt werden. Am Anfang sollte man allerdings nicht so eine große Runde gehen, denn der kleine Racker wird noch schnell müde. Die Route durch die Stadt kann auch mit dem Touchpad gewählt werden. Am besten geht man an auf dem Weg liegenden Fragezeichen vorbei, denn hier erwartet Hund und Besitzer immer eine kleine Überraschung. Manchmal sind es nur Freunde, die ebenfalls mit ihrem Vierbeiner unterwegs sind, hin und wieder findet euer Liebling aber auch Spielsachen oder andere kleine Geschenke. Mehr als 200 Gegenstände können gesammelt und sogar via WIFI mit Freunden getauscht werden. Ihr dürft den kleinen Strick aber nicht an allem schnüffeln lassen, was auf der Straße liegt. Ganz schnell erwischt er mal irgendwas Schlechtes im Abfall und dann kriegt er Bauchschmerzen.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Park. Hier trifft man eigentlich immer auf ein paar andere Hunde, mit denen sich der eigene dann vergnügen kann. Außerdem ist die große Grünfläche wie geschaffen zum Frisbee werfen und Apportieren üben.

Natürlich muss euer Schützling auch zwischendurch mal... aber nicht vergessen hinter eurem Hund aufzuräumen, schließlich ist es verboten, Hundehaufen auf der Straße liegen zu lassen (Anm. d. Kor.: Und das übrigens nicht nur in Nintendogs, liebe Hundebsitzer, jaja!). Ganz wie im realen Leben muss man sich also um seinen kleinen Schatz kümmern, ihn füttern und ihm zu trinken geben, was Herrchen/Frauchen alles im benachbarten Tierladen erwerben kann. für solche Dinge hat man ein gewisses Budget, was sich allerdings erst wieder auffüllt, wenn euer Kleiner begabt genug ist bei Wettbewerben Preisgelder zu gewinnen. Hierzu muss er allerdings schon hören und ein paar kleine Tricks auf Lager haben.

Wenn ihr euren Vierbeiner mal richtig auspowern wollt, dann geht mit ihm auf den Hundesportplatz. Hier kann das Fellknäul über Hürden springen, Slalomlaufen und vieles mehr, aber nicht übertreiben, schließlich ist es auch nur ein Hund. Wenn ihr aber richtig gut seid, dann könnt ihr auch am Wettkampf teilnehmen und neben einem schicken Pokal auch noch das Preisgeld absahnen.

Auch abseits der Agilität-Wettkämpfe kann er punkten, wenn ihr ihm genug beigebracht habt schafft der Kleine das auch im Frisbee-Wettbewerb oder beim Vorzeigen seiner gelernten Tricks.

Doch wehe dem, wer seinen Hund nicht pflegt. Zwar kann ein Welpe weder altern noch sterben, doch spielt man nicht regelmäßig mit ihm und pflegt ihn nicht gut genug, kann der Rabauke schnell mal ausreißen oder einfach nicht mehr auf den Besitzer hören. Hier heißt es Verantwortungsbewusstsein aufbauen und möglichst täglich mit dem Hund spielen, Gassi gehen und natürlich auch füttern und säubern gehört dazu. Für Eltern eventuell eine pädagoische Maßnahe vor der Anschaffung eines echten Hundes. Denn wird Nintendogs langweilig, kann das schnell auch bei einem echten Hund der Fall sein, doch diesen kann man dann nicht so einfach vernachlässigen.

Steuerung:
Die Steuerung des Games ist ganz einfach. Es läuft alles über Touchscreen und Mikrofon. Mit dem Stylus könnt ihr euren Vierbeiner streicheln und ihm helfen, diverse Kunststücke zu lernen. Außerdem ist das ganze Menü über den Touchscreen anwählbar. Auch den Weg für den Spaziergang könnt ihr so auf die Stadtkarte zeichnen. Zudem können so auch Frisbee, Ball oder anderes Spielzeug geworfen werden und auch das Aufräumen auf der Straße erfolgt durch einen Klick auf die Sauerei.
Über das Mikro könnt ihr euren Kleinen rufen und ihn mit Schlagworten, die möglichst deutlichen Befehle für seine Tricks beibringen. Je eindeutiger ihr die Befehle wählt, desto leichter und besser lernt euer Schützling darauf zu reagieren.


Grafik:
Die Hunde sind grafisch sehr gut gestaltet. Man hat hier auf die lebensgetreue Darstellung geachtet, leider musste dadurch die Umgebung etwas leiden. Die Wohnung in der ihr euren Hund haltet ist lediglich ein Zimmer, das durch Schlichtheit trumpfen kann. Der Hintergrund ist unwichtig, was durch die schlichte bis fehlende Grafik deutlich wird. Schade ist, dass man auf Einrichtung hier völlig verzichten muss, nicht mal ein Körbchen ist für das Hundebaby drin. Auch auf den Spaziergängen sind die Hintergründe eintönig gehalten, was den Spaß etwas mindert aber doch deutlich den kleinen Protagonisten in den Vordergrund stellt.

Sound:
Die Musik des Games ist nicht weiter störend und unterlegt je nach Aktivität des Hundes sein Tun. Außerdem kann man den Lautstärkeregler nur schweren Herzens nach unten drehen, man muss ja schließlich seinen Kleinen auch hören. Die Soundeffekte sind auf alle Fälle hübsch, auch wenn auf dem DS sicher noch mehr möglich gewesen wäre.
Die Sprachaufzeichnungen sind das A und O des Games und so hat man sich hier auch besondere Mühe gegeben. Wenn ihr lange genug mit dem Kleinen trainiert, hört er schon bald nur noch auf eure Stimme. Natürlich könnt ihr ihn Tricks auch vergessen lassen und neu lernen, oder Befehle neu aufnehmen, für den Fall, dass sie zu undeutlich waren oder jemand anderes sie eurem Hund beigebracht hat.

Features:
Die Entwickler haben sich einiges einfallen lassen, damit es nicht zu schnell langweilig wird mit dem kleinen Racker. So gibt es während der Spaziergänge die Möglichkeit, versteckte Items zu finden, die sich auch in den Versionen unterscheiden. Ingesamt soll es über 200 dieser Gegenstände geben. Ein besonderes Highlight für Nintendofans, dürfte das Mini-Mario Kart sein, mit dem man vor seinem Welpen her fahren und mit ihm spielen kann. Für gute Pflege und Erfolg bei den Turnieren, gewinnt der Hundezüchter massig an Trainerpunkten. Mit diesen Punkten kann man neue Umgebungen für das Zuhause des Hundes gewinnen und später erwerben oder die weiteren Hunderassen aus den anderen Versionen freischalten. Zudem gibt es noch zwei verstecke Hunderassen, die ein erfahrener Trainer mit genügend Trainerpunkten freispielen kann.
Bis man wirklich jedes Detail freigespielt hat, können mehrere Wochen vergehen, da man pro Tag nur an drei Wettbewerben teilnehmen und auch nur alle halbe Stunde mit seinem Hund einen Spaziergang machen kann. Doch solltet ihr dies nicht tun, denn wenn man zu oft mit dem Hündchen vor die Tür geht, wird er schnell müde und träge.

Multiplayer:
Im Multiplayermodus, dem sogenannten Wau-Wau-Modus, können sich Hunde von verschiedenen Hundebesitzern treffen. So kann man auch kleine Gastgeschenke mitbringen und Tauschen während sich die Welpen vergnügen. In einer Freundesliste kann man genau nachvollziehen, mit wem man sich schon getroffen hat. Besonderer Clou dabei ist, dass wenn sich Spieler verschiedener Editionen treffen, Hunderassen schneller freigespielt werden können. Denn bei jedem Erstbesuch einer Person mit einer anderen Version spielt man eine neue Rasse frei, ohne das man sich tausende von Trainerpunkten ergattern muss. Doch wer wirklich alle Items besitzen möchte, kommt um das Tauschen nicht herum. Denn jede Version birgt auch andere spezielle Gegenstände. Also trefft euch mit Freunden und bellt um die Wette.

Fazit:
Nintendogs ist nicht nur der Schlager für alle Hundefans. Eltern werden erleichtert aufatmen, denn endlich haben sie eine schlagkräftige Antwort zur Hand, wenn sich der Sprössling einen haarigen, kleinen Freund wünscht. Kinder werden Nintendogs lieben und können so spielerisch lernen, was es heißt, einen Hund zu haben. Denn auch die virtuellen Spaziergänge vergisst man hin und wieder und wenn der Kleine nicht gefüttert wird geht es ihm schlecht. Aber auch Erwachsene können sich dem Spiel nicht entziehen, da wird so manchem ein „Oh, wie süß!“ entlockt.

Die Realitätsnähe ist es, was Nintendogs letztendlich ausmacht, aber natürlich könnt ihr auch ein bisschen rum spinnen und dem Tierchen Brillen oder Hüte aufziehen. Wo ein realer Hund wohl wirklich keinen Spaß dran hätte, ist bei Nintendogs möglich. Vorsicht aber, dass nicht Realität mit Spiel verwechselt wird, der eigene, reale Vierbeiner könnte es übel nehmen.


Stefanie Mohr [Sams] und Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

WERTUNG:
86%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Lesertests:
Lesen ( 8 ) / Schreiben
Zur Komplettlösung
Videos
Steuerung

Live dabei, wie mit einem Welpen. Streichen, Leine halten und mehr. Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
Dass die Interaktion eines Spiels so realitätsnah von statten geht, hätte man fast nicht geglaubt. Die Features des Nintendo DS sind geradezu das A und O bei diesem Spiel und sorgen dafür, dass sowohl bei Besitzer als auch Hund viel Freude aufkommt.
Grafik

Zuckersüß und sehr realitätsnah. Wer einen Nintendog sieht, muss ihn lieb haben.
Sound

Ruhige musikalische Untermalung und angenehme Hundesounds.
Spielspaß

Für Tierfans ein absolutes Muss. Enormer Knuddelfaktor über Wochen hinweg.








Details
Spielname:
Nintendogs

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
05.20.0710

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (34)

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