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Rayman Raving Rabbids TV Party


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Rayman Raving Rabbids TV Party - Review vom 12.02.2009

Hauptcharaktere gibt es in der Videospielwelt mehr als genug. Wir alle kennen Mario, Sonic, Samus Aran und noch viele weitere, auch eher der untergründigen Sorte zugehörige Helden. In den letzten Jahren haben sich aber selbst einige Nebencharaktere den Weg ins Rampenlicht gebahnt. Bekanntes Beispiel: Handwerker-Bruder Luigi, mit seinem Schreckweg 08/16 ausgerüstet und in todesmutiger Mission, der „Luigis Mansion“ von Gespenstern säuberte. Diese Geister in der Villa sind aber ruhige Zeitgenossen im Gegensatz zu den wilden Viechern, die neulich den Nintendo DS bereits zum dritten Male heimgesucht haben. Ein kleiner Tipp: „Bwwwwaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh“.

Ja, Ubisofts knuddelige Schrei-Hasen hat es wieder auf den Nintendo DS verschlagen. Nachdem die Häschen es nicht ganz mit der Weltherrschaft geschafft haben, nisteten sie sich in Raymans Fernseher ein und müssen nun mit Hilfe von lustigen Mini-Spielen verscheucht werden. Da hilft nur noch: Schnappt euch die Pümpel - und auf geht’s! Die Hasen-Jagd-Saison ist abermals eröffnet und heißt „Rayman Raving Rabbids TV Party“. Ob die gesamte TV-Redaktion wie gebannt die Programmzeitung studiert und Minigames absolviert oder lieber wegzappt, erfahrt ihr in unserem Test.

Liebe Gemeinde, ich begrüße Sie mit einem freundlichen: „Bwaaaaah“!
Sobald man das Spielmodul eingelegt hat und mit den entsprechenden Knöpfen startet, erscheinen kleine Möhrchen als Ladebildschirm - nicht lange, weil das Spiel sogleich losgeht. Dennoch ist dieser Ladebildschirm ein nettes Gimmick. Es folgt eine Anweisung im Nachrichten-Sender Laufband-Style. Man muss nämlich auf einer überdimensionalen Fernbedienung den Knopf drücken. Gesagt, getan: Es folgt der Menübildschirm mit einem hässlich glupschäugigen Hasen im Moderator-Kostüm. Auf der Mattscheibe zeigt sich dann der aktuelle Spielmodus, ein Abenteuer. Erklärt wird dieser kurz und knapp mit dem Satz: „Spiele mit Rayman und übertreffe die Raving Rabbids.“ - klingt interessant, aber gut. Man soll sich also Gliedmaßen-Rayman schnappen und Hasen jagen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Wählt man den Modus an, erfährt man in einem kurzen Video, wie die Hasen überhaupt in den Fernseher kamen (und zwar über den Umweg durch Waschmaschine und Toilette!).

Im „Abenteuer“ angekommen, merkt ihr schnell, dass es sich hierbei nicht um ein typisches Ereignis dieser Bezeichnung handelt. Man landet nämlich (ähnlich wie eine Schachfigur) auf einem 7x6 Felder-großen Spielfeld. Eure Spielfigur ist natürlich Rayman, welcher durch ein Symbol dargestellt wird. Auch der Feind ist nicht fern - in Form eines Hasen-Symbols sind auch die Rabbids mit von der Partie. Was ist das Ziel? Nein, nicht die Weltherrschaft, aber der Fernseher. Erreicht ihn vor dem Hasen, sonst wird der Apparat an eine neue Position befördert. Sobald man die Glotze erreicht, werden zehn Hasen aus der Fernsehwelt gezogen und man rückt dem Ziel ein beachtliches Stück näher. Es gibt auch Aktionsfelder. Sie sind mit einem Fragezeichen unterlegt und bewirken entweder, dass drei Hasen aus dem Fernseher geholt werden, oder dass drei von ihnen wieder hineingestopft werden. Wenn man Glück hat, darf man einen weiteren Zug machen. Ihr seid sicher schon ganz heiß darauf zu erfahren, was man in einem Spielzug so macht. Hier kommt die Antwort: Nachdem jeder dran war, wird á la „Mario Party“ ein Minispiel gespielt - natürlich via Zufallsprinzip. Ihr könnt jedoch entscheiden, aus welchem Fernsehsender (oder besser Kategorie) das Spielchen stammt. Es gibt verschiedene „Fernseh-Kanäle“. Um ein paar Beispiele zu nennen: Groove On, No Brainer Channel und Macho TV. Bis zu vier Felder auf dem Spielbrett können gezogen werden - aber die Feldanzahl hängt von eurem Können in den Minispielen ab. Sobald alle Rabbids vom Feld vertrieben sind, muss man sich noch durch einen Boss-Level kämpfen, wodurch ein neuer Fernsehsender freigespielt wird.

Minispiele soweit das Hasen-Auge reicht?!
Ubisoft verspricht uns über 45 neue Minispiele, und die bekommen wir auch. Hingegen sind nur fünf Boss-Level vorhanden, um die frechen Hasen mit Rayman einzufangen - ein bisschen zu knapp bemessen. Dafür hat so manches Minigame ein extrem langes Zeitkontingent, Langeweile ist also oftmals vorprogrammiert. Klar hat man nicht auf Anhieb alle Level und Minispiele durchgeackert - wirklich lange dauert’s aber auch nicht. Meistens ist es auch schwierig, die Spiele beim ersten Mal zu begreifen und optimal umzusetzen. So wird man schlichtweg ins „kalte Wasser“ geworfen und erfährt erst während der laufenden Runde, wie der Hase (im wahrsten Sinne des Wortes) läuft. Positiv: Man kann jedes Minispiel vorab „ausprobieren“. Trotzdem schade, man hätte sicher noch ein wenig Zeit in weitere gelungene Ideen und Erklärungen dieser Spielchen investieren können.

Steuerung:
Die Steuerung ist simpel gehalten, sodass ihr zumeist mehr oder weniger intuitiv reagiert. In den Werbetexten des Herstellers wird immer wieder vom Mikrofon als „Manipulationsmittel“ für die Hasen gesprochen - schade, dass es nicht auch so oft im Spiel verwendet wird. Der Touchpen wird dafür umso mehr genutzt. Daumen -äh- Pfoten hoch!

Grafik:
Im Gegensatz zum Vorgänger haben sich die grafischen Darstellungen schon herausgeputzt, wenn ein höheres Mittelmaß auch wieder mal nicht überschritten wird. Die Minispiele sind ähnlich knuffig gestaltet, wie die schrillen Hoppel-Hasen selbst - außerdem machen die Mini-Filmchen und Zwischensequenzen dank der kultigen Hasen-Portion Spaß wie eh und je. Trotzdem, eine wirkliche Entwicklung ist nicht festzustellen.

Sound:
Und durch das Hauptmenü begleitet uns: die Eintönigkeit! Leider sind Menü-Aufmachung und Spielbrett mit einer niemals enden wollenden Melodie bestückt, die in keinster Weise anhaltende Unterhaltung mit sich bringt. Gott sei Dank entschädigen die zum jeweiligen Minispiel passenden Sounds für diesen musikalischen Tiefflieger - besagte Minigames sind nämlich wunderbar vertont. Und zum Glück bleiben auch die Rabbids ihren Kult-Sounds treu: „Bwaaaaahhhhhh“!

Features:
Außer den Optionen findet man im Hauptmenü auch noch den mysteriösen Menüpunkt „Hase“. Hier kann man ganz getreu dem Motto „Pimp my Rabbit“ die im Spiel gewonnen Accessoires auf den schnuckeligen Hasen anwenden - auch wenn die Faschingsshow nicht so lustig aufgezogen ist wie auf der Wii, durchaus einen Seitensprung wert. Bling Bling lässt jedenfalls grüßen.

Mulitplayer:
Acht Minispiele können im Mehrspieler-Modus mit nur einem Modul gestartet werden. Hier gilt: Rot gegen Grün. Dabei versucht der rot markierte Teilnehmer, so viele Punkte wie möglich zu erreichen, während der grüne Widersacher das mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Nach einer gewissen Zeit werden fairerweise die Rollen getauscht. Auch hier zeigt sich wieder der Nachteil, wenn man Spiele nicht vorab erklärt: Oftmals ist nicht sofort ersichtlich, was zu tun ist. Heißt es bei der Halbzeit auch noch: „Jetzt Rollentausch“, sind beide Spieler umso verwirrter. Außerdem gibt es eine drahtlose Multi-Karten-Variante. Ob hier ebenfalls die Regeln eins-gegen-eins angewandt werden, ist leider aus der (extrem knapp bemessenen) Spielanleitung nicht herauszulesen - und im Praxistest aufgrund fehlenden Kapazitäten nicht ausprobiert worden.

Fazit:
...Und falls ich es noch nicht sagte: BWAAAAAAAAAAAAH!!! Die absurde Hasen-Bande schafft es immer wieder, mich in ihren Bann zu ziehen. Warum? Das weiß ich auch nicht so genau. Vielleicht weil sie genau das widerspiegeln, was viele Menschen in weiser Voraussicht verbergen: die böse, fiese und hinterhältige Seite in einem selbst, die größtenteils sinnentleerten Spaß vor wichtige Werte und Pflichten setzt. Doch leider hat auch „Rayman Raving Rabbids TV Party“ nicht nur eine gute, sondern ebenfalls eine (vorrangig) schlechte Seite: Das Spiel ist einfach zu kurzweilig. Die Musik in den Menüs ist auf Dauer anstrengend und selbst die optisch hübsch umgesetzten Hasen können die stets ähnliche Minigame-Kost nicht so recht in ein glanzvolles Licht tauchen. Zähe Bahnfahrten werden mit Ubisofts bunter TV Party im Modulschacht zwar etwas erleichtert, durch den trägen Einzelspielermodus jedoch nicht fühlbar verkürzt. Nur die verschiedenen Mehrspieler-Modi und die verbesserte Grafik können die Gesamtwertung hochheben. Wer alternativ eine Wii besitzt, sollte lieber zum „großen Bruder“ greifen - hier ist der Spaß garantiert.

"Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts." *Möhrchen knabber* Friederike Weis [freckles] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
58%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Verwirrung besonders bei den ersten Spielen - was muss ich tun?! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Ausschweifende Touchpad-Verwendung und relativ geringe Mikrofon-Nutzung.
Grafik

Mit Besserungen im Gegensatz zum Vorgänger, aber immer noch keine Perle.
Sound

Langweilige Menümusik, dafür viel Hasen-Geschrei und nettes Minispiel-Gedudel.
Spielspaß

Kein Dauerbrenner, ein gewisser Unterhaltungsfaktor ist wegen der knuffigen Schrei-Hasen aber immer drin.








Details
Spielname:
Rayman Raving Rabbids TV Party

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Sonstiges

Release:
13.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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