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Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut


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Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut - Review vom 20.02.2009

Der Rundumschlag von Square Enix geht weiter. Mit dem potentiellen Dauerunterhalter „Dragon Quest IX“ in der Mache möchte man die Fans der Serie (oder solche, die es noch werden wollen), auf alle ersichtlichen Vorgängertitel aufmerksam machen. Kein Wunder, dass man aufgrund des bisherigen Andrangs zur Remake-Schraube griff und die gesamte Zenithia-Trilogie neu auflegte. Nun sind wir beim zweiten Teil des Dreiteilers angekommen, der so in dieser Form nie in Europa oder den USA erschienen ist. Premiere für Rollenspiel-Veteranen und heißblütige Abenteurer, die der japanischen Sprache nicht mächtig sind! Doch lohnt sich das Remake eines Spiels von immerhin 1992 überhaupt? Wir haben uns todesmutig in den Kampf gestürzt, Monster gezähmt und finstere Endgegner erledigt, um euch direkt von den Geschehnissen an der Front von „Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut“ zu berichten.

Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Ich will euch Geschichten erzählen.
In „Die Hand der Himmelsbraut“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines jungen Helden, der ein nicht ganz so leichtes Leben führen wird... Schon bei seiner Geburt wird die Mutter entführt - und als frisch geborener Prinz ohne ausreichend Aufpasser kann man eben nicht auf Abenteuerreise gehen! Sein Vater, König Ludwig, sieht dieser Tatsache ebenso ins Auge und entschließt sich die Krone abzutreten, um nach seiner entführen Gemahlin zu suchen. Hinter den Machenschaften stecken aber keine geldgierigen Entführer einer niederen Diebesbande, sondern Diener der Unterwelt, die Finstereres im Sinn haben.

So beobachtet man den jungen Knaben während seines gefährlichen Werdegangs, durchlebt gemeinsam mit ihm seine grausame Kindheit, die von Angst, Hass und Unterdrückung geprägt ist. Umso ehrenvoller ist es dann zu sehen, dass dieser Bursche heranwächst, um das Übel der Welt zu bekämpfen und die Menschheit aus eben dieser Unterdrückung zu befreien. Romane schließen damit, dass Held und Heldin heiraten… Bei „Dragon Quest V“ ist dem nicht so, denn schon im späteren Spielverlauf wird man zum Altar gebeten. Die Wahl fällt dabei nicht leicht, denn es stehen insgesamt drei Gemahlinnen zur Auswahl. Wer genau unter den Anwärtern steht wird nicht verraten, doch es liegt in der Macht des Spielers, ob man sich für die Liebe, das Geld oder die verkörperte Irrationalität entscheidet. Aber genau diese „Qual der Wahl“ ist ein entscheidendes Element des Rollenspiels, denn nur mit Hilfe der Sprösslinge des Protagonisten kann man das Böse besiegen und schließlich die Welt in Frieden leben lassen. So dreht sich das gesamte Geschehen um eine Geschichte des familiären Beisammenseins, des gemeinsamen Zusammenhalts und einen scheinbaren Fluch, der auf dieser Helden-Familie lastet… Wir haben an dieser Stelle schon fast zu viel verraten - wer mehr über die Story wissen möchte, sollte selbst zu Modul, DS und Stylus greifen.

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird.
An sich erinnert „Dragon Quest V“ stark an den Vorgänger: Die Grafik-Engine wurde übernommen, die Kämpfe mit den Monstern haben sich nicht stark verändert. Was ist wirklich neu? Das Alleinstellungsmerkmal des Spiels ist die Möglichkeit, dass der Hauptcharakter Monster bändigen, diese auch im Kampf einsetzen und sogar trainieren kann. Wer erst einmal einen riesigen Steingolem mit Feuerschwert und Schuppenschild in der Party hat, wird wissen, dass ein solches Ungetüm auch seine „guten“ Seiten hat - nämlich im Kampf! Nach einer Runde entscheidet der Zufall, ob ein besiegtes Monster winselnd zur Heldentruppe kriecht und um Gnade bettelt. Genau in diesem Moment kann es rekrutiert werden und schreitet von nun an zusammen mit euch über die Ländereien. Dabei kann man seine Schützlinge auch mit neuen Waffen und Rüstungsgegenständen ausstatten oder sie hochleveln. Manche Kreaturen können dann sogar praktische Zauber erlernen.

So zeichnet sich „Dragon Quest V“ durch die typischen Elemente des klassischen Rollenspiels aus, mit ein wenig mehr Spielraum in Sachen Partygestaltung. Die allgemeine Bande kann man frei nach Wunsch aufstellen: Es warten zahlreiche, immer stärker werdende Waffen darauf, gefunden zu werden. Es gibt mächtige Zauber, jede Menge magischer Gegenstände und natürlich unzählbar viele Zufallskämpfe mit den schon besagten Monstern. Der Schwierigkeitsgrad wurde angepasst; so kann man zu Beginn des Spiels nicht wirklich sterben, sondern muss immer wieder einen Dungeon von Anfang beginnen, bis die Truppe für die Herausforderung stark genug ist. Es ist außerdem wieder erstrebenswert, zu Anfang zahlreiche Heilkräuter mit auf die Reise zu nehmen. Ein ähnliches Déjà Vu-Element ist der Tag- und Nachtwechsel und die grafische Mischung aus 2D und 3D, die den typischen Charme der 16 Bit-Ära versprühen und zeitgleich die Moderne mit sich bringen.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Abermals wartet eine riesige Welt darauf entdeckt zu werden. Man wird nicht nur auf dem Land herumlaufen, ein Pferdegespann hinter sich ziehend, sondern auch mit dem Schiff die Meere bereisen oder sogar in die Lüfte emporsteigen - ein fliegender Teppich beispielsweise macht es möglich. Der Planwagen ist die Hauptzentrale der Heldentruppe; wer damit durch die Wälder fährt, sorgt auch dafür, dass die Partymitglieder die nicht im Kampf eingesetzt werden, dennoch Erfahrungspunkte sammeln. Natürlich sind auch die zahlreichen Autofunktionen wieder mit an Bord: So kann man nach den Schlachten schnell seine Mitglieder durch die Auto-Heilfunktion wieder flott machen oder per Tastendruck die Taktik ändern. Nicht fehlen darf auch das Banksystem, um wertvolles Geld zu sichern; dazu zu nennen wäre das Casino mit speziellen Objekten, die man via Glücksspiel ergattern kann, zahlreiche Minispiele zur Belustigung oder auch ein praktisches Teleport-System, damit man nicht zu lange auf der riesigen Oberwelt reisen muss. Die serientypischen Mini-Medaillen, die in der ganzen Welt zu finden sind, wurden glücklicherweise auch nicht ausgeklammert.

Neue Minispiel-Elemente sind das T&T-Spielbrett und die Tombola. Auf dem Spielbrett gilt es mit nur einem Helden zahlreiche Felder zu überwinden - dazu steht nur eine begrenzte Anzahl von Würfelwürfen zur Verfügung. Wer das Ziel erreicht, kann starke Waffen oder magische Gegenstände einsacken. Um dort teilzunehmen, bedarf es jedoch der Eintrittskarten, die ähnlich wie die Mini-Medaillen überall verteilt sind. Nur wer eine Karte im Schlepptau hat, kann auch die Spielfelder betreten und da sie mit zahlreichen Fallen und Hindernissen übersät ist, können mehrere Versuche benötigt werden, bis man an die begehrten Objekte kommt. Ein „Mario Party DS“ ersetzt dieses Minispiel zwar nicht, ist dafür aber eine unterhaltsame Abwechslung vom müden Monster-Metzeln.

Steuerung:
Auch bei diesem epischen, aber konzeptionell unkomplizierten Rollenspiel hat Square Enix keine Fehler einschleichen lassen. So kann man sich bequem auf der Oberwelt bewegen, durchstreift zahlreiche Dungeons mit vielen Rätselelementen ohne dabei auf Komplikationen zu stoßen - zumindest in Sachen Steuerung, denn die dicksten Monster können es ab und an wirklich in sich haben! Das Menü ist und bleibt fein säuberlich strukturiert und bietet eine Übersicht, die man sich von solch einem Hit-Anwärter wünscht.

Grafik:
Der weltbekannte Comiczeichner Akira Toriyama hat auch bei „Dragon Quest V“ seine Finger im Spiel gehabt. Dieser persönliche Charme und Stil sorgt dementsprechend dafür, dass gewisse Spielelemente an die „Dragon Ball“-Saga erinnern. Ihr bekommt zudem eine insgesamt sehr bunte Grafik mit farbenfrohen 3D-Umgebungen und -Spielfiguren geboten, die von Sprites der 16 Bit-Ära geprägt sind. Kameraeinstellungen können um 360 Grad gedreht werden - dieses Feature zählt auch als allgemeinen nützliches Spielelement, denn nur so können versteckte Türen oder Eingänge aus anderen Blickwinkeln entdeckt werden. Die Mischung aus 3D- und Retro-Elementen ist stilvoll in Szene gesetzt worden, sodass sich sowohl Serienkenner als auch Neueinsteiger heimisch fühlen dürften. Sehr gut!

Sound:
Mit der Eröffnungshymne des Tokyo Metropolian Symphonieorchester kommt Stimmung auf. Im eigentlichen Spielverlauf stehen orchestrale Klänge aber nicht an der Tagesordnung, dennoch bekommt man gelungene Melodien mit Ohrwurmgefahr und durchschnittliche Soundeffekte geboten. Immer wieder ertappen sich musikalische Abenteurer dabei, die Hintergrund-Samples mitzusummen oder sich am charmanten Sound zu erquicken, wenn ihr gerade ein Level aufsteigt.

Features:
„Dragon Quest“ verspricht mal wieder Langzeitspaß pur: Selbst geübte Spieler, die auf Sidequests weniger Wert legen und sich dem Hauptinhalt widmen, werden rund 20 Stunden zum ersten Durchlauf benötigen. Zahlreiche Sammelobjekte sorgen dafür, dass man dieses Zeitmodell aber noch flexibel dehnen kann - wer zudem noch begeistert Monster züchtet, ist einer schier unbegrenzten Spieltiefe ausgeliefert. Auch die neuen Elemente wie die Tombola und das T&T-Brettspiel sorgen für Unterhaltung und runden das positive Gesamtbild ab.

Fazit:
„Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut“ setzt nahtlos an das Abenteuer des Vorgängers an. Wer Gefallen an der umgesetzten Serie gefunden hat, wird gerade die flexible Liebesgeschichte mögen, die Art und Weise, wie man seine Party ausbauen und durch Monster ergänzen kann und die umfassende Spieltiefe genießen. Während das eigentlich Spielprinzip nahezu unverändert ist, sorgt die neue und packende Story dafür, dass man nicht die gleiche Einheitskost geboten bekommt. RPG-Fans sollten sich auch diese Perle also nicht entgehen lassen! Wir freuen uns schon auf den 6. Teil der Serie und hoffen, dass das letzte Kapitel der Zenithia-Trilogie genauso spannend aufhört, wie die Reihe angefangen hat.

Endschied sich für die Jugendliebe: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
86%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Mit Schwert und Schild geschickt zum Heldenglück. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Klassisches Konzept mit neuen DS-Features.
Grafik

Final Fantasy meets Dragon Ball - das Treffen der Giganten.
Sound

Ein Ohrwurm jagt den nächsten, doch nur mittelmäßige Sounds.
Spielspaß

Fesselnd und intensiv bis zum Schluss, so gefällt das!








Details
Spielname:
Dragon Quest V: Die Hand der Himmelsbraut

Publisher:
Square Enix

Developer:
ArtePiazza

Genre:
Rollenspiel

Release:
20.02.2009 (erschienen)

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

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