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Tomb Raider: Underworld


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Tomb Raider: Underworld - Review vom 15.02.2009

Willkommen bei Jeopardy! Die Antwort der heutigen Show heißt: „Vollbusige, brünette Videospiel-Ikone.“ und gewiefte Spielerveteranen werden natürlich auch die 500 Euro-Frage dahinter kennen: „Wer ist Lara Croft?“! Eidos hat es sich also erneut zur Aufgabe gemacht, die Lieblingsbraut der männlichen Zockergemeinschaft auf die Menschheit loszulassen. Und so trudelte auch bei uns in der Redaktion das neueste Abenteuer der gewandten Braunhaarigen ein: „Tomb Raider - Underworld“. Haben wir es mit einem spannenden Archäologinnen-Abenteuer zu tun oder hätte Tomb Raider eher in den düsteren Katakomben verkommen sollen? Wir verraten euch, was das Spiel aus der namentlichen Unterwelt wirklich kann.

Hach, also... Mal wieder Zeit das Universum zu retten, richtig?
Überspringen wir in der hiesigen Review-Reihe den historischen Ursprung der Serie und verraten euch nur, dass mehr als 10 „Tomb Raider“-Titel jetzt schon erhältlich sind und diese sich mehr als 32 Millionen Mal verkauft haben. Mit so vielen Fans im Videospielsektor ist es nicht weiter verwunderlich, dass die holde Grabräuberin mit gewaltigen Wummen auch mächtig Eindruck schindet. Leider konnte das letzte DS-Abenteuer der Wunschbraut von Indiana Jones nicht wirklich überzeugen und landete im unteren Mittelfeld der Wertungsregionen. Grund dafür war, dass man aus den üblich gelungen 3D-Abenteuern einen Pseudo-2D-Verschnitt „gezaubert“ hatte. Diese Tatsache wäre allein nicht wirklich schlimm, doch die Spieltiefe dahinter war so niedrig, wie der Wasserstand der Nordsee bei Ebbe. Ein schwammiges Geschäft! Nun soll ein neuer Entwickler herhalten und alles besser machen. Doch Santa Cruz Games waren bisher nur bekannt für DS-Titel wie „Superman Returns“ oder „Godzilla Unleashed“… Ob das gut gehen kann?

Zur Story: Lara hatte schon eine schwierige Kindheit, denn im Alter von 9 Jahren überlebte sie einen Flugzeugabsturz knapp, bei dem ihre Mutter unter mysteriösen Umständen verschwand. Sie verbrachte die nächste Zeit ihres Lebens zusammen mit ihrem Vater Richard Croft. Als auch dieser starb, übernahm die 18-jährige Lara das gesamte Vermögen der Crofts und wurde zur Countess of Abbingdon. Ihr Vater verbrachte seine letzten Lebensjahre mit der Suche nach dem mythischen Avalon und glaubte, dass seine verschollene Frau dorthin gebracht wurde... Diese Suche möchte Lara nun fortsetzen - aber ihre alten Feinde, wie die unsterbliche Königin von Atlantis namens Jacqueline Natla und weitere Finsterlinge, wollen sie natürlich aufhalten.

Ein neues Abenteuer beginnt und wird direkt mittels animierten Zwischensequenzen in Szene gesetzt. Leider ist die Bild- und Tonqualität nicht ganz so gut, aber wer nichts gegen geläufiges Lispeln und schlierende Bewegbilder einzusetzen hat, wird zumindest die Storyinhalte mitbekommen.

Auch „Tomb Raider: Underworld“ ist ein typisches 2D-Action Jump’n Run mit einer 3D-Optik, zahlreichen Sprungpassagen und Rätselelementen, doch Santa Cruz Games hat zumindest die gröbsten Fehler des Vorgängers beseitigt und glattgebügelt. So gehen gerade die wichtigen Sprungelemente wesentlich geschmeidiger von der Hand und man landet nicht immer wieder unverhofft im nächsten Stachelgraben. Dazu kommen weitere Rätselaufgaben, wie Schatztruhen, die mit einem Tetris-Minispiel geöffnet werden können, um versteckte Artworks und andere freispielbare Elemente zu erringen. In jedem Level warten außerdem 3 geheime Artefakte sowie eine Rätseltruhe auf euch. Nur wer wirklich alle findet, wird am Ende seinen Freunden auch eine vollständige Bild- und Videogalerie vorzeigen können.

Die Grabräuber der halben Welt sind schon hier. Und du lässt uns warten.
Wenn Lara also nicht über Schluchten springt oder mit großkalibrigen Waffen auf ihre Gegner losgeht, gilt es auch antike Relikte zu finden, um neue Türen zu öffnen und alternative Wege zu beschreiten. Die Entwickler haben es sich natürlich nicht nehmen lassen, auch hier eindringlich Gebrauch vom Touchscreen zu machen. So werden Zahnräder zusammengesetzt, Schieberätsel gelöst oder Freunde vor brennenden Brettern gerettet. Das SOS-Girl Lara ist sich ja bekanntlich für nichts zu schade. Während man auf den großen Konsolen effektvoll die Optik in Szene gesetzt hat und jeden Schmutzfleck auf Laras babyglatter Haut bewundern darf, ist dies beim Nintendo DS nicht ganz der Fall. Bekanntlich greift der Slogan „Sex sells“ also nicht vollends so, dennoch hat man es sich nicht nehmen lassen, Lara auch in den Neopren-Anzug zu stecken und durch die Tiefen des Ozeans schwimmen zu lassen. Den Vorbildern zum Dank…

An sich bekommt man ein kurzweiliges Abenteuer geboten mit jeder Menge Sprung-, Schwing- und Balleraction. Doch ein geübter Spieler wird dieses Grabräuberinnnen-Geschehen auch nach etwa zwei ausgedehnten Nachmittagen geschafft haben. Die Herausforderung liegt darin, alle Artefakte zu finden und wirklich alles freizuspielen, doch hat hier auch jeder den Nerv dazu? Wiederspielbarkeits-Faktor der gezwungenen Sorte.

Steuerung:
Das gesamte Spielkonzept zielt darauf ab, die Steuerung im Vordergrund köcheln zu lassen. So gilt es über Schluchten zu springen, den Enterhaken zur richtigen Zeit einzusetzen oder sich an Felsvorsprüngen entlangzuhangeln. Selbst die zeitlich abgestimmte Judorolle kann in manchen Situationen das eigene Leben retten, wenn Frau sich vor Stachel- oder Schwert-Attacken retten möchte. Zwar hat man das Konzept noch immer nicht perfektioniert, aber die Präzision des Spiels geht immerhin in Richtung des klassischen „Prince of Persia“ - ein Kompromiss aus Millimeter vom Tod entfernt und gekonnten Hüpftechniken.

Grafik:
Optisch hat man zwar ein paar kleine Detailverbesserungen hinbekommen, doch im Vergleich zum Vorgänger sind die Unterschiede nicht wirklich überdimensional. Der Spieler bekommt eine angenehm flüssige 3D-Engine aufgetischt, darf sich aber nur im zweidimensionalen Raum bewegen. Die Videosequenzen sind in Sachen Bild- und Tonqualität zwar verbesserungsbedürftig, aber es ist zumindest lobenswert, dass man diese von den Standkonsolen-Versionen übernommen hat - somit präsentiert sich ein Großteil der Story animiert. Selbst vom Bullet-Time-Modus wurde man nicht verschont und in wirklich heiklen Situationen sorgt die Zeitverlangsamung für bessere Übersicht und Überlebenschancen.

Sound:
Die Akustik des Spiels bewegt sich eher im Mittelfeld. Baller- und Hüpfgeräusche werden mit gelegentlichem Stöhnen der Protagonistin (nicht das, was ihr denkt...) übertönt und die musikalische Begleitung erweist sich schnell als sehr monoton. Auch die Sprachsamples in den Zwischensequenzen können nicht wirklich überzeugen und muten eher wie ein internationaler Lispelwettstreit an - doch irgendwo musste man ja an der Modulgröße sparen.

Features:
Oho! Siehe da! „Tomb Raider: Underworld“ ist einer der seltenen DS-Titel, die tatsächlich das Rumble Pak unterstützen. Okay, vergessen wir die Tatsache, dass das Rüttelmodul eigentlich ein verkapptes Akustikgerät darstellt und vielmehr Lärm macht, als wirklich zu rappeln, aber egal… At least it’s a feature! Ansonsten warten eine Bild- und Videogalerie auf den Spieler, wenn er diese zuvor im Abenteuer freispielt. Selbst die Truhenrätsel können im Extramenü erneut gestartet werden. Man sieht, dass die Entwickler sich zumindest Gedanken gemacht haben.

Fazit:
Santa Cruz Games haben sich das DS-Vorbild von Human Soft genau angeschaut, die spaßigen Elemente abgekupfert und die nervigen Inhalte herausgekürzt. Was dabei übrig bleibt, ist „Tomb Raider: Underworld“. Zwar hüpft man noch immer von links nach rechts durch die Landen, krabbelt an Wänden entlang, überwindet riesige Schluchten und erschießt hinterlistige Schurken, doch die Genauigkeit und der Spielfluss wurden erheblich verbessert. Dazu kommen neue Puzzle-Einlagen und ein etwas einfacheres Waffen- und Lebenssystem. Casual Croft sozusagen. Spaßig für Neueinsteiger und Fortgeschrittene, doch leider noch immer recht kurz und mit einem stark monotonen Spielverlauf behaftet. Fans können zuschlagen unter der Prämisse, dass sie kein allzu tiefgründiges 3D-Abenteuer mit zahlreichen Dungeons erwartet.

Zieht sich schon mal den sexy Neopren-Anzug an: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Eidos für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
70%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Weitaus eleganter als beim Vorgänger. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Ein paar Touchscreen-Spielereien und -Puzzles.
Grafik

Nette Pseudo-3D-Engine mit animierten Zwischensequenzen der etwas schlechteren Qualität.
Sound

Gutes Mittelfeld für die Countess of Abbingdon.
Spielspaß

Zwar kein typisches 3D Croft-Abenteuer, aber die Light-Variante hat auch ihre Vorzüge.








Details
Spielname:
Tomb Raider: Underworld

Publisher:
Eidos

Developer:
Crystal Dynamics

Genre:
Action Jump 'n Run

Release:
21.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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