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Daigasso! Band Brothers DX


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Daigasso! Band Brothers DX - Review vom 12.10.2008

Musikspiele entdeckt man heutzutage auf praktisch allen Konsolen, wobei sie zumeist im Rudel auftreten. Zwar ist das Genre bei weitem kein neues Phänomen, aber so ausgeprägt wie in letzter Zeit hat man es noch nie erlebt. Und auch der DS ist nicht vor neuen Inkarnationen gepflegter Rhythmus-Spiele sicher: Bereits zum Launch des Doppelbildschirmers in Japan, veröffentlichte Nintendo „Daigasso! Band Brothers“, welches leider nie in westlichen Gefilden erschien. Anscheinend beschloss der Konzern sich lieber um einen Nachfolger namens „Daigasso! Band Brothers DX“ zu kümmern, welcher Mitte 2008 schließlich das Licht der japanischen Sonne erblickte. Ob der Zusatz „DX“ auch wirklich gerechtfertigt ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Import-Test.

Willkommen bei den Band Brothers
Spiele dieser Gattung haben eigentlich keine großartige Story nötig, leben sie doch vollständig von der Musik. Eine wirklich grobe und letzten Endes vielleicht auch überflüssige Rahmenhandlung bietet „Band Brothers DX“ dennoch: Ihr betretet den düsteren Shop „GB Music“ und wollt einen simplen Job um ein paar Mäuse in die gebeutelten Taschen zu spülen. Inhaberin Barbara nimmt euch stattdessen als Mitglied der hauseigenen Band unter Vertrag. Von da an müsst ihr zu verschiedenen Liedern eine möglichst solide Vorstellung abliefern und das Publikum unterhalten. Schlagt ihr euch wacker, steigt ihr im Rang auf. Sollte euer Konzert die Leute eher dazu veranlassen, fluchtartig den Saal zu verlassen, sinkt euer Rang wieder. Je besser ihr werdet, desto schwieriger wird die ganze Geschichte natürlich. Bis zum Erreichen des höchsten Ranges ist eine Menge Übung nötig.

Das eigentliche Gameplay ist schnell erklärt: Auf dem oberen Bildschirm bekommt ihr Tasten angezeigt, welche ihr rechtzeitig zu drücken habt. Damit sich Anfänger nicht über- und Profis nicht unterfordert fühlen, stehen insgesamt vier Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. In der einfachsten Einstellung wird lediglich die A-Taste benötigt, auf Stufe 2 kommen vier Tasten zum Einsatz, für den dritten Schwierigkeitsgrad müsst ihr auf das komplette Steuerkreuz und die A/B/X/Y-Taste zurückgreifen und auf höchster Stufe kommen auch noch die L und/oder R dazu. Im oben erwähnten Konzert-Modus geht ihr nach und nach alle Härtegrade durch, im freien Modus hingegen liegt die Wahl des Kniffligkeits-Grades bei euch.

Der freie Modus selber ist noch einmal in vier Kategorien unterteilt: Band Mode, Karaoke Bar, Edit Studio und Radio. Kernelement ist dabei ohne Zweifel der erste der vier Modi. Hier wählt ihr zuerst die gewünschte Schwierigkeitsstufe aus und entscheidet euch anschließend für einen von insgesamt 31 Songs. Welche Lieder dabei sind, zeigt folgende Übersicht:



Zu guter Letzt bleibt nur noch die Wahl des zu spielenden Instrumentes und schon geht es los. Bis zu acht verschiedene Musikinstrumente sind dabei einem Song zugewiesen, insgesamt 58 sind im Speicher vorhanden. Dabei reicht die Riege vom klassischen Piano über E-Gitarren-Klänge bis hin zum NES-Sound. Solltet ihr euch für eine Gitarren-Variante entschieden haben, so dürft ihr euch bei manchen Songs an einem speziellen Gitarren-Modus versuchen. Ähnlich wie bei Ubisofts „Jam Sessions“ bekommt ihr hierbei auf dem Touchscreen die Saiten des Instrumentes angezeigt, welche ihr per Touchpen zupft. Mit dem Steuer- bzw. Tastenkreuz wird die Tonlage verändert. Übrigens kommt auch das Nintendo DS Rumble Pak zum Einsatz, welches bei jedem Anschlag ein sanftes Rütteln von sich gibt.

Für die Sänger unter den DS-Besitzern ist die Karaoke Bar gedacht. Wie der Name schon verrät, darf man hier zu den vorhandenen Liedern singen – leider kommen nur sechs der Tracks mit Lyrics. Dem geneigten Karaoke-Freund steht also vergleichsweise wenig Material zur Verfügung. Dafür gibt es zwei Variationen des Spielmodus: Einerseits könnt ihr eure Gesangskünste nach dem typischen 100-Punkte-Prinzip bewerten lassen oder das Spiel überprüft, für welches Musikgenre sich eure Stimme am Besten eignet.

Kampf der Trackliste! Wenn man keine Lust mehr auf Klassik hat
Um diesem Umstand entgegen zu wirken gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste lautet: Selber kreativ werden! Im Edit Studio darf man sich nämlich mit Hilfe der gesamten Instrumenten-Bibliothek von „Daigasso! Band Brothers DX“ eigene Lieder basteln. Zudem dürft Ihr mit eurer eigenen Stimme versuchen ein Lied auf die Beine zu stellen, auf eine virtuelle Klaviertastatur zurückgreifen oder langsam und sorgfältig per Drag and Drop die Musiknoten auf dem Notenblatt arrangieren. Letztere Methode ist dabei zweifelsohne am zuverlässigsten aber auch mit einem gewissen Aufwand verbunden.

Sollte eure musikalische Kreativität an ihre Grenzen stoßen, müsst ihr euch noch lange nicht mit der vorgegebenen Auswahl an Songs zufrieden geben. Über die Nintendo WiFi Verbindung lassen sich viele weitere Songs herunter laden. Zum Testzeitpunkt überschritt das Angebot der verfügbaren Stücke locker die 2000er Marke. Und nicht nur Nintendo sorgt fleißig für Nachschub: Andere Spieler können ihre eigens kreierten Lieder mittels dem DS und einer Internetverbindung an Nintendo senden und so für alle anderen zum Download freigeben lassen – sofern das Original keinem Copyright unterliegt, beziehungsweise von der japanischen Copyright-Schutzvereinigung JASRAC genehmigt wurde. Allerdings hat die ganze Sache auch einen Haken: Ihr könnt lediglich 100 Lieder auf eurer DS-Karte parken und aus Copyright-Gründen seid ihr auch an diese Downloads gebunden – hinterher gelöscht werden können sie also nicht. Damit ihr nicht auf gut Glück hoffen müsst, dass der Song auch euren Erwartungen entspricht, ist es möglich vor dem Download in jeden Track reinzuhören. Bis jetzt hat Nintendo noch keine Lösung für dieses Problem angekündigt. Vorstellbar wäre eine Erweiterung in Form eines GBA-Moduls, wie es schon beim Vorgänger der Fall war. Mit Ankündigung des DSi könnte dies jedoch etwas schwierig werden, fehlt dem Gerät doch der GBA-Slot.

Zu guter Letzt hätten wir da noch die Radio-Funktion, welche die Option bietet eure lokale Songliste nach dem Zufallsprinzip abspielen zu lassen. Ideal für Unterwegs: Schließt ihr einen Kopfhörer an und klappt den DS zu, werden die Lieder trotzdem weiter abgespielt. Solltet ihr per WLAN auf das Internet zugreifen können, steht euch auch das WiFi-Radio zur Verfügung. Hier bekommt ihr, begleitet von einem DJ, die täglich aktualisierten Top 10 der downloadbaren Lieder sowie eine Zufallsauswahl weiterer Songs zu hören. Sollte da sogar etwas dabei sein, das euch gefällt, lässt sich der Track ohne Probleme auch direkt herunterladen.

Solltet ihr übrigens Besitzer einer japanischen Wii-Konsole sein, könnt ihr euch mit Hilfe eines der Verpackung beiliegenden Codes einen kostenlosen Wii-Kanal herunterladen. Der „Daigasso! Band Brothers DX Speaker Channel“ bietet euch die Möglichkeit, per drahtloser Verbindung die Lautsprecher eures Fernsehers zum Zocken des Spiels zu nutzen. Auch können sich weitere Mitspieler problemlos einklinken, selbst wenn diese keine eigene DS-Karte besitzen. Da bei dieser Verbindung keine Leistungen gespeichert werden ist sie auch eher für gesellige Mehrspieler-Partien gedacht, als für den Einzelspieler. Manche Songs klingen über den Speaker Channel jedoch etwas verzerrt.

Steuerung:
Der Vorgänger litt noch unter dem Problem der erzwungenen Touchscreen-Einbindung. An dieser Stelle hat Nintendo kräftig nachgebessert: Die Menüs lassen sich nun alternativ komplett über die Tasten bedienen, auch das Betätigen des Touchscreens mitten im Song zur Bewältigung komplizierterer Passagen fällt weg. Stattdessen hat man sinnvolle neue Elemente eingebaut wie etwa den Gitarren-Modus. Bei diesem hat Nintendo übrigens auch an eine Steuerung für Linkshänder gedacht, bei der die Kommandos einfach vom Steuer- auf das Tastenkreuz gespiegelt werden.

Grafik:
Wie auch schon der erste Teil sieht „Daigasso! Band Brothers DX“ im besten Fall zweckmäßig aus, auch wenn leichte optische Verbesserungen durchaus erkennbar sind. So werden die Kommando-Zeilen auf dem Top-Screen von zwei Scheinwerfern begleitet und auf dem Touchscreen jubelt euch ein Publikum zu oder verlässt - je nach Leistung - langsam den Saal.

Sound:
Euch erwarten Klänge in allerbester Midi-Qualität, Patzer eurerseits hört man folglich deutlich heraus. Leider ist die vorhandene Songliste mit seinen von Klassik dominierten Stücken etwas schwach. Eine drahtlose Internetverbindung zwecks Download neuer Lieder ist also für Spieler, die mit derartigen Liedern nichts anfangen können, Pflicht. Der Titel kommt komplett in japanischer Sprache daher. Das gilt sowohl für die Menütexte, als auch für Erklärungen sowie die Sprachsamples des DJs. Mit etwas Geduld, findet man sich nach einiger Zeit jedoch problemlos in den Menüs zurecht. Und auch auf den Karaoke-Modus müssen Menschen mit mangelhaften Japanisch-Kenntnissen nicht vollständig verzichten. Im Notfall lässt das Spiel nämlich auch einfaches Summen durchgehen. Da schon der Vorgänger, trotz Ankündigung, nie seinen Weg in den Westen gefunden hat, stehen auch bei diesem Spross die Chancen verhältnismäßig schlecht.

Multiplayer:
Bis zu acht Spieler können sich zusammen mit nur einer einzigen DS-Karte an „Band Brothers DX“ heranwagen. Auch heruntergeladene Lieder lassen sich problemlos im Multiplayermodus verwenden. Da jeder Fehler deutlich hörbar heraussticht, können vor allem Partien mit der Maximalanzahl an Spielern äußerst interessant ausfallen. Dank des kostenlosen Speaker Channels für die Wii ist man für derartige Runden auch nicht einmal an die Lautsprecher des DS gebunden.

Fazit:
„Daigasso! Band Brothers DX“ ist technisch gesehen ein typischer Fall von „Verschlimmbesserung“. So hat man lobenswerter Weise die überflüssigen Touchscreen-Elemente entfernt und dank Download-Funktion, Online-Radio und Karaoke-Modus für deutlich mehr Umfang gesorgt. Im Gegenzug mangelt es den vorhandenen Songs eindeutig an Abwechslung und die Möglichkeit lediglich 100 Lieder herunter zu laden, ist angesichts der verfügbaren Menge von 2000 Tracks etwas sehr knapp bemessen. Dennoch sollten Musikfreunde den Import in Erwägung ziehen, unterm Strich ist und bleibt der Titel nämlich ein sehr umfangreiches und unterhaltsames Musikspiel mit zahlreichen kleinen Extras.

Übt, damit er endlich ein Lied auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad packt: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

WERTUNG:
86%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Einfach zu erlernen, schwer zu meistern – vor allem auf höchster Schwierigkeitsstufe. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Überflüssige Features über Bord, sinnvolle Neuerungen rein: Mit Gitarren- und Karaoke-Modus macht die ganze Sache gleich noch mehr Spaß.
Grafik

Trotz leichter Verbesserungen zum Vorgänger nur zweckmäßig.
Sound

Schöne Midi-Klänge, leider lässt die Song-Auswahl doch etwas zu wünschen übrig.
Spielspaß

Downloadbare Lieder, Editor, Karaoke-Modus, Multiplayer… Musik-Fans werden ihre Freude an dem Titel haben.








Details
Spielname:
Daigasso! Band Brothers DX

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
noch nicht bekannt

Multiplayer:
1-8 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (3)

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