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Flower, Sun and Rain


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Flower, Sun and Rain - Review vom 04.12.2008

Die für ihre außergewöhnlichen Spiele bekannte Firma Grasshopper Manufacture ist auch im Westen schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Seit Capcom den Konsolen-Titel „killer7“ in unseren Breitengraden veröffentlicht hat, findet ebenfalls jedes neue Produkt der Firma seinen Weg nach Europa und Amerika - so z.B. geschehen mit dem DS-Rollenspiel „Contact“ und dem Wii-Action-Spektakel „No More Heroes“. Mit dem DS-Remake des lediglich in Japan erschienenen PS2-Adventures „Flower, Sun and Rain“ kommen nun auch wir Europäer in den Genuss eines früheren Werkes der Spieleschmiede um Goichi Suda aka Suda51. Ob sich der Ausflug für Adventure-Fans auch lohnt oder ob die verworrene Geschichte des Suchers Sumio Mondo unter dem Zahn der Zeit gelitten hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Willkommen auf Lospass Island - Dem Paradies, in dem die Zeit stillsteht...
In „Flower, Sun and Rain“ schlüpft der Spieler in die Rolle eines Herren namens Sumio Mondo. Sumio ist ein professioneller Sucher, also hauptberuflich mit dem Finden von bestimmten Dingen beschäftigt. Eines Tages wird er zum Inselparadies Lospass Island beordert, wo er im Auftrag des Hotelmanagers Edo Macalister eine Bombe in einem Flugzeug ausfindig machen soll. Doch seitdem er das mysteriöse Hotel „Flower, Sun and Rain“ betreten hat, geschehen zahlreiche seltsame Dinge: Sumio wird ständig von diversen mysteriösen Hotelgästen aufgehalten, bekommt es mit übernatürlichen Ereignissen zu tun und erlebt zu allem Überfluss den selben Tag immer und immer wieder - auch wenn sich die Ereignisse des Tages ständig ändern. Und dann gibt es da noch das mysteriöse Mädchen, welches Sumio in seinen Träumen sieht. Es liegt an ihm, den Geheimnissen der Insel auf den Grund zu gehen.

Mit Erklärungen für all die Geschehnisse hält sich „Flower, Sun and Rain“ weitestgehend zurück. Ähnlich wie schon bei „killer7“ muss sich der Spieler einen Großteil des Story-Zusammenhangs selbst zusammenreimen. Das ist auch gar nicht so einfach, da der Titel mit einer abgefahrenen Story-Wendung nach der anderen auffährt. Aber gerade diese Geheimniskrämerei des Spiels treibt einen letzten Endes durch das insgesamt 19 Kapitel lange Abenteuer, da man hofft irgendwo doch noch einen Sinn in der ganzen Geschichte zu sehen.

Oberflächlich gesehen verbirgt sich hinter dem Titel ein klassisches 3D-Adventure. Ihr lenkt Sumio über die Straßen der Insel und interagiert mit diversen Objekten oder Bewohnern. Allerdings führt er kein mit unsinnigem Ramsch gefülltes Inventar. Den einzigen für den Geschichtsverlauf wichtigen Gegenstand, den Sumio in seine Begleiterin Catherine (Anmerkung: So hat er seinen Multifunktionskoffer getauft - nur damit keine Missverständnisse entstehen!) steckt, ist ein Reiseführer, den er von Edo Macalister überreicht bekommt.

Lospass Reiseführer - Für jede Gelegenheit der richtige Hinweis
Diesen sollte man auch gleich zu Beginn ein wenig durchblättern, denn die Broschüre erweist sich im weiteren Verlauf als das wichtigste Utensil im gesamten Spiel. Versteckt in den Werbeanzeigen und Touristeninformationen des Heftchens sind nämlich die Lösungen zu so ziemlich allen Rätseln, die mit der Story verknüpft sind. Hinter besagten Rätseln verbergen sich auch nicht die genretypischen Objekt-Kombinations-Rätsel, sondern Zahlenpuzzles. Wann immer das Geheimnis eines Objektes gelüftet werden muss, kommt Sumios Koffer Catherine zum Einsatz. Mit Hilfe der Verbindungsstecker und Wählscheibe des Metallkästchens lassen sich Terminals hacken, mit Codes verschlossene Behälter öffnen oder auch ganz simple Dinge verrichten wie etwa das Bedienen des Zimmertelefons. Warum Sumio dafür nicht einfach die ohnehin schon auf dem Gerät befindliche Wählscheibe benutzt, wird zwar zu keiner Zeit erklärt, angesichts der absurd-komischen Ereignisse drumherum wirkt dieser Umstand aber gar nicht mal so unlogisch.

Zu jedem Rätsel gibt es meist von einem dazugehörigen Charakter einen deutlichen Hinweis. Diesen muss man dann lediglich mit dem Reiseführer in Verbindung bringen, die richtige Zahlenkombination herausfinden und schließlich eintippen. Ein Beispiel: Sumio ist in einem verfluchten Raum gefangen, dessen wichtigste Möbel ein Stuhl und eine Kamera sind. Ein Nebencharakter verrät uns, dass er einen ähnlichen Raum schon mal in der Broschüre gesehen habe. Mit ein wenig Sucherei machen wir ein Foto aus, unter dem ein paar Daten zur verwendeten Kamera stehen. Genau diese tippen wir über Catherine in die Kamera ein und schon können wir den Raum verlassen. Aber nicht alle Rätsel beschränken sich auf simples Suchen und Finden von Zahlenkombinationen. Nicht selten müssen die gegebenen Werte mit den dazugehörigen Texten oder Bildern in Verbindung gebracht werden.

Wo wir gerade schon mal bei diesem Rätsel sind: Wer sich mit der deutschen Sprachversion von „Flower, Sun and Rain“ durch das Abenteuer schlägt, wird an zwei Stellen innerhalb der Story kleine Probleme kriegen. Es haben sich in die deutsche Fassung nämlich zwei Fehler eingeschlichen, die zwar übersetzungstechnisch korrekt sind, in Kombination mit dem dazugehörigen Rätsel allerdings nicht funktionieren. So lautet bei dem vorher genannten Rätselbeispiel ein Teil des wichtigen Textes „1/750 Sekunden“. So allerdings wird die Kombination nicht akzeptiert. In der ebenfalls auf der DS-Karte befindlichen englischen Fassung sieht der Text ein wenig anders aus: „750 of 1 second“ heißt es hier. Und in dieser Reihenfolge ist der Code auch richtig. Gegen Ende erwartet euch dann noch einmal ein solcher Zahlendreher - Auftrag 17 sollte dementsprechend besser auf Englisch gespielt werden.

Ein weiteres Problem von „Flower, Sun and Rain“ ist der ziemlich lineare Spielablauf. Hin und wieder kann es sein, dass ihr euch in einer Situation wiederfindet, bei der ihr schon ein oder zwei Schritte weiter gedacht habt, als das Spiel es möchte. Trotzdem zwingt es euch, nochmals mit bestimmten Personen zu sprechen oder Gegenstände zu untersuchen. Darüber hinaus stören gerade im fortgeschrittenem Verlauf die enormen Laufwege, die Sumio zurückzulegen hat - ein Ingame-Schrittzähler hält euch zu allem Überfluss auf dem Laufenden, wie viele Meilen ihr bereits auf der Insel Lospass hinter euch gebracht habt. Am Ende des Spiels hatten wir satte 23702 virtuelle Schritte getätigt - reichlichst!

Steuerung:
Sumio Mondo wird entweder mit Hilfe des Steuerkreuzes oder über den Touchscreen über die Insel gescheucht. Bei den normalen Herumlauf-Passagen des Titels eignen sich beide Varianten nahezu gleich gut, lediglich in einem Abschnitt, bei dem man sich langsam zu bewegen hat, ist die Kombination aus Steuerkreuz mit B-Knopf für diesen behutsamen Gang zuverlässiger. Die Menüs des Spiels lassen sind andererseits mit dem Touchscreen wesentlich intuitiver bedienen - die Textscrollgeschwindigkeit der Steuerkreuzvariante lässt im Reiseführer nämlich etwas zu wünschen übrig.

Grafik:
„Flower, Sun and Rain“ wartet mit einer stilisierten 3D-Optik auf. In kleineren Gebieten weiß diese trotz leicht verpixelter Texturen auch durchaus zu überzeugen. Nur in den Außengebieten wirken die Hintergründe stellenweise sehr pixelig. Auch unschöne Pop-Ups treten hier hin und wieder auf. Dafür bleibt das Bild mit einer kleinen Ausnahme am Ende des Spiels auch weitestgehend flüssig.

Sound:
Grasshopper Manufactures Haus- und Hof-Composer Masafumi Takada hat, trotz leichtem Downgrades gegenüber der PS2-Originalfassung, ein paar schöne Remixes klassischer Musikstücke zusammengestellt, die wunderbar zur Hotel- und Urlaubsatmosphäre des Titels passen. Richtige Sprachausgabe bietet „Flower, Sun and Rain“ zwar nicht, dafür gibt es in den Dialogen stark verzerrtes Gemurmel zu hören - ideal für das surreale Ambiente.

Features:
Insgesamt 10 bis 15 Stunden trägt das große Abenteuer auf Lospass Island. Für zusätzlichen Wiederspielwert sorgen zusätzliche Gegenstände, die sich mit Hilfe von Fundlisten zu Beginn eines jeden Kapitels lokalisieren und einsammeln lassen. Um an die Objekte zu kommen, muss zuerst eine kleine Knobelaufgabe gelöst werden. Der Lohn für die Mühe sind Bonus-Kostüme, die sich nach einmaligem Durchspielen nutzen lassen.

Fazit:
Es ist schon sehr ärgerlich, dass die Spielmechanik von „Flower, Sun and Rain“ unter dem Alter ein wenig leidet. Der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist teils unausbalanciert, an manch einer Stelle ist das weitere Vorgehen etwas unklar und die langen Laufwege stören sehr schnell. Nicht zu vergessen die beiden Übersetzungspannen in der deutschen Version. Das ist vor allem deswegen ärgerlich, weil es sich bei dem Spiel um ein wirklich interessantes Adventure mit seltsamen Charakteren, einer verworrenen Story und ansehnlichem Grafikstil handelt. Wer über die spielerischen Schwächen des Titels hinwegsehen und sich für die surreale Geschichte begeistern kann, sollte einen Blick riskieren. Alle anderen wenden sich lieber anderen Adventures zu.

Macht trotzdem gerne auf Lospass Island Urlaub: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

WERTUNG:
67%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ob per Touchscreen oder D-Pad - die simple Steuerung funktioniert nahezu einwandfrei. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Bewegung und Menübedienung über den Touchscreen sind möglich, im Reiseführer werden die Seiten über die beiden Bildschirme dargestellt: Nichts besonderes, aber auch nichts hinderliches.
Grafik

Trotz pixeliger Texturen weiß die stilisierte Grafik zu überzeugen.
Sound

Schöne Remixes klassischer Kompositionen sorgen für das passende Urlaubs-Ambiente.
Spielspaß

Lange Laufwege und ein paar unklare Lösungen bremsen das Spiel gehörig aus.








Details
Spielname:
Flower, Sun and Rain

Publisher:
Rising Star Games

Developer:
Suda51

Genre:
Adventure

Release:
25.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (19)

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