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Call of Duty: World at War


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Call of Duty: World at War - Review vom 17.12.2008

Im Krieg sind alle Männer Soldat.
Wenn Uncle Sam an die Tür klopft und mutige Männer reichlich entlohnen will, nur dafür, dass Sie eine kleine Reise in Ausland machen, kann es nur eines bedeuten: Es herrscht Krieg! Ähnlich frequent wie die Rückkehr des tollkühlen Skaterfalken, schickt auch Activision seine Soldaten ins Rennen und selbst in diesem Jahr wartet ein neues „Call of Duty“ darauf, von seinen Fans gespielt zu werden. Nachdem wir Anfang des Jahres mit „Call of Duty 4: Modern Warfare“ schon einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Krieges gemacht haben, heißt es mit „Call of Duty: World at War“: Back to the roots. Der Zweite Weltkrieg lässt Grüßen und wir haben uns an die Front gewagt.

Der Entwickler n-Space hat schon einmal mit Bravour bewiesen, dass Sie in Sachen First-Person-Shooter auf jeden Fall etwas von ihrem Handwerk verstehen. Denn „Call of Duty 4“ für den Nintendo DS hat gezeigt, dass eine gelungene 3D-Engine gepaart mit ausgeklügeltem Action-Gameplay und Touchscreen-Minispielchen dazu führt, dass der Doppelbildschirmer sich nicht vor dem Shooter-Genre verstecken braucht. Nach „Metroid Prime Hunters“, „Golden Eye“ und „Brothers in Arms“ konnte endlich wieder mit dem Schusseisen gefeuert werden und das mit bleibenden Eindruck. Mit „Call of Duty: World at War“ möchte die Entwicklerschmiede nun dort weitermachen, wo man zuletzt aufgehört hat und präsentiert neben einem Epochenwechsel auch erstmals einen Online-Multiplayermodus. Was sich sonst noch getan hat, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen doch erst einmal zur "bekannten" Story.

Es dauert nicht mehr lange und die Call of Duty-Reihe verweilt schon länger auf diesem Erdballen als der eigentliche Zweite Weltkrieg geführt wurde. Seit 2003 ballern sich die Veteranen aus dem Hause Activision durch die finstersten Tage der Menschheitsgeschichte, was rund 5 Jahre ausmacht. Der eigentliche Zweite Weltkrieg hingegen wurde von 1939 bis 1945 geführt, was nach Adam Riese 6 Jahre sind. Manch Revolverheld dürfte sich nun die Frage stellen, ob es überhaupt noch unerzählte Digital-Passagen aus dem Krieg gibt, oder ob man wie im Geschichtsunterricht alles bis zum Erbrechen 10.000-Mal durchkaut. Um euch hier an dieser Stelle die Schulstunde beim möchtegern Historiker Maier zu ersparen, gehen wir nahtlos in das Spielgeschehen über und empfehlen den nächst besten Geschichtsschmöcker aus dem Buchlanden an der Ecke. Nein, wir möchten an dieser Stelle die zwiespältige Thematik des Kriegsspielens, nicht erneut aufgreifen…

Man kann nicht kämpfen, wenn die Hosen voller sind als das Herz.
In „Call of Duty: World at War“ wird das Ende des Krieges thematisiert und der frisch gebackene Frontkämpfer muss erst einmal den nächsten Drill durch das Bootcamp (*hust* Tutorial) bestehen, bevor er auf dem Schlachtfeld beweisen darf. Hat man sich genug durch den Schlamm gerobbt, ist über meterhohe Mauern geklettert und mit der Handhabung der Waffen vertraut, kann es endlich losgehen.

Schon in der ersten Mission merkt Private Ryan, dass man es nicht nur mit der typischen Ballerkost zu tun bekommt, sondern dass es sich ebenfalls im Schlachtfeld gilt zu beweisen. Mit Mortar-Geschützen kann man Verteidigungsposten sprengen, im Weg liegende Mienen via Touchscreen-Minispielchen räumen und natürlich auch zahlreiche Feinde auf den schnellen, schmerzlosen Tod durch Waffengewalt führen.

Die Missionsvielfalt ist dabei sehr bunt gestaltet, so gibt es die typischen „Finde und Zerstöre“-Aufgaben genauso wie Schutz- und Hilfsmissionen. Wenn verwundete Soldaten im Feld liegen, müssen auch diese wieder mittels Touchscreen-Minispielen zusammengeflickt werden. Und obgleich der eigentlichen Variationen auf dem Feld muss man dennoch bemängeln, dass viele Teile sehr stark durch Scripts geprägt sind und man kaum einen Einfluss auf den linearen Spielverlauf hat. Wenn man immer wieder seine Freunde in den Tod rennen sieht, wenn man doch eigentlich weiß, dass es selten dämlich ist, ins offene Feuer zu rennen, fragt man sich, was das soll. Doch nicht das gesamte Geschehen findet als Soldat auf dem Schlachtfeld statt, denn so darf man sich auch hinter größere Geschütze klemmen oder sogar mit einem Bomber fliegen.

Während des Spielverlaufs kann man sich ebenfalls hinter das Flakgeschütz klemmen und zahlreiche angreifende Flieger abschießen, dabei hilft natürlich der 360°-Touchscreen-Rundumblick. Oder aber man sitz als Artillerieschütze in seinem Graben und schießt auf entfernte Gebäude und feindliche Einheiten. Auch unterhaltsam sind die Bombermissionen, bei denen man Explosionskörper gezielt auf strategisch wichtige Feindeinrichtungen wirft oder Konvois zerstört.

In Sachen Variationen bekommt der Vergangenheitskrieger alles geboten, was das Herz begehrt. So kämpft man sich durch Pazifiklandschaften, durch den kalten Schnee oder liefert sich hitzige Häuserduelle in der Stadt. Dabei schlüpft der Spieler in die Rolle der Briten, Amerikaner und Russen und bekämpft auf der anderen Seite meist die Deutschen oder Japaner. Aus diesem Grund hat Activision von einer sprachlich lokalisierten Version abgesehen und die Akteure sprechen stets in ihrer Landessprache. Außer natürlich die Russen, die sich mit einem donnernd, „r“-rollenden Englisch-Mischmasch verständigen.

Insgesamt gibt es zahlreiche Missionen und sieben Touchscreen-Minispiele, die während der Schlacht absolviert werden müssen. Geübte Spieler können „Call of Duty: World at War“ auf dem DS gut an einem sehr ausgedehnten Nachmittag durchspielen, doch wer wirklich alle Geheimnisse entdecken möchte, braucht länger. In nahezu jedem Level sind Sammelobjekte versteckt und es winken einige Belohnungen auf den Spieler, wenn er diese entdeckt.

Steuerung:
Seit der letzten Instanz der Call of Duty-Reihe für den DS hat sich einiges getan. Die Steuerung ist präziser und geht noch einfacher von der Hand als früher. Es gibt zahlreiche Einstellungen, damit jeder Spieler seine Vorlieben ausleben kann. So kann man die Y-Achse umkehren, die Sensibilität frei wählen, um so richtig gezielt durch die Landen zu ziehen. Auch die Minispiele sind gut umgesetzt und nutzen die Touchscreenfunktionen gut. So gibt es beispielsweise ein Morsespiel, dass mit dem Touchscreen nachgemacht werden muss oder die typischen Bomben, die es zu entschärfen gilt. An sich haben die Entwickler viel verbessert und es fehl nicht mehr viel, um eine perfekte DS-Steuerung für Shooter geschaffen zu haben.

Grafik:
Optisch gesehen haben wir einen WOW-Faktor wie es seinesgleichen sucht. Mit „Call of Duty: World at War“ für den Nintendo DS kann man auch Skeptikern beweisen, dass der DS in Sachen 3D so einiges auf den Kasten hat. Zwar verpixelt die Grafik stark, wenn man sich zu nahe an den Texturen entlang hangelt, doch die Detailtiefe ist beachtlich. Dschungellandschaften, Schneelandschaften, Häuserschlachten und Flugmissionen. Vielfalt und angenehme Optik, die sich sehen lassen kann.

Sound:
Bei einem Shooter kann man in Sachen Soundvariationen nicht viel erwarten. Denn wenn die ganze Zeit herum geschossen wird, braucht man sich keine Hoffnungen machen, außer Schuss- und Explosionsgeräuschen etwas zu hören. Oh doch, die schreienden, schmerzerfüllten Opfer natürlich. Was die Musik angeht, bekommt man atmosphärische Kompositionen, die passend zu Stimmung ein richtig akustisches Feuerwerk entfesseln. So sollte es sein.

Features:
Ein breites Waffenspektrum, zahlreiche Missionen und Vielfalt auch im Missionssektor, sorgen dafür das Call of Duty-Fans auf ihre Kosten kommen. Doch neben den eigentlichen Missionen gibt es noch zahlreiche Minispiele und auch die Möglichkeit, neben der Kampagne auf eine schnelle Jagd zu gehen. Sammelobjekte sorgen dafür, dass man das Spiel auch gut zwei oder drei Mal durchspielen kann, bis man alles gefunden hat.

Multiplayer:
In Sachen Multiplayer ist es schade, dass es kein Gamesharing gibt. Sprich: Wer sich in hitzige Shooter-Duelle hineinversetzen will und einen Freund mit dabei haben möchte, sollte entweder ein zweites Modul von CoD bei sich zuhause liegen haben oder einen ebenso großen 2. Weltkriegs-Veteranen als Kumpel besitzen. Wenn dies der Fall ist, kann man den besagten Freund auch online herausfordern. Denn erstmals gibt es auch bei der DS-Version von Call of Duty einen umfassenden Onlinemodus für Freundescodetauscher und Weltspieleraufforderer. Löblich.

Fazit:
Mit „Call of Duty: World at War“ machen die Spieler erneut eine Zeitreise in den Zweiten Weltkrieg. Die Modernen Waffen aus „Call of Duty 4“ sind dementsprechend passé und es obliegt dem persönlichen Geschmack, ob man lieber in der Gegenwart oder in der Vergangenheit seine Waffen zückt. Beide Titel der CoD-Reihe ähneln sich sehr stark, doch nur die aktuelle Instanz verfügt über einen ausgeklügelten Onlinemodus. Der Titel ist ein gelungener Shooter und eine echte Alternative zu aktuellen Genrereferenzen. Dennoch sollte man wissen, dass dies kein Spiel für Kinder und somit die Altersfreigabe ab 18 Jahren mehr als berechtigt ist.

Auch in der Vergangenheit ein begnadeter Frontkämpfer: N-Freak für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
81%
Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Präzise Ballern via Touchscreen. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nicht viel Neues, aber dafür Onlinemodus.
Grafik

Ein Augenschmaus für Shooter-Fans.
Sound

Nette Effekte und packende Musik.
Spielspaß

Ballerspaß mit angenehmer Länge.








Details
Spielname:
Call of Duty: World at War

Publisher:
Activision

Developer:
n-Space

Genre:
Shooter

Release:
22.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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