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Infinite Space


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Infinite Space - Review vom 29.03.2010

Vor rund zwei Jahren kündigte Sega vollen Mutes an, ein DS-Weltraum-Abenteuer zu entwickeln, dass die Grenzen der Lichtgeschwindigkeit durchbrechen und die Optionsvielfalt der vergangenen Space-Abenteuer Lichtjahre hinter sich lassen sollte. „Infinite Space“ war geboren und fortan wurden viele Fans von Weltraumschlachten und Erkundungsabenteuern hellhörig. Seit der Tokyo Games Show 2008 heizte man jene zusätzlich durch eigens produzierte Anime-Webisodes an - doch lohnte sich das Warten? War der Hype um „Infinite Space“ gerechtfertigt? Wir haben uns für euch an den Rand des Universums gewagt, um die Antworten aus finsteren Raumpiraten herauszuquetschen. Was bei unserem Verhör herausgekommen ist, erfahrt ihr im aktuellen Testbericht zu „Infinite Space“.

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Und kein Drei Wetter Taft.
Der junge Yuri hat das Leid auf einem Planeten zu wohnen, dessen Regierung die Raumfahrt verbietet. Dennoch möchte der angehende Raumfahrer in die Füße seines Vaters stapfen, der ein berühmter Weltraumpilot war. Zum Glück meinte es das Schicksal gut mit ihm und durch zufällige Umstände konnte Yuri fliehen und wurde kurz darauf Kommandant einer gesamten Raumflotte. Im Laufe des Abenteuers gewinnt Yuri an Erfahrung und wird zu einem richtigen Captain, mit einem einzigen Ziel: Er ist auf der Suche nach einer mystischen Grabinschrift, die die Macht haben soll, die Welt zu verändern. Ein Abenteuer voller Korruption, Macht und Weltraumpiraten beginnt.

Das Entwickler-Team hinter Steel Battalion hat sich erneut zusammengerauft und nach langer Zeit das DS-exklusive „Infinite Space“ entworfen. Der Hersteller verspricht ein packendes Abenteuer mit über 70 (!) Stunden Spielzeit. Hat man mit Yuri einmal die Kommando-Brücke übernommen, geht es los und es ist die Aufgabe ein dynamisches, rätselhaftes Universum, das am Rande eines Krieges steht, zu erforschen. Angelehnt an den Science-Fiction-Anime-Stil der 80er Jahre kämpft man sich durch das All, aber wer Spiele wie „Phoenix Wright“ und Co. kennt, wird wissen, dass man zu keiner Zeit den Protagonisten selbst lenkt. Vielmehr baut man Raumschiffe aus, weist Piloten zu Staffeln und Raumschiffen hinzu und meistert nach und nach ein sehr komplexes Kampfsystem - die Handlung wird derweil über Dialogboxen erzählt.

Gerichtssimulation im Weltraum? Nicht ganz!
Zu Beginn wartet ein ausführliches Tutorial auf die Spieler, was auch bitter notwendig ist, da man schon etwas Einübungszeit benötigt, um alle Kniffe zu begreifen. Und wenn man das Kampfkonzept durchschaut hat, gilt es noch immer herauszufinden, wie man die Stats der Flotte aufbessert. Bei über 100 Raumschiffentwürfen und knapp 200 Bausteinen, die die unterschiedlichsten Eigenschaften der Fluggeräte aufpeppen, hat man einiges zu tun. Baut man die Lagerflächen aus, um mehr Geld aus Transportflügen zu generieren? Baut man seine Waffen aus, um gegen Weltraumpiraten zu bestehen? Oder wird das Raumschiff so leicht wie möglich gebaut, um möglichst schnell fliegen zu können...? Fragen über Fragen, die je nach Mission und Situation neu durchdacht werden müssen.

Doch wie baut man seine Flotte tatsächlich aus oder um? Zunächst können im Shop neue Modelle gekauft werden. Diese verfügen über Basiseigenschaften, die mit Hilfe von einzelnen Bauteilen ausgebessert werden können. Auch Module können neu erworben werden, müssen aber in das Puzzlesystem des Raumschiffs passen. Die Module sehen aus wie kleine Tetrissteine, die in ein vorgefertigtes und limitiertes Bauvolumen integriert werden müssen. Passen sie nicht herein, muss man auf diese Fähigkeit verzichten. Der Spieler steht dauerhaft vor Entscheidungen: lieber ein leistungsstarker Warp-Antrieb oder doch die verbesserten Schilde?

Wer ein Elite-Geschwader führen will, braucht ein starkes Team.
Beim Ausbau des Schiffs hört es aber nicht auf, denn hat man seinen Traum-Flieger erstmal geschaffen kann man gleich mit der Begleitstaffel weitermachen und wer dann noch Lust hat, besetzt die Flotte mit dem entsprechenden Team. Nach und nach können mehr als 100 unterschiedliche Charaktere getroffen werden, die sich teilweise auch dem eigenen Team anschließen. Wen man diese auch noch mit den richtigen Aufgaben vertraut macht, können sie die Reparaturgeschwindigkeit des Schiffs verbessern, sind Taktiker im Kampf oder sorgen für besseres Verhandlungsgeschick bei Cargo-Missionen. Auch hier sollte man stets schauen, welche Kombination den besten Vorteil bietet.

Doch genug von den taktischen Raffinessen, hin zum Filetstück des Spiels: Reisen und Kämpfe. Von Planet zu Planet, von Sternsystem zu Sternsystem reist man durch die Galaxien und sucht Tavernen, Raumpiraten und Co. auf. Nach jeder Reise können neue Missionen begonnen und Erfahrung gesammelt werden. Stück für Stück kommt man seinem Ziel somit näher, doch ein Abenteuer geht niemals ohne Konfrontationen aus. So wird das Kampfsystem ein Hauptbestandteil von „Infinite Space“. Während der Schlachten kann man die Flugrichtung ändern, um defensiv bzw. offensiv zu agieren. Jedes Raumschiff verfügt über verschiedene Attacken und über eine bestimmte Reichweite. Befindet man sich in der Reichweite und hat sich der Aktionsbalken genug aufgeladen, so kann geschossen werden. Je nachdem kann man sich für Aktionsbalken-kostenintensive Aktionen entscheiden oder man ballert mit halber Kraft, aber dafür häufiger. Abhängig davon wie die Staffel aufgebaut ist, können sich auch Schiffe zusammentun und gemeinsam agieren und und und... Auch hier gibt es taktische Raffinesse, die nur ein Problem hat: Ähnlich wie bei jedem Rollenspielkampf, wirkt die ganze Sache auf Dauer recht monoton. Langwidrige Kampfanimationen können zum Glück übersprungen werden, aber wenn man 70 Stunden mit dem gleichen Spiel verbringt, dann können einem die Schlachten schon mal auf den Geist gehen. Zum Glück hält die Story bei Laune und fesselt so manchen Sci-Fi-Fan.

„Infinite Space“ ist auch ein Spiel der Gattung: „Man liebt es!“ oder „Man hasst es...“. Wer sich mit dem Konzept anfreunden kann, wird viel, viel Zeit mit dem Titel verbringen können. Wem die Inhalte zu linear und schwerfällig sind, der wird schon sehr früh sagen: Nein, Danke! Probespielen für Unentschlossene sollte daher dringend angeraten werden.

Steuerung:
Es gibt keinen Protagonisten, den man durch die Lande lenkt. Hier herrschen nur Raumschiffstaffeln und Teams vor, die darauf warten verstärkt zu werden. Taktiker werden sich freuen und stundenlang versuchen, die Statuswerte um zumindest einen Punkt zu verbessern, um nach der nächsten Schlacht gleich neue Upgrades zu kaufen. Ein Manko lässt sich aber nicht leugnen: Die Menüführung ist schwerfällig und nicht wirklich intuitiv. Man braucht Zeit, um alle Kniffe zu beherrschen und sich mit der Spieltiefe vertraut zu machen. Hier hätten die Entwickler für bessere Übersicht sorgen oder mit mehr nützlichen Tipps aushelfen können.

Grafik:
Das Intro-Video ist vorbildlich und jeder Anime-Fan wird gleich dahinschmelzen. Darüber hinaus sorgen die statischen Charaktergrafiken weniger für Freude und man wünscht sich, dass etwas mehr Leben im Spiel vorhanden wäre. In den Kämpfen sieht es anders aus und die fulminanten 3D-Schlachten haben schon einen gewissen Flair, werden aber auf Dauer eintönig, da nahezu alle Attacken mit der gleichen Konfiguration abgespielt werden - auch bei den optischen Effekten gibt es kaum Abwechslung. Ansehnlich, aber weit weg von Perfektion.

Sound:
So monoton die Schlachten sind, so monoton sind auch die Soundeffekte. Sprachausgabe im Intro-Video mit ein paar einzeln verstreuten Audio-Kommentaren in den Schlachten sind die eigentlichen Highlights. Die Musik ist meist so abgespaced, dass selbst eingefleischte Weltraumkadetten nicht wissen, ob sie es mögen oder hassen sollen. Für alle Unentschlossen gibt es den Lautstärkeregler.

Features:
Ein Abenteuer mit einer versprochenen Spielzeit von 70 Stunden, zahlreiche Sternensysteme mit Planeten, Missionen und Raumpiraten. Über 100 Raumschiffsmodelle mit 200 Ausbaumodulen. Eine ausgedehnte Geschichte von der Kindheit des Protagonisten bis hin zum Erwachsenenalter. Insgesamt bietet „Infinite Space“ für jeden Sympathisanten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, bis hin zu Zweispieler-Weltraumschlachten.

Fazit:
„Infinite Space“ ist ein Spiel, das vor allem eines hat: Länge. Der Hersteller verspricht 70 Stunden Spielzeit und bei den Variationsmöglichkeiten in Design, Taktik und Schlacht ist dies durchaus noch zu übertrumpfen. Die Frage bleibt: Gibt es genug Fans, die sich so lange mit einem Spiel beschäftigen wollen? Nintendo antwortet lautstark: „Pokémon“! Capcom schreit: „Monster Hunter!“, aber Segas „Infinite Space“ hat kleinere Mankos - es ist etwas starr, braucht eine sehr lange Einübungszeit und die Menüführung ist schwerfällig. Wer über diese Fehlerchen hinwegsehen kann, ein Fan des japanophilen Science Fiction-Genres ist und gerne langatmige Raumduelle ausfechtet, wird sich jedoch prima mit „Infinite Space“ anfreunden können.

Wohnt hinter'm Mond gleich links: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Sega für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
77%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Nicht wirklich intuitiv und sehr, sehr komplex. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Die typischen DS-Standards mit guter Doppelbildschirmnutzung.
Grafik

Akzeptable Mischung aus 2D- und 3D-Elementen.
Sound

Entweder man mag es oder man greift zum Lautstärkeregler.
Spielspaß

Komplexes Abenteuer mit unheimlich vielen Optionsmöglichkeiten.








Details
Spielname:
Infinite Space

Publisher:
Sega

Developer:
Platinum Games

Genre:
Rollenspiel

Release:
26.03.2010 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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