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Tom Clancy’s EndWar


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Tom Clancy’s EndWar - Review vom 24.11.2008

Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren.
Der Welt stockt der Atem, als im Jahre 2016 mehr als 20 Millionen Menschen in einem grausamen Atomkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ums Leben kommen. Die Folge des nuklearen Holocaust: sofortiger Zusammenbruch der globalen Ölversorgung, sodass der Rohölpreis binnen kürzester Zeit auf 800 Dollar pro Barrel steigt und zum Luxusgut wird. Russland ist von nun an der größte Energielieferant der Welt und durchlebt einen Wirtschaftsboom. Nach und nach bauen die USA, Europa und Russland moderne Raketenschilder auf, um gegen Interkontinentalwaffen gewappnet zu sein.

Die Spannungen der EU lösen sich auf, als die Europäische Föderation gegründet wird, ohne UK und Irland als Mitglieder. Mit den drei Supermächten USA, EF und Russland geht es in die kommende Dekade. Doch Amerika kann das neue Mächtegleichgewicht nicht tolerieren und richtet weltweiten Protest gegen das Freedom Star-Programm ein: eine orbitale Waffenplattform, die es ermöglicht, dass US Marines binnen 90 Minuten an jedem Punkt der Welt aufmarschieren können. Die Europäische Föderation tritt aus der Nato aus, die Nationen streiten sich, die Spannungen geraten auf den Höhepunkt und der finale Krieg der Menschheit steht kurz bevor... Et voilà: Das furchtbare Szenario für „Tom Clancy’s EndWar“ ist geschaffen.

Ich weiß nicht, womit die Menschen im 3. Weltkrieg kämpfen, aber im 4. werden es Keulen und Steine sein.
Thomas Leo Clancy Jr., die Ikone der modernen Politthrillerautoren hat nur noch wenig mit den aktuellen Videospielversoftungen zu tun. Zwar „vermachte“ er seinen Namen an Ubisoft, vielmehr ist aber Raymond Benson alias David Michaels dafür verantwortlich, dass unter anderem die „Splinter Cell“-, „Ghost Recon“- und kürzlich veröffentliche „EndWar“-Geschichte zu Papier gebracht wurden. Ubisoft sorgt nun dafür, dass das aktuelle Horrorszenario nicht nur Leser in seinen Bann zieht, sondern auch Videospieler vor den Bildschirm fesselt. Während man auf den großen Konsolen ganze Flotten mit seiner Stimme steuern kann, sieht das auf den Handhelds etwas anders aus. Eine Mischung aus „Battle Isle“, „Advance Wars“ und „Panzer Tactics“ steht ins Haus. Wir waren im letzten Krieg der Menschheit an vorderster Front, haben das Kommando übernommen und die Geschicke der Welt gelenkt. Was wir vom aktuellen Rundenstrategiespiel „EndWar“ halten, lest ihr in den folgenden Zeilen.

Der Krieg der Zukunft wird per Tastendruck gesteuert, bzw. genauer gesagt mit dem Stylus in der Hand. Unterschieden wird grob in zwei Phasen: auf der einen Seite die so genannte Aktionsphase, auf der anderen die Bewegungsphase. Voran geht die Bewegungsphase, in der jede Einheit exakt einmal gezogen werden kann. Im Anschluss folgt die Aktionsphase, die logischerweise zum Angreifen dient - auch hier darf jede Einheit nur eine Aktion durchführen. Zwischen den beiden Phasen ist der Gegner an der Reihe. Sprich vor der eigenen Aktionsphase und dem darauf folgenden Angriff, wird der Kontrahent seine Waffen leer feuern.
Mit diesem Basiskonzept im Hinterkopf muss man seine Züge planen und taktisch vorgehen.

Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen.
Das Schlachtfeld ist aufgeteilt in zahlreiche Hex-Felder, wobei eure Truppen dadurch einen Kampfbonus erhalten, eigene Einheiten reparieren oder den Kontrahenten blockieren können, wenn sie geschickt platziert sind. Die jeweiligen Gruppen gliedern sich in die üblichen Verdächtigen: Bodentruppen, Spähfahrzeuge, Panzer, Artillerie-, Luft- und Flugeinheiten. Mit diesem Einheitencocktail werden intensive Schlachten ausgefochten, Gebäude erobert und nebenbei auch gewirtschaftet.

Anders als bei üblichen Rundenstrategiespielen liegt der Fokus nicht auf dem Erstellen von neuen Einheiten, sondern vielmehr darauf, Gebäude zu erobern und die dort befindlichen Streitkräfte auf eure Seite zu ziehen. Diese sammeln in jeder Schlacht Erfahrungspunkte und werden somit stärker und stärker - sollten sie zwischendurch doch mal den Geist aufgeben, könnt ihr die Schwachmaten kurzerhand in die Reparatur schicken, und schon trumpft man mit der Schlachtfeld-Elite wieder so richtig auf.

Was den Spielinhalt und die Spieltiefe angeht, bekommt man eine ordentliche Portion fürs Geld geboten: Insgesamt stehen 3 Kampagnen mit je über 30 Schlachtszenarien zu Auswahl. Der Spieler schlüpft in die Führungsrolle der US-, Europäischen oder Russischen Streitkräfte und kämpft in den Großstädten unserer Welt - selbst London und Paris sind beispielsweise vor dem Dritten Weltkrieg nicht gewappnet. Doch eines ist sicher, die Franzosen werden ihren Eifelturm mit aller Kraft verteidigen...

Steuerung:
Egal ob via Stylus oder mit dem Steuerkreuz, bei „EndWar“ hat man stets alles im Griff. Nur schade ist, dass man gesetzte Einheiten nicht mehr umsteuern kann. So sollte man genau planen, welchen Zug man als nächstes macht. Wie sagt man im Schach so gern: „Berührt ist geführt!“ Und auch im Krieg gibt es bekanntlich kein Pardon.

Grafik:
Grafikfetischisten werden an dieser schlichten Optik gleich etwas auszusetzen haben - und das leider nicht ohne Grund. Im Gegensatz zu den Konsolen-Varianten ist „EndWar“ in dieser Hinsicht mehr als zweckmäßig geworden, und hätte nur noch mit einigem Feinschliff richtig gut aussehen können. Das Szenario eines Zukunftskriegs bietet in der Theorie viele optische Möglichkeiten, doch was auf den kleinen Screens übrig bleibt, ist ein müder Pixelbrei gepaart mit grobkörnigen Explosionen. Nicht immer ist weniger mehr…

Sound:
Zumindest im Musiksektor bekommt man stimmungsvolle Hymnen und passende Atmosphäre geboten, die sich gleichsam in schwebender Ehrfurcht und geladener Spannung aufhalten. Die Sounds an sich hätten aber noch einmal durch die Qualitätskontrolle gekönnt - hier wollte man eindeutig Platz für die Inhalte geschaffen und hat Komponisten wie Geräuschemacher auf die Reservebank gesetzt. Insgesamt also nett und thematisch stimmig, mehr aber nicht.

Features:
Das einzigartige Rundenprinzip sorgt für Umdenken in der Strategie und bei mehr als 20 Einheiten, zahlreichen Einzelspielerkämpfen und einer ausgeklügelter Kampagne wird der geneigte Taktiker lange Zeit mit Ubisofts „Endwar“ zu tun haben. Besonders der Erfahrungsfaktor der Einheiten sorgt dafür, dass Angriff die beste Verteidigung ist, aber man dennoch stets aufpassen sollte, dass die Streitkräfte nicht zu sehr beschädigt werden. Wer sich durch die zahlreichen Einzelspieler-Missionen kämpft, wird am Ende um eine Bewertung nicht herumkommen. Der Stratege unter den Spielern wird nämlich auch für seine Glanztaten belohnt, womit insgesamt 21 Gefechtskarten und 21 Mehrspielerkarten freigeschaltet werden können, um den Faktor der Langzeitmotivation zu erhöhen.

Multiplayer:
Wie bereits in anderen Genre-Verwandten gesehen, können auch hier im Editor eigene Maps erstellt und anschließend über die Drahtlosverbindung mit Freunden und Bekannten getauscht werden. Einziger Wehrmutstropfen ist die Tatsache, dass es nur einen Mutliplayermodus für zwei Spieler gibt und auch nur, wenn jeder Feldherr seinen eigenen DS samt Spiel mit sich bringt. Hier hat „Advance Wars: Dark Conflict“ noch immer klar die Nase vorn. Schade, mit ein paar Onlinefunktionen hätte man noch mehr Pepp ins Spiel bringen können.

Fazit:
Auch wenn das keine Anspielung auf die thematische Gewalt im vorliegenden Titel sein soll: „EndWar“ ist ein zweischneidiges Schwert. Zum Einen gibt’s Inhalte en masse, auf der anderen Seite kostet das aber auch wichtige Präsentationspunkte. Wer damit leben kann, bekommt zahlreiche unterhaltsame Stunden vor einem strategisch hochwertigen Spiel geboten. Die Kämpfe sind gelungen, das Schlachtprinzip durchdacht und wer ein wenig auf seine Einheiten aufpasst, wird seine erste Wertung verbessern und sogar weitere Inhalte freischalten können. Super! Zwar gibt es auf dem Nintendo DS Genrevertreter, die die Messlatte noch höher ansetzen, doch wer von „Advance Wars“ genug, sich auch bei „Anno 1704“ ausgetobt hat und noch immer nicht weiß, wohin mit all der strategischen Cleverness, wird bei „EndWar“ goldrichtig sein. Mehrspieler-Interessierte werden jedoch bei anderen Taktikspielchen besser bedient.

Bewahrt auch im 3. Weltkrieg einen kühlen Kopf: Christian Nork [Trunx] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
77%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Hier ein Panzer, da ein Bomber - und schon gehört Paris mir! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Hier werden die DS-Basics genutzt, mehr nicht.
Grafik

Zukunftskrieg im grafischen Mittelalter. Die Zweckmäßigkeit regiert.
Sound

Sind das die Geräusche von Kampfjets!? „Bombastisch“ klingt jedenfalls anders.
Spielspaß

Packende Rundenstrategie für Solo-Taktiker mit Langzeitgarantie.








Details
Spielname:
Tom Clancy’s EndWar

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Funatics Software

Genre:
Strategie

Release:
04.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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