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Maths Play


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Maths Play - Review vom 27.09.2008

In Zeiten von Lese-Rechtschreib-Schwäche und Rechendefiziten wird der Wunsch nach innovativer und lehrreicher Software immer größer. Immerhin ist der Durschnittspieler jung, wissbegierig und jede noch so kleine Möglichkeit das Gehirn zu trainieren, wird genutzt. Mit „Maths Play" springt der Hersteller Ubisoft auf den Zug der Casual-Mathe-Games auf und möchte damit selbst den klassischen Mathematik-Gebeutelten zum Rechen-König machen. Ob wir jetzt nur noch Zahlen drehen und wenden wollen, um damit hübsche algorithmische und algebraische Gleichungen zu bilden, erfahrt ihr im Test.

Spaß mit Zahlen?!
Die Spielverpackung lässt mit der Fülle an Farben vermuten, dass sich ein kunterbuntes Erlebnis in dem kleinen DS-Modul verbirgt - zumindest steckt mit Sicherheit eine Fülle an Sprachen dahinter, da Ubisofts Software-Idee immerhin in neun Sprachen gestartet werden kann. Also wird neben Spaß mit Zahlen auch der Spaß mit Sprachen nicht außer Acht gelassen. Auf dem Startbildschirm werden wir von einer lustigen Katze begrüßt, und dürfen nun entweder einen Namen eingeben oder vorerst im Probemodus spielen. Es gibt immerhin vier leere Plätze im Menü - somit kann beispielsweise jedes Familienmitglied seinen Spielstand speichern. Jedoch werden außer dem Spielfortschritt keine weiteren Daten gespeichert. Auch einen Vergleich der Spielstände oder eine anspornende Bestenliste sucht man vergeblich. Wofür gibt es einzelne Speicherplätze? - Leider nur für die Speicherung des Fortschrittes an sich, für geschaffte Level. Jedoch ist es bei jeder Aufgabe möglich, auf „Passen" zu gehen und sich einer neuen Aufgabe zu widmen - Herausforderung gleich null.

Drei Packen minus zwei Packen ist einpacken.
Die grundsätzliche Aufgabe aller vier Modi besteht darin, mit Karten (die stark an das Gesellschaftsspiel „Uno" erinnern) Gleichungen zu erstellen. Um Aufgaben zu lösen, müssen Spielkarten auf dem Touchpad verschoben, gedreht, und an der richtigen Stelle platziert werden. Für Abwechslung beim Rechnen sorgen die Optionseinstellungen, die vor jedem Spielbeginn neu festgelegt werden können. So hat der Spieler zum Beispiel die Möglichkeit, auf Zeit zu spielen, den Schwierigkeitsgrad, die Spieldauer oder die Anzahl der zu spielenden Karten festzulegen.

Die „Zahl-Waage" bildet die Grundlage für alle weiteren Spielmodi. Hier werden die Karten -wie bereits erwähnt- zu einer einfachen Gleichung aufgestellt. Zur Verfügung stehen Zahlenkarten von eins bis neun, alle vier Grundrechenzeichen, sowie ein Gleichheitszeichen. Hier eine Beispielaufgabe: 4 – 1 5 3. Die Lösung: 5 – 4 = 1. Durch Antippen der Zahl drei, dreht sich die Karte und wird zu einem Gleichheitszeichen. Jede Zahlenkarte kann zu einem Gleichheitszeichen „umgewandelt" werden. Hinter dem Modus „Zahl-Meister" verbirgt sich ein Domino-ähnliches Spielchen. Hier werden Gleichungen im Stil des guten alten Dominos erstellt. Der Spieler, der als erster alle Karten verspielt hat, gewinnt. Der „Zahl-Meister" hingegen kann mit Computer-Gegnern und bis zu vier weiteren „echten" Spielern und ihren Handhelds gespielt werden.
Bei „Zahl-Egal" handelt es sich um ein Spielprinzip, das dem allseits bekannten „Uno", einigen Lesern sicherlich bekannt durch gemütliche Familientreffen, gleicht. Weist eine Karte, die sich auf der Hand befindet, die gleiche Zahl, Farbe oder Symbol wie die des Stapels auf, kann diese durch einmaliges Antippen abgelegt werden. Bis zu vier Computer-Mitspieler (CPU) oder menschliche Gegner können hier eingeschaltet werden. Der Teilnehmer, der als erstes keine Karten mehr auf der Hand hat, gewinnt.

In dem Spiel-Modus „Zahl-Reich" besteht die Aufgabe darin, durch Aufstellung einer Gleichung so nah wie möglich an die Zahl neun zu gelangen, ohne sie zu übertrumpfen. Generell stehen dem Spieler dafür drei Karten zur Verfügung, wobei eine Karte ein Rechensymbol darstellt. Kommt man nicht nahe genug an die gewünschte Zahl neun heran, ist es auch möglich eine weitere Karte vom Stapel zu ziehen, was natürlich auch die Gefahr einer Überschreitung erhöht. Gewinner ist schließlich derjenige, der als erster die zuvor eingestellte Zielpunktzahl erreicht. Auch hier ist es möglich andere Spieler via WiFi-Verbindung einzuladen oder gegen den Computer anzutreten.

Steuerung:
Die Steuerung ist nur über das Touchpad möglich. Das spricht für das innovative und simple „Touch-Generation"-Feeling. Leider werden weder die Buchstaben-Knöpfe, noch das Steuerkreuz oder das Mikrofon benutzt. Leider passiert es hin und wieder, dass eine Karte in ein Gleichheitszeichen verwandelt wird, anstatt verschoben zu werden. Jedoch kann man ein überempfindliches Touchpad allgemein eher als Positivum ansehen. Das Herumschieben hätte sich durch die Nutzung von Tasten sicherlich nicht verbessert, somit ist die Steuerung gänzlich über das Touchpad ebenfalls positiv zu betrachten.

Grafik:
Die dargestellten Spielkarten sind im charmanten Uno-Stil gehalten, was der optischen Einfachheit zugute kommt. Es gibt außerdem eine spärlich programmierte Katze im Japan-Style, die durch das gesamte Spiel führt. Möge man es auch nicht gleich glauben, so bewegt sie sich hin und wieder sogar und verzieht das Gesicht. Grandios! Leider gibt es insgesamt keine großartigen Effekte. Selbst beim Kartendrehen muss das neugierige Spielerauge ohne Animationen auskommen - schade.

Sound:
Wie das für Lernspiele inzwischen ein Erkennungsmerkmal ist, präsentiert sich auch der unterlegte Sound in „Maths Play" als eine Melodie in der Dauerschleife. Sie erinnert entfernt an den guten alten PLOK auf dem SNES - außer Retro-Gefühlen sollte hier aber keine weitere Reaktion erwartet werden. Immerhin klingen die Karten, wenn man sie wendet wie Blätter und wenn man eine Lösung findet, ertönt ein nettes „Pling"-Geräusch. Fazit: Wenig Einfallsreichtum, aber für ein „Game" wie dieses beinahe ausreichend.

Multiplayer:
Hier kann „Maths Play" Pluspunkte sammeln. Drei von vier Modi können im drahtlosen Einzelkarten-Spiel mit bis zu vier weiteren Freunden gespielt werden. Zahl-Meister, Zahl-Egal und Zahl-Reich können anstatt mit Computer-Gegnern auch mit echten Zeitgenossen und deren DS-Konsolen im WiFi-Modus genutzt werden, was den Radius an willigen Teilnehmern schon mal erweitert. Besonders der Zahl-Egal-Modus erinnert stark an „Uno" und macht jeden Spieleabend um eine kleine Attraktion reicher.

Fazit:
„Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt, und nicht alles, was zählt, kann gezählt werden." Schon Einstein wusste, dass die Mathematik keine einfache Disziplin ist. Auch „Maths Play" beweist, dass die Mathematik an sich sinusförmig ist: Sie hat ihre Hochs und Tiefs. Die Software eignet sich also für Mathe-Fans, die gerne mit Gleichungen spielen, sie umstellen und mit Zahlen jonglieren. Wer einen Trainingsplan oder Zielvorgaben á la Dr. Kawashima erwartet, liegt allerdings falsch. Es gibt eine große Auswahl an Schwierigkeitsstufen und Zeitvorgaben, allerdings keine Bestenliste oder Fortschritts-Wertungen. Wer jedoch ohne solchen Ansporn leben kann, für den dürfte „Maths Play" durchaus interessant sein. Die Mehrspieler-Modi reißen den Gesamteindruck nochmal in den positiven Zahlenbereich. Dank dem drahtlosen Einzelkartenspiel können bis zu fünf Nintendo DS-Besitzer miteinander Mathe üben.

Teilt heimlich durch Null: Friederike Weis [freckles] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Tasten und D-Pad haben so gut wie gar keine Funktion - allerdings ist die Bedienung via Stylus intuitiv und einfach. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Intuitive Stylus-Bedienung ohne Außergewöhnliches. Dafür wird die WiFi-Nutzung schon bei einem einzigen DS-Exemplar voll ausgenutzt.
Grafik

Bunt, bunter, Uno - eine rumhüpfende Katze, Karten im Uno-Style und wenig Abwechslung.
Sound

Eintönige Musik und praktisch 0,5% Soundeffekte.
Spielspaß

Zahlenjongleure und Fans von Gleichungen landen einen Glücksgriff, alle anderen eher eine Bruchlandung.








Details
Spielname:
Maths Play

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Equalcard Association

Genre:
Sonstiges

Release:
23.08.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-5 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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