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Harvest Moon: Der Großbasar


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Harvest Moon: Der Großbasar - Review vom 15.10.2011

Hereinspaziert, hereinspaziert, liebe Leute! Unser großer Basar hat eröffnet! Sehen Sie hier, einen frischen Vorschaubericht zum nächsten Puzzle-Abenteuer des Zylinder-Professors! Oder dort, ein Einblick in das Leben eines Kreaturen-Trainers! Aber vielleicht interessieren Sie sich ja auch für etwas ruhigeres. Das Landleben zum Beispiel. Nun, auch für Sie haben wir natürlich etwas! Harvest Moon: Der Großbasar, frisch aus der Spieleschmiede! Nun gut, in Japan und Amerika ist man bereits etwas weiter und erzählt sich etwas von der Geschichte zweier Dörfer. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man dieses Erzeugnis, welches endlich Europa erreicht hat, ignorieren sollte. Warum? Nun, das können wir Ihnen gern erklären!

Willkommen auf dem Brisenbasar!
So, Sie wollen also dem hektischen Alltag entfliehen. Einfach mal aufs Land ziehen. Vielleicht auch einen eigenen Hof bewirtschaften. Sich eine Frau fürs Leben angeln. Tiere großziehen. Das große Geld machen. Kein Thema, denn im Brisendorf können Sie all diese Träume verwirklichen! Sie beziehen ein schmuckes, kleines Bauernhäuschen in dem luftigen Ort mit drei Windmühlen, welches für seinen großen Basar bekannt ist. Oder besser: Bekannt war. Der Hof, den Sie beziehen, wurde lang nicht mehr bewirtschaftet und entsprechend hat der Basar gelitten. Die Bewohner des Dorfes hoffen nun, dass Sie eventuell die lokale Marktwirtschaft wieder ankurbeln können.

Klingt nach einer Menge Arbeit, sagen Sie? Das ist es auch! Schließlich will man ja erst einmal verkaufbare Erzeugnisse heranzüchten. Dazu steht Ihnen zu Beginn ein recht moderates Stück Ackerland zur Verfügung, das Sie mit vom örtlichen Händler erworbenen Saatgut bepflanzen können. Ein paar Tage des Gießens später können Sie die Ernte einfahren und entweder sofort beim Handelsmann abliefern und einen eher geringen Preis erzielen oder sie verkaufen das Zeug persönlich beim wöchentlichen Basar und nehmen dabei auch noch mehr Geld ein – welches Sie wiederum in Nutztiere, Werkzeuge, Erweiterungen oder auch nur neues Saatgut investieren.

Klingelingeling, hier verkauft der Bauer noch selbst!
Wie schaut das nun eigentlich mit dem Basar aus, wo doch die gute, alte Versandbox, möge sie in Frieden ruhen, mittlerweile durch Abwesenheit glänzt? Wie funktioniert das? Eine gute Frage! Keine Sorge, wirklich kompliziert ist das Leiten eines eigenen Stands nicht. Sofern kein anderer Feiertag im Weg steht – dazu zählen auch Dörflergeburtstage – findet der Basar jeden Samstag statt. Dort bekommen Sie bereits früh einen Stand zugewiesen, bei dem Sie ab 10 Uhr Ihre Erzeugnisse ausstellen können. Danach müssen die Kunden geworben werden – mit Lärm! Lassen Sie den Marktschreier raushängen! Bimmeln Sie mit Ihrer Glocke, bis der Marktplatz taub ist! Nur so interessieren sich die Leute für Ihr Angebot und kaufen Ihre Waren auch ab. Und das war es im Prinzip auch schon. Komplexere Dinge wie das Festlegen eines exakten Preises gibt es nicht. Das ist alles automatisiert. Aufgelockert wird das Minispiel nur hin und wieder durch kleine Plaudereien mit den Leuten, die sich aber auch nach einiger Zeit wiederholen können.

Aber trotz oder vielleicht gerade wegen der Einfachheit macht das Verscherbeln von Objekten immer wieder aufs Neue Spaß. Schnell werden Sie sich auf den sonnabendlichen Markt freuen und fleißig vorausplanen. Und das ist auch gut so: An Ihre Einnahmen ist nämlich die Entwicklung des Dorfes gebunden! Schaffen Sie es, einen bestimmten Ertrag beim Basar zu erzielen, wird die Veranstaltung bekannter und neue Gesichter lassen sich blicken. Natürlich hat dies weitere Werkzeuge, Saatgutgattungen und Upgrade-Möglichkeiten zur Folge. Also ran an den Speck, es lohnt sich!

Universalwerkzeug Windmühle
Mit den Grundversionen der Ernte und tierischen Erzeugnisse lassen sich auf Dauer allerdings keine großen Gewinne einstreichen. Hier kommen die drei Windmühlen des Brisendorfes ins Spiel. Die sind nämlich nicht zur Zierde! Hier können Sie, sobald Ihnen Zugriff darauf gewährt wird, verbesserten Dünger herstellen, Käse bzw. Mayonnaise produzieren oder – bei späteren Windmühlen – sogar Werkzeuge verbessern und allerlei Dinge schmieden. Klingt unglaubwürdig? Nun, im Brisendorf ist eben alles möglich! Allerdings benötigt die Herstellung von Objekten auch Zeit. Zeit, die Sie anderweitig nutzen können.

Etwa mit Gesprächen. Ein ganzes, neues Dorf voller freundlicher Nachbarn erwartet Sie! Gut, für Abwechslung in Gesprächen sind die Damen und Herren nicht zu gebrauchen. Stellen Sie sich also darauf ein, ständig die selben Sätze serviert zu bekommen. Aber vielleicht finden Sie ja doch den Ehepartner fürs Leben unter den Dörflern. Oder einfach nur gute Freunde. Unser Tipp: Die regelmäßigen Feste eignen sich hierbei besonders gut! Ganz nach typischer Harvest Moon-Manier. Ebenso typisch ist auch, dass Sie leider das ein oder andere mal etwas Leerlauf erleben können. Zeitaufwändig ist das Spielerlebnis nach wie vor und trotz Beschäftigungsmöglichkeiten wie Angeln oder... ja, Angeln, findet man sich vielleicht mal in Situationen wieder, wo einfach auf den Anbruch des Abends und die damit verbundene Zweitbewässerung der Plantage gewartet wird. Ein paar zusätzliche Nebenbeschäftigungen hätten dem Spiel vielleicht gut getan.

Okay, aber was ist nun anders?
Auch eine äußerst gute Frage. Auf den Basar sind wir ja bereits eingegangen. Aber es gibt da noch etwas, was sich von den meisten Spielen der Reihe abhebt. So setzt auch Der Großbasar zum Beispiel auf einen permanenten Zeitfluss. Egal ob man im Inventar herumwühlt oder Häuser aufsucht – wo normalerweise die Zeit stehen bleibt – die Uhr tickt gnadenlos weiter. Gutes Zeitmanagement ist also gefordert! Bei der Hektik kann einem vielleicht auch mal etwas aus der Hand gleiten. Das ist wiederum gar kein Problem, denn jedes Objekt, sei es eine Rübe, ein Stein oder gar ein Hühnerei, lässt sich jederzeit wieder einsammeln. Außerdem habt ihr wieder ein sehr großzügiges Ausdauer-Kontingent, direkt vom Start weg. Kurzum: Das perfekte Harvest Moon für Neulinge, sofern diese über die Längen des Farmerlebens hinwegsehen können.

Steuerung:
Erleiden Sie immer noch Zitteranfälle aufgrund der Touchscreen-Steuerung von Mein Inselparadies? In dem Fall können wir Sie beruhigen: Der Großbasar verzichtet auf übermäßige Stylus-Spielereien. Sie können zwar nach wie vor in Ihrem Rucksack per Touchpen kramen, doch die eigentliche Charakter-Kontrolle geschieht über das Steuerkreuz und die Aktionstasten. Gut so, denn so lässt sich die junge Dame bzw. das kleine Kerlchen recht behände über den Screen scheuchen. Und dank des Sprung-Knopfes kommt man nun noch viel schneller umher.

Grafik:
Zugegeben, ein Augenschmaus sieht anders aus. Optisch hat sich seit den Abenteuern auf den Sonnenschein-Inseln praktisch gar nichts getan. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn auch wenn die eigentlichen Animationen dürftig sind, tragen doch die charismatischen Charakter-Porträts die Dialoge voran. Und trotz der simplen Aufmachung kommt die Idylle des Dörfleins doch äußerst gut rüber.

Sound:
Großartige Stücke lässt die Reihe mit dem neuesten europäischen Ableger leider wieder vermissen. Klar, Sie können problemlos das Hintergrundgedudel über sich ergehen lassen und sich zumindest nicht allzu gestört davon fühlen. Aber es wirkt einfach... überflüssig. Und die Sprung-Laute der beiden spielbaren Protagonisten machen es nicht besser. Immerhin wird auf dem Basar für Sie ein passendes Stück gespielt. Generell können Sie aber problemlos auf den Klang der Natur verzichten.

Multiplayer:
Ja, Sie haben richtig gelesen: Das Spiel verfügt über eine waschechte Mehrspieler-Komponente! Lokal oder – nach dem Austausch von Freundescodes – über die Nintendo WiFi Connection können sich bis zu vier Spieler in einem Dorf versammeln, Leistungen vergleichen, den Hof bewirtschaften, Dinge auf dem Basar verhökern und und und... Auch ein Chat per Touchscreen-Tastatur ist möglich. Sollten Sie also Freunde kennen, die ebenfalls im Brisendorf für Wirbel auf dem Basar sorgen, können Sie problemlos schauen, wie es bei ihnen läuft.

Fazit:
Es geht wieder aufwärts im Harvest Moon-Land. Harvest Moon: Der Großbasar ist im Vergleich zu den vorherigen Spielen zwar um einige Features erleichtert worden – Erze müssen etwa nun gekauft werden, anstatt sie selbst in Höhlen und Minen aufstöbern zu können – dabei sind allerdings auch einige nervende Neuerungen über Bord gegangen. Keine Hunger-Leiste mehr, keine knappe Ausdauer, keine versehentlich fallengelassenen Objekte. Und das groß angepriesene Basar-Feature macht ebenfalls Spaß. Dennoch verwehren die über lange Strecken ständig gleichen Dialogzeilen der Dorfbewohner und der durch einige abgeschaffte Nebenbeschäftigungen entstandene Leerlauf dem Spiel eine höhere Wertung. Nichtsdestotrotz dürfen sowohl alteingesessene Fans, die etwas Entspannung suchen, als auch Neulinge, die vielleicht einen etwas lockereren Ableger der Reihe für den Einstieg suchen, gerne einen Blick riskieren. Der typische Harvest Moon-Charme sorgt schon dafür, dass man hinterher wieder stundenlang seine Pflänzchen hochzieht.

Arbeitet an seiner Marktschreier-Stimme: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an dtp entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Klassische Kontrolle mit Touchscreen-Menüführen. Schöne Sache! Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Der Stylus ist wieder da, wo er in einem Spiel dieser Art hingehört: Im Menü! Nicht innovativ, aber besser für den Spielfluss.
Grafik

Nicht auf der Höhe der Zeit, aber brauchbar. Die Charakter-Porträts reißen auch einiges raus.
Sound

Typisches Hintergrundgedudel ohne großen Mehrwert.
Spielspaß

Eine entschlackte Farm-Simulation, die trotzdem noch für Stunden begeistern kann.








Details
Spielname:
Harvest Moon: Der Großbasar

Publisher:
Rising Star Games

Developer:
Natsume

Genre:
Simulation

Release:
30.09.2011 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (37)

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