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Tony Hawk’s Motion


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Tony Hawk’s Motion - Review vom 11.01.2009

Man muss in Bewegung bleiben. Immerhin hat noch kein Hund ein fahrendes Auto angepinkelt.
Morgens halb Zehn in Deutschland: Im PortableGaming-Tower in Metropolis werden sich schon die Finger wund geschrieben, denn das Weihnachtsgeschäft hat einige Spieleberge mit sich gebracht. In der hintersten Büroecke der Cheffin ist er aufgehäuft. Wie Warios güldene Geldmassen im düsteren Nintendo-Keller springt der nächste Redakteur in den Pool und nimmt sich die spontan untrennbarste DS-Spielepackung. Hmm… „Tony Hawk’s Motion“, kein schlechter Griff. Der neue Motion-Sensor soll dafür sorgen, dass man nun auch das typische Wii-Feeling auf dem Nintendo DS erleben darf: neigen, kippen, drehen. So steht es in großen Lettern auf der Rückseite der Packung. Doch unsere Aufgabe ist es nicht die Beilage zu lesen, sondern als Versuchskaninchen die ganze Medizin zu schlucken. Dann mal Prost!

Hue Pixel Painter: Activisions Antwort auf „De Blob“
Zum üblichen DS-Preis bekommt man bei diesem Titel nicht nur einen Motion-Sensor, sondern auch gleich zwei Spiele. Der türkis-blaue hue soll erklären, wie man dieses bewegungsempfindliche GBA-Modul wirklich nutzt. Also den GBA-Schacht aufgemacht, Motion-Sensor rein und losgezockt. In Hues Welt verliert die Umgebung immer mehr Farbe und man fühlt sich ein wenig zurückversetzt, in die Zeit als Schwarzweiß-Fernseher noch modern waren. Doch der muntere, farbenprächtige Protagonist setzt sich zur Wehr! Mittels Bewegungssteuerung gilt es, ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen und karge, grautriste Landschaften wieder in farbenfroh-schillernde Gegenden zu verwandeln.

Im Kampf gegen die finsteren Drabs muss der Spieler durch Kippen und Neigen des Nintendo DS versuchen, bestimmte Farbpunkte im Level abzufahren und Regionen einzukringeln. Erst wenn ein bestimmtes Areal mit einem Regenbogenpinselstrich umrandet wurde, kehrt die Farbe zurück und die Welt sieht etwas bunter aus. Natürlich gibt es auch zahlreiche Gegner, die dieses Unterfangen zu verhindern versuchen. In bekannter Mario-Manier hüpft man einfach auf seine Opfer und schaltet sie für die nächste Zeit aus.

Während der rasanten Farbenfahrt durch die einstmals triste Welt, werden auch diverse Statistiken aufgenommen und der Spieler bekommt Wertungen für seine Leistung. Durch Medaillen sorgt man dafür, dass ein gewisser Wiederspielbarkeitswert erreicht wird und Hue nicht nur etwas länger als 15 Level für Unterhaltung sorgt. Ein nettes Spiel für zwischendurch, das als Einsteigertitel für die Bewegungssteuerung dient - Langzeitmotivation sollte man jedoch nicht erwarten.

Motion or Die!
Doch weg vom beigelegten Farbenspiel hin zum eigentlichen Filetstück des Moduls: „Tony Hawk’s Motion“. Dieses Mal möchte Activision uns nicht nur Skaten, sondern auch auf die weißen Pisten schicken. 1080° lässt grüßen - es geht vom Straßenbrett direkt aufs Snowboard. Wenn man diesen Innovationssprung anschaut, glaubt man auf den ersten Blick einen Top-Titel vor sich zu haben, doch leider hat man zahlreiche andere Faktoren übersehen. Denn damit der Spielspaß stimmt, sollten zumindest die Spielmodi das bieten, was man von einem „Tony Hawk“ erwartet. Gerade in diesem Sektor hat die Casualisierungswelle um sich geschlagen, sodass wir es mit drastischen Einsparungen zu tun bekommt. Im Hauptspielmodus gibt es nur noch verschiedene Herausforderungen, die absolviert und Locations, die freigespielt werden müssen. Dabei ist das Hauptziel meist eine gewisse Punktzahl zu erreichen, einen bestimmten Pfad entlangzufahren oder einen bestimmten Trick zu absolvieren.

Doch was ist mit dem hochgelobten Multiplayermodus passiert? Oder gar dem Online-Bereich? Fort! Ganz einfach wegrationalisiert. Genauso wie der bisweilen übliche Parkeditor und andere bekannte Features aus soliden „Tony Hawk“-Teilen. Was bleibt sind Klamotten, Outfits und Gesichter, die nach und nach angepasst werden können. Activision setzt in diesem Sektor auf InGame-Werbung: So können Klamotten von bekannten Skater-Marken erworben werden. Eine drastische Rationalisierung der Features auf eine Grundbasis ist das höchst bedauerliche Ergebnis, sodass man zugeben muss, dass selbst erste Editionen von Tony Hawks wilder Skaterhatz mehr Inhalte boten.

Steuerung:
Das Verkaufsargument #1 ist die bewegungsempfindliche Steuerung, doch gerade dieses Feature bricht „Tony Hawk’s Motion“ das Genick. Wenn man ein wenig übt, kommt man zwar mit dem Prinzip zurecht, doch insgesamt gestaltet sich das Ganze als wesentlich komplizierter und nicht wirklich intuitiv. Denn während man durch Neigen, Kippen und Drehen seinen Protagonisten durch die Landschaft steuert, muss man auch in Betracht ziehen, dass der Bildschirm des DS in Bewegung ist. So spiegelt sich die Oberfläche, die Farbgebung verändert sich und man verliert leicht die Übersicht und Kontrolle. Einfacher Vergleich: Neigt und kippt man einen Notebook-Bildschirm, so wird man schnell feststellen, dass die Optik beeinträchtigt wird. Dieser Fakt ist aber nicht das einzige Manko an der Geschichte, denn zudem kommt, dass die Bewegung über den Motion-Sensor sehr träge ist. Tony Hawk-Fans wissen, dass sich gerade die Präzision als außerordentlich wichtig herausstellt! Manchmal entscheiden Millimeter darüber, ob man eine 100.000-Punkte-Kombo hinlegt oder sich kräftig auf die Fresse legt. Wenn das Steuerungskonzept aber so unausgegoren ist, wie ein Pinguin beim Staffellauf, tendiert der Spielspaß gegen Null.

Es scheint so, als hätten die Entwickler nur versucht, auf Teufel komm raus das beliebte Wii-Steuerungskonzept auf den Nintendo DS zu bannen und sich damit eine goldene Nase zu verdienen. Was hier abgegeben wurde, ist aber weit entfernt von intuitiven und einfachen Spielspaß-Konzepten.

Grafik:
Waren die letzten Versionen immer einen Tick besser als der Vorgänger, scheint diese Entwicklung jetzt ins Gegenteil zu verlaufen. Die Skateparks sind langweilig und nicht zu vergleichen mit den genialen Arenen aus „Tony Hawk’s Proving Ground“. Die Skater bewegen sich dafür immer noch genauso flüssig wie eh und je - ein netter Anblick, ohne Frage! Dieser wird jedoch durch ein großes Manko getrübt: Die eigentlichen Skaterfiguren sehen nur noch halb so gut aus wie in den Vorgängern und wirken recht klobig. Warum an dieser Stelle gespart wurde, klärt vielleicht die Sound-Wertung.

Sound:
Doch nein, auch in diesem Sektor gibt es Abstriche zu verzeichnen. Denn die sonst so gelungene Songauswahl wurde nun reduziert auf wenige Tracks, die auch von der Klangqualität heruntergeschraubt wurden. Zumindest gibt es die Funktion, Songs im Menü abzustellen, welche man im Spiel nicht hören möchte… Glaubt uns, das sind so einige.

Features:
Ein kostenloser Motion-Sensor, sowie zwei Spiele auf einem Modul. Hört sich eigentlich sehr schmackhaft an, doch muss man in Betracht ziehen, dass beide Games ohne das bewegungssensitive GBA-Modul nicht laufen. Es geht sogar soweit, dass „Tony Hawks Motion“ gar nicht startet, wenn das Modul nicht im Schacht steckt. Besitzer des zukünftigen Nintendo DSi werden also ähnliche Probleme haben wie bei „Guitar Hero: On Tour“, da auf dem DSi der Advance-Schacht gänzlich fehlt. Ansonsten hat man die üblichen Features stark reduziert: Gerade der sehr unterhaltsame Mehrspielermodus wurde einfach wegrationalisiert. Eine mehr als fragliche Logik!

Fazit:
Rasender Falke im Sturzflug - die Idee hinter „Tony Hawk’s Motion“ ist innovativ und gepaart mit dem Caual-Spiel „Hue Pixel Painter“ müsste man doch den neuen Trend im bewegungsempfindlichen Spiel setzen können. Oder!? Leider weit gefehlt, denn Tony Hawks neueste Software hätte noch gut und gerne ein halbes Jahr in der Entwicklung bleiben können, bevor es reif für den großen Weltmarkt gewesen wäre. So bekommt man ein unfertiges Produkt geboten, dass nicht nur Mängel in der Steuerung aufweist, sondern durch diesen Fakt nahezu unspielbar wird. Wenn man bedenkt, dass die bisherigen DS-Titel des berühmten Skaters zu den Top-Titeln im Genre gehören, ist dieser Absturz mehr als schmerzlich. Hoffen wir, dass der Falke sich fängt und nicht erneut für unausgegorene Spielkonzepte als Versuchskaninchen missbraucht wird. Und dass Hue nicht für einige Minuten unterhalten und damit die Gnadenwertung herausholen muss…

Ist schockiert über den neuen Hawk: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
38%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Motion also? Zurück in die Entwicklung mit dieser Beta-Ware! Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Motion-Sensor und 2 Spiele auf einem Modul sorgen zumindest in diesem Sektor für Punkte.
Grafik

Auch hier kein Vergleich zu den gelungenen Vorgängern.
Sound

Müde Musikqualität sorgt für Einbüße.
Spielspaß

Durch die unausgegorene Steuerung nahezu unspielbar.








Details
Spielname:
Tony Hawk’s Motion

Publisher:
Activision

Developer:
Creat Studio

Genre:
Sport

Release:
28.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (12)

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