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TrackMania DS


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TrackMania DS - Review vom 16.02.2009

Auf dem PC hat die „TrackMania“-Spielreihe bereits solch eine beeindruckende Fanbasis erringen können, dass es für ganze sechs Guinness-Rekorde gereicht hat: Die Anzahl online verfügbarer, nutzergenerierter Strecken geht in die Tausende. Und darum geht es in „TrackMania“: Bestzeiten auf vorprogrammierten Strecken einfahren, aus einer Vielzahl von Bauteilen eigene Kurse zusammenstellen, darauf fahren und sie anderen Spielern zur Verfügung stellen. Der schottische Entwickler Firebrand Games hat diese Kreation nun erstmals auf einem anderen System als dem PC umgesetzt, und zwar -ihr habt’s erraten- auf Nintendos DS. Ob die Rennsimulation (mit dem einfachen Titel „TrackMania DS“) auch im Kleinformat Geschwindigkeitsräusche verursacht, verraten wir euch wie immer in unserem Review.

Kupplung kommen lassen...
Die Älteren von euch werden sich vielleicht noch an das immens populäre Spiel „Stunts“ von 1990 erinnern - mit einer Größe von etwas mehr als einem Megabyte setzte es damals Standards in Punkto Spielbarkeit und Vielseitigkeit. Die Möglichkeiten des Strecken-Editors waren beeindruckend und das Grafikniveau wurde von Nintendo erst vier Jahre später mit „Stunt Race FX“ erreicht. Über ein Jahrzehnt später bescherte „TrackMania“ dem Genre einen ungeahnten Aufschwung, da es zum einen in für damalige Verhältnisse hervorragender Grafik Spieler in Geschwindigkeitstaumel und Freudenrausch (oder umgekehrt) versetzte und zum anderen ausgiebig Gebrauch vom so genannten „Internet“ machte. Hier konnten Gleichgesinnte gegeneinander antreten und ihre selbst erstellten Strecken tauschen.

„TrackMania DS“ ist im Grunde ein Best-of der PC-Version. Nicht alle Spielmodi wurden integriert, und lediglich drei Umgebungen und Fahrzeugtypen haben den Sprung auf den Zweibildschirmer überstanden. Mit über 100 integrierten und -natürlich theoretisch- unendlich vielen selbst kreierten Strecken sollte der Umfang allerdings des Fahrers kleinstes Problem sein.

Der Singleplayermodus empfängt den geneigten Rennfreund mit drei Möglichkeiten, Geld zu verdienen, einer Möglichkeit Geld auszugeben und einer Möglichkeit, sein kreatives Potential auszuleben. Um an die gameinterne Währung „Coppers“ zu gelangen, können zum einen Rennen gefahren werden. Der Gegner ist dabei Gevatter Zeit himself - für diejenigen unter uns, die es gern etwas visueller haben, können auch „Ghosts“ eingeschaltet werden, die die Ideallinie für die Bronze-, Silber- oder Goldmedaillenzeit fahren. Die Streckenumgebungen sind entweder ein asphaltiertes Stadion, in dem Rennen mit einer Art Formel 1-Fahrzeug bestritten werden, die unbarmherzige (und von Hindernissen nur so wimmelnde) Wüste, oder Schlammstraßen zwischen Dörfern, Windmühlen und Schlössern, auf denen Rally gefahren werden darf.

Zur Wahl steht außerdem der Plattform-Modus, in dem es das erste Ziel ist, sicher und ohne zu viele Continues aufzubrauchen, ans Ziel zu tuckern. Das hört sich leichter an, als es ist, da hier die Entwickler ihren gesamten Sadismus haben sprühen lassen und ein Pandämonium aus durchlöcherten, hindernisübersäten Horrorstrecken entworfen haben, die den Spieler konstant in Atem halten. Des Weiteren kann der Puzzle-Modus bestritten werden. Hier sind auf einer freien Strecke ein Start- und Zielpunkt, ein paar Checkpoints sowie eine Anzahl von Straßenteilen vorgegeben - aus diesen soll man nun die vorteilhafteste Strecke von Punkt A über Punkt B nach Punkt C errichten und, nachdem dies getan ist, sie möglichst flott abfahren.

Harter Asphalt, heißer Wüstensand und, ähh, matschiger Schlamm.
Das verdiente Geld kann im „Shop“ verprasst werden, indem ihr mehr oder weniger psychedelische Skins für die Wagen, neue Strecken oder frische Bauteile für den Editor-Modus kauft. Jaja, der Editor-Modus. Das Herzstück der PC-Spiele wurde sehr gewissenhaft auf dem DS umgesetzt: Von der Schanze bis zum Looping steht dem zockenden Möchtegern-Ingenieur eine Masse von Bauteilen zur Verfügung; etliche davon müssen/dürfen freigespielt werden. Beschränkt wird die Kreativität nur durch den Speicherplatz der DS-Karte. So können die Strecken nicht ganz so epische Ausmaße annehmen wie auf PC, und „nur“ sechzig von ihnen können insgesamt gespeichert werden.

Steuerung:
Dankbarerweise sind die Jungs und Mädels von Firebrand Games nicht dem Wahn so vieler DS-Entwickler verfallen, auf Deibel komm raus jedem Spielmodus die Touchscreen-Funktion aufzudrücken - was, wie wir wissen, in der Vergangenheit für so manches Spiel den Todesstoß bedeutete. Im Rennmodus verließ man sich auf die altbewährte Knopfsteuerung. Knopf A zum Gas geben, Knopf B zum Bremsen, R für die Hupe. Fertig. Die Gefährte reagieren zuverlässig und die Unterschiede der Fahrzeugtypen sind gut herausgearbeitet - während das Formel 1-Auto sauber auf der Straße liegt, slidet das Rallye-Mobil nur so durch die schlammbedeckten Haarnadelkurven. Besonders gut hat uns die Funktion gefallen, während eines Rennens mittels Druck des X- bzw. Y-Knopfes schlagartig zum letzten Checkpoint oder zur Startlinie zu springen - wenn man sich in der Strecke ordentlich verfranst hat, ist dies ein unschätzbarer Pluspunkt, vor allem, wenn es wie hier komplett ohne Ladezeiten geschieht. Im Editor-Modus kommt der Touchpen schließlich doch zum Einsatz, und das ist auch gut so. Das Platzieren von Streckenteilen per Drag-and-Drop geht leicht von der Hand, wenngleich das Navigieren zwischen den Menüs zuweilen verhältnismäßig viele Klicks benötigt.

Grafik:
Auf diesem Gebiet fährt „TrackMania DS“ richtig schwere Geschütze auf: Ohne Slowdowns rast man in ordentlicher Geschwindigkeit, komplett ohne unangenehme Landschafts- oder Strecken-Pop-ups durch die Gegend. Für den DS ist das eine nicht zu unterschätzende Leistung, da man -anders als bei so manchen Konkurrenztiteln- immer den weiteren Verlauf der Strecke im Blick hat und sich somit voll auf die Verbesserung seiner eigenen Fahrkünste konzentrieren kann. Prima!

Sound:
Die musikalische Untermalung geht qualitativ in Ordnung, aber wenig aufsehenerregend vonstatten, während das Heulen der Motoren und das Kreischen der Bremsen überraschend saftig klingt. Und kommt es darauf nicht am meisten an?

Features:
Ob der Strecken-Editor ein schnödes Feature oder der eigentliche Kern des etwas anderen Rennspiels ist, darüber lässt sich streiten. Jedenfalls ist er, wie oben bereits ausgeführt, sehr vorbildlich umgesetzt worden.

Multiplayer:
Kommen wir jetzt aber zum großen, wenn nicht größten Minuspunkt von „TrackMania DS“: Zwar existiert ein Multiplayer-Modus, in dem man gegen Freunde Rennen fahren und mit ihnen Strecken tauschen kann, jedoch ist ein Online-Feature nicht integriert. Das ist besonders bitter, wenn man bedenkt, dass die beispiellose Internet-Kompatibilität dem Original erst zu seinem enormen Erfolg verholfen hat. Dass man seine Strecken nicht via Internet tauschen und nicht per Online-Modus gegeneinander Rennen fahren kann, ist eine verpasste Chance und umso bedauernswerter, da Firebrand Games ansonsten mit der Umsetzung fast alles richtig gemacht hat.

Fazit:
Mit den über 100 integrierten Strecken, der sauberen Steuerung, der hervorragenden Grafik und dem überzeugenden Editor-Modus vermag es „TrackMania DS“, rennbegeisterte Kreativlinge lange bei der Stange zu halten. Die freischaltbaren Strecken und Bauteile tun das ihrige, um den Dauerspaß noch einmal kräftig zu pushen. Jammerschade ist hingegen, dass es für einen Online-Modus nicht mehr gereicht hat, denn dann wäre es gut möglich gewesen, dass „TrackMania DS“ sogar an die 90%-Hürde herangeprescht wäre.

Gibt Gas und will Spaß: Christian Luscher [Sagat] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
82%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Saubere Knopfsteuerung im Renn-, gute Touchscreen-Kontrolle im Editor-Modus. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Ordentliche Touchscreen-Implementierung, aber, und ich wiederhole mich nur ungern: KEINE ONLINE-FUNKTION!
Grafik

Schier grenzenlose Sichtweite und konstante Geschwindigkeit - klasse!
Sound

Saftige Motorengeräusche, dafür unauffällige Musik.
Spielspaß

Massen an herausfordernden Strecken und schöner Editor-Modus, leider ohne Online-Funktion.








Details
Spielname:
TrackMania DS

Publisher:
Focus Home Interactive

Developer:
Firebrand Games

Genre:
Fun-Racing

Release:
14.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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