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Disgaea DS


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Disgaea DS - Review vom 11.05.2009

Nachdem er bereits PlayStation 2 und PSP einen Besuch abgestattet hat, beehrt seine (zukünftige) Majestät Laharl, Prinz der Netherworld, im zweiten Port seines großen Abenteuers mit dem Titel „Disgaea“ nun den Nintendo DS. Auf einen pfiffigen Untertitel der Marke „Hour“ bzw. „Afternoon of Darkness“ verzichtet „Disgaea DS“ zwar, aber der Name allein sagt ja letzten Endes gar nichts über die eigentliche Qualität aus. Das sagen zumindest unsere zuverlässigen Quellen. Ob man diesen pinguinähnlichen Prinnies wirklich trauen kann?

Was soll’s, wir haben jedenfalls mit „Disgaea DS“ unsere Redaktions-DS-Geräte zum Glühen gebracht, uns die Geschichte des legendären Prinzen Laharl angeschaut und sagen euch, ob sich der Trip in die Unterwelt für Strategie-RPG-Fans auch in der DS-Auflage lohnt. Oder… Warum eigentlich wir? Fragen wir doch einfach den Star des Spiels höchstpersönlich. Ladies and Gentlemen, hier kommt Laharl!

Die Chroniken der Netherworld-Kriege
So so… Ihr seid also die Erdenmenschen, die die Geschichte von Laharl, dem größten Overlord in der Geschichte der Netherworld, hören wollen? Wohlan, ihr sollt schließlich bestens über denjenigen Bescheid wissen, der demnächst über euch regiert! Es begann alles in einem Raum irgendwo im Schlosse des Overlords. Ich gönnte mir ein Nickerchen in meinem Sarg und wurde dabei unsanft von einem Mädchen namens Etna geweckt - angesichts der ganzen Werkzeuge im Hintergrund könnte man zwar eher meinen, sie wollte mich umbringen, aber wer will sich schon mit mir, dem mächtigen Laharl anlegen? Diese Etna jedenfalls informierte mich darüber, dass ich einen wohl gesunden Schlaf von mehr als zwei Jahren Dauer hatte und zudem auch noch mein alter Herr innerhalb dieser Zeitspanne das Zeitliche gesegnet hätte....

Doch anstatt mich zu wecken und damit zum neuen Overlord zu krönen, stritten sich die anderen Dämonen der Netherworld um das Königsrecht! Wie kann dieser Abschaum von Verdammten es nur wagen! Und so zog ich zusammen mit Etna, die ich flugs zu meiner Dienerin erklärt hatte, und ihrer kleinen Armee bestehend aus drei mickrigen Prinnies (Pinguin-artige Wesen, die explodieren, sobald man sie wirft und fast jeden Satz mit einem „Dood!“ beenden) aus, um den streitenden Schwächlingen zu zeigen, wer hier in der Netherworld tatsächlich das Sagen hat!

Mein Zuhause, ein außerordentlich geräumiges Schloss, wie es nur eines Königs würdig ist, bietet auch heute noch zahlreiche Institutionen, die mir auf dem Wege zur Herrschaft geholfen haben und nun dazu dienen, eben diese aufrecht zu erhalten. Denn auch wenn ich der allmächtige Overlord bin, man möchte ja immer noch perfekt ausgerüstet sein. Zu diesem Zweck habe ich der RosenQueen-Ladenkette eine Filialeröffnung in den Hallen meines Anwesens genehmigt, die mich dafür mit zahlreichen Ausrüstungsstücken und Heilungsgegenständen versorgen - auch wenn sie die Frechheit besitzen, trotz alldem Geld für den Kram zu verlangen. Bloß gut, dass Geld mit der Zeit meine geringste Sorge war…

Abgesehen vom Shop beherbergt das Foyer auch noch ein Krankenhaus für die Weicheier, die sich im Kampf schlagen lassen haben, bevor sie die dämlichen Dämonenhorden plätten konnten. Außerdem gibt’s hier das Dark Assembly sowie den Zugang zur Item World und das Portal zu den anderen Orten der Netherworld. Zu letzteren beiden Dingen komme ich später zurück, erst einmal erkläre ich euch Erdenbewohnern, was für finstere Machenschaften im Dark Assembly besprochen werden...

Demokratie gegen Monarchie - Chaos im Dunklen Rat
Wir in der Netherworld klären alle Gesetzesangelegenheiten rein demokratisch - es sei denn, das Ergebnis passt mir nicht, natürlich! Sowohl ich als auch meine ständig wachsende Zahl von Dienern hat das Recht, dem Dark Assembly Verbesserungen und Gesetze vorzuschlagen. Doch natürlich gibt es auch hier nichts umsonst: Nur wenn die Person oder Kreatur die entsprechende Anzahl an Mana, welches in Schlachten gesammelt werden kann, abdrückt, wird überhaupt erst an eine Abstimmung im Rat gedacht. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, man wartet geduldig das Ergebnis der Ratsbesprechung ab und kassiert in der Regel eine Wand voller Gegenstimmen als Antwort oder man dreht etwas am Ergebnis. Manch einer zieht es vielleicht vor, das Ratspersonal mit irgendwelchen seltenen, interessanten oder mächtigen Gegenständen zu bestechen, mein Lieblingsstil ist jedoch die Gesetzesbilligung durch rohe Gewalt. Sollte es nämlich trotz aller Maßnahmen und meiner Präsenz gegen den allmächtigen Overlord Laharl zu stimmen… Wehe denen, die sich gegen mich aufgebäumt haben! Ich werde keinerlei Gnade zeigen! Selbst wenn dieser Liebes-Freak Flonne noch so sehr bitten und betteln sollte - selbst himmlischer Beistand kann dem Dark Assembly nicht mehr helfen!

Aber die Institution dient nicht nur als Zentrum der Netherworld’schen Legislative. Hier können auch zahlreiche neue Rekruten meiner stetig wachsenden Armee loyaler Kämpfer geschaffen werden. Auch hierfür ist selbstverständlich Mana notwendig. Zu Beginn meines Kreuzzugs durch die Netherworld war die Auswahl ziemlich beschränkt, lediglich eine Hand voll humanoider Soldaten und eine geringe Anzahl von Kreaturen konnte ich erschaffen. Doch mittlerweile unterstehen mir Drachen, Teufel und andere Bestien der Unterwelt! Mit der richtigen Mana-Menge können wahrhaftige Kampfmaschinen geschaffen werden - je mehr Mana wir nämlich opfern, desto größer fällt die Grundstärke des neuen Dieners aus.

Und wo wir schon mal die Dienerschaft ansprechen: Auch wenn letzten Endes alle MIR unterstehen; es ist durchaus wichtig, welche Einheit den Neuankömmling unter seine Fittiche nimmt. Der Herr des Grünschnabels genießt nämlich das Privileg, dessen Spezialfertigkeiten zu erlernen, sollten die zwei nebeneinander stehen.

Lasset den Feldzug beginnen - Laharl auf Netherworld Tour
Nun wisst ihr Erdenmenschen bescheid, wie wir uns in der Netherworld auf die blutigen Schlachten und ständigen Machtkämpfe vorbereiten. Wenden wir uns also mal endlich dem kunterbunten, bitterbösen Kampfgetümmel zu. Über das im Schloss befindliche Portal reise ich zusammen mit meinem Gefolge zum aktuellen Brennpunkt, räume ordentlich auf und ziehe weiter. Die Gefechte laufen strikt rundenbasiert ab - wir warten also alle brav, bis die jeweils andere Seite ihren Zug beendet hat, um dann selbst knallhart zurückzuschlagen. Zwar will sich mir nicht so ganz der Zweck der Warterei erschließen, aber vielleicht wollte man den lächerlichen Schwächlingsdämonen einfach nur das Gefühl einer Siegeschance im Kampf gegen meine Wenigkeit geben. Jedenfalls erteile ich erst allen Leuten Anweisungen, stelle sie strategisch günstig auf, bestimme deren Angriffstaktik und lasse dann in einer Ausführungsphase alle Aktionen ablaufen. Hier werden dann Zauber gesprochen, Feinde vermöbelt und Konter-Angriffe kassiert. Danach besteht die Möglichkeit, noch vernachlässigte Einheiten durch die Gegend zu scheuchen und diese dann angreifen zu lassen. Bis ich klar und deutlich meinen Zug beende, kann ich so lange einen passenden Plan aushecken und durchziehen wie ich bewegungsfähige Kämpfer habe. Sollten dann alle erschöpft sein, ist die Gegenseite an der Reihe.

Natürlich sind die Schlachten aber keineswegs dermaßen simpel. Nahezu alle Gebiete sind mit kleinen, bunten Quadraten übersät, die wir in der Netherworld Geo Panels getauft haben. In Kombination mit einem entsprechenden Geo Symbol verleihen die Panels einem darauf stehenden Diener besondere Attribute. Das kann etwas simples sein wie verstärkte Angriffskraft, aber auch etwas Tückisches wie Unverwundbarkeit oder die Teleportation der Figur an eine andere Stelle im Kriegsgebiet. Nur unkluge Dämonen lassen die Geo Panels komplett außer Acht, alles beherrschende Overlords wie ich machen sich natürlich die Fähigkeiten der farbigen Felder zunutze.

Wenn man seinen Kontrahenten oder idiotischen Dienern übrigens richtig einheizen möchte, sollte man auf eine Geo Combo setzen. Hierbei wird ein Geo Symbol auf einem Panel zerstört, welches nicht dieselbe Farbe hat wie der Stein. Nach der Zerstörung des Symbols werden sämtliche Panels der Farbe des Ausgangspanels in die Farbe des Geo Symbols umgewandelt - und Einheiten, die sich zufälligerweise auf diesen Feldern aufhalten, kriegen ordentlich eins auf die Mütze! Wenn man es richtig anstellt, kann man durch eine geschickte Geo Combo nahezu das ganze Schlachtfeld auslöschen.

Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen - manches muss man einfach selber machen!
Ihr seht schon, auf meinem Kreuzzug durch die Netherworld hatte ich zahlreiche Möglichkeiten. Egal ob im Schloss oder im Kampf: Ein Overlord ist viel beschäftigt und hat auf zahlreiche Details und Dinge zu achten, wenn er erfolgreich regieren möchte. Doch die Vielfalt endet hier noch lange nicht. Zusätzlich zur Netherworld, dem Himmel und eurer kümmerlichen Menschenwelt gibt es noch zahlreiche andere kleine Welten, die in alltäglichen Gegenständen zuhause sind. Wir nennen sie daher Item Worlds. Über die entsprechende Fachkraft in meinem Schloss kann ich meine Leute in die Item World meiner Wahl schicken.

Dort sind sie dann gefangen, bis sie entweder die 10. Ebene erreichen und abschließen oder einen speziellen Gegenstand zur Flucht benutzen. Doch sollten sie es schaffen, die grausame Item World, die je nach Gegenstand mit verschieden starken Gegnern aufwartet, zu überleben, wird das entsprechende Item gleich um ein Vielfaches mächtiger. Bis man also endlich die ultimative Ausrüstung in seinen Händen hält, vergeht einiges an Zeit. Doch es hat auch keiner behauptet, dass der Job eines Overlords ein einfacher sei.

Nun denn, Erdenvolk, ich werde mich allmählich wieder zurück in die Netherworld begeben. Dort werde ich dann einen Plan zur Versklavung der Menschenwelt aushecken. Freut euch also schon mal auf den Tag, an dem Laharl, der größte Overlord aller Zeiten, zu eurem Herrscher wird!

[Anmerkung der Redaktion: Laharl hat das Gebäude verlassen und macht sich auf den Weg nach Hause. Uns lässt er hier alleine mit dem Publikum zurück - sieht so aus, als müssten wir wohl den Rest der Veranstaltung selber in die Hand nehmen.]

Steuerung:
Die Kontrolle von „Disgaea DS“ erfolgt wahlweise über den Touchscreen oder ganz klassisch über die Tasten. Zwar funktioniert die Touch-Kontrolle um einiges besser als bei zum Beispiel „Final Fantasy Tactics A2“, so wirklich optimal ist sie allerdings immer noch nicht. Man fährt auch hier noch mit der guten alten Tastensteuerung am Besten. Diese lässt auch keinerlei Wünsche offen - man kann die eigenen Truppen ohne große Komplikationen über den Bildschirm scheuchen. Ein wenig nervig ist allein die Tatsache, dass man keine Einzelaktionen -wie etwa lediglich den zugewiesenen Angriff und nicht auch noch gleich die Bewegung- abbrechen kann. An dieses Komfort-Defizit gewöhnt man sich aber recht schnell.

Grafik:
Wie auch schon auf PS2 und PSP erinnert der Grafikstil mit seinen 3D-Arenen aus isometrischer Sicht und 2D-Figuren stark an das originale „Final Fantasy Tactics“. Doch leider litt die Technik beim Port ein klein wenig: Je nach Kameraeinstellung wirken die Charaktere leicht verpixelt und wenn auf dem Bildschirm so richtig die Post abgeht (wie etwa bei einer großflächigen Geo Combo), machen sich auch Ruckler bemerkbar. Insgesamt aber ist die optische Präsentation durchaus solide - selbst die guten alten Standbild-Dialoge machen dank der schmucken Charakterporträts Spaß, auch wenn das zum Teil sicherlich an den urkomischen Dialogen liegt.

Sound:
Hier werden Kenner der beiden Vorversionen den größten Unterschied bemerken: Die musikalische Seite von „Disgaea“ hat beim DS-Port nämlich definitiv am meisten gelitten. Auch wenn die Musik auf Garantie noch hörenswert ist, sie dudelt leider ein wenig leise im Hintergrund herum und liegt qualitativ nicht ganz auf der Höhe der Original-Fassung bzw. des PSP-Remakes. Ebenfalls schade: Auch wenn das Intro noch mit Sprachausgabe während der Zwischensequenzen bestückt ist, im weiteren Verlauf des Abenteuers werden sämtliche Dialoge ohne Voice Acting ausgetragen. Wobei man aber auch zugeben muss, dass die Sprachsamples sämtlicher Gespräche mehr oder minder die DS-Karte gesprengt hätten.

Features:
Als wäre der Grundinhalt von „Disgaea: Hour of Darkness“ mit seinen gut 15 Kapiteln, zahlreichen strategischen Optionen und dem Level-Maximum von 9999 noch nicht genug, bekommt man in der DS-Version nicht nur den aus der PSP-Neuauflage bekannten Etna-Modus und Zweispieler-Duell-Modus (leider abermals nur offline) spendiert, sondern auch neue freispielbare Charaktere und den Prinny Commentary-Modus. Letzterer aktiviert eine auf dem oberen Bildschirm ausgelagerte Textbox, in welcher ein Prinny aus dem Hintergrund über die momentanen Geschehnisse der Cutscene herzieht. Wenn man sich also erst einmal richtig hineingefressen hat, kann man mit „Disgaea DS“ wirklich Unmengen von Stunden verbringen, nur um dann endlich ein ultimatives Item in den Händen zu halten oder mit dem ersten Charakter den sagenumwobenen Level 9999 zu erreichen. Allerdings sollte man des Englischen mächtig sein, da man auch bei dieser Fassung von „Disgaea“ auf eine deutsche Übersetzung verzichtet hat.

Fazit:
Zugegeben, trotz seiner kleinen Extras stellt „Disgaea DS“ nicht die beste Version des ersten Netherworld-Abenteuers dar. Da stehen einfach die technischen Mängel im Weg. Doch muss es wirklich die beste Version sein, damit ein Kauf gerechtfertigt ist? Mitnichten! Die Abstriche beziehen sich eigentlich nur auf den präsentationstechnischen Aspekt, das Gameplay von „Disgaea DS“ gleicht dem der PS2- und PSP-Vorversionen. Das bedeutet: Strategie-Rollenspiel-Enthusiasten haben es mit einem mächtig umfangreichen Titel zu tun, mit dem man sich fast schon ewig beschäftigen kann. Dank der zahlreichen Optionen im Kampf und drumherum, wie das Aufleveln von Gegenständen und die Geo Panels, bietet „Disgaea DS“ auch schier endlose Spieltiefe - ohne dabei übermäßig kompliziert zu wirken. Und nebenbei erfährt man sowieso gleich zu Beginn, dass man einen Teil der Möglichkeiten nicht mal nutzen muss, um das Story-Ende zu sehen. Anfänger wie Experten des Genres können mit diesem Strategie-RPG-Hit also definitiv nichts falsch machen. Vorausgesetzt, sie haben keine der anderen Versionen des ersten „Disgaea“-Teils im Haus. Dann sollte man sich fragen, ob die doch eher geringfügigen Neuerungen den Neukauf rechtfertigen.

Bedankt sich bei Laharl, dem megalomanischen Overlord, für seinen Vortrag: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
88%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Trotz klitzekleiner Mängel ist die Tastensteuerung sehr eingängig. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Auch wenn es keine große Besonderheit darstellt, die Karte auf dem oberen Bildschirm ist durchaus praktisch. Dem Touchscreen-Gebrauch hingegen mangelt es ein wenig an Feinschliff.
Grafik

Qualitative Einbußen sind zu verzeichnen, dennoch schaut der Titel recht ordentlich aus.
Sound

Die Sprachausgabe fehlt fast vollständig und die Musik litt stark beim Port.
Spielspaß

Der ideale Zeitfresser für Power-Leveler!








Details
Spielname:
Disgaea DS

Publisher:
Koch Media

Developer:
Nippon Ichi Software

Genre:
Strategie

Release:
20.03.2009 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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