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Dragonball Origins


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Dragonball Origins - Review vom 02.02.2009

Während Videospielumsetzungen der „Dragon Ball Z“-Saga bereits in rauen Mengen vorhanden sind und meist das Genre der Beat’em Ups mit neuen Vertretern füllen, blieb der ursprüngliche „Dragon Ball“-Mythos, zumindest in Europa, bisher relativ unangetastet. Nach dem durchaus gelungenen „Dragon Ball: Advance Adventure“ für den guten alten GBA bekommt nun auch der DS eine Umsetzung der Anfänge des zukünftigen Superkämpfers und mehrfachen Weltenretters Son-Goku spendiert. „Dragonball Origins“ lautet der Name des Handheld-Abenteuers. Und ob knallharte Fans der Manga-Vorlage gleichermaßen wie auch Neueinsteiger beruhigt einen Blick in die Welt des Jungen mit dem Affenschwanz wagen dürfen, klären wir in unserem Testbericht.

Das Märchen vom ungleichen Pärchen auf der Suche nach sieben Kugeln
Wie schon der Titel suggeriert, startet die Geschichte von „Dragonnball Origins“ ganz zu Beginn der „Dragon Ball“-Geschichte: Son-Goku, ein zwölf Jahre alter, ziemlich kräftiger Junge, trifft eines Tages auf ein Mädchen namens Bulma, welches nach den sieben magischen Dragon Balls sucht. Denn wer alle vereint, kann den Drachen Shen Long heraufbeschwören, der dem Finder einen beliebigen Wunsch erfüllt. Son-Goku ist selber im Besitz einer dieser Kugeln, überlässt sie Bulma jedoch nicht - stellt sie doch ein letztes Erinnerungsstück seines Großvaters dar. Stattdessen schließt sich der Junge Bulmas Suche einfach an. Und so beginnt das Abenteuer, welches grob die Geschehnisse bis zum ersten Kampfkunstturnier und dem Finale gegen Jackie Chun abdeckt.

Aufgeteilt ist die rund 10-15 Spielstunden lange Geschichte in insgesamt acht Kapitel mit je vier handlungsrelevanten Unterkapiteln und einer Hand voll Bonus-Missionen. Jeder Abschnitt funktioniert im Grunde genommen nach demselben Strickmuster: Eine schöne Zwischensequenz erläutert uns die momentane Situation, anschließend dürfen wir das eigentliche Abenteuer-Gebiet erforschen, uns an dessen Ende mit einem Boss prügeln und eine abschließende Zwischensequenz anschauen.

So scheucht man wahlweise mit dem Steuerkreuz oder über den Touchscreen Son-Goku über den Bildschirm, erkundet die großen 3D-Areale aus der Vogelperspektive und legt sich unterwegs natürlich mit allerhand Feindvolk an. Zu Beginn besteht der Gegnerkatalog noch aus tierischen Kontrahenten und Son-Goku selbst verfügt nur über ein paar simple Selbstverteidigungstechniken. Im weiteren Spielverlauf darf der aufgeweckte Junge aber auch menschlichen Feinden wie etwa der Verbrecherbande unter Leitung des Hasenwesens mit dem bezeichnenden Namen „Karottenmonster“ entgegentreten, und lernt neue Tricks für den Faustkampf und seinen ausfahrbaren Kampfstab wie etwa eine Technik zum Zertrümmern von Felsen oder den allseits beliebten „Kame-Hame-Ha“-Energiestoß. Aber Vorsicht: Jeder Einsatz einer Kampftechnik verbraucht Ki-Energie. Ist diese geleert, steht Son-Goku für einen kurzen Moment regungslos herum und schnappt nach Luft. Gerade bei den Bossfights sollte man daher immer ein Auge auf die Ki-Anzeige haben.

Jäger und Sammler - nicht nur Kugeln landen in ihren Taschen!
Abseits ihrer offensichtlichen Nützlichkeit in den diversen Kampfsituationen eignen sich die neuen Fähigkeiten aber auch zur ausführlichen Erkundung der Umgebung. Rissige Mauern können mit einem kräftigen „Kame-Hame-Ha“ in ihre Einzelteile zerlegt werden und bestimmte Felsen lassen sich als Ankerpunkt für Gokus Wunderstock nutzen. Und nicht nur der eigentliche Weg lässt sich so freilegen: In den Levels verstreut liegen versteckte Kisten und besondere zerstörbare Objekte, in denen man entweder Lebens- und Ki-Upgrades oder Sammelfiguren finden kann. Letztere lassen sich aus dem Kapitelauswahl-Menü heraus betrachten und kommen mit kleinen Animationen daher. Wer von der Tanzanimation Yamchus oder dem aufreizenden Hüftschwung Bulmas nicht genug bekommen kann, darf sich diese kleinen Bewegungen jederzeit anschauen, so oft es ihm beliebt.

Apropos Bulma: Natürlich ist Son-Goku auf seinen Reisen nicht allein unterwegs. Einen Großteil des Abenteuers wird er von Bulma begleitet, die eigenständig agiert. Läuft sie in einen Feind, wird sie hin und wieder einen Angriff starten, in der Regel allerdings steht sie lediglich in der Gegend herum und stellt daher ein leichtes Ziel für feindliche Angriffe dar. Da die Dame leider die schlechte Angewohnheit hat, regelmäßig einfach vorauszurennen, ist vor allem der Aspekt des Game Overs im Falle von Bulmas Ende ein klein wenig nervig. Glücklicherweise bewegt sie sich gegen Ende des Spiels fast nur noch in Sackgassen, die Son-Goku nach und nach im Alleingang freizulegen hat. Das wiederum wirft allerdings die Frage auf, warum wir uns die ganze Zeit mit ihr herumärgern müssen… Immerhin kann sie, sofern ihre Ki-Leiste voll aufgeladen ist, auch einen starken Angriff beisteuern.

Um welchen Angriff es sich dabei handelt, dürft ihr bestimmen. Mit gesammelten Geld dürft ihr eure acht Inventarplätze nicht nur mit Heilungs- und Unterstützungsitems füllen, sondern auch diverse Zweitwaffen für Bulma kaufen - oder auch Sammelfiguren, wenn ihr noch ein paar Zenny übrig habt. Darüber hinaus hinterlassen besiegte Gegner blau-violette Orbs, mit denen ihr die Fähigkeiten Son-Gokus verbessern könnt.

Allerdings kommt auch „Dragonball Origins“ nicht ohne Schwächen daher. Neben der etwas seltsamen KI eurer Begleiterin Bulma können auch die später immer verwinkelteren Dungeons ein wenig stören. Da hilft es auch nicht, dass der Soundtrack ziemlich limitiert ist und euch zwar schöne, aber eben leider nicht wirklich viele Melodien auf eurem Trip durch die „Dragon Ball“-Welt begleiten.

Steuerung:
In Zeiten des Touchscreens ist es natürlich kein Wunder, dass auch der junge Goku über Stylus-Gebrauch gesteuert wird. Eine nicht ganz so simple Angelegenheit wie das frühere Buttongesmashe, bei welchen man durch bloßes Drücken der A-Taste so gut wie jeden Gegner aus dem Ring werfen konnte, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit geht auch die neue, „innovative“ Steuerung recht einfach von der Hand. Bei „Dragonball Origins“ wählt man während des Spielens zwischen zwei Modi: dem Stab- und Schlagmodus. Mit beiden lassen sich Rivalen in die Knie zwingen. Eure Spezialattacken und deren Ausführungen variieren jedoch. Das gute alte „Kame-Hame-Ha“ (welches natürlich auch in diesem Ableger nicht fehlen durfte) kann man zum Beispiel nur im Schlagmodus ausführen. Möchte man Felsen am anderen Ende des Abgrundes zerstören, um z.B. die Seiten wechseln zu können, fährt man einfach seinen roten Stab aus und vollführt eine Attacke. Alles in allem geht das Ganze dabei recht einfach von der Hand und lässt wenig Raum für Kritik.

Grafik:
„Dragonball Origins“ zeigt, zu was der DS fähig ist. Das heißt, neben versiert gemachten Zwischensequenzen sind die Level und Spielfiguren sehr liebevoll gestaltet und vermitteln genau das Flair, den man von einem „Dragon Ball“-Titel erwartet. Kunterbunt. Animebehaftet und manchmal auch etwas verrückt. Genau so soll es sein. Schade nur, dass es auf dem DS aufgrund der hohen Detaildichte vor allem bei vielen Gegnern zum gelegentlichen Ruckeln kommt.

Sound:
Zugegeben: Oscarreif ist die musikalische Untermalung nicht. Um jedoch erstmal mit dem Positiven zu beginnen: Die mehrminütige Eingangssequenz ist natürlich -so muss es sein- mit dem originalen japanischen Soundtrack ausgestattet und allein das ist schon ein Grund, das Spiel einzuschalten. Auch Dialoge während des Spielens wie „Kame-Hame-Ha“, „Hey, I’m Goku“ oder „Yeah“ bzw. „Ha“ beim Schlagen sind aus dem Lautsprechern des DS zu entnehmen. Jedoch: Im Spiel selbst ist nicht ganz so viel musikalische Abwechslung geboten, wie es die Levelanzahl vermuten lässt. Hinzu kommt auch noch der Fakt, dass die auf das Modul gepressten Lieder auch eher… verbesserungswürdig sind. Heißt: Etwas mehr Vielfalt auch innerhalb der Musik wäre wünschenswert gewesen.

Fazit:
Tjark Michael Wewetzer: Man kennt ihn ja, den ewigen Fluch des Lizenzspiels. Wie viele von ihnen weisen mehr als nur solide Durchschnittskost auf? Mit „Dragonball Origins“ ist die Liste immerhin um einen Vertreter reicher. Nach ein wenig Einarbeitungszeit funktioniert die Touchscreen-Steuerung ziemlich gut, die Kämpfe (vor allem im letzten Kapitel) sind spannend und unterhaltsam und optisch zeigt der Titel ebenfalls, was auf dem DS möglich ist - und dass es auch bei Lizenzspielen nicht immer Standbilddialoge zur Vorantreibung der Geschichte braucht. Fans der „Dragon Ball“-Saga haben es hier mit einem definitiven Pflichtkauf zu tun, alle anderen dürfen aber auch ruhig einen Blick riskieren.

Elisabeth Grunert: „Dragonball Origins“ hat mich begeistert: Endlich einmal ein würdiges Lizenzspiel für einen durchaus gelungenes Anime. So etwas bekommt man selten für sein Geld zu sehen. Ich verbinde sehr viel mit dem Terminus „Dragon Ball“ - vor allem Kindheitserinnerungen. Umso mehr freut man sich hierbei über die gelungene Umsetzung. Beim Spielen ist aber deutlich aufgefallen, wie viel man im Laufe der Zeit von der Serie bereits vergessen hatte, und umso amüsanter war es dann natürlich auch, immer weiter in der Story voranzuschreiten. Dazu gesellen sich schöne Videosequenzen, eine intuitive Steuerung, hübsch animierte Level und jede Menge Action. Dass natürlich auch dieser spannende Anime-Ausflug nicht perfekt ist, versteht sich. Die Partner-KI ist nicht gerade das Gelbe vom Ei und einige Ruckler im Titel wird man auch bemerken. Dennoch: Für Fans der Serie einfach unverzichtbar!

Freuen sich bereits auf die Fortführung der Suche: Elisabeth Grunert [Liese] und Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Marchsreiters für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
82%
Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Touchscreen-Steuerung ohne große Macken. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Solide Verwendung des Stylus zur Steuerung - nichts Neues an dieser Stelle.
Grafik

Liebevoll, detailreich, jedoch manchmal ruckelnde Sequenzen.
Sound

Genialer japanischer Soundtrack zu Beginn des Spieles, Sprachensembles, jedoch wenig musikalische Abwechslung im Abenteuer selbst.
Spielspaß

Für Dragon Ball-Fans die perfekte Umsetzung einer legendären Geschichte auf dem Nintendo DS.








Details
Spielname:
Dragonball Origins

Publisher:
Atari

Developer:
Game Republic

Genre:
Rollenspiel

Release:
05.12.2008 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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