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Spore: Wilde Kreaturen


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Spore: Wilde Kreaturen - Review vom 27.10.2008

Spätestens seit den Sims ist der Name „Will Wright“ in aller Munde. Der Ur-Vater der allseits beliebten Homo-Sapiens-Tamagotchi-Simulation hat es geschafft, mit einem einfachen Konzept unzählige Fans, verschiedener Geschlechter und Altersklassen zu begeistern. Zusammen mit EA versucht man Capcoms Mega Man-Welle Einhalt zu gebieten und nach 101 Erweiterungen der leidgeplagten Familien in Merkwürdigenhausen und Co. musste nun etwas Neues her.

Ein neues Lieblingsspiel also für die ausgehungerten Casual Gamer? Will Wright hat die Gunst der Stunde gepackt, nahezu ein halbes Jahrzehnt Entwicklungszeit verpulvert und die Lettern „SPORE“ ganz groß in die Köpfe der Branche gebrannt. Wenn der Großangriff auf neue Fangemeinden gestartet wird, dann schießt man auch aus allen Rohren: Neben der PC-Version mit zahlreichen umstritten Lizenzablegern für einzelne Teile des Spiels wurden parallel auch abgespeckte Versionen für Nintendo DS und aktuelle Handymodelle auf den Markt geworfen. Wir haben unseren Doppelbildschirmer nun in die Ur-Suppe getaucht und wollen Charles Darwins Fußstapfen folgen. Hat die Evolution des Videospiels, in Form vom deutschen „Spore: Wilde Kreaturen“ einen neuen Namen?

Was war zuerst da? Huhn oder Ei?
Das Konzept hinter „Spore“ ist ebenso genial wie einfach: Der Spieler kann seine ganz persönliche Spezies erschaffen und startet damit seine Schaffensphase in einem feucht-fröhlichen Gen-Pool, mitten in einer weit, weit entfernten Galaxis. Hier eine Zelle, da eine Zelle und so wird Schritt für Schritt aus einer wabernden Amöbe ein einzigartiges Wesen. Fressen und gefressen werden heißt die Devise und Überleben ist das Ziel des Ganzen. Einmal aus dem Wasser herausgekrochen, beginnt dann ein völlig neues Spiel. Hier gilt es Ländereien zu erobern, seine Rasse zu etablieren und sich gegen andere Gattungen zu behaupten. Will Wright hat hier seine ganz eigene Version von „Civilization“ mit einfließen lassen und eine Prise Weltraum-Eroberungspiel hinzugegeben. Denn bekanntlich ist „die Welt nicht genug“ und die Mission geht weiter auf neuen Planeten in neuen Galaxien. Täuschen und Tarnen, Erobern und Regieren. Alles was das Herz eines machthungrigen Strategen begehrt…

…doch weg vom PC, hin zum DS: Eingeschränkter Speicherplatz, aber dafür zahlreiche innovative Steuerungsmethoden bewirken, dass sich „Spore“ auf dem Nintendo DS andersartig anfühlt. Hier überspringt man den Ur-Suppen-Teil einfach und beginnt ein nahezu schrecklich niedliches Evolutionsabenteuer mit zahlreichen Rätselelementen. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines kleinen Wesens, dass friedlich-fröhlich mit seinem Freund Oogie durch die kunterbunte „Spore“-Welt im „Paper Mario“-Look and Feel krabbelt. Nichtsahnend taucht eine außerirdische Kreatur in seinem Raumschiff auf und entführt den kleinen glupschäugigen Oogie! Eine Rettungsmission beginnt. Wer gehofft hätte, nun strategisch zu handeln und zumindest den „Civilization“-ähnlichen Teil auf dem Nintendo DS wiederzufinden, hat sich leider getäuscht. In „Spore: Wilde Kreaturen“ heißt es krabbeln, laufen, fressen, weiterentwickeln. Das Abenteuer beginnt mit nur wenigen Körperbauteilen für den wandlungsfähigen Protagonisten. Auf dem Weg durch den ersten Level findet man nach und nach weitere Körperteile und kann diese nutzen, um ein neues Wesen zu erschaffen. Dabei haben unterschiedliche Extremitäten unterschiedliche Attribute und je weiter man im Abenteuer vordringt, desto stärker wird die einstmals niedliche Figur. Das Aussehen variiert von klein und „Ach, was für niedliche Kulleraugen hast du?“ bis riesengroß und kurios „Warum hast du so große Zähne?“.

Die natürliche Auswahl ist das wichtigste, aber nicht das einzige Mittel der Veränderung.
Im Kreaturen-Editor geht es dann richtig ans Werk: Mit nur wenigen Klicks auf dem Touchscreen verwandelt sich Oogies Retter in der Not zu einem gänzlich anderen Wesen. Ob dabei zwei oder sechs Beine, ein oder zwölf Augen, das spielt gänzlich keine Rolle. Man braucht wie nach dem „Lego meets Fischerpreis“-Baukasten sein eigenes Wesen auf, nutzt noch ein wenig Graffiti aus der Sprühdose und schon steht ein sechs Meter großes Ungetüm mit rosafarbener Hautfarbe und roter Schleife im Haar vor dem Flur. Natürlich kann man auch ganz „normale“ Wesen bauen, wie beispielsweise Killerspinnen oder den gefährlichen Vogelstrauß.

Level für Level streift also der Gen-Pool-Protagonist durch die Welten und muss stets nach dem Schema-F Aufgaben erfüllen. So heißt es fressen oder gefressen werden. Kämpfe, um zu überleben! Mit manchen Wesen aus der „Spore“-Welt kann man sich anfreunden, andere hingegen wurden von Aliens entführt und sind nicht so liebenswert. Doch wenn man den Paarungstanz (eine Art „Drück-den-Touchscreen-im-richtigen-Zeitpunkt“-Musikspiel) mit den friedlichen und blumigen Freunden einmal hinter sich hat, stapfen sie gerne als loyale Wegbegleiter im Kampf stolz in den Tod! Kanonenfutter für die Rettung von Oogie!

Ansonsten müsst ihr laufen, plantschen, schweben, graben, schwimmen, fressen und Sachen durch die Gegend werfen. Alles mit nur einem Ziel - ein eigenes Raumschiff bekommen, Sternenkarten finden und dem bösen, bösen Alien eins auswischen. Wer nicht weiter kommt, muss mit neuen Bauteilen ein noch größeres, noch stärkeres und mit weiteren Fähigkeiten beladenes Wesen bauen und die wilde Kreaturen-Fahrt geht weiter. Nur schade, dass geübte Spieler das Ganze schon an einem ausgedehnten Nachmittag absolviert haben. Einzig und allein die versteckten Aufgaben, wie „Fresse 25 Sporelinge“ oder „Vergifte dich 10 Mal selbst“ (kein Scherz) sorgen für eine etwas längere Spielzeit. Das verrückte daran: Sie sind entbehrlich. Man merkt, dass EA stark auf die jüngere Zielgruppe abzielt und die eventuelle Enttäuschung von PC-Spore-Strategen hinnimmt.

Steuerung:
Egal ob mit dem Stylus in der Hand oder ganz klassisch mit den Griffeln am Steuerkreuz - „Spore“ lässt sich immer sehr bequem kontrollieren. Wer einmal den Kreaturen-Editor angefangen hat, wird jedoch unweigerlich auf den Geschmack kommen, mit dem Touchscreen zu arbeiten. Hier hat man mit wenigen Handgriffen seine neue Kreatur gebastelt und es macht durchaus Spaß, stets in Darwins Fußstapfen zu treten und immer aufs Neue durch den Gen-Pool zu schwimmen. Auch das Menü ist übersichtlich gestaltet und man wird nicht mit größeren Problemen konfrontiert.

Grafik:
Optisch hat man beim Origami-Experten „Paper Mario“ geklaut. Doch wie heißt es so schön: „Besser gut geklaut, als schlecht selbst entworfen!“ und dieses Motto schleppt sich sogar hinein, bis zum Kreaturen-Editor. Was EA mit „Spore: Wilde Kreaturen“ auf den Markt gebracht hat, ist ein erschreckend niedliches Spiel mit einer Überreizung von quietsch-bunten Farben und niedlich dreinblickenden Kulleraugen. Dieser Niedlichkeitsfaktor ist ebenso stets im Spiel vertreten, beispielsweise wenn man als böse große Kreatur auf einmal kleinere frisst und diese ihre letzten qualvollen Seufzer lassen - spätestens dann möchte man am liebsten Vegetarier basteln.

Sound:
So quietsch-bunt die Grafik, so piepsig auch der Sound. Schmatz-Geräusche und rülpsende Monster sind die Tagesordnung und auch das ständige Jaulen und Fipsen der Viecher geht einem schnell auf die Nerven. Die Hintergrundmusik hingegen versprüht sogar einen gewissen Flair, der aber durch die monotone Herangehensweise schnell auch zum Lautstärkeregler greifen lässt.

Features:
„Spore“ ist ein kurzweiliges Spiel mit ein paar versteckten Features, wie geheime Aufgaben und Auszeichnungen, einem WiFi-Connection-Modus, der es ermöglicht selbst erstellte Wesen auch online mit anderen Hobby-Genetikern zu tauschen etc. Wirkliche Killerfeatures erwartet man jedoch vergeblich. Insgesamt ist der Spielumfang einfach mäßig, aber da man mit immer neuen Körperbauteilen hantiert, kann die Software auch zum erneuten Durchgang einladen, zumindest theoretisch.

Fazit:
Die Nintendo DS-Version von „Spore“ ist keineswegs mit dem komplexen, süchtigmachenden Spielkonzept von Papa-PC zu vergleichen, denn was man hier geboten bekommt, ist ein lustig-buntes und heiteres Abenteuer, dass sich die jüngere Generation angeln möchte. Der erfahrene Spieler wird schnell gelangweilt sein und nach einem ausgedehnten Nachmittag „Spore: Wilde Kreaturen“ wieder aus dem Modulschacht nehmen - durchgespielt, versteht sich. Casualgamer werden gerade mit dem Kreaturen-Editor ihre helle Freude haben und möglicherweise auch ansonsten vom Niedlichkeitsfaktor angetan sein. Jeder muss also selbst wissen und überprüfen, was er von der DS-Version erwartet und will.

Kredenzt sich ihr Mittagessen nun im Spore-Kreaturen-Editor: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
68%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Problemlos lenkt man seinen Protagonisten durch die verrückte Spore-Welt. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Mit dem Stylus in der Hand wird man zum Hobby-Genetiker.
Grafik

Zuckerwatte überall...! Paper Mario lässt grüßen.
Sound

Niedlich bis nervig, alles im Angebot!
Spielspaß

Kurzweiliges Bastelabenteuer für Fans, die keinen allzu großen Umfang erwarten.








Details
Spielname:
Spore: Wilde Kreaturen

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Griptonite Games

Genre:
Sonstiges

Release:
05.09.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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