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Final Fantasy IV


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Final Fantasy IV - Review vom 05.09.2008

Wer will noch mal? Wer hat noch nicht? Weiter geht die rasante Remake-Runde!
„It prints money!“ Diesen Slogan hat die Nintendo-Fangemeinde schon lange Zeit dem Nintendo DS zugesprochen und selbst Drittentwickler wissen, dass der Doppelbildschirmer eine wahre Gelddruckmaschine ist. Auch Square Enix, die noch vor Zeiten von Touchscreen und Fuchtel-Controller stark im Clinch mit Nintendo waren, haben die sprichwörtliche weiße Flagge geschwenkt, sind vom eingeschlagenen Sony-Kurs abgewichen und gehen wieder gemeinsame Wege mit dem „Super Mario"-Konzern. Sogar der Game Boy Advance durfte diese neu aufblühende Freundschaft erleben und so wartete man mit zahlreichen Remakes der Final Fantasy-Serie auf. Final Fantasy I & II erschienen auf einem Modul, dann kam ein kleiner Sprung, denn Teil III wurde exklusiv für den DS neu aufgelegt und in die dritte Dimension gehievt. Final Fantasy IV, V und VI wiederum durfte der geneigte Hosentaschenzocker auch auf Nintendos GBA bewundern.

Aber auf dem Nintendo DS hört man noch lange nicht auf. Der Erfolg des 3D-IIIer sorgte dafür, dass Square Enix sich entschied, auch Final Fantasy IV und V durch diese Remake-Spirale wandern zu lassen und im neuen Gewand sollen die Klassiker aus den 90ern neue Zielgruppen anlocken. Uns vorliegend, der funkelnagelneue Vierer: Was hat sich seit den 1991 getan, haben wir es mit einem gelungenen Remake zu tun und hat man Neuerungen für das innovative DS-System entwickelt? Fragen über Fragen und PlanetDS.de hat natürlich für euch alle Antworten im Petto. Viel Spaß bei einem kleinen Blick in die Ahnenzeit, als Papi und Mami noch zahlreiche Pixelabenteuer bestritten.

Das funkeln der Kristalle ist ein mystischer Spiegel der Vergangenheit.
Das Nintendo und Squar -Enix ein kleines Zählproblem haben, ist mittlerweile ausreichend bekannt. Oder doch nicht? Final Fantasy 4 wurde, bedingt durch das Nichterscheinen von FF 2 und 3 im nicht-japanischen Ausland, kurzerhand in Final Fantasy 2 umbenannt. Im späteren Verlauf der Videospielhistorie leicht verwirrend (Warum folgt auf Teil 3 auf einmal Teil 7?), aber mit ein wenig Querdenken hat man dieses Problem schnell gelöst. Dass der japanische Adam Ries anders tickt, ist nicht alles, was anders im Land der aufgehenden Sonne anders anmutet. Final Fantasy 2 erschien in den USA, für die ungeduldige Fastfood-Generation, als "Easytype"-Version im November 1991. Zahlreiche Zusatz-Battles wurden vereinfacht und zweideutige Tanzeinlagen einer „Oben ohne“-Tanzmaus hat man kurzerhand wegrationalisiert. Im prüden Amerika ist so etwas natürlich verpönt!

Bei der DS-Version hat man die originalen Storyinhalte genutzt, eine komplett neue 3D-Engine entwickelt, Videosequenzen eingefügt und allerlei Neuerungen an Land geschwemmt. Für jene, die sich mit Logarithmusstörungen und der bunten Polygon-Welt schon angefreundet haben, noch mal die Story im Rückblick:

Als der mächtige Dunkelritter, treuer Gefolgsmann des Baroner Königreichs, während seiner letzten Mission bemerkt, dass sein Gebieter womöglich Böses im Schilde führt, wechselt er die Fronten. Denn unschuldige Völker berauben und abzuschlachten zählt eigentlich nicht zu seinen Alltagsjobs. Im Machtrausch möchte die erhabene Eminenz doch tatsächlich alle Zauberkristalle des Landes erobern und mit Hilfe deren Macht die Weltherrschaft an sich reißen. Narr! Cecil kann dies nicht gutheißen, kämpft für das Gute und ein Abenteuer voller Machtgier, Verrat, Liebe und vor allem Action beginnt.

Zugegeben: Der Story des Spiels merkt man das Alter an. Mit über 17 Jahren auf dem Buckel hat man heute schon besseres gesehen. Doch eines muss man den Entwicklern lassen: Die grafische Inszenierung des Remakes sucht seinesgleichen. Schon das Intro lässt den geneigten Rollenspieler das Wasser im Munde zusammenlaufen und mit Sprachsequenzen und Videoszenen hievt man ein Konzept aus den 90ern in das 21. Jahrhundert.
Was man bei Final Fantasy III noch zaghaft versuchte, wird im IVer perfektioniert. Aufgrund dessen wurde aus dem Original aus dem Jahre 1991 die Jobwechselei wegrationalisiert und man kann sich nun gezielt auf die Charakterbildung konzentrieren. Während des Abenteuers wechselt man ständig seine Gefährten, trifft neue Freunde, alte Bekannte gehen, um später dann doch wieder in die Gruppe mit einzusteigen. Dies hat Vor- und Nachteile: Es ist schön zu bewundern, wie die Party immer weiter wächst und die „Arme des Guten“ versucht den korrumpierten König zu Fall zu bringen. Nachteil ist aber, dass sich das Upleveln schwieriger gestaltet. Kaum hat man sich mit Cecils neuen Begleiter angefreundet, verabschiedet sich dieser und taucht später erneut auf. Da kommt man sich beinahe vor wie im Schminkstudio von Britney Spears. Einmal neues Make-up bitte!

Je tödlicher die Feindschaft, desto lebendiger die Waffen.
Doch weg von der Story hin zum eigentlichen Geschehen! Final Fantasy IV bietet Rollenspielkost der klassischen Sorte. Viele Zufallskämpfe, zahlreiche Waffen und noch mehr Zaubersprüche. Die Protagonisten stapfen über die Oberwelt, begeben sich in finstere Verliese und düstere Dungeons – immer mit der Angst vom nächsten übermütigen Endboss niedergestreckt zu werden. Nach und nach verbessert man die Eigenschaften der Heldentruppe, lernt neue Zauber und Kampftechniken. Selbst die Fortbewegungsmittel ändern sich im Verlauf des Spiels. Spielinhalte wie Dungeons und Kämpfe bleiben jedoch genauso linear, wie sie schon Anfang der 90er waren.

Besonders interessant sind die Neuerungen, denn den Klassiker kennt man vielleicht und fragt sich, ob das Remake mehr bieten kann. Zum einen hat man sich vom Konzept des Pseudo-Onlinemodus des IIIers verabschiedet. Im IVer wurden diese Elemente wegrationalisiert, was auch kein größeres Problem darstellt. Neu hingegen ist, dass man selbst für den Casual-Gamer im Rollenspiel einige Minispiele parat hält. Unsere junge Beschwörerin hat einen kleinen Begleiter, den man durch Training verstärken kann. Doch hier wird nicht die gewöhnliche Kampf-Kost geboten, sondern man muss seine grauen Zellen durch die Mangel drehen und beispielsweise Rechenaufgaben lösen. Auch sonst kann man diesen Begleiter ein wenig manipulieren, indem man sein Gesicht fleißig mit dem Malpinsel, Verzeihung dem Touch-Pen, verschönert. Ob man daran Gefallen findet, darf jeder für sich entscheiden. Zumindest bietet es ein wenig Abwechslung vom müden Monster-Metzel-Alltag.

In Sachen Menüführung bleibt man recht klassisch, obwohl auch erste Elemente zur Vereinfachung eingebaut wurden. Die Steuerung auf der Weltkarte und durch die diversen Dungeons ist vorbildlich. Ansonsten bleiben bekannte Mankos, dass die Schriften im Menü recht klein gehalten sind und auf Dauer das Lesen anstrengend gestalten. Man gewöhnt sich zwar an diese Tatsache, dennoch ist diese Lösung noch immer suboptimal. Das Kampfsystem verläuft wieder nach dem „Active-Battle“-Prinzip. Sprich, nach jedem Schlag oder Zauber muss eine gewisse Zeit ablaufen, damit man neu fokussieren und loslegen kann.

Nachdem Square Enix mit Final Fantasy III die Messlatte hoch angesetzt hat, haben Sie mit dem IVer noch ein drauf gesetzt. Die liebevoll gestalteten Polygonfiguren versprühen ihren ganz persönlichen Charme und die Videosequenzen sorgen für ihr übriges. Mit diesem Titel kann man so manchen Grafik-Fanatiker zeigen, dass der Nintendo DS doch zu guter 3D-Optik fähig ist. Auch die Umgebungsgrafiken und Waffendesigns können sich sehen lassen. Wenn man betrachtet, was die Entwickler aus der Vorlage gemacht haben, kann man nur sagen: „Hut ab!“

Epische Klänge aus der Feder von Nobuo Uematsu – was will ein Final Fantasy-Fan mehr? Melodische Töne und knackige Sounds versprühen ein ganz besonderes Flair. Dazu kommen noch die Sprachsamples, die teilweise im Storyverlauf genutzt werden. Man fühlt sich als Spieler direkt in die Fantasiewelt versetzt und Retro-Fans schwelgen in Erinnerungen. So muss ein Remake klingen!

Bei Final Fantasy IV hat man es mit einem Abenteuer zutun, das den Spieler lange über 20 Stunden an den Doppelbildschirmer fesselt. Zudem gibt es die üblichen Verdächtigen wie ein Bestarium, eine animierte Liste aller Monster und deren Eigenschaften, zahlreiche Waffen, Gegenstände, Zauber und Co. Extra für die DS-Variante wurden neue Touchscreen-Features eingebaut und neue Spielelemente, die ein weinig vom Üblichen ablenken sollen. Eine nette Idee ist, dass die neu eingebundenen Levelkarten sich erst aufbauen, wenn der Spieler gewisse Areale gesehen hat. Für das vollständige Erkunden von Umgebungen wird man sogar mit netten Items belohnt.

Fazit:
Endlich wieder echte Hausmannskost! Wenn so mancher Retro-Gamer schon versucht hat, eine Aura der Arroganz aufzubauen, um sich vor all den Tiersimulationen á la Hamster, Delfine, Wetterfrösche und Co. zu schützen, erscheint nun ein Lichtblick am RPG-Horizont. „Final Fantasy IV“ ist das, was man von einem Remake erwartet: Man bekommt alte Inhalte auf Hochglanz poliert und wunderschön in Szene gesetzt. Die Story mag zwar ein wenig altbacken und streng linear sein, doch Kenner der Serie, oder diejenigen die es noch werden wollen, können darüber hinweg sehen und bekommen zahlreiche Stunden Spielspaß geboten. Wenn die Entwicklung auf diesem Niveau weiterläuft, können wir nur hoffen, dass sich Square Enix entschließt, auch noch Final Fantasy VI oder sogar Final Fantasy VII auf den DS zu bannen.

Mit der Eis-Lanze im Anschlag bezwingt sie jeden bösen Drachen: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles gut im Griff. Zusätzliche Touchscreen-Features für DS-Feature-Fans. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Old-School-RPG der klassischen Sorte. Liebhaber kommen nicht drum herum.
Grafik

Ein wahrer Augenschmaus.
Sound

Melodische Klänge, die verzaubern.
Spielspaß

Old-School-RPG der klassischen Sorte. Liebhaber kommen nicht drum herum.








Details
Spielname:
Final Fantasy IV

Publisher:
Koch Media

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
05.09.2008 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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