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Chrono Trigger


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Chrono Trigger - Review vom 08.02.2009

Die Legende lebt!
Lange, lange mussten Europäer auf diesen Zeitpunkt warten und nach gut 14 Jahren hat Square Enix sich dazu durchgerungen, das legendäre Rollenspiel „Chrono Trigger“ auch in Europa zu veröffentlichen. Das Meisterwerk ist ursprünglich im Jahre 1995 auf dem Super Nintendo erschienen und war somit einer der letzten 16-Bit-Kracher, die zur SNES-Ära veröffentlicht wurden. Entwickelt wurde „Chrono Trigger“ vom selbsterkorenen Square-Dream-Team bestehend aus Hironobu Sakaguchi, dem Schöpfer der Final Fantasy-Serie, Yuuji Horii dem Designer der Dragon Quest-Saga und Akira Toriyama, dem weltbekannten Zeichner der Dragon Ball-Serie. Den akustischen Feinschliff brachte die Musik des berühmten Komponisten Nobuo Uematsu.

Mit diesen Größen im Schlepptau wurde ein Klassiker geboren und weltweit erlangte „Chrono Trigger“ Spitzenwertungen. 2006 wurde der Titel sogar in einer großangelegten Leserwahl, des Onlinemagazins IGN, zum zweitbesten Spiel aller Zeiten gewählt. Ihr fragt euch was auf Platz 1 landete? Nur der Vollständigkeit halber, es war „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“. Nun wurde das ehemalige Super Nintendo-Spiel mit dem berühmten Pendel-Intro traditionell wiederaufbereitet und auf dem Nintendo DS veröffentlicht. Hat der Zahn der Zeit an diesem Klassiker genagt oder entspringt eine Legende wie ein Phoenix aus der Asche? Wir sind sprichwörtlich für euch durch die Zeit gereist, um dieser Frage auf den Grund zu gehen!

Good morning, Crono!
Die Portierung von „Chrono Trigger“ ist wie ein Dankeschön an die treuen Fans, denn geändert wurde (fast) nichts: Nach wie vor macht man sich als Hauptdarsteller Crono mitsamt wirrer Zackenfrisur und ein paar Freunden auf, die Welt vor dem finsteren Monster Lavos zu retten. Dieses Ungetüm wurde im Jahre 1999 von Magus beschworen und verdammte die Menschheit zu einem Leben in Furcht und Elend.

Davon wissen Chrono und seine Freunde zu Beginn jedoch noch nichts. In ihrem Zeitalter ist alles Friede, Freude, Eierkuchen und man ist gerade bei der wunderschönen 1000 Jahr-Feier zugange, als es passiert: Durch ein fehlgeschlagenes Teleportationsexperiment seiner erfinderischen Freundin Lucca landen Chrono und das junge Mädchen Marle (Eindeutig ein Klon der Hauptdarstellerin aus „Secret of Mana“) in der Vergangenheit – ein Trip mit Folgen, wie sich später herausstellt… Denn wer in der Vergangenheit rumspielt kann auch so einiges in der Zukunft kaputt machen. Das Großmutter-Paradoxon macht den Anfang und schon nimmt die tragische Geschichte ihren Lauf…

Also wird munter das Schwert gewetzt, schließlich gibt es einiges zu metzeln und wieder gut zu machen. Was spielerisch und vor allem optisch auch auf dem GBA möglich gewesen wäre, erfährt auf dem DS ein leichtes Update: Neue Filmsequenzen sowie eine eigene Touchscreen-Steuerung, welche man aber auch geflissentlich übersehen darf. „Chrono Trigger“ wurde ursprünglich für das Zocken mit dem Steuerkreuz konzipiert und spielt sich damit auch deutlich flüssiger. Wer nicht darauf verzichten kann, bitte: Ein Druck auf den Touchscreen, und unser Protagonist läuft in die aufgezeigte Richtung. Sobald man sich potenziellen Gegnern nähert, öffnet sich ein Kampfmenü, in dem sich die Widersacher, denen man eins überbraten möchte, anwählen lassen. Soviel zum Thema "Innovation und Neuerungen". Man hat dem Klassiker noch einige versteckte Gimmicks mit auf den Weg gegeben. So gibt es beispielsweise ein Bestiarium, eine Item-Übersicht, eine kleine Arena in der man ein Monster großziehen und es drahtlos gegen Freunde antreten lassen kann sowie die Möglichkeit die animierten Videos in einer Galerie immer wieder zu bestaunen.

Ansonsten zeigt sich „Chrono Trigger“ als typisches Rollenspiel. Es wird aus der Vogelperspektive gespielt, Gegner tauchen mehr oder minder zufällig auf, die Charakter können Up-Leveln, etliche Gegenstände und Waffen wollen gefunden und zahlreiche Techniken und Zauber erlernt werden. Aller Anfang ist schwer, denn gerade der Schwierigkeitsgrad ist zu Anfang sehr knackig und ohne Heilmittel sollte man sich nicht weit vom schützenden Dorf entfernen, da man sonst früh sein Ableben finden könnte. Zunächst dient das Eröffnungsfestival als kleines Übungsgebiet: Hier wird gekämpft, Items können erspielt und zahlreiche Minispiele absolviert werden. So kann der Spieler sich ein wenig austoben um so den richtigen Start in ein episches Abenteuer zu bekommen. Besonders erfreulich ist dann wenn man ein höheres Level erhält, neue Techniken erlernt und sich immer tiefer in das Abenteuer stürzen kann.

Alles nimmt seinen Lauf…
Was das Spiel gerade ausmacht ist, dass es nicht gänzlich linear abläuft. Wer einmal durch die Tore der Zeit reist, wird diese temporalen Rifts später auch erneut benutzen können, um so Einfluss auf das Geschehen zu haben. Was passiert, wenn man in der Vergangenheit nicht beim Kampf der Menschen gegen die Bestien unterstützend zur Seite steht? Die Monster übernehmen die Macht und bei der Reise zurück in die Gegenwart, sieht nicht mehr alles so aus wie es mal war… So springt man munter durch den Fluss der Zeit und versucht, den gesamten Geschichtsstrang ein wenig glatt zu ziehen, die Welt vor dem Übel zu beschützen und entscheidet dabei selbst, wohin die Reise genau gehen soll. Natürlich gibt es Schlüsselszenen, die nicht umgangen werden können, doch nur um ein wenig die Vielfalt des Titels zu demonstrieren: „Chrono Trigger“ verfügt über insgesamt 12 unterschiedliche Endsequenzen im Original und mit der DS-Version ist eine dreizehnte hinzugekommen. Dazu kommen weitere DS-exklusive Dungeons, die nur darauf warten, erkundet zu werden. Somit bekommt selbst der eingefleischte Fan seine Extraportion Chrono auf sein geliebtes Trigger.

Steuerung:
Wie bereits erwähnt kann der Spieler selbst entscheiden, ob er mit dem Touch-Pen rumhantiert oder doch lieber das Steuerkreuz bevorzugt. Insgesamt gibt es zahlreiche Einstellungen, die im Menü vorgenommen werden können. So kann man die klassische Darstellungsversion nutzen, mit den Retro-behafteten Menüs, oder eine für den DS angepasste Version präferieren. Die Menüstruktur an sich ist leicht verständlich und egal ob mit Stylus oder D-Pad ist die Navigation ein Kinderspiel. Autofunktionen zur Sortierung von Gegenständen erleichtern das Spielgeschehen.

Auch das Kampfmenü ist schnell durchschaut. Während man zu Beginn des Spiels nicht viele Möglichkeiten hat, wird man im späteren Verlauf und mit weiteren Charakteren zahlreiche Angriffscombos durchführen können. So kombiniert man beispielsweise einen Feuerzauber mit einer mächtigen Schwertattacke und greift sogar mehrere Gegner zugleich an. Selbst unterschiedliche Zauber können kombiniert werden: Feuer & Eis zum Beispiel ergeben zusammen eine tödliche Mischung.

Grafik:
In Sachen Optik merkt man, dass Väterchen Zeit seine Finger im Spiel hatte. Wenn Square Enix gewollt hätte, so hätten sie „Chrono Trigger“ in dieser Form auch auf dem Game Boy Advance veröffentlichen können. Optisch hat man seit 1995 nichts geändert, außer der Tatsache, dass man die vom Playstation-Remake bekannten Videosequenzen auch für die DS-Version genutzt hat. 3D-Grafikfetischisten werden nicht auf ihre Kosten kommen, doch dieses Spiel ist Nostalgie pur und ein optisches Meisterwerk seiner Zeit. Zahlreiche kleine Details in den Animationen sorgen für den einzigartigen Flair und machen „Chrono Trigger“ zu einem unvergesslichem Erlebnis.

Sound:
Nobuo Uematsu in Reinkultur. Dieser berühmte japanische Komponist hat die Musik für zahlreiche Klassiker komponiert und einige Ohrwürmer ins Leben gerufen. Dies ist auch bei „Chrono Trigger“ der Fall und beim Spielen ertappt man sich des Öfteren beim ausschweifenden Mitsummen. Ansonsten bekommt man die typischen Geräusche eines 16-Bit-Klassikers geboten: Die bekannten Pieps und Summtöne der 90er.

Features:
Ein episches, langanhaltendes und teils non-lineares Abenteuer erwartet den Spieler. Zahlreiche Elemente aus bekannten Spielen wurden in „Chrono Trigger“ vereint und selbst eine Mini-Portion „F-Zero“ bekommt der geneigte Zeiten-Spieler geboten. Ansonsten gibt es ein Bestiarium, eine Item-Übersicht, eine Artwork- und Video-Galerie sowie ein kleines Aufzuchtmonster. Letzteres kann man auch im vernachlässigbaren Multiplayermodus gegen andere Spieler in den Kampf schicken. Möge das fiesere Taschenmonster gewinnen! Schade ist, dass man auf eine lokalisierte Fassung des Spiels verzichtet hat. Zwar haben die Dialoge in englischer Sprache mittlerweile Kultstatus, dennoch hätte eine Übersetzung dafür gesorgt, dass noch mehr Spieler in den Genuss des Titels gekommen wären.

Fazit:
Die Zeit hinterlässt so manche Spuren, doch was „Chrono Trigger“ anbelangt haben wir es mit einem unvergänglichen Klassiker zu tun. Das 16-Bit-Meisterwerk von damals braucht sich selbst vor dem Vergleich mit heutigen Games in Sachen Story, Tiefe und Spielspaß nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Manches Spiel der heutigen Zeit könnte sich von diesem Vorbild eine Scheibe abschneiden. Wer sich selbst als Fan von Action Adventures und Rollenspielen sieht und „Chrono Trigger“ noch nicht gespielt hat, wird um dieses Spiel nicht herumkommen. Und Retro-Fans brauche ich an dieser Stelle gar nichts mehr zu sagen…. Außer: „Zugreifen!“

Kramt ihre alte SNES-Konsole vom Speicher hervor: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
91%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Egal ob Touchscreen oder D-Pad, der Spieler hat die Wahl. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
So weit es geht, wurden die DS-Features für den Klassiker umgesetzt.
Grafik

Mit Liebe zum Detail: 16-Bit-Kunst auf höchstem Niveau.
Sound

Vorsicht, Ohrwurmgefahr!
Spielspaß

Ein unverwechselbares und episches Abenteuer der Spitzenklasse.








Details
Spielname:
Chrono Trigger

Publisher:
Koch Media

Developer:
Square Enix

Genre:
Rollenspiel

Release:
06.02.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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