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Space Invaders Extreme


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Space Invaders Extreme - Review vom 14.08.2008

Es gibt Legenden, die sterben nie aus. Eine davon ist das grandiose und einfach nicht tot zu kriegende „Space Invaders“, welches mittlerweile seinen 30. Geburtstag feiert. Designer und Entwickler des Spiels, welches Millionen Menschen in Form eines Automatenspiels weltweit um ihr Kleingeld brachte, ist der Japaner Toshihiro Nishikado, der damals im Auftrag von Taito agierte. Als ursprünglicher Name für den Shooter war übrigens etwas ganz anderes geplant, da die lieblichen Pixel-Aliens ursprünglich Soldaten darstellen sollten. Da man das Erschießen von (virtuellen) Menschen dann jedoch doch nicht promoten wollte, änderten sich die Feindbilder kurzerhand in schleimige Aliens. Knapp zwei Jahre nach seinem Japan-Release lizenzierte Midway das Spiel 1980 für eine Veröffentlichung in den USA. Bereits knapp 20 Jahre nach seinem Erscheinen hatte es -dank plattformübergreifender Releases- laut Taito bereits über 500 Millionen Dollar eingebracht. Die „Space Invaders“-Welle nahm allerdings auch recht schräge, kriminelle Auswüchse an: So wurde ein Mädchen dabei erwischt, wie sie ihren Eltern 5000 US Dollar stahl und eine Jugendgang Lebensmittelgeschäfte ausraubte, nur um ein paar Münzen zum Zocken der Automatenversion zu sammeln. Ob das heute ähnlich „extreme“ Folgen hat, ein derartiges Spiel einzulegen? Mit der Neuauflage „Space Invaders Extreme“ und dem dazugehörigen Testbericht finden wir’s heraus!

Stirb langsam, du... Pixelhaufen!
Beinahe jeder Gamer hat wahrscheinlich zumindest einmal in seinem Leben das klassiche „Space Invaders“ gespielt, beziehungsweise einen der zahlreichen Klone, die nicht nur auf Konsolen sondern auch verstreut in den Weiten des Internets lungern. Für diejenigen, die die letzten 30 Jahre offensichtlich in einem Erdloch, fern aller Zivilisation gehaust haben, sei das simple aber einnehmende Spielprinzip kurz erklärt: Ihr bewegt euer Raumschiff auf dem untersten Bildschirmrand von links nach rechts, um die sich unaufhaltsam nähernden Aliens abzuballern.

In „Space Invaders Extreme“ setzen die außerirdischen Nimmersatte erneut zu einer erobernden Invasion an - doch nur über eure Schiffsleiche! Mit Elan lehrt man den fiesen Aliens stilvoll das Fürchten. Doch die Besucher aus den weiten des Alls lassen sich natürlich nicht fröhlich abschießen, sondern setzen gekonnt zur Gegenwehr an und feuern -je nach Art- aus allen Rohren oder jagen sich kurz vor ihrem Ableben selbst in die Luft und reißen dabei alles in ihrem näheren Umfeld mit ins Verderben, oder stürzen mit bedrohlichem Speed geradewegs auf euch zu. Apropos Speed: Die actionreiche aber auch taktisch angehauchte Ballerorgie hat im Vergleich zum Urgestein einiges an Tempo zugelegt. Auch wenn das Spielprinzip auf den ersten Blick recht profan anmutet: Seid gewiss, dass es in den letzten 30 Jahren nichts von seinem Charme und seinem aberwitzigen Suchtpotenzial verloren hat. Gut trainierte Gamer werden den Einzelspielerpart jedoch locker in einem Nachmittag durchzocken, Newcomer hingegen werden voraussichtlich etwas länger zu knabbern haben. Natürlich stellt sich die Frage, ob das kontinuierliche Button-Mashing nicht irgendwann ermüdend wird - klar, aber Taito hätte kaum etwas besser machen können, um gleichzeitig dem Klassiker treu zu bleiben und das naturgemäßg sich wiederholende Gameplay beizubehalten.

Smarte Upgrades statt ödem Remake-Brei
Neben neuen, effektvollen Waffen mittels derer ihr ordentlich unter dem Alienmob aufräumt, erwarten einen mehrere kleine Minispiele, welche durch das Abschießen blinkender UFOs aktiviert werden. Besagte Extrawaffen reißt man sich durch das Abballern vier gleichfarbiger Aliens in einer Reihe unter den Nagel. Der Genuss zusätzlicher Feuerkraft ist allerdings nur von begrenzter Dauer. Plättet man gleich im Anschluss vier weitere Aliens -wieder mit gleicher Farbgebung- erscheint eins der erwähnten UFOs, dessen Abschuss das aktuelle Level kurz für eine Bonusrunde unterbricht. Je nach Farbgebung des außerirdischen Flugobjekts werden andere Minispiele eingeläutet - das gelbe UFO löst beispielsweise eine Art Roulette aus, in dem neben zusätzlichen Leben auch zusätzliche Punkte eingeheimst werden können. In anderen Minispielen gilt es ein bestimmtes Ziel zu erreichen, wie beispielsweise das Zerstören mehrerer Formationen in einer begrenzten Zeitspanne. Erreicht man dieses Zwischenziel, wird die folgende Runde im so genannten „Fiebermodus“ weitergeführt. Dies hat zum einen zur Folge, dass die Power eurer Kanone zusätzlich erhöht, und zum Ende der Fieberzeit für alle in dieser Zeitspanne abgeschossenen Aliens ein „Fieberbonus“ erteilt wird.

Wer längere Zeit ohne Extrawaffen wie Bomben, Laser oder Salven auf die Invasoren feuert, sieht sich bald einer unbezwingbaren Übermacht ausgesetzt. Denn die fiesen Aliens verlangen euch dank zahlreicher Typen einiges an Konzentration und strategischem Denken ab: Während normale Invasoren schnell in die ewigen Jagdgründe geschickt werden, besitzen Gerüstete einen schützenden Panzer, für dessen Zerstörung es mehrerer Schüsse bedarf. Ebenfalls tricky sind die Roller, welche durch das Rollen auf die Seite nur eine sehr geringe Angriffsfläche bieten und besonders in späteren Levels (wenn die Fortbewegungsgeschwindigkeit der Aliens deutlich zunimmt) eine harte Nuss ist.

Steuerung:
Unkomplizierter geht’s nimmer. Die Steuerung ist, in Anlehnung an das Original, dead-simple: Mittels Digipad navigiert ihr euer Schiff von links nach rechts, während die A- und B-Taste zum Feuern dienen. Der Stylus ist im Wesentlichen nutzlos - zwar lassen sich die Menüs damit navigieren, komfortabler geht es jedoch mit dem Steuerkreuz. Prinzipiell klappt das Abballern der Alien-Invasionshorden problemlos und äußerst komfortabel. Einziger Wunsch der gebeutelten Daumen: Eine Dauerfeuerfunktion hätte das ausgezeichnete Steuerungs-Paket perfektioniert. Zudem wird das Nintendo DS Rumble Pack unterstützt - dieses ist im Original zwar nicht ohne weiteres erhältlich, kann aber direkt bei Nintendo für acht Euro (zuzüglich drei Euro Versand) bestellt werden. Ein geniales Feature, das bisher leider Japan-only ist: Taito entwickelte einen kleinen Steuerungsknüppel-Aufsatz (ähnlich einem Mini- Joystick), mit dem das „Space Invader“-Feeling noch einen ganzen Tick besser rüberkommt.

Grafik:
Optisch bleibt „Space Invaders Extreme“ seinen Wurzeln weitgehend treu: Die Alienarmee bemüht sich um einen möglichst pixeligen Retro-Look, wenngleich auch die Kanten nun wesentlich abgerundeter sind, als in den guten alten Atari-Zeiten. Die teils psychedelischen Hintergründe erschweren allerdings streckenweise eure Aufräumarbeiten. Glücklicherweise lässt sich die Farborgie abstellen - einen pechschwarzen Hintergrund wie in den Ur-Versionen gibt es allerdings nicht. Während des regulären Spiels teilt ihr euch lediglich den Touchscreen mit den fiesen Invasoren - der obere Bildschirm hingegen dient ausschließlich zur Darstellung von Highscores. In bestimmten Minispielen allerdings wird das Spielfeld auf beide Screens ausgeweitet - ein Feature, das auch für den regulären Modus wünschenswert gewesen wäre. Denn wer hat bei all der Action schon Zeit, die aktuelle Punkte-Aufschlüsselung zu studieren?

Sound:
Getreu dem Spielprinzip geht’s auch beim Sound actionreich zur Sache: Statt seichter Melodien hagelt es peppige Techno-Fetzen, untermalt mit dem charmanten Sound von Explosionen und Kanonenfeuer. Der frische Soundtrack ist eine der genialsten Neuerungen bei diesem Remake und passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge. Zudem sind die Tracks angenehm abwechslungsreich und spornen mit ihrem Beat ordentlich zur Alien-Schnetzelei an, denn eure Schüsse werden nicht als eintöniges Geballer wiedergegeben, sondern als instrumentale Beats, welche sich ausgezeichnet in die Hintergrundmusik einfügen.

Multiplayer:
Der Multiplayer-Modus ist fast noch grandioser als die fesselnden Einzelspieler-Partien, was nicht zuletzt an der ausgezeichneten Ausstattung liegt: Neben einem Drahtlosspiel mit sowohl Einzel-, als auch Multikarten-Support wird ein umfangreicher WiFi-Modus geboten, mittels dessen man weltweit gegen andere Spieler antritt, eigene Highscore-Daten auf die Weltrangliste überträgt und besagtes Ranking anschließend in aller Ruhe begutachten kann. Ein zusätzlicher Menüpunkt namens „Übung” simuliert einen Zweispieler-Wettstreit, ohne dass eine tatsächliche Verbindung besteht. Im Zweikampf gegen Freunde und Unbekannte könnt ihr deren Züge genau auf dem oberen Bildschirm verfolgen und gelegentlich auch mal ein paar zusätzliche Aliens vorbeischicken.

Fazit:
Wenngleich es sich bei „Space Invaders Extreme“ schätzungsweise um das zehntausendste Remake des Automaten-Klassikers handelt, schaffte man es mit seinem enormen Suchtpotenzial (ähnlich wie beim Alltime-Hit „Tetris“), Spieler sofort in seinen verführerischen Bann zu ziehen. Taito verleiht dem Urgestein nicht nur einen frischen Look, sondern peppt es mit frischen Techno-Klängen und einem motivierenden Punktesystem auf. Die Mehrspieler-Implementierung ist vorbildlich - insbesondere die Weltrangliste und die Möglichkeit des Einzelkartenspiels verdienen ein Lob. Finanzieller Wermutstropfen: In den USA kostet das Spiel schlappe 20 Dollar (13,30 Euro), während man hierzulande im Durchschnitt 30 Euro blechen darf. Ein Fakt, den wir in unserer Wertung mit berücksichtigt haben. Hinzu kommt die relativ kurze Spielzeit, welche angesichts des (in Deutschland) recht hohen Preises für etwas Zähneknirschen sorgt.


Kühlt ihre glühenden Daumen mit Eiskompressen: Franzisca Mannan [AbdSabour] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
85%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ein Button-Masher der Extraklasse. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Touchpen und andere DS-Features werden geflissentlich ignoriert – kein Problem, denn eine zwanghafte TS-Steuerung hätte dem Klassiker sicher nicht gut getan.
Grafik

Der Sprite-2D-Look und die fetzigen Hintergründe und Explosionen sorgen für Retro-Flair.
Sound

Die Techno-Klänge werden mit klangvollen Explosionen aufgepeppt.
Spielspaß

Kampferprobtes Gameplay, das auch nach 30 Jahren nichts von seinem Charme verloren hat und für fesselnden Spielspaß sorgt.








Details
Spielname:
Space Invaders Extreme

Publisher:
SquareEnix

Developer:
Taito

Genre:
Shoot em Up

Release:
08.20.0207

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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