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Rhythm Paradise


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Rhythm Paradise - Review vom 21.10.2009

Habt ihr eigentlich auch schon von der Studie gehört, die besagt, dass es die meisten Kinder aufgrund mangelnder Bewegung und zu viel Fernseh- und Computerkonsum nicht mehr schaffen, zu einer gegenüberliegenden Wand zu rennen und an dieser abzuschlagen, ohne davor zu bremsen? Das heißt, sie knallen mit voller Wucht dagegen, weil sie es nicht gelernt haben, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren… Erschreckend, aber wahr - mag man den heutigen Ärzten und Sportlehrern glauben, die dieses Phänomen immer häufiger beobachten.

Selbst in anderen Bereichen des Lebens lassen sich klare Einschränkungen in der psychischen Entwicklung eines Kindes feststellen, wenn dieses durch mangelndes Interesse unzureichend gefördert wird. So kann sich fehlender Gesang in der Kindheit negativ auf die musikalische Entwicklung und damit auf das Rhythmusgefühl auswirken. Während das Sportsyndrom jedoch nur durch häufiges „an die frische Luft gehen“ kompensiert werden kann (Anmerkung der Redaktion: Liebe Kinder, tut das auch!), möchte Nintendo mit ihrem neuen Titel „Rhythm Paradise“ vor allem das Rhythmusgefühl eines jeden Einzelnen steigern. Ob das wirklich klappen kann? Wir haben es herausgefunden und uns in der letzten Zeit intensiv mit UNSEREN musikalischen Fähigkeiten beschäftigt.

Am Anfang war der Rhythmus…
…und dann kam die Musik. Im Gegensatz dazu steht „Rhythm Paradise“, denn hier müsst ihr zur bereits vorhandenen Musik den Rhythmus angeben. Oder besser gesagt: Ihr müsst herausfinden, was der richtige Beat ist, denn nur so könnt ihr mit Bravour die Minispiele meistern und im Spiel voranschreiten. Zur Erklärung:

Wie bei „Hotel Dusk“ oder „Dr. Kawashimas Gehirnjogging“ nimmt man den DS senkrecht in die Hand, wobei natürlich sowohl für die Bedürfnisse der Links- als auch Rechtshänder gesorgt wurde. Aus den Lautsprechern des DS schallt Musik und im passenden Takt gilt es, immer eine bestimmte Aufgabe zu erledigen. Ein paar Beispiele sollen folgen.

Eines der Minispiele dreht sich komplett um einen kleinen Roboter, welchen man mit Öl füllen muss. Dabei sieht man auf dem oberen Bildschirm, wie auf einem Laufband niedlich gestaltete Maschinen angefahren kommen. Im richtigen Moment gilt es nun, durch Drücken des Touchscreens seinen Kanister voll mit Öl zu füllen - man steuert nämlich eine Art Tube in der Mitte des Bildschirms. Tippt man zu spät mit dem Stylus auf den Bildschirm, hat man den Roboter verpasst und schneidet im Gesamtergebnis dementsprechend schlechter ab. Sollte man den kleinen Stahlmenschen jedoch erwischt haben, ist es nun an dem Spieler gelegen, den Touchscreen solange gedrückt zu halten, bis die Maschine bis zum Rand voll mit Öl ist. Lässt man vorher los, bekommt man keine Punkte; das gleiche gilt, wenn das Öl bereits überläuft. Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um den Stylus vom Touchscreen zu nehmen, sagt einem die Musik und eine kleine Animation auf dem oberen Bildschirm - durchaus kein leichtes Unterfangen.

Bei einem anderen Minigame befindet man sich in einer Art Chor. Man steht als letzter von drei kleinen Strichmännchen in der Reihe und muss immer genau dann seinen Mund zum Singen aufreißen, wenn seine Mitglieder dies ebenfalls tun. Um ruhig zu sein, muss man hierbei seinen Touchscreen gedrückt halten; erst wenn sein Protagonist die liebliche Melodie trällern soll, wird der Stylus nach oben genommen. Tut man dies im falschen Rhythmus oder gar im falschen Moment, so kriegt man als Strafe einen bösen Blick seiner Teamkollegen zugeworfen - und nebenbei natürlich auch keine Punkte.

Zu guter Letzt ein anderes Beispiel aus einem dritten Minispiel, in welchem man sich handwerklich betätigen muss. Hier seid ihr damit beauftragt, vorbeifahrende Gegenstände (einer kommt von links, der andere von rechts) richtig zu verbinden. Dies erledigt man ganz einfach mit einer Art Zwille, in welcher ein langer Stab eingespannt ist, denn jedes Objekt hat in der Mitte ein riesiges Loch. Im richtigen Moment, wenn beide Gegenstände genau aufeinander liegen, muss unser Geschütz losgelassen werden. Im Idealfall ist die Mission dann erledigt und ihr habt reichlich Punkte gesammelt. Natürlich spielt auch hier die Musik eine entscheidende Rolle, da man ebenfalls am Rhythmus erkennen kann, wann genau man den Stab losschießen muss. Auf dem Touchscreen muss man dabei einfach möglichst schnell einen riesigen Strich über die gesamte Fläche des Bildschirms zeichnen - hier heißt es dann: Wer Schutzfolien besitzt, ist bei diesem Spiel ganz klar im Vorteil.

Das Grundprinzip sollte nun verstanden sein. Von solchen Rhythmusspielchen befinden sich über 50 auf dem DS-Modul und bieten damit ziemlich lange Unterhaltung. Man darf sich jedoch nicht vorstellen, dass man bereits alle zu Beginn ausprobieren kann. Vielmehr ist es dem Können des Spielers abverlangt, wie viele Minispiele er selbst freischalten kann. Denn nur, wenn man die vorherigen Rhythmusspiele mit Bravour gemeistert hat, werden einem neue Varianten zur Verfügung gestellt. Das ganze Unterfangen hört sich dabei nicht nur schwierig an, es ist es auch, sobald man die ersten Level hinter sich gelassen hat. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Minispiele steigt nämlich kontinuierlich.

Steuerung:
Wie man es sich vielleicht vorstellen konnte, wird „Rhythm Paradise“ komplett über den Touchscreen gesteuert. Den DS hält man dabei in guter, alter „Dr. Kawashima“-Manier senkrecht in der Hand und hat damit den Überblick und die Bewegungsfreiheit, welche man für ein solches Rhythmusspiel braucht. An einigen Stellen ist es empfehlenswert, touchscreenschonende Schutzhüllen auf seinem DS zu tragen, da manche Minispiele viel von eurem Touchpad abverlangen. Alles in allem macht das Gameplay jedoch keine Probleme.

Grafik:
Weniger ist manchmal mehr. Es ist immer wieder erstaunlich, mit wie wenig Entwicklungskosten Nintendo es doch immer wieder schafft, einen potentiellen Kassenschlager auf den Markt zu werfen. Vor allem, wenn man ihn noch für die breite Casualgemeinschaft entwickelt. So präsentiert sich „Rhythm Paradise“ als sehr simpel gestaltetes Spiel, übersichtlich und mit wenig Raffinessen, was den Detailreichtum anbelangt. Muss an dieser Stelle aber natürlich auch nicht sein, es handelt sich ja um ein Rhythmusspiel und darin geht es um die Musik, nicht um die Grafik.

Sound:
Es ist das A und O eines Musikspieles, egal ob es sich primär um Rhythmus dreht oder nicht. Wenn die musikalische Untermalung nicht stimmt, ist das Spiel automatisch auch nichts wert. Zum Glück hat Nintendo an dieser Stelle nichts falsch gemacht und dem geneigten Spieler eine gesunde Kost aus den verschiedensten Musikgenres präsentiert. Besonders lobenswert ist die Tatsache, dass an manchen Stellen des Spieles sogar ein deutschsprechender Dirigent auf die Bühne tritt. Sehr schön!

Fazit:
„Rhythm Paradise“ offenbart sich wieder als reiner „Touch-Generations“-Titel, welcher hauptsächlich an Gelegenheitsspieler gerichtet ist, für ein kurzes „Oh, ist das lustig.“-Gefühl sorgt und danach wahrscheinlich nicht mehr allzu oft aus dem Regal geholt wird. Charakteristisch für das Spiel sind wie für viele Touch Generations-Titel die typischen, sehr einfach gehaltenen Grafiken, die kurzen Minispiele sowie die gesamte Struktur des Titels. Augentraining, Vital Coach und Gehirnjogging lassen grüßen - auch wenn es hier um Rhythmus geht, so sind gewisse Gemeinsamkeiten im Aufbau unverkennbar. Wer nun also neben seinem Gehirn, seinen Augen oder seinen Sprachkenntnissen auch seinen Rhythmus auf Vordermann bringen möchte, darf dies ab jetzt auch gerne virtuell tun. Natürlich auf dem Nintendo DS. Lustig ist das Konzept allemal - aber eben nichts Weltbewegendes.

Spürt den Rhythmus im Blut: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Geht leicht von der Hand. Aber Achtung: Schutzfolien sind Pflicht. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Rhythmusspiele sind auf dem DS nichts Neues mehr.
Grafik

Zweckmäßig, doch so verliert man den wahren Kern des Spieles nicht aus den Augen: die Musik.
Sound

Bietet für jeden Musikliebhaber etwas. Muss auch so sein: Soll ja jeden Geschmack zum Rhythmuslernen animieren.
Spielspaß

Kurzzeitig amüsant und fordernd.








Details
Spielname:
Rhythm Paradise

Publisher:
Nintendo

Developer:
TNX

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
30.04.2009 (erschienen)

Multiplayer:
nicht vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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