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Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf


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Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf - Review vom 23.11.2008

Ein Testament, eine mysteriöse Stadt und ein sagenumwobener Schatz: Keiner weiß, was sich hinter dem „Goldenen Apfel“ versteckt - ist es vielleicht ein wertvolles Überbleibsel der Antike oder doch eher ein riesiger Edelstein?

Nach dem Ableben von Lord Reinhold sorgte sein Abschiedsbrief für viel Aufruhr: Dieser setzte sein gesamtes Vermögen dafür ein, um ein Objekt namens „Goldener Apfel“ in der Stadt St. Mystere zu verstecken. Alles, was er seiner Nachwelt hinterließ, waren spärliche gesäte und verzwickt formulierte Hinweise zum Fund des Schatzes. Tausende Männer versuchten bereits, hinter dieses Geheimnis zu kommen, doch alle, die sich auf den Weg nach der unbekannten Kostbarkeit machten, kamen mit leeren Händen zurück.

Gibt es überhaupt jemanden, der solch einer geistigen Herausforderung gewachsen ist? Szenenwechsel: Professor Layton ist seines Zeichens Detektiv, sein Kombinationsvermögen bereits auf der ganzen Welt bekannt. Dieser ihm vorauseilende Ruf reicht derart weit, dass sogar im kleinen Städtchen St. Mystere von ihm gesprochen wurde, in dem die Verwitwete von Lord Reinhold immer noch vergebens nach der Lösung seines Rätsels sucht. In der Hoffnung, der Professor könne ihr helfen, kontaktierte die Dame ihn – Und siehe da, Layton begibt sich sogleich mit seinem Assistenten Luke auf die Fahrt zur mysteriösen Stadt. Doch nicht nur aus purer Hilfsbereitschaft tritt er den Weg ins Ungewisse an; er wittert mehr bei dieser Schatzsuche, als nur ein einfaches Überbleibsel des Familienerbes…

„Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“, das lang erwartete und doch immer wieder verpasste Knobelspiel schaffte es letztendlich nach Europa, und interessiert Spieler verschiedener Altersklassen mit dieser schönen Rahmenhandlung. Nach dem Release ließen wir uns es deshalb natürlich nicht nehmen, selber zu Lupe, Stylus und Notizzettel zu greifen, um nach einer Lösung dieses verzwickten Falles zu forschen... Wie sich der Weg zur Lösung anfühlte und welche markanten Erlebnisse uns währenddessen in Erinnerung geblieben sind, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Eine meiner leichtesten detektivischen Übungen!
Wie man unschwer vermuten könnte, schlüpft man als Spieler in die Rolle der beiden Rätselmeister Layton und Luke und bestreitet mit ihnen das Abenteuer rund um den verschwundenen Schatz. Natürlich ist klar, dass euch eure Reise dabei an viele Nebenschauplätze führt und etliche Geheimnisse -wie zum Beispiel jenes über die Vergangenheit der Gräfin- gelüftet werden müssen.

Im Vorfeld wurde bereits bekannt gegeben, dass es sich bei diesem Titel um einen Mix aus Fantasy-Adventure und Puzzlespiel handelt, welches den meisten Personen zunächst etwas ungewöhnlich anmuten mag. Doch es darf Entwarnung gegeben werden: Die Umsetzung des Genre-Mischmaschs wirkt keinesfalls unprofessionell oder unausgeglichen. Ganz im Gegenteil, die einzelnen Rätsel gliedern sich perfekt in das Spielgeschehen ein und stellen eine Bereicherung des gesamten Spielverlaufs dar. Rätsel gibt es an jeder beliebigen Ecke in St. Mystere: Entweder ereilen sie euch nach einem Gespräch mit Bewohnern der Stadt, oder ihr findet sie im Laufe des Spiels durch Interagieren mit kleineren Gegenständen, die euch überall auf eurer Reise begegnen. In dem ersten Ableger von Professor Layton kann man adventure-typisch seine Umgebung nach Ungereimtheiten absuchen und entsprechende Kommentare über Bücherregale, Portraits oder Gullydeckel vom Professor und Luke erhalten.

Ein Beispiel für ein Rätsel begegnet einem dabei schon am Beginn des Abenteuers und wir möchten bewusst jenes aufgreifen, um nicht schon zu viel von der späteren Knobelei vorwegzunehmen. Man befindet sich hierbei in einem fahrenden Auto auf dem Weg zum geheimnisvollen Dorf St. Mystere - eure Aufgabe ist es, den Professor zur richtigen Ortschaft zu manövrieren. Die beiden Detektive besitzen eine zugeschickte Landkarte der verwitweten Dame, auf welcher man den Standort von St. Mystere genau ablesen kann, wenn man den zuvor gegebenen Hinweis der Lady richtig zu nutzen vermag. So lautete dieser sinngemäß „Der Ort steht in keiner Weise in Verbindung mit seinen Nachbarstädten.“ - durch cleveres Kombinieren hat man das richtige Dorf schon bald gefunden.

Zugegebenermaßen handelt es sich zwar hierbei um ein sehr einfaches Rätsel, jedoch steigt der Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Spiels und der insgesamt neun vorhandenen Kapitel immer weiter an und führt das ein oder andere Mal zu rauchenden Köpfen; ob man nun den passenden Hebel für die Brücke am Eingang der Stadt sucht, die lügende Person unter 5 Aussagenden finden, oder optischen Illusionen aus dem Weg gehen muss, die einem zum Beispiel bei einem Huträtsel das Leben schwer machen - an Rätseln mangelt es dem Titel nicht und es ist immer wieder eine Herausforderung, ein neues Denkspiel zu lösen. Über 130 Rätsel werden einem dabei allein schon auf dem DS-Modul spendiert, und wöchentlich kann man sich neue Aufgaben über die Nintendo WFC herunterladen - ein wirklich gelungenes Feature.

Nach dem Lösen eines Puzzles bekommt der Spieler so genannte „Picarats“ zugeteilt, eine Art von Münzen. Man erfährt immer im Vorfeld, wie viele Picarats ein Rätsel wert ist. Dabei gilt die einfache Faustregel: Je mehr Münzen man erhält, umso schwieriger ist das eigentliche Rätsel. Sollte man zuerst eine falsche Antwort auf ein gestelltes Puzzle nennen, so sinkt die Anzahl an versprochenen Picarats. Wofür diese Münzen jedoch benötigt werden, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten, da es zugegebenermaßen genau diese Kleinigkeiten sind, die den Charme des Spiels noch unterstreichen und an den DS fesseln.

Ein weiteres Extra im Spiel sind die Hinweismünzen, welche man beim Lösen eines Rätsels bis zu dreimal einlösen kann, um eine Hilfestellung zur Lösung des Rätsels zu erhalten. Auch hier gilt: mehr eingelöste Münzen, genauere Hinweise. Zu finden sind diese Artefakte überall in St. Mystere: in Fässern, in Blumensträußen oder in Schubladen von Schreibtischen. Frustmomenten beim Lösen eines Rätsels sind also vorgebeugt worden. Jedoch ist es nicht so, dass man bei jeder Aufgabe den Vorrat an Hinweisen ausschöpfen kann, denn Hinweismünzen sind nur in begrenzter Anzahl vorhanden - deshalb sollte man sie stets auch mit Bedacht benutzen.

Steuerung:
Mit seiner Umwelt zu interagieren und sich im Spiel fortzubewegen, funktioniert genretypisch mit Touchscreen und Stylus. Möchte man sich bewegen, so muss man lediglich das Schuhsymbol am linken unteren Bildschirmrand berühren. Danach erscheinen Pfeile jeweils am oberen, unteren, rechten und linken Bildschirmrand, durch welche ihr euch nach dem Anklicken zum nächsten Standort bewegen kann. Mit Personen kann man mittels eines einfachen Klicks auf den Touchscreen reden, welche einem das ein oder andere Geheimnis über die Stadt anvertrauen und auch die Umwelt kann durch Anklicken diverser Gegenstände unter die Lupe genommen werden - alles kein Problem.

Ein weiterer anklickbarer Button ist das Taschensymbol am oberen Rand des Touchscreens. Betätigt man diesen, gelangt man in eine Art Menü, in dem insgesamt acht vorhandene Unterpunkte anwählbar sind, wobei sich vier von diesen erst im Laufe des Abenteuers freispielen lassen. Das bereits zu Beginn in der Tasche vorhandene Tagebuch zeichnet auf, was ihr bereits in St. Mystere erlebt hat. Dies eignet sich besonders gut für den Fall, wenn man eine längere Spielpause einlegen und die Story nach dieser Revue passieren möchte. Auch die Speicheroption befindet sich in der virtuellen Tasche - bis zu drei Spielstände können auf eurem DS-Modul gespeichert werden. Des Weiteren existieren sowohl der Rätselindex, welcher alle bereits gelösten Rätsel aufzeichnet, und der Menüpunkt „Geheimnisse“, der Ungereimtheiten in der Stadt offenbart, die es später zu lösen gilt, bereits zu Beginn des Spieles in dem Menü.

Besonderes Gimmick sind jedoch die Unterpunkte „Bauteile“, „Pension“ und „Gemälde“. Hier können ein virtueller Hund nachgebastelt werden, die Zimmer von Layton und Luke eingerichtet und ein gerahmtes Bild zusammengefügt werden, um weitere Extras im Spiel freizuschalten. Nach fast jedem gelösten Rätsel erhält man ein Bauteil, ein Mobiliar oder ein Gemäldestück.

Sound:
Besonders positiv während unserer Testzeit fiel vor allem die grafische und musikalische Untermalung auf. Wir hatten bereits erwähnt, dass „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ über eine Sprachausgabe verfügt, auch wenn diese nicht im gesamten Spiel zum Einsatz kommt. Die ebenfalls enthaltene Musik wirkt sehr beruhigend und verträumt - sie vermag auf jeden Fall das richtige Flair des Titels rüberzubringen und unterstreicht seinen Gesamtstil nahezu perfekt.

Grafik:
Auch die gezeichneten Hintergründe und Charaktere sehen sehr liebevoll und detailreich aus. Der verwendete Stil wirkt zur Abwechslung mal sehr europäisch und erinnert ein wenig an alte Tage. Kurze Videosequenzen geben einem zudem wirklich das Gefühl, man würde sich in einer Art Film befinden - auch sie runden das rätsellastige Spielerlebnis positiv ab. Für uns gibt es an dieser Stelle nichts zu meckern.

Fazit:
Es sind vor allem die Kleinigkeiten, die „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ zu einem so atemberaubenden Spiel gemacht haben, wie es sich viele erhofften. Durch den unverwechselbaren Stil vermittelt man eine unglaublich ansprechende Atmosphäre und glänzt mit einer herausragenden musikalischen und grafischen Untermalung. Auch der Mix aus Adventure- und Puzzleanteilen wirkt sehr gelungen und keinesfalls aufgesetzt. Die einzelnen Rätsel gliedern sich perfekt in das Spielgeschehen ein und vermitteln dem Spieler den Eindruck, dadurch noch mehr in die Geschichte eintauchen zu können. Natürlich: Die Rätselkost an sich hätte man auch wieder als reines Casual-Game verkaufen können und wäre somit für Vielspieler weniger ansprechend gewesen. Durch die Synthese von einer stimmungsvollen Story und passenden Rätseleinlagen kann dieser Titel nun jedoch für beide Spielersparten uneingeschränkt empfohlen werden. Wir sagen nur: kaufen, kaufen, kaufen!

Freut sich schon auf die kommenden Fortsetzungen: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
90%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Gute Schrifterkennung und keine Tücken bei der Spielsteuerung. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Gute Touchscreennutzung und vollkommen anderes Spielkonzept verbindet die Casual- und Hardcoresektion - bravo!
Grafik

Liebevoll, detailreich, 2D-Grafik: Wir finden es klasse.
Sound

Hat seinen ganz eigenen Flair und gliedert sich ideal in die Gesamtstimmung des Spiels ein.
Spielspaß

Die stimmungsvolle Story und viele Rätseln bannen Stunden vor dem DS.








Details
Spielname:
Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf

Publisher:
Nintendo

Developer:
Level 5

Genre:
Adventure

Release:
08.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (11)

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