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Pokémon Ranger: Finsternis über Almia


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Pokémon Ranger: Finsternis über Almia - Review vom 18.12.2008

Serienausschlachtungen sind ein bekanntes und gefürchtetes Phänomen, welches selbst dem größten Fan einen kalten Schauer über den Rücken fahren lässt. Ein wahres Vorzeigebeispiel sind die allseits bekannten (und eigentlich beliebten) Pokémon. Wie viele Versionen sind nun mittlerweile erschienen? Rot, Blau, Gelb, Gold, Silber, Crystal, Rubin, Saphir, Smaragd, Feuerrot, Blattgrün und und und… Man kann sie mittlerweile schon fast nicht mehr zählen. Aber nicht, dass man bisher nur auf einer Schiene versuchte der Lizenz gerecht zu werden, auf dem DS hat man es ebenfalls schon mit anderen Varianten der berühmten Taschenmonster probiert. So darf man seit einigen Jahren auch selbst einmal Pokémon sein, seit neuestem sogar im Erkundungsteam Zeit und Dunkelheit, oder einmal seiner noblen Seite Ausdruck verleihen und als Pokémon-Ranger agieren. Als dieser ist man sprichwörtlich der Retter in der Not – jemand, der aufopferungsvoll sämtliche Probleme löst und sich für das Gute einsetzt... Toll! Wie schon bei den „Mystery Dungeon“-Teilen kann man sich auch hier an einem zweiten Teil erfreuen - verwunderlich zwar, weshalb nicht ebenfalls auf die berühmte Zweiteilung der Titel zurückgegriffen wurde (man erinnere sich z.B. an Pokémon Rot & Blau), aber wahrscheinlich war es das dann doch nicht wert gewesen.

Der erste Teil der Ranger-Reihe konnte nur bedingt überzeugen und vermittelte nicht wirklich den Eindruck, alles aus der Serie herauszuholen - ob „Pokémon Ranger: Finsternis über Almia“ aus den Fehlern seines Vorgängers lernen konnte? Wir haben den Titel ausgiebig getestet und möchten euch das Resultat in unserem heutigen Review präsentieren.

Sei ein Pokémon-Ranger - Sei der Held im Samaritergewand.
Was bedeutet es eigentlich, ein Pokémon-Ranger zu sein? Entgegen eurer herkömmlichen Aufgabe, so viele Pokémon wie möglich zu fangen und sie dann so hochzutrainieren, dass man am Ende als bester Trainer aller Zeiten die Top Vier der Pokémon-Liga blass aussehen lässt, ist es in diesem Spiel eure Aufgabe, für Recht und Ordnung in der Taschenmonsterwelt zu sorgen. Damit meinen wir, dass ihr Pokémon zähmt, Brände löscht, Banditen einfangt oder andere Aufgaben verrichtet, die von Einwohnern eurer Stadt oder eurer Rangerzentrale vorgegeben werden. Apropos Rangerzentrale - ihr seid zwar dort angestellt, aber den Weg zu dieser müsst ihr euch zu Beginn des Spieles in der Rangerausbildungsschule hart erkämpfen. So startet man als Ranger-Anwärter in einer kleinen Schule im Nachbardorf und muss sich die Grundlagen für das spätere Leben als Pokémon-Ranger noch aneignen - das dauert etwa eine geschlagene Stunde; den Einstieg ins Spielgeschehen finden wir jedoch sehr gelungen.

Was man dort lernt, benötigt man den gesamten Spielverlauf über. Pokèmon zähmt ihr mithilfe eines FanKoms, indem man runde Kreise um besagtes Tier zeichnet. Rennt das Monster durch die gezeichnete Linie oder schickt Attacken gegen diese los, nimmt euer Gerät Schaden oder es erlischt der Ladebalken, welcher dem Spieler anzeigt, wie lange er noch braucht, um dieses Pokémon zu fangen. Zwar steigt die Stabilität des FanKoms mit jedem „Pokémonfang“, jedoch darf dessen Verwundbarkeit niemals auf 0 sinken, da man sonst sinngemäß das „Game Over“ erreicht hat. Natürlich wird einem auch dieses Mal wieder ein treuer Begleiter an die Seite gestellt, wobei man in der neuen Version von „Pokémon Ranger“ zwischen verschiedenen Taschenmonstern wählen kann. Das heißt: Im Laufe des Spiels bekommt ihr immer mehr Partner zur Seite gestellt. Ihr dürft jedoch nur eines im fortlaufenden Abenteuer behalten, die restlichen warten auf der Rangerfarm auf euch. Die Partner können jedoch jederzeit ausgewechselt werden. Mit dem FanKom gefangene Pokémon begleiten euch solange, bis ihr ihren Dienst (z.B. „Zerschneiden“ oder „Tackle“) genutzt habt. Dabei könnt ihr maximal drei gezähmte Pokémon mit euch führen. Partnerpokémon stehen euch dauerhaft zur Seite, das heißt, ihre Fähigkeiten können beliebig oft verwendet werden.

Auch könnt ihr im neuen Teil der Ranger-Serie mit euren Weggefährten über Berg und Tal reisen; so darf man mit Dodri Landstrecken ohne Probleme zurücklegen, mit Driftlon fliegen und sich über Lava mit Quartel, über Wasser mit Impoleon und unter Wasser mit Mantax fortbewegen.

Hat man sich durch die Eingangssequenzen gekämpft, ist man nun tatsächlich ein stattlicher Ranger, der mit frischem Tatendrang in seine Abenteuer startet. Ihr seid in eine Rangerbasis ganz in der Nähe eurer damaligen Schule eingeteilt und mit jeder gelösten Mission steigt euer Rangerlevel. Die Gesamtgeschichte baut sich vor allem nach der Schulausbildung auf, denn nach einem Waldbrand und mysteriösen Maschinen in der Gegend, welche die Pokémon komplett zu verwirren scheinen, begegnet man dem diesmaligen Abklatsch des ehemaligen „Team Rocket“ und damit dem Inbegriff des Bösen. All die zugeteilten Missionen gilt es zu lösen und während zu Beginn durchaus ein hoher Spielspaßfaktor vorherrscht, nimmt dieser im Laufe des Spieles rapide ab. Der Grund ist, dass das gesamte Ranger-Konzept nach einer gewissen Zeit leider etwas linear wird und dadurch nicht mehr zum Weiterspielen animiert. Neu ist jedoch, dass ihr diverse Nebenjobs annehmen könnt, die euch nicht direkt in der Story weiterbringen - nach jeder vollendeten Mission begegnen euch Menschen mit kleineren Problemen: Ein Schild ist umgeknickt, Miltank gibt keine Milch mehr, weil sie total durchgedreht ist, usw. Wenn ihr eine Nebenmission gelöst habt, wird euer FanKom mit neuen Extras geupdatet und erhält zum Beispiel eine höhere Resistenz bei Elektro- oder Bodenangriffen, oder eben andere Spezialitäten.

Steuerung:
Gesteuert wird das gesamte Spektakel über euren Touchscreen - Fluch oder Segen? Das Spielkonzept hätte man auf einem anderen Handheld keinesfalls umsetzen können, denn ohne Kreise-zeichnen wäre „Pokémon Ranger“ nicht wirklich „Pokémon Ranger“. Vorteil ist damit ganz klar die intuitive Steuerung, Nachteil das Abnutzen der Schutzfolien bzw. des Bildschirms.

Grafik:
Von der grafischen Seite haben wir keine gravierenden Verbesserungen zum Vorgänger feststellen können. Die bekannte 2D-Optik ist durchaus niedlich und hübsch anzusehen. Aber wie viel Potenzial eigentlich in einem Pokémon-Teil schlummert, wenn man sich die verschiedenen Monsterkämpfe einmal auf der Zunge zergehen lässt, ist jedem sicherlich bewusst - doch leider wird es auch diesmal nicht ausgenutzt und auf die kunterbunte Knuddeloptik im Regenbogenlook gesetzt. Natürlich hat diese zugegebenermaßen auch ihren eigenen Charme, aber manchmal sollte man auch den Mut zur Veränderung besitzen.

Sound:
So uniform, wie die Grafik zumeist bei Pokémonspielen zu sein scheint, so offenbart sich auch die musikalische Untermalung in jedem Titel. Nein, natürlich wurden hier keine Melodien aus anderen Teilen komplett übernommen. Und dennoch: Sie klingen zwar anders, aber irgendwie… trotzdem wieder gleich. Dieselbe Leier, dieselben freudig-quietschenden und mechanischen Töne wie man sie aus anderen Ablegern kennt und irgendwann nicht mehr erhören kann. Den Liedern kann man langsam einen Stempel „Einheitsbrei“ aufdrücken: Auch hier plädieren wir für eine wirkliche Neuerung im Genre.

Features:
Was waren wir doch erstaunt, als wir die Verpackung von „Pokémon Ranger: Finsternis über Almia“ das erste Mal zu Gesicht bekommen haben. - Ein Nintendo Wi-Fi-Connection-Button ziert die äußere Hülle! Und tatsächlich wurde eine Onlinefunktion ins Spiel integriert. So könnt ihr zusätzliche Missionen herunterladen, wobei einige von ihnen erst spielbar sind, wenn bestimmte Bedingungen im Spiel erfüllt sind. Solche Features sind immer gern gesehen – sehr schön!

Fazit:
„Pokèmon Ranger - Shadows of Almia“ erfindet das Rad nicht neu. Vieles hat man im Vorgänger bereits gesehen und die Neuerungen wirken nicht so revolutionär, als dass man hier eine wirkliche Spielegranate erwarten dürfte. Die bisher noch nicht vorhandenen Nebenmissionen können das Spielgeschehen nicht in dem Maße auflockern, wie es von den Entwicklern der Reihe vielleicht erhofft war und nach anfänglichen zwei bis drei Stunden ausgiebigen Zockens stellt sich schon bald eine gewisse Eintönigkeit und Linearität ein. Dabei möchten wir gar nicht bestreiten, dass sich die Story des Titels im Laufe des Spielverlaufs in einer spannenden Art und Weise aufbaut und entwickelt. Dennoch kann dieser Fakt nicht über die anderen Mankos hinwegtäuschen, die im Spiel vorzufinden sind. - Fans der Ranger-Reihe werden sicherlich auch bei diesem Titel auf ihre Kosten kommen, ansonsten kämpft der Titel jedoch mit denselben Lastern, wie es einst schon sein Vorgänger tun musste...

Steht noch am Anfang Ihrer Rangerausbildung: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

WERTUNG:
73%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Kreiseln, was das Zeug hält. Immer und immer wieder. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
WiFi und das übliche Benutzen des Touchpads. Im Bezug zum Vorgänger aber nichts Revolutionäres.
Grafik

Pokéeinheitsbrei. Nett - aber dennoch nichts Neues.
Sound

Definiert den Begriff Einheitsgedudel neu: Pokégedudel.
Spielspaß

Zu Beginn durchaus spaßig, nach einer Weile stellt sich jedoch eine gewisse Eintönigkeit ein.








Details
Spielname:
Pokémon Ranger: Finsternis über Almia

Publisher:
Nintendo

Developer:
Creatures

Genre:
Action Adventure

Release:
08.11.2008 (erschienen)

Multiplayer:
vorhanden, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (14)

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