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Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger


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Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger - Review vom 25.07.2008

Sie sind die Opfer in unzähligen Titeln, bevorzugtes Kanonenfutter in „Resident Evil“, meist in größeren Gruppen anzutreffen und vor allem langsam, aber gefährlich: Zombies. Immer auf der Suche nach geeigneten Nahrungsquellen schlurfen sie durch finstere Gegenden, nur um meistens vom Helden des Films oder Spiels endgültig erledigt zu werden. Doch wie wäre es zur Abwechslung mal, die Rolle dieser unheimlichen Gesellen zu übernehmen? In „Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger“ bekommt ihr die Gelegenheit dazu. Ob ihr diese auch ergreifen solltet, könnt ihr in unserem Test herausfinden.

Ein wahres Untoten-Festmahl
Unser wunderschöner Planet ist in Gefahr! Außerirdische Wesen sind dabei, die Erde zu überrennen, und hinterlassen eine Schneise der Zerstörung. Unschuldige Menschen beim Grillen werden von Lasern zerschossen, ganze Gebäudekomplexe abgefackelt. Besagte Aliens sind eigentlich nichts weiter als Gehirne in einem Glas, angeführt von einem besonders großen Vertreter des Volkes, dem Riesenhirn. Und ernsthaft: Gibt es eine bessere Methode, die Gehirndinger loszuwerden, als drei hungrige Zombies auf ihrer Suche nach der ultimativen Mahlzeit, einem wirklich großem Hirn? Definitiv nicht!

Ein Friedhof dient als erster Level und Tutorial-Abschnitt. Hier werden wir zuerst mit der Kontrolle des ersten modrigen Gesellen vertraut gemacht: Lori „Einarm“ Lopez. Die Dame war zu Lebzeiten eine großartige Basketballspielerin, trägt ihr Trikot sogar nach dem Tod noch und ist daher auch Ideal für Sprungabschnitte, bei denen es an diversen Kanten empor zu klettern gilt. Ihren rechten Arm kann das Mädel nämlich ausstrecken, um so höher gelegene Plattformen zu erreichen. Außerdem kann sie sich diverse Gerätschaften an den linken Armstummel schnallen, wie etwa einen Staubsauger oder einen Regenschirm. Derartige Power-Ups liegen in den Spielabschnitten verteilt und werden hauptsächlich zum Lösen kleiner Rätsel verwendet. Besagtes Reinigungsgerät zum Beispiel kann bestimmte Objekte aufsaugen und als Geschoss zweckentfremden, meist um damit einen Schalter zu erwischen, der schlichtweg außerhalb der Reichweite der Zombie-Truppe liegt.

Nach einigen kleinen Sprungpassagen stolpern wir über den zweiten untoten Freund, den Profi-Skater Zack „Halfpipe“ Boyd. Da ihm sein Unterkörper abhanden gekommen ist, rollt er stets auf seinem treuen Skateboard herum. Mit diesem kann er Abhänge herunterrollen und in Kombination mit herumstehenden Rampen seine Sprungweite enorm vergrößern. Für das gewisse Etwas schraubt Halfpipe bei Bedarf auch gefundene Spraydosen für einen Boost oder XXL-Räder zur Überquerung unwegsamer Strecken an sein Board.

Der dritte und letzte Teil des Moder-Trios ist Finnigan „Fins“ Magee. Dieser Kollege war mal ein großartiger Schwimmer, sein Grab zu nah am Wasser gebaut und deswegen hat er jetzt ein paar schicke Tentakel, die aus seinem Rücken ragen. Doch unpraktisch sind die zusätzlichen Extremitäten keineswegs. Dank ihnen kann Fins nämlich Wände empor klettern und sich an Seilen entlanghangeln. Im Kampf erweisen sich die Fangarme auch als äußerst nützlich, da sie nicht nur Feinde vor Fins, sondern auch über und hinter ihm erwischen. Der Speiseplan dieses Zombies ist etwas abwechslungsreicher als der seiner beiden Kumpanen. Abseits der üblichen Gehirne verschlingt der Herr mit den Tentakeln auch gerne Müll, um hinterher Säure zu spucken oder Seife, um Seifenblasen in die Luft zu pusten.

Der Weg zur Riesenhirn-Party
Nun kennen wir also unsere drei Begleiter für dieses Spiel. Doch wobei dürfen wir ihnen nun helfen? „Teenage Zombies“ präsentiert sich als Jump’n Run mit Rätseleinlagen. Aufgrund ihrer etwas trägen Natur darf man natürlich keine flotte Hopserei erwarten, sondern ein eher gemächliches Tempo. Häufig stellt sich euch ein Hindernis in den Weg, das es auf unterschiedliche Art zu bewältigen gilt. Das kann eine hohe Plattform sein, die Einarm erreichen muss, ein schmaler Gang, durch den lediglich Halfpipe rollen kann oder ein Gitter, das Fins mit entsprechender Nahrung wegätzt. Demzufolge müsst ihr sehr häufig zwischen den Akteuren wechseln. Kämpfe warten auch auf die Zombies, diverse Gehirndinger in unterschiedlichen Formen stellen sich euch in den Weg, mutierte Riesenratten warten auf eine Tracht Prügel und hin und wieder lauft ihr sogar Menschen über den Weg. Letztere dienen jedoch nicht als Nahrungsquelle, sondern lediglich als hartnäckiges Hindernis von Gedankenkontrollgehirnen. Stattdessen machen sich die untoten Helden über jedes Alienhirn her, das ihnen über den Weg läuft. Auf diese Weise regeneriert das Trio ihre „Ungesundheit“; „Lebensenergie“ kann man das bei ihrer Gattung ja schlecht nennen.

Solltet ihr die Hälfte eines Levels hinter euch gebracht haben, wartet ein kleines Minispiel auf euch. Diese reichen von „nett für zwischendurch“ wie die kleine Stuntshow in der Halfpipe, bei der ihr mit über entsprechende Symbole auf dem Touchscreen aktivierten Tricks vorbeischwebende Gehirnwesen fangt, bis hin zu „etwas langweilig“ wie zum Beispiel das Schaufeln einer Falle für im Erdreich vergrabene Aliens. Je nachdem, wie erfolgreich ihr bei dem Minispiel wart, werden entsprechend viele Punkte dem Konto gutgeschrieben. Sammelt ihr genug, fordert euch seine Exzellenz, das Riesenhirn, zu einem kleinen Intelligenztest heraus. Der „Big Brain Academy“-Klon bietet fünf freispielbare Stufen, ist nicht sonderlich anspruchsvoll und zählt lediglich, wie viele der zehn Test pro Stufe ihr schafft.

Steuerung:
Da wir es hier mit Zombies zu tun haben, dürfte es keinen verwundern, dass die Steuerung leicht träge ausfällt. Die wenigen Sprünge über eine vertikale Ebene sind etwas schwierig zu meistern, beim Aufstieg mit Einarm muss man manchmal ein paar Probehopser hinter sich bringen, bis das Mädel mit dem ausfahrbaren Arm die Kante richtig erwischt. Die Kämpfe des Spiels sind alles andere als anspruchsvoll und beschränken sich meist auf das Hämmern der Angriffstaste. Der Touchscreen kommt abseits der Minispiele nur beim Wechseln der Zombies zum Einsatz. Dies kann man aber auch ebenso gut mit den beiden Schultertasten tun.

Grafik:
„Teenage Zombies“ bietet zumeist düstere 2D-Landschaften mit hübsch animierten Comic-Figuren. Leider hat man sich in Sachen Gegnerdesign nicht allzu viel einfallen lassen. Zumeist stolpert man über dieselben kleinen Gehirne im fliegenden Gurkenglas, die einen per Laser unter Beschuss nehmen. Und das, obwohl es durchaus andere Gegnertypen gibt, wie die zuvor genannten Ratten oder Gehirne in einem kleinen Roboter. Zu Beginn eines jeden der sieben Level wird man übrigens von einer humorvollen Comic-Sequenz begrüßt; der Stil zieht sich aber auch durch das restliche Spiel. Hinweise und Tutorial-Texte werden nicht in Dialogen oder Monologen dem Zocker näher gebracht, sondern in Erzähler-Textboxen innerhalb des Levels, die man auch als Plattform missbrauchen kann.

Sound:
Akustisch wäre sicherlich mehr drin gewesen. In jedem Level gibt es dieselben drei Lieder immer und immer wieder zu hören, die zwar wunderbar zur Atmosphäre des Spiels passen, aber dennoch etwas wenig sind. Immerhin haben die Minispiele eigene Musikstücke spendiert bekommen. Die Umgebung selber ist jedoch auch nicht stumm - so schmatzen die Zombies vergnügt, wenn sie ein Gehirn in ihre modrigen Finger bekommen und Laserschüsse kündigen nahende Gegner an.

Features:
Hat man sich einmal durch die sieben Level durchgekämpft, was je nach eigenen Fähigkeiten fünf bis sieben Stunden dauern kann, bleibt lediglich das wiederholte Spielen der sieben Minispiele übrig, bis man alle fünf Riesenhirn-Herausforderungen freigeschaltet hat. Und hat man das auch gepackt, kann man „Teenage Zombies“ auch noch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad angehen, der den Gegnern nur etwas mehr Verteidigung gönnt und die Ungesundheitsregeneration bei gefressenen Gehirnen verringert. Schade eigentlich, denn ein bisschen mehr Umfang hätte dem Spiel sicherlich gut getan.

Fazit:
Schade, dass „Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger“ etwas kurz geraten ist und die Gefechte eher aufgesetzt wirken. Dank des netten Humors, der unterhaltsamen Geschicklichkeitseinlagen und der gelungenen Comic-Atmosphäre hat der Titel nämlich reichlich Potential. Wäre er etwas umfangreicher gewesen und böte etwas abwechslungsreichere Musik sowie interessantere Kämpfe, dann wäre auch eine höhere Wertung drin gewesen. So ist es leider „nur“ ein durch die Bank weg solides Abenteuer, das sich durch die ungewöhnliche Thematik von der Konkurrenz abhebt.

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Vielen Dank an dtp Entertainment AG für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
70%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Leicht träge und stellenweise hakelig, aber ansonsten solide. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nichts Neues im DS-Bereich: Optionaler Charakterwechsel per Touchscreen, Stylus-Kontrolle bei den Minispielen.
Grafik

Netter Comic-Stil, düstere Umgebungen und ansehnliche Animationen.
Sound

Anständige Soundkulisse, leider nur drei Lieder im Hauptspiel.
Spielspaß

Unterhaltsames, wenn auch kurzes Abenteuer mit teils spaßigen, teils drögen Minispielen.








Details
Spielname:
Teenage Zombies: Invasion der außerirdischen Gehirndinger

Publisher:
dtp Entertainment AG

Developer:
InLight Entertainment

Genre:
Jump 'n Run

Release:
08.20.002Q

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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