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Know-How der Zauberkunst


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Know-How der Zauberkunst - Review vom 23.07.2008

Jungs und Mädels, Hand aufs Herz: Lasst die Geburtstagswünsche zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr einfach einmal Revue passieren. Bestimmt war bei den meisten von euch irgendwann einmal der Wunsch nach einem eigenen Zauberkasten vertreten, samt magischem Zylinder-Hut, einem Zauberstab, der Harry Potter Konkurrenz gemacht hätte und einem staubigen Schmöker voll mit Zauberformeln. Bei mir war das jedenfalls so! Und um es gleich vorwegzunehmen: Ich bekam damsl keinen einzigen blöden Trick aus dem besagten Zauberkasten zu Stande. Aber jetzt... im Jahre 2008 wird alles anders. Mit dem Rezensionsexemplar zu „Know-How der Zauberkunst“ hole ich mir quasi einen neuen, virtuellen und vieeeeel besseren Zauberkasten ins Haus, der aber praktischerweise in meinen schlanken Nintendo DS gesteckt wird. Bleibt laut Verpackung nur noch „meine Freunde mit faszinierenden Tricks zu verblüffen“ und in dem nachfolgenden Test zu prüfen, ob das Produkt seine Versprechen halten kann...

Kein Spiel, sondern ein Helferlein
„Know-How der Zauberkunst“ ist dem Trend nachfolgend natürlich kein Nintendo DS-Spiel im Ursinne, sondern vielmehr ein Helfer bei euren künftigen Tricks. Der Handheld wird dabei zum Zaubergerät umfunktioniert. Zusätzlich liegt der Software ein Satz „magischer“ Spielkarten bei, mit denen ihr eure Tricks ebenfalls durchführen könnt. Das Spiel bietet euch dann hauptsächlich zwei Trickarten: Zum einen Spielkartentricks, die weitestgehend auf mathematischen Grundsätzen beruhen, und zum anderen Tricks, bei denen ihr euer Publikum mit Hilfe eures Nintendo DS austrickst. Um den Spaß und natürlich die Illusion nicht zu zerstören, seien in diesem Test nur zwei kleine Tricks erläutert.

Zunächst einmal gibt es acht Solo-Tricks. Hierbei zaubert der DS euch quasi allein etwas vor und ihr werdet damit unterhalten. Selbstredend bleibt es aber dabei, dass jeder dieser Tricks nur einmal ausprobiert wird, ihr dann einmal den „Aha-Effekt“ erlebt, weil der Witz tatsächlich funktioniert - aber das war es dann auch. Hier werden z.B. Monate, die ihr euch aussucht oder Karten erraten, die man aus einem Stapel heraussucht. Der eigentliche Kern des ungewöhnlichen Spiels ist „Magie in Aktion“. Das sind circa 15 Tricks, die ihr euren Kumpels vorführt, nachdem ihr sie mit dem Spiel zuvor gelernt und geprobt habt. Ihr könnt einen Trick starten und im Startmenü die Select-Taste gedrückt halten, um so ins Trickmenü zu gelangen. Hier wird der Trickverlauf zunächst ganz anschaulich als Comicszene präsentiert und anschließend in Textform erläutert. Beispielsweise muss in einem Trick euer Zauberopfer eine beliebige Spielkarte wählen und sie euch zeigen. Anschließend versprecht ihr ihm nun, dass ihr lediglich einen Smiley auf den DS-Touchscreen malt, der denn aber die korrekte Karte vorliest. Der Trick dahinter: Über das Trickmenü lernt ihr, dass der DS die Karte vorher kennt, je nachdem, wie ihr den Smiley malt. Entsprechend des Punktes, an dem ihr beginnt den Kreis zu ziehen, errät der DS die Karte selbst! Der Kartentyp (Herz, Karo, Pik, Kreuz) wird dann ermittelt, indem ihr zunächst Mund, Nase, rechtes oder linkes Auge malt. Euer Gegenüber wird dabei jedoch denken, dass ihr den Smiley willkürlich gemalt habt. Clever!

Konfus...? Alles Illusion.
Ebenfalls interessant: Das Erraten eines Traumreiseziels oder einer Lieblingsbeschäftigung. Euer Gegenüber sucht sich beispielsweise das Traumreiseziel Australien aus einer Liste aus. Anschließend erscheint es mit anderen zufälligen Reisezielen auf einer Liste. Er kann nun beliebig mischen und liest euch dann der Reihe nach alle Ziele vor - und ihr werdet genau beim richtigen Reiseziel „Stopp!“ rufen. Warum? Ganz einfach. Australien beginnt mit einem kantigen Anfangsbuchstaben. Der DS wird die „zufällige“ Liste nun nur mit Reisezielen ausfüllen, die geschwungene Anfangsbuchstaben haben. Spanien, Schweden, Japan, Chile und so weiter. Da errät man ganz schnell, dass es nach „Down Under“ gehen soll. Einem Laien wird dieser Trick wohl eher nicht auffallen.

Der letzte Modus im Hauptmenü ist mit „Training“ betitelt, könnte aber auch als Minigame-Option durchgehen. Hier könnt ihr mit einer Solitär-ähnlichen Variante euer Geschick im Merken von Kartenreihenfolgen verbessern oder eure innere Uhr verbessern, in dem ihr im Sekundentakt auf den Touchscreen tippen müsst. In einem Zusatzmenü könnt ihr bei Bedarf einige Regeln lesen, schauen wer beim Spiel mitgearbeitet hat oder den völlig sinnlosen Mikrofon-Test durchführen. Das war es dann auch schon. Bedenkt man die verschiedenen Übungsvarianten und das Sudoku des Casual-Gottes Kawashima, so fällt im Falle von „Know-How der Zauberkunst“ auf, dass hier etwas zu wenig Umfang vorliegt.

Steuerung:
Will man ganz ironisch sein, könnte man dem Spiel gnadenlose Innovationen zusprechen, weil ja Spielkarten beigelegt sind, die man physikalisch mischen muss. Aber mal auf dem Teppich geblieben: „Know-How der Zauberkunst“ ist ein funktionierender, touchscreenlastiger Titel, der nur wenig falsch macht. Die Parts in denen mit dem Touchpen gezeichnet werden muss, sind ebenfalls sauber integriert und lassen keine Fragen über eventuell miserable Technik aufkommen. Abzüge gibt es lediglich für die Mikrofonsteuerung. Hier findet sich im Menü zwar ein Mikrofon-Test, jedoch keine Option zur Einstellung der Sensibilität. Resultat: Im Auto konnte ich meiner Schwester die vom Mikrofon unterstützten Tricks nicht vorführen, da das Mikrofon stellenweise viel zu sensibel reagierte. Die Umgebung sollte also ruhig sein.

Grafik:
Von der Grafik sollte bei diesem Casual-Titel selbstredend nichts erwartet werden. Alles ist sehr schlicht aufgemacht, dreidimensionale Grafiken sucht man vergebens und man bemüht die Rechenleistung des Nintendo DS lediglich mit einigen 2D-Sprites. Hier wäre in Sachen Effekten und Animation sicher mehr drin gewesen, die zweckmäßige Präsentation fügt sich aber natürlich nahtlos ins Spielkonzept ein und stört auch nicht, sondern erweckt schon den Eindruck, dass die Entwickler es wirklich so gewollt haben.

Sound:
„Zweckmäßiges Mittelmaß“ wäre die Kurzformulierung. Aber mal sehen, ob man mit ein wenig Zauberei-Klimbim einen Dreizeiler aus diesem Absatz macht. Die Soundeffekte sind gewohnt simpel, die Hintergrundmusik verdient stellenweise ein wenig den Ausdruck Dudelfaktor, ist aber noch im erträglichen Bereich und treibt einen nicht in den Wahnsinn. Dennoch hätte es an den allermeisten Stellen etwas mysteriöser sein können. Es gibt keinerlei Soundeffekte und Melodien, die bei der Präsentation eines Tricks die Stimmung unterstützen, indem sie in einem bestimmten Moment abgespielt werden.

Fazit:
„Know-How der Zauberkunst“ ist sehr nett aufgezogen, gut umgesetzt und macht eigentlich nichts falsch. Ein Quantum mehr Authentizität in der Präsentation wäre schön, und ein paar mehr Tricks wären brauchbar gewesen. Denn ein verhältnismäßig dünnes Stückchen Software ist „Know-How der Zauberkunst“ auf alle Fälle. Das richtige Problem des verzauberten Casual-Titels ist einfach nur, dass man es weglegt, nachdem man sich alles einmal angesehen und die Trickgeheimnisse aller Tricks gelesen hat - also nach zwei bis drei Tagen. Danach landet das Spiel im Sammelregal und kommt dann in unregelmäßigen Abständen als ein „Guck mal, ich zeig dir was Cooles!“-Auftritt hervor. Wer damit kein Problem hat, der kann gerne zugreifen. Denn verblüffen tut man seine Freunde bekanntlich gerne - aber leider eben nur einmal, danach hat man’s ja gesehen…

Fabriziert nur noch Hokuspokus: Lars Peterke [SamusAran] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Super Touchpen-Steuerung, lediglich die Implementierung des Mikrofons hinkt. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Ordentliche Nutzung der DS-Features und interessantes Spielkonzept in Kombination mit den beiliegenden Spielkarten.
Grafik

Recht ereignislose 2D-Grafik ohne Effekte und anderem Pipapo - erwartungsgemäß!
Sound

Passable Vertonung und schlichte Soundeffekte, die jedoch weitaus authentischer hätten sein können.
Spielspaß

Zaubertricks mit Aha-Effekt, aber irgendwie nur ein bis drei Mal, danach ist die Luft raus.








Details
Spielname:
Know-How der Zauberkunst

Publisher:
Nintendo

Developer:
Nintendo

Genre:
Sonstiges

Release:
08.20.2205

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (12)

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