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Viva Piñata: Pocket Paradise


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Viva Piñata: Pocket Paradise - Review vom 06.10.2008

Im Jahre 1982 hatten zwei Brüder einen Traum - Tim und Chris Stamper gründeten Ashby Computers and Graphics alias Ultimate Play the Game, ein Entwicklerstudio der frühen Heim-PC-Ära. Die Spieleschmiede entwickelte unter anderem für den Sinclair ZX Spectrum, den Amstrad sowie den allseits bekannten Commodore 64, wobei bekannte Titel wie „Sabre Wulf“ oder „Jetpac“ entstanden. Aus Ultimate entwickelte sich schließlich ein Studio, dass auch Zockern der jüngeren Generation ein Begriff ist: Rare war geboren und avancierte 1995 zum Zweitentwickler für diverse Nintendo-Plattformen. Während der „Nintendo-Ära“ entstanden Klassiker wie „Donkey Kong Country“ 2 & 3 (SNES u.a.), „Killer Instinct Gold“ (N64), „Goldeneye 007“ (N64) und Kracher wie das herrlich bösartige „Conker’s Bad Fur Day (N64) und das kunterbunte „Banjo-Kazooie“ (N64). 2002 war dann allerdings Schluss mit der Liason zwischen Big-N und Rare: Microsoft blätterte 377 Millionen US Dollar hin, um Nintendos 49-prozentigen Anteil an Rare aufzukaufen und somit die 100 Prozent voll zu bekommen.

Die Folge: Rare entwickelte fortan exklusiv für Microsofts XBox und XBox360-Konsolen. Im Januar 2007 verließen die beiden Gründer die Firma, um sich anderen Dingen zuzuwenden. Eine für Nintendo-Jünger erfreuliche Nachricht ereilte uns im Mai diesen Jahres: Das Microsoft „Viva Piñata“-Franchise erfährt eine Portierung auf den Nintendo DS und zwar von keinem geringeren als Rare selbst. Das Ergebnis namens „Viva Piñata: Pocket Paradise“ halten wir seit Anfang September in den Händen und haben es für euch auf Herz und Nieren geprüft. Wie Rares neuester Streich im Dauer-Daddel-Test abschneidet, erfahrt ihr im folgenden Review...

Gärtner in Ausbildung
Für alle die das XBox360-Pendant noch nicht kennen, hier eine kurze Einführung in das Spielkonzept von „Viva Piñata: Pocket Paradise“: Als Gärtner in spe werden euch Schaufel und Gießkanne in die Hand gedrückt. Anschließend gilt es euren begrenzten Arbeitsbereich umzubuddeln, Gras zu säen, Blümchen zu pflanzen und natürlich neue Bewohner -die so genannten Piñata- für euer kleines Paradies anzulocken. Ständig erscheinen neue Lebewesen auf der Bildfläche und verführen einen dazu, den scheinbar perfekten Garten ein weiteres Mal zu verändern um die Einzug-Bedingungen der neuen Tierchen zu erfüllen.

Insgesamt drei Speicherslots stehen zur Verfügung. Großzügig, wenn man bedenkt, dass manche Titel gerade mal einen Speicherplatz bieten. Ausgehend vom Hauptmenü, hat man die Wahl zwischen drei Modi: dem Garden-, Playground- und Episode-Modus. Letzterer bietet eine Sammlung interaktiver Mini-Tutorials, welche unterschiedliche Spielkonzepte erklären. Der Playground-Modus hingegen ist eine Art Endlosspiel, bei dem ein Garten generiert wird, in welchem ihr euch anschließend nach Herzenslust und ohne einen Gedanken an das Ressourcen-Management zu verschwenden, austoben dürft. Statt darauf zu hoffen, dass sich seltene Piñata blicken lassen, kann man diese hier einfach im Garten absetzen - die Herausforderung ist dementsprechend gering, weshalb uns persönlich der im Folgenden erläuterte Garden-Modus deutlich besser gefallen hat. Dieser ist quasi das Herzstück von „Viva Piñata: Pocket Paradise“ und schiebt während des Spielens immer mal wieder kleine Tutorials ein, welche euch schrittweise an die verschiedenen Konzepte wie das „Techtelmechtel“ oder die Güterproduktion heranführen.

Eine der ersten Lektionen dreht sich um das Erfüllen der Voraussetzungen für das Erscheinen und Niederlassen eines Piñata. Das genügsame Whirlm wird eines eurer ersten Gäste sein. Später werden die Tierchen deutlich anspruchsvoller und verlangen -bevor sie sich bei euch einquartieren oder überhaupt einen Fuß in euren Garten setzen- nach Milch, bestimmten Früchten oder gar anderen Piñata, welche vor dem Auffuttern natürlich erst einmal zu Kleinholz verarbeitet werden müssen... Andere wiederum bestehen auf einen bestimmten Prozentsatz an langem oder kurzem Gras, Wasserstellen, bestimmten Bäumen oder gar aufgewühlter Erde. Von diesen Extrawürsten abgesehen, spielt auch euer aktueller Gärtner-Level eine nicht unwesentliche Rolle, denn bestimmte Piñata denken nicht einmal daran, einen Anfänger-Garten zu besuchen. Euren Rang steigert ihr durch das Verdienen von Preisen. So erhält man etwa für das Verkuppeln von fünf verschiedenen Rassen das „Verkuppler“-Zertifikat, während euch das erfolgreiche Aufziehen fünf verschiedener Pflanzen den „Grünen Daumen“ einbringt.

Außer dem Freischalten neuer Piñata hat das Steigern eures Levels noch andere Vorteile. So erhaltet ihr unter anderem Werkzeug-Upgrades und eine Vergrößerung eures Terrains. Selbst auf der maximalen Ausbaustufe ist der Garten jedoch recht klein, was besonders bei etwas größeren Piñata wie dem Chippopotamus problematisch wird (welches zudem noch 40% Wasserfläche für einen Besuch verlangt). Hier bleibt einem nichts anderes übrig, als umzuorganisieren und gegebenenfalls ein paar weniger interessante Einwohner aus dem eigenen Domizil zu kicken. In der Praxis ist das Aufleveln eine recht zähe Angelegenheit und es dauert seine Zeit, bis man die oberste Stufe erklommen hat. Der Reiz der Konsolenversion lag unter anderem an dem großzügigen Belohnungssystem, welches euch in regelmäßigen Abständen mit neuen Items, Pflanzensamen, Piñatas und Gegenständen versorgte. Auf dem DS wird mit Belohnungen deutlich knausriger umgegangen, was zum Teil vermutlich auch den recht begrenzten Systemressourcen zuzuschreiben ist.

Damit ihr bei all dem Gewusel nicht den Überblick verliert, informiert euch ein grün beziehungsweise rot blinkendes Ausrufezeichen in der oberen linken Ecke sowohl über positive Ereignisse, wie Liebeleien zwischen euren Schutzbefohlenen, als auch über Katastrophen wie kranke oder kämpfende Einwohner. Wo wir gerade bei derartigen Brutalitäten sind: Auseinandersetzungen zwischen Piñata enden einleuchtenderweise nicht in Blutfontänen (nein, auch nicht in grünen oder pinken), stattdessen zerplatzt das besiegte Piñata und hinterlässt einen Haufen stimmungshebender Bonbons... Doch bevor es überhaupt soweit kommt, habt ihr noch die Chance euer liebevoll gezüchtetes Tierchen mit Hilfe des fliegenden Doktors zu retten. Dessen Hilfe bedarf man übrigens auch, wenn einer eurer Schützlinge krank wird - beispielsweise durch das Essen ungenießbarer Bonbons, die das saure Sherbat fröhlich in der Gegend verteilt. Derart fiese Piñata-Ausgaben lassen sich übrigens durch das Füttern des ein oder anderen Items zu possierlicheren Gartenbewohnern konvertieren.

Ein weiterer integraler Gameplay-Bestandteil ist das Anbauen von Pflanzen und anderen Früchten. Während man Bäume nur für die Dauer ihrer initialen Wachstumsphase gießt, verwelken Blümchen nach einer Weile und hinterlassen neben einem neuen Samen ihren Blütenkopf, woraufhin der Zyklus wieder von neuem beginnt. Bei einer entsprechenden Anzahl an Blumen wäre man folglich beinah full-time mit dem rudimentären und wenig erquicklichen Gießen der Pflanzen beschäftigt. Um dem vorzubeugen, darf man sich im späteren Spielverlauf eine Hilfskraft zulegen, welche sich tagsüber diesem unsäglichen Job widmet. Sät ihr hingegen in den späten Abendstunden neue Gewächse, so kommt ihr nicht umhin zumindest des Nachts das ein oder andere Blümchen zu bewässern.

Angesichts der Fülle an Informationen ist das Handbuch enttäuschend kurz und farblos ausgefallen. Doch nicht verzagen: Eine Ingame-Enzyklopädie gleicht das Defizit mehr als aus und versorgt euch mit reichlich Informationen rund um bisher entdeckte Piñata, die verschiedenen Ingame-Charaktere, Pflanzen, Einrichtungsgegenständen, Werkzeugen, Items und nützlichen How-Tos. Letztere gliedern sich in knapp verfasste Info-Happen und spielbare Lern-Episoden, welche man sich bei Auffrischungsbedarf immer mal wieder zu Gemüte führen kann.

Tierische Romantik im Piñata-Zuchtverein
Eine der Haupteinnahmequellen in „Viva Piñata“ sind die possierlichen Tierchen selbst: Je exotischer ein Piñata ist, desto mehr Cash bringt es beim Verkauf ein. Hat sich eines der knuffigen Dinger folglich in eurem Garten niedergelassen, solltet ihr seinen Marktwert abchecken und anschließend mit etwas Hilfe von Armor eine Paarung herbeiführen. Doch zu einem „Techtelmechtel“ braucht es bekanntlich zwei - hier stehen euch mehrere Möglichkeiten offen: Lockt ein weiteres Piñata der gleichen Rasse in euren Garten und sorgt dafür, dass es zu einem permanenten Einwohner wird oder wendet euch an die Jägerin und bittet sie ein weiteres Piñata der gleichen Art zu fangen. Letzteres ist deutlich komfortabler, aber auch kostspieliger.

Zwei gleiche Piñata reichen jedoch noch nicht ganz aus, um für Nachwuchs zu sorgen - abgesehen von einer Behausung müssen -je nach Tierchen- unterschiedlich anspruchsvolle Rahmenbedingungen erfüllt werden. Während einige Piñata sich mit einem eigens für sie errichteten Schlafplatz begnügen, wollen andere vor jeder Liebelei bestimmte Blumen, Früchte oder Gerichte futtern. Wem das zu kompliziert ist, der greift einfach zu so genannten „Romance Sweets“ (quasi das Viagra der Piñata-Welt), welche zur sofortigen Paarungsbereitschaft verhelfen. Auch wenn man sich diese Leckereien durch das Erfüllen von Aufträgen für das Piñata-Central erstmal verdienen muss, hat man bereits nach kurzer Zeit einen verhältnismäßig großen Vorrat angesammelt. Insgesamt macht das Verwenden dieser Süßigkeiten das Paaren jedoch viel zu einfach und umgeht einen wesentlichen Teil des Spiels - nämlich das Erfüllen der Techtelmechtel-Bedingungen.

Sobald man zwei paarungsbereite Piñata aufeinander hetzt, ziehen diese sich in ihr privates Domizil zurück und lassen es im wahrsten Sinne des Wortes „krachen, dass die Bude wackelt“. Handelt es sich um das allererste Techtelmechtel zwischen zwei Vertretern einer Rasse, so wird ein kurzer CGI-Film eingeblendet, der neugierigen Spielern zeigt, was zwischen den beiden Tierchen so abgeht - natürlich alles im kindgerechten Stil. Bereits kurz nach den häuslichen Aktivitäten kommt der Storch und beglückt das entzückte Elternpaar mit einem Ei - egal ob Schaf, Igel, Vogel oder Kuh. Bei einigen Piñata wie dem schlangenartigen Syrupent habt ihr sogar noch einen gewissen Einfluss darauf, was letztendlich aus dem Ei schlüpft: Stupst ihr es ein paar Mal vorsichtig mit der Schaufel an, schlüpft ein zweiköpfiges Twingersnap. Farbliche Variationen lassen sich bei diversen Piñata durch das Verfüttern von bestimmten Blumen, Früchten oder anderen Nahrungsmitteln erzielen, was besonders experimentierfreudige Spieler freuen wird. Wer hierfür ein paar Denkanstöße benötigt, sollte der „Pocket Paradise“-Sektion auf Pinataisland einen Besuch abstatten. Kurz nachdem es geschlüpft ist, trippelt das Mini-Piñata eine Zeit lang durch euren Garten, ehe es sich verpuppt und zu einem ausgewachsenen und vor allem fortpflanzungsfähigen Wesen weiterentwickelt.

Eine weitere Einnahmequelle ist das Produzieren von Gütern: Füttert man beispielsweise das kuhähnliche Moozipan mit Sonnenblumen, gibt es bereitwillig Milch, während ein Goobaa nach dem Genuss von Brunnenkresse zu einem dicken Wollball mutiert, der sich anschließend scheren lässt. Statt dem Verfüttern von diversen Blumen gibt es jedoch auch eine zweite Möglichkeit, obige Piñata zur Rohstoffproduktion anzuregen: Mit Hilfe einer modischen Mütze produziert das Goobaa feinste Wolle - und zwar am laufenden Band. Die so gewonnenen Produkte werden von einigen Piñata zur Fortpflanzung benötigt und können teilweise gegen ein geringes Endgeld vom gewieften Bastler Bart zu weiteren Items wie Käse (aus Milch) oder einem schmackhaften Banana-Split (aus Bananen) verarbeitet werden, um damit wiederum neue Piñata anzulocken. Da es natürlich keinen Spaß macht, verdiente Kohle einfach zu horten (zumal mit 99.999 die finanzielle Obergrenze schnell erreicht ist), gibt es genügend Geschäfte wo ihr sie schnell wieder los werdet: In Costolots Gemischtwarengeschäft lassen zahlreiche Blumen- und Baumsamen, Gartenzäune, Dekor, Früchte, Gemüse, Gießkannen keine Gärtner-Wünsche offen. Selbst bereits von euch produzierte Güterarten sind in dem umfangreichen Sortiment enthalten.

Steuerung:
Die komplett Touchscreen-basierte Steuerung kommt dem Spiel sehr zu Gute und erleichtert einige Aufgaben, mit denen XBox360-Besitzer gelegentlich zu kämpfen hatten. Das Interface ist aufgeräumt und beschränkt sich auf vier, dezent am Bildschirmrand platzierte Symbole, welche sich mittels eines Klicks -ähnlich einem Pulldown-Menu- ausrollen lassen und dann weitere Optionen preisgeben. Wer zu faul ist den Stylus zum Menüwechsel zu nutzen, gelangt alternativ auch mittels der beiden Schultertasten in das Spielmenü, beziehungsweise auf die Übersichtskarte eures Gartens. Hier ist die Position eines jeden Einwohners markiert, was wiederum ein schnelles Springen zwischen euren Schützlingen ermöglicht.

Items wie Früchte, Blumen oder Kisten bewegt man durch simples Ziehen mittels des Stylus durch die Botanik. Gras „zeichnet“ man unkomplizierterweise auf den Screen, wodurch sich hübsche Muster und Formen verwirklichen lassen. Mit wenigen Klicks navigiert man zum Handelsmenü, verkauft Items, hebt einen kleinen See aus oder schüttet Kieselsteinwege auf. Wollt ihr an ein Piñata heranzoomen, genügt ein zweimaliges Antippen. In der Nahansicht kann das Piñata nun nach Herzenslust gestreichelt werden, was wiederum den netten Nebeneffekt hat, dass es die Laune der Tierchen positiv beeinflusst. Wollt ihr ein Piñata einfach nur zwecks sportlicher Aktivität durch die Gegend scheuchen? Kein Problem, auch hier ist der Touchpen das Werkzeug der Wahl: Selektiert einfach ein Piñata und zieht es an den gewünschten Ort, beziehungsweise zu einem Item hin.

Das Scrollen durch euren Garten ist zwar auch mittels Stylus möglich, komfortabler und intuitiver ist es jedoch, das D-Pad oder wahlweise die Aktion-Buttons zu nutzen. Wer sich an den generischen Namen der Piñata wie etwa “Fudgehog6“ stört, kann seinen Schützlingen ein paar fesche und vor allem einzigartige Namen verpassen. Möchte man direkt zu dem Lexikon-Eintrag eines Piñata springen, muss man zuerst an dieses heranzoomen und anschließend erscheint im Bildschirmmenü ein entsprechendes Icon, mittels welchem sich eine detaillierte Übersicht über das entsprechende Piñata auswählen lässt. Was störend auffällt, ist die Wegfindung einiger Piñata - einige wie beispielsweise die Kuh Moozipan sind schlichtweg zu fett, um in bestimmte Bereiche eures Gartens zu gelangen. Da es nicht möglich ist, Tiere auf Land welches euch nicht gehört zu kontrollieren, hilft meist nur die Umstrukturierung eures Domizils, zugunsten etwas voluminöserer Piñata.

Grafik:
Optisch erinnert der DS-Port stark an den großen Konsolen-Bruder: Trotz geringerer Auflösung und erheblich schwächerer Hardware machen die komplett in 3D gestalteten Piñata eine äußerst gute Figur. Auch die Animationen sind durch die Bank weg klasse: Herumwobbelnde Fudgehogs, grazil umherhüpfende Doenut und watschelnde Quackberry sorgen für einzigartigen Piñata-Charme. Die Entscheidung komplexere Objekte wie Behausungen und andere Gebäude, sowie Bäume als 2D-Sprites darzustellen hat sich als Glücksgriff erwiesen, da sich beide optimal zum optischen Gesamtbild hinzufügen.

Auf den ersten Blick scheint die Ansicht etwas zu nah am Geschehen zu sein und lässt einen gewissen Überblick vermissen, in Kombination mit der Übersichtskarte kommt man jedoch schnell zurecht und hat sich bereits nach wenigen Spielminuten an das möglichst effektive Kombinieren der beiden Ansichten gewöhnt. Während Spieler der 360-Version alle Nase lang vor einem Ladebildschirm saßen, sucht man diese auf dem DS vergeblich. Stattdessen hangelt man sich in Sekundenschnelle durch Menüs und wechselt zwischen den verschiedenen Shops und eurem Garten.

Sound:
Ähnlich wie bei der Grafik kann „Viva Piñata: Pocket Paradise“ auch beim Sound ordentlich punkten: Während ihr in eurem Garten werkelt, erklingen atmosphärische Umgebungsgeräusche wie Vogelgezwitscher und Piñata-Geblubber, gemischt mit seichten Klängen. Etwas fetziger geht es auf dem Menü und während des Intros zu, wo einem der kultige Piñata-Soundtrack der TV-Serie sowie ein paar von der Konsolenversion bekannte Tracks entgegenschallen. Auch ein paar schmucke Sprachsamples haben es in den DS-Port geschafft. Lobenswert ist die Sprachvielfalt: Neben Standards wie Deutsch, Englisch und Französisch dürfen Hobbygärtner auch zwischen Niederländisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Norwegisch und Schwedisch auswählen. Im direkten Vergleich mit dem englischen Original ist die deutsche Übersetzung der Texte -insbesondere des umfangreichen Lexikons- sehr gut gelungen - von einigen wenigen, ungelenken Formulierungen mal abgesehen.

Multiplayer:
Der Mehrspieler-Modus in „Viva Piñata: Pocket Paradise“ enttäuscht ob des ansonsten sehr positiven Gesamtbildes etwas: Lediglich das Tauschen von Piñatas mit Freunden ist möglich - vorausgesetzt ihr verfügt über deren Freundescode.

Fazit:
„Viva Piñata: Pocket Paradise“ erfreut geneigte Gärtner mit 60 verschiedenen Rassen - darunter auch ein paar Neuzugänge. Wer die XBox360-Version bereits ausgiebig gezockt hat, wird einen Großteil der wuselnden Wesen bereits kennen und daher nicht dem anfänglich herrschenden Drang, neue Piñata anzulocken, derart verfallen wie Franchise-Newbies. Nichtsdestotrotz glänzt das Spiel durch seine optische Qualität, den Knuddeflaktor eurer Gartenbewohner, die eingängige und hervorragend gelungene Steuerung, den hippen Soundtrack, die immer mal wieder eingestreuten CGI-Videos und eine gelungene Übersetzung. Besonders Tüftler werden dank massig kleiner Geheimnisse und Goodies ihren Spaß haben, beim Versuch auch das letzte Piñata in den Garten zu locken. Natürlich ist auch „Viva Piñata: Pocket Paradise“ kein Evergreen - mangels Spielziel (von dem Hochtreiben eures Gartenlevels mal abgesehen) benötigt man eine gewisse Portion an Eigenmotivation sowie Spaß am Dekorieren und Experimentieren. Rares portable Piñata-Ausgabe bietet somit ein umfangreiches und hübsch verpacktes Spielspaß-Paket, welches nicht nur Genrefans für Stunden an DS fesseln wird.

Hegt und pflegt ihren virtuellen Garten: Franzisca Mannan [AbdSabour] für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
86%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Das ausgezeichnete Handling lässt keine Wünsche offen. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Bis auf die Stylus-Interaktion werden andere DS-Features ungenutzt gelassen, dem Spiel selbst schadet das allerdings keineswegs.
Grafik

Knuffige Piñata und ein bildhübscher Garten - mehrere Zoomstufen hätten das ausgezeichnete Paket vorteilhaft abgerundet.
Sound

Coole Sounds und Effekte erfreuen das gequälte Spielerohr.
Spielspaß

Stunden vergehen wie im Flug und eh man sich versieht, stromern ein Haufen Piñata im mit Umsicht gepflegten Garten herum - klasse!








Details
Spielname:
Viva Piñata: Pocket Paradise

Publisher:
THQ

Developer:
Rare

Genre:
Sonstiges

Release:
08.09.2008 (erschienen)

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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