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Yu-Gi-Oh! World Championship 2008


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Yu-Gi-Oh! World Championship 2008 - Review vom 13.06.2008

Sportler im EM- und Yu-Gi-Oh-Spieler im WM-Fieber
Eine Meisterschaft in unmittelbarer Nähe, die ferne Mitglieder anlockt und einen vertrauten Ort in den Mittelpunkt aller rückt, ist schlicht und einfach beeindruckend. Während Fußball-Deutschland seine Augen momentan auf der Schweiz ruhen lässt, fiebern Yu-Gi-Oh!-Anhänger bereits ungeduldig dem 9. und 10. August entgegen - die goldenen Daten für die Weltmeisterschaften des realen Trading Card Games und des offiziellen Videospiels, welches zufällig für DS erscheint... Erfreulicherweise finden diese Wettbewerbe, bei denen Duellanten aus der gesamten Welt zusammenkommen, 2008 in Berlin statt! Am 9. August startet hierbei die DS-Meisterschaft aller deutschen Teilnehmer in der Kategorie des Nintendo DS-Games „Yu-Gi-Oh! World Championship 2008“, einen Tag später tritt der dortige Sieger in die „Finalrunde“ ein, die Unmengen an genialen Preisen für die Gewinner und einen brodelnden Vulkan an Duell-Gefechten und knallharten Strategien bereithalten wird.

Unklar ist allerdings noch, was Konami abseits der Turniertauglichkeit und besonders im Vergleich des Vorgängers geändert hat, um auch diesen Serienneuling entsprechend unter die Duellanten zu bringen. Egal, ob sie in der Mittagspause, im Klassenzimmer, online oder eben auf Weltmeisterschaften antreten wollen. Deshalb überprüfen wir nachfolgend, ob das Siegertreppchen abermals dem aktuellen YGO-Turnier-Titel gilt, oder ob unsere Lebenspunkte vorher zum Nullpunkt sinken. Zeit für...ein Duell, ein paar Minuten Zeit und eventuell auch eure Lesebrille!

2:0. Mein nächster Gegner...?
Wer den inzwischen vierten TCG-Ableger für DS noch nicht näher unter die Lupe genommen hat, sollte aufpassen: Ihr schlüpft nicht in die Rolle eines durchgestylten Yugi, Jaden oder Fusei (der schrille Hauptcharakter der nächsten Anime-Staffel), um euch gegenseitig auf der „Duel Academy“ die Mädels streitig zu machen oder die Welt vor jahrhundertealten Pharaonen-Legenden zu beschützen, sondern bestreitet eine eigene, kleine Karriere. Nachdem man Outfit und Landesflagge (für den Online-Modus wichtig!) festgelegt hat, gilt es eigentlich das gesamte Spielgeschehen über, sich ohne langatmige Handlungssequenzen zu duellieren. So schaltet man allmählich im „Duel World“-Modus neue Level frei, in denen weitere Herausforderer, kleinere Sonderduelle oder Nebenquests warten, oder man darf in „World Championship“ zwanglos gegen unterschiedliche Computergegner antreten. Da bekanntlich nicht jeder mit der Duel-Disk um den Arm auf die Welt gekommen ist, folgt anschließend ein einführender Crash-Kurs in die Funktionalität der einzelnen YGO-Duelle - erfahrene Deckbauer, Judges oder Hobby-Duellanten dürfen diesen Abschnitt selbstredend überspringen.

Degen, Piratenreime und Steinschleudern könnt ihr daheim lassen, wir duellieren uns lediglich mit bunt bemalten Karten auf einem vorgefertigten Spielfeld... Dieses ist in die Monsterkartenzone, einen ebenso großen Bereich für Magie- und Fallenkarten, einen Friedhof, einen Feldzauberkarten-Bereich, eine Fusionszone und die Deckzone eingeteilt. Als Duellant tritt man mit einem selbst zusammengestellten Deck aus mindestens 40 Karten und 8000 Lebenspunkten an - abgesehen von weniger alternativen, sehr speziellen Siegbedingungen ist es euer Ziel, die Punkteanzeige eures Gegners auf Null zu reduzieren, bevor er selbiges euch antut.

Grob gliedern lassen sich die Karten in drei Sorten: Monster-, Magie- und Fallenkarten, wobei die Monster in erster Linie kämpfen und damit den gegnerischen Lebenspunkten schaden sollen. Jede Kreatur verfügt über Angriffs- und Verteidigungswerte, ein Element (z.B. Feuer oder Finsternis), einen Typ (z.B. Krieger, Hexer oder Dinosaurier) und eine Stufe, die durch Sterne gekennzeichnet ist - bis zur 4. Stufe dürfen Monster meist ohne jegliche Schwierigkeit aufs Spielfeld gebracht werden („normalbeschworen“), höhere Level verlangen Opfer (d.h. andere Kreaturen). Viele Geschöpfe verfügen über nützliche Effekte - manche rufen zusätzlich andere Monster herbei (eine Form der „Spezialbeschwörungen“), andere können gegnerische Fallenkarten unschädlich machen oder sind sogar im direkten Kampf nicht zerstörbar. Zauberkarten liegt eine ähnlich mächtige Funktion zugrunde, da sie mit ihren Effekten z.B. Lebenspunkte dazugewinnen, Angriffsstärke bestimmter Monster erhöhen oder andere Wunderwerke vollbringen können. Fallenkarten hingegen dienen meistens dazu, die gegnerische Strategie durcheinanderzubringen: Sie halten Angriffswellen ab, legen plötzlich spezielle Beschwörungsregeln fest oder negieren mächtige Zauberkarten des Gegners. Ein Spielzug ist in mehrere Phasen, einschließlich des Ziehens einer neuen Karte zu Beginn oder der Schadensberechnung eingeteilt, die den im Kampf erhaltenen Schaden in Form von Lebenspunkten verteilt. Durch die geschickte Kombination und Feinabstimmung eurer Karten entstehen zahlreiche, unterschiedliche Decks und spannende, immer neu erscheinende Situationen in den Duellen.

„Mein Zug! Ich ziehe total!“
Für unfreiwilligen Humor sorgen nicht das erste Mal diverse Übersetzungs-Fettnäpfchen, die sich unter anderem im neuen „Feature“ der festgelegten Kommentare widerspiegeln: Hier darf man sich einen vorgefertigten Spruch für nahezu jede Spielsituation (Schaden erhalten, Schlüsselkarte ausgespielt, Duell verloren etc.) aussuchen, der dann in einer Sprechblase abgebildet wird. Manchmal witzig, meistens aber zu albern, um ernsthaft bereichernd für diese Software angesehen zu werden. Besinnen wir uns lieber auf die elementaren Sachen, z.B. den „Duel World“-Modus. Hier erkundet ihr insgesamt 5 Welten, in denen euch vor allem Duellgeister begegnen - richtig, Konami setzt wieder auf allerhand Karten-Monster, die mit ihrem thematisch passenden Deck herumgurken, ein paar Wortfetzen von sich geben und nach erfahrenen Duellanten suchen. Gewinnt ihr oft genug gegen diese Kreaturen, lassen sich parallel im „World Championship“-Modus diese Gegenspieler herausfordern. Außerdem winken natürlich DP, um zusätzliche Kartenpacks zu ersteigern - die ebenfalls bekannte Passwort-Option, um Einzelkarten früher freizuschalten, ist genauso wieder mit an Bord.

Steuerung:
Tadellos beachteten es die Entwickler, ein reales Kartenspiel in das DS-Format umzuwandeln - der Touchscreen stellt abermals - wie sich jeder denken kann - das geniale, perfekt geeignete Kernstück des vielleicht simpelsten Steuerungsmechanismus dieser Welt dar: Antippen, und somit eine Aktion auslösen, Karten-Daten einsehen oder Entscheidungen treffen. Die Übersicht während der Duelle ist überragend, an sämtliche Buttons kommt man spielend heran und auch in den Menüs (z.B. beim Deckbau) finden sich Anfänger wie Serienkenner blitzschnell zurecht. Einfach Stylus zücken, losdaddeln und siegreich duellieren - oder alternativ die konservativen Tasten verwenden! Einen Unterschied zu den Vorgängern findet sich zwar kaum, dennoch gibt’s von uns ein Lob in höchsten Tönen.

Grafik:
Spielfelder, Monsterumrisse, Kartendarstellungen - wenn man es nicht besser wüsste, ließe sich grundlegend jede optische Begebenheit auf „Nightmare Troubadour“, „Spirit Caller“ oder „World Chamionship 2007“ zurückverfolgen. Es befriedigt das praktische Spielgefühl an sich zwar, dass der Übersicht und Duell-Geschwindigkeit zugute wieder mal drastisch an Animationen und Experimenten gespart wurde, ernüchtert aber spätestens dann, wenn man zum hundertsten Male eine Kreatur beschwört, einen uninteressanten Hintergrund erblickt oder sich in relativ trockenen Menüs bewegt.

Sound:
Weder die furios vorgetragene „Rhapsodie in Blue“ (eine musikalische Neuentdeckung) noch eine andere musikalische Revolution habt ihr auch in diesem Sektor zu erwarten. Das versetzt Fanchören deswegen einen leichten Stich, da sich Soundtrack-Gestaltung und Geräuschkulisse im Vergleich zu früheren Yugi-Spielen keinen Schritt nach vorne bewegt haben - noch immer erscheinen alle fantasievollen Monster bei der Beschwörung, im Kampfeseifer oder bei ihrem dramatischen Ableben stumm, einen schwungvollen Kommentator sucht man weiterhin vergebens. Die Auswahl der Hintergrundlieder (die übrigens abhängig eurer Lebenspunkte variieren) ist charmant ausgefallen, dennoch auch recht eingeschränkt und nicht dermaßen fesselnd, dass sie einen nicht irgendwann langweilen. Insgesamt also akustischer Durchschnitt, mit ungenutztem Potential gerade im Kommentatoren-Bereich.

Features:
Auch wenn ihr auf eine aufgesetzte TV-Geschichte verzichten müsst, ist „World Chamionship 2008“ wieder umfangreich ausgefallen. Damit meinen wir nicht die drei obligatorischen, glitzernden Spielkarten für das TCG, sondern beispielsweise den Online-Modus (inklusive herunterladbaren Inhalten), die Tauschgeschäfte, die endlosen Optionen zum Deckbau oder kleine, feine Extras am Rande, wie z.B. freizuspielende Duellgeister.

Multiplayer:
Wie beim realen Trading Card Game der Fall, braucht es für den fulminanten Spielspaß reale Gegner. Duelle gegen computergesteuerte Polygon-Proleten mit vorgefertigten Decks können auf Dauer nicht überzeugen und werden glücklicherweise wieder von vorbildlichen Mehrspieler-Möglichkeiten übertrumpft. Neben recht beruhigenden Tausch-Geschäften geht es in der Arena richtig zur Sache: entweder in Einzel- oder Match-Duellen (der Sieger aus drei Duellen wird ermittelt, dazwischen darf das Side-Deck verwendet werden), dem bislang ungesehenen „Strukturdeck-Duell“ oder sogar in Turnieren. Neu sind so genannte „Tag-Duelle“, in denen ihr mit einem Teampartner gegen ein anderes Zweierpack an Duellanten antreten dürft. Das ist ungewohnt, entpuppt sich aber als gelungene Neuerung, um auch alle seine Kumpels in die virtuelle Kartenschlacht einzubeziehen. Dem Duellieren erst die rechte Würze verleiht aber natürlich der Online-Modus, der umfangreicher als in „Spirit Caller“ oder „WC 2007“ ausgefallen ist, und euch die nötigen menschlichen Gegenspieler schnellstens heranschafft. Entweder über die Freundescodes, ähnliche Bewertungen (je nach euren Siegen wird man bewertet und erscheint weltweit in einer Skala) oder durch Zufall. Die ehrlichen und braven, dazu noch spielerisch fähigen „Opfer“ von Sich-Niederlagen-durch-Ausschalten-Entzieher wurden zudem etwas beruhigt: Es hagelt Abzugspunkte, falls man im laufenden WiFi-Duell die Verbindung kappt. Dennoch bleibt leider nicht jeder vollends davor gewahrt.

Fazit:
Konami kam, vertraute auf das Herz der Karten und bewährte Spielzutaten, und siegte. Auch die virtuelle Weltmeisterschaft 2008 verabschiedet sich nämlich von überteuerten Kartenpreisen, Regelunklarheiten und nicht vorhandenen Gegenspielern, die manchen Interessenten vom „echten“ TCG abraten - stattdessen glänzen routiniert Stylus-Steuerung, Kartenumfang und der Online-Modus, der übrigens einen Großteil der Motivation ausmacht. Weiterhin müssen allerdings die gleichen Defizite wie einst bei „World Championship 2007“ hingenommen werden: Einen Storymodus gibt es lediglich ersatzweise, und ob sich der Neukauf für Besitzer früherer YGO-Titel lohnt, sei anzuzweifeln... Immerhin verstreichen erneut Stunden und Tage, bis man sich ein halbwegs spielstarkes Deck zusammengesammelt hat. Auch die wenigen Neuerungen (2vs.2-Duelle, einen Schwung neue Karten etc.) sind gewohnt unauffällig ins Gesamtkonzept hineingewoben worden. Die enorme taktische Tiefe, exotische Decksorten oder einfallsreiche Kombinationen auszuprobieren, und dann im hitzigen Turnier um die Duellantenehre zu ringen, macht aber den wahren Reiz dieses TCG-Zaubers aus. Und dieser sollte jedem zugänglich sein, der etwas Geduld und ein Quäntchen Neugierde an Sammelkartenspielen mitbringt.

Wirft eine zufällige Handkarte ab, um seine Life Points um 2000 Punkte zu erhöhen: Jakob Nützler [Miroque] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
81%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Bloß keine Berührungsängste! Geschmeidiger und präziser geht’s nicht. Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
Perfekte Stylus-Integration, intelligente Nutzung der Bildschirme - dazu bestätigt der Online-Modus (inklusive Mikro-Chat) diesen eindeutigen Sieg!
Grafik

Keine Überraschungen: Zweckmäßigkeit, Übersicht und kräftige Farben im Einklang.
Sound

Nette Musikstücke, immerhin. Bereichernde Geräuschkulisse sucht man aber vergebens.
Spielspaß

Duelliert euch in bester Wettkampf-Atmosphäre, akzeptiert aber die mäßige Abwechslung und die insgesamt immense Zeitinvestition.








Details
Spielname:
Yu-Gi-Oh! World Championship 2008

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Sonstiges

Release:
08.20.1903

Multiplayer:
1-4 Spieler, auch online

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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