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Petz: Hasenfreunde


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Petz: Hasenfreunde - Review vom 30.05.2008

Wer meint, Ubisoft hätte mit seiner Petz-Reihe bereits alle relevanten Haustiere abgedeckt, irrt – nachdem bereits Hundeliebhaber (Dogz), Katzenfreunde (Catz), Pferdenarren (Horsez), Wildkatzenanbeter (Tigerz) sowie Hamsterfanatiker (Hamsterz) bedient wurden, gibt es dank Petz – Hasenfreunde nun auch eine Haustiersimulation mit virtuellen Langohren. Doch ob man sich an heißen Sommertagen wirklich ausgiebig mit den virtuellen Fellbüscheln beschäftigen kann, ohne schon vorher die Löffel abzugeben? Wir werden sehen, was unsere Hasenjagd gebracht hat.

Kurzhaarig brünett oder doch lieber schwarze Langhaarmähne ?
Zu Beginn sucht man sich eines der knuffigen Fellknäule aus – um die Entscheidung noch etwas kniffliger zu gestalten, stehen vier Rassen mit jeweils drei verschiedenfarbigen Vertretern zur Wahl. Habt ihr euch entschieden, geht es schnurstracks zum Käfig – dem neuen Zuhause eures Nagers. Regelmäßiges Füttern und Tränken stellen sicher, dass sich euer neuer Schützling in eurer Obhut wohl fühlt. Damit ihr stets den Überblick behaltet, hoppelt das kleine Langohr im Standard-Modus auf dem oberen Bildschirm herum, während der Touch-Screen das übersichtliche Menü anzeigt. Neben den Optionen wie Füttern, Pflegen und Spielen gibt euch ein kleiner Comic-Snapshot eures Rackers Aufschluss über dessen aktuellen Gemütszustand. Unser Farbenzwerg wird allerdings bereits nach kurzer Zeit dauer-depressiv: Weder Spiele noch beherztes Bürsten oder Snacks können ihn aufmuntern. In unserer Ratlosigkeit greifen wir schließlich zu einem altbewährten Mittel: Streicheleinheiten. Und tatsächlich: Nachdem sich unser Tierchen erst scheu gibt und verkriecht, spricht es langsam auf die Annäherungsversuche an und wir können quasi zuschauen, wie aus der trüben Tasse ein breit grinsender Hoppler wird. Die Knuddelbereitschaft scheint jedoch keinen festen Gesetzmäßigkeiten zu unterliegen und ändert sich mitunter binnen Sekunden, gleiches gilt für die Effektivität der Fellpflege.

Schade nur, dass es nicht wirklich Hinweise darauf gibt, was genau euren Schützling nun fröhlich oder traurig macht und ob es diesbezüglich eventuell Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen gibt. Zudem ändert sich der Gemütszustand gelegentlich auf einen Schlag von himmelhochjauchzend zu hundsmiserabel – ohne erkennbaren Grund.

Ein weiteres, etwas abstruses Feature: Auch für die Bildung eures Hasens soll gesorgt werden, weshalb es möglich ist ihm einzelne Sätze wie „Guten Morgen“ oder „Komm hierher” beizubringen, indem man die auf dem Touchscreen erscheinenden Buchstaben in der entsprechenden Reihenfolge antippt. Klar, dass der IQ eines Langohrs gewissen, biologisch bedingten Grenzen unterliegt – folglich dauert es seine Zeit, bis der Nager einen Satz vollständig verinnerlicht hat. Das Beibringen neuer Wörter ist jedoch nicht gerade eine übermäßig Spaß bringende Aktivität sondern eher eine dröge Routineangelegenheit. Zudem hatten wir innerhalb von drei Tagen gelegentlichen Spielens alle verfügbaren Wörter und Sätze beigebracht und dieses „Feature” somit recht schnell ausgeschöpft.

Labertasche auf Knuddelkurs
Mit der Zeit wird euer Zögling recht gesprächig und gibt geistreiche Sätze wie „Das ist die Jahreszeit in der die Natur zum Leben erwacht” oder „Menschen mit Blutgruppe AB sollen clever und ehrlich sein” von sich. Ab und zu wendet er sich auch an euch, um nach einem passenden Wort oder Satz für eine bestimmte Situation zu fragen – leider kann es hierbei mitunter passieren, dass man eine unpassende Antwort wählt, weil die verfügbaren Sätze streckenweise mittendrin abgeschnitten wurden und somit nur schlecht verständlich sind. Das Sprachfeature scheint zwar auf den ersten Blick etwas überzogen, verleiht eurem Nager aber eine ganz eigene Persönlichkeit.

Natürlich ist auch Käfig– und Körperpflege ein Muss: Lasst ihr euer Häschen zu lange unbeaufsichtigt, verwandelt es sein Domizil ab und an in einen waschechten Saustall – hier hilft nur vehementes Putzen und regelmäßiges Nachprüfen, denn den Dreck seht ihr erst, wenn ihr euch im Käfig-Reinigungsmodus befindet. Mit Bunnys Fellpflege ist das auch so eine Sache: Manchmal verändert auch stundenlanges Bürsten nichts am aktuellen Reinlichkeitsstatus eures Schützlings – sobald beim Bürsten jedoch büschelweise Haare herumfliegen, ist das ein sicheres Zeichen, dass ihr auf dem richtigen Weg seid.

Zwar gibt es auf dem Modul nur einen Speicherplatz, dafür kann man insgesamt bis zu sieben Tierchen erwerben – in eurem Käfig findet jeweils nur ein Häschen Platz – auf die anderen passt ein kleines Mädchen namens Bonny auf. Eure Helferin kann maximal sechs Tiere beherbergen – wollt ihr euch trotzdem ein weiteres zulegen, müsst ihr euch wohl oder übel von einem anderen trennen. Obwohl Bonny behauptet, sich in eurer Abwesenheit um die Nager zu kümmern, scheint es zumindest für die Stimmung eures Hasen besser zu sein, wenn ihr ihn über Nacht im Käfig lasst. Gebt ihr ihn stattdessen an Bonny ab, werdet ihr am nächsten Morgen stets einen deprimierten, hungrigen und schmuddeligen Hasen vorfinden, der inmitten seines zum virtuellen Himmel stinkenden Käfigs hockt. Eine Funktion zum Zeit anhalten wäre hier durchaus wünschenswert gewesen.

Das Futter und Wasser für die Versorgung eures Hasen-Harems gibt es natürlich nicht für Lau – stattdessen müsst ihr euch die Grundversorgung eurer Mümmelmänner verdienen, indem ihr einige der sieben durchaus unterhaltsamen Minispielchen erfolgreich bestreitet. Das ist übrigens auch die einzige Möglichkeit neue Deko für den Käfig zu erstehen. Unbefriedigenderweise erhaltet ihr als Preis immer nur zufällig ausgewählte Geschenke – meist Futter und Wasser, gelegentlich Spielzeuge und eher selten kommt ein neues Dekorationsstück für den Käfig des Weges. Wesentlich sinnvoller wäre es gewesen einen Shop einzurichten, in dem man mit einer Währung zahlt, welche man sich in den Minispielen verdient. Genauso zufällig wie die Belohnungen sind die Spiele selbst - wann und was auf welchem Schwierigkeitsgrad gespielt wird bestimmt nämlich euer Hase. So kommt es durchaus vor, dass man einige Zeit relativ unmotiviert vor dem DS sitzt und darauf wartet, dass sich der Herr dazu herablässt, um mit einem zu spielen.

Vor Beginn eines der sieben Minispiele erfolgt jedes mal eine eingehende und leicht verständliche Erklärung der jeweiligen Aufgabe – die Einführung kann jedoch bei Bedarf übersprungen werden. Im Folgenden liefern wir euch einen raschen Querschnitt durch die vorhandenen Minigames, welche einen Großteil des gesamten Spiels ausmachen.

Dribbelschuss: Mittels Stylus navigiert ihr den Fußball vorbei an gegnerischen Hasen, die euch das runde Leder abknöpfen wollen. Habt ihr euch schließlich bis zum Torwart vorgearbeitet, gilt es mittels eines beherzten Schusses das „Golden Goal“ zu landen. Besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden wird es knifflig: Die Gegner agieren immer flinker und luchsen euch den Ball in Windeseile ab – spaßig!

Lufthockey: Wer in der Spielhalle stundenlang Lufthockey spielen kann, wird auch an diesem Minigame seine Freude haben: Das Spielfeld erstreckt sich über beide DS-Bildschirme. Gewinner ist, wer als erster fünfmal den Puck ins gegnerische Tor befördert. Die kleine Hockey-Einlage macht tierisch Spaß, lediglich den teils recht flotten Puck im Auge zu behalten artet gelegentlich in Augengymnastik aus – insbesondere, beim Bildschirmwechsel.

Bodenreinigung: Hier geht es hektisch zur Sache: Unter Zeitdruck müsst ihr die Dreckpfoten beseitigen, welche von über den Bildschirm hoppelnden Nager hinterlassen werden. Je nach Schwierigkeitsgrad geht es hier recht wüst zur Sache – dann dackeln schon mal zwei bis drei Langohren gleichzeitig über den eben noch pikobello sauberen Boden.

Osterei: Die besten Gewinnchancen hat, wer aufmerksam die auf dem Bildschirm herumstromernden Kaninchen dabei beobachtet, wo genau sie die Ostereier verstecken. Am ehesten lässt sich das Prinzip mit dem allseits bekannten Hütchenspiel vergleichen, denn einmal abgelegte Eier werden durch andere Hasen oft mehrere Male vertauscht. Anschließend macht man sich mittels Stylus auf die Ostereierjagd – ein Geschenk gibt es allerdings nur, wenn man erfolgreich alle Eier einer Runde aufspürt hat; liegt man einmal daneben, heißt es hingegen Game Over.

Rundkurs: In einem Möhrenauto gilt es fünf Runden innerhalb des Zeitlimits auf einer kurvigen Piste zurückzulegen. Doch einfach das Gaspedal durchtreten ist nicht, ansonsten landet ihr schnell in der Bande. Zum Ziel führen stattdessen gefühlvolle Geschwindigkeitskontrolle und geschickte Navigation mittels Stylus.

Balancierhilfe: Euer Häschen steckt im Baum fest, doch Rettung naht: Es gilt einen großen Turm aus Kisten so auszubalancieren, dass euer Nager unbeschadet daran hinab klettern kann. Doch Vorsicht: Sobald der Turm einstürzt, habt ihr verloren. Beim ersten Mal haben wir nicht schnell genug reagiert und noch bevor wir richtig gerafft hatten, dass das Spiel bereits lief, fiel der Turm auch schon um ... Auch beim zweiten Anlauf verabschiedete sich der Turm trotz wildem Stylus-Geschwenke gleich zu Spielbeginn – intuitiv ist dieses spielerische Intermezzo auf keinen Fall.

Monster: Verteidigt eure Stadt vor eindringenden Monstern! Schatztruhen bergen nützliche Hilfsmittel im Kampf gegen das Böse: Ein Schwert erhöht eure Angriffskraft, während das Schild für eine gesteigerte Verteidigung sorgt. Monster tarnen sich als Schatzkisten, um euch in die Irre zu führen – öffnet ihr eine Solche, kommt es zum Kampf. Dieser erfolgt rundenbasiert: Mittels Stylus berührt ihr einen von drei möglichen Angriffspunkten an eurem Gegner, kann er sich nicht verteidigen, war euer Angriff erfolgreich und euer Widersacher ist am Zug. Nun ist es an euch, einen von euren drei Angriffspunkten zu verteidigen – wählt das Monster zum Angriff genau diesen Punkt, kommt ihr ungeschoren davon, andernfalls werden euch ein paar eurer Lebenspunkte abgezogen. Als Belohnung für besiegte Schergen gibt es natürlich die heiß ersehnten Geschenke, welche entweder aus Accessoires für euren Hasen oder aus Leckereien bestehen. So simpel sich das Ganze anhört, der kleine RPG-Twist bringt durchaus Spaß und ist mit eins der unterhaltsamsten Minispiele.

Insgesamt bleibt bis auf das gelegentliche Füttern, Tränken und Säubern nicht viel zutun – lediglich die Minispiele bringen etwas Abwechslung in den ansonsten recht ereignislosen Käfigalltag. Dumm nur, dass man diese nicht von allein starten kann, sondern darauf warten muss, dass das eigene Kaninchen Lust auf eine Partie bekommt.

Steuerung:
Das Handling erfolgt komplett mittels Stylus und ist wunderbar intuitiv – egal ob bürsten, streicheln oder Ballspielen – mittels Touchpen und Touchscreen habt ihr euren Nager fest im Griff. Auch die Steuerung der Minigames erfolgt durchweg mittels Stylus und ist ebenfalls sehr gut gelungen.

Grafik:
Sowohl die Häschen als auch ihre Umgebung sind komplett in 3D. Die Nager sind knuffig, wobei die Entwickler sich bezüglich Farbgebung, Fellwuchs und Aussehen recht nah an den realen Vorbildern orientiert haben. Lediglich der Käfig wirkt etwas karg und detailarm, was aber auch an der zu Beginn noch recht spärlichen Ausstattung liegt. Anders als Beispielsweise bei Nintendogs wirken die Animationen streckenweise etwas ungelenk und das Gebärden eures Nagers erinnert von Zeit zu Zeit eher an einen Hamster, als an ein Kaninchen. Das Zimmer in dem ihr eurem Hoppler Auslauf gewähren dürft, ist zwar in 3D, dafür jedoch mit recht matschigen Texturen zugepflastert. Trotz der technischen Limitierungen des DS' wäre hier mehr drin gewesen.

Sound:
Im Hintergrund dudelt stets eine unaufdringliche, fröhliche Musik vor sich hin. Soundeffekte sind naturgemäß rar gesät, da Hasen bis auf ein gelegentliches Quieken bekannterweise nicht allzu viel Laute von sich geben. Am besten beraten ist man vermutlich damit, den Sound abzustellen, da er weder für die erfolgreiche Pflege eures Hasens nötig ist, noch sonderlich zur Atmosphäre beiträgt.

Multiplayer:
Habt ihr einen Freund, der ebenfalls unter die Hasen-Hirten gegangen ist, könnt ihr eure beiden DS mittels lokalem Wireless verbinden und so eure Kaninchen zusammen im Käfig spielen lassen. Das Ganze ist jedoch recht unspektakulär, da man außer Zuschauen nicht viel machen kann. Sinnvoller ist da schon die Möglichkeit Deko und Spielzeug zu tauschen, insbesondere wenn man von einem Item mehrere Exemplare angesammelt hat.

Fazit:
Ubisoft vorzuwerfen mit seiner Petz-Serie den Virtual–Pet –Markt zu melken wäre vermutlich... recht nah an der Wahrheit. Doch wie die restlichen Serienteile ist auch Hasenfreunde von durchaus solider Qualität, wenn auch an ein eher jüngeres Publikum, bzw. die tiervernarrte, weibliche Fraktion gerichtet. Der geneigte Spieler findet neben dem üblichen Haustierprogramm, welches von Füttern über Bürsten bis hin zum Spielen reicht, auch eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Minigamesammlung vor. Wer nach einem Nintendogs mit Hasen sucht wird jedoch enttäuscht werden – weder die Animationen, noch der Funktionsumfang reicht an den großen Nintendo-Bruder heran.

Pieckst heimlich still und leise ihre kleine, pelzige Nervensäge mit dem Stylus: Franzisca Mannan [AbdSabour] für PlanetDS.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
66%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Unkompliziert mittels Stylus und Touch-Screen, nur die Kameraposition ist leider fix. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Ubisoft's Hasenfreunde ist nicht gerade der Alva Edison unter den Pet-Sims und bietet daher das Standard-Pflegeprogramm gemixt mit wirklich spaßigen Minispielen.
Grafik

Solide 3D-Modelle mit teils etwas matschigen Texturen und gelegentlich holprigen Animationen.
Sound

Gedudel in der Dauerschleife und sparsamer Einsatz von Soundeffekten – am besten Ton ausschalten und Batterie sparen.
Spielspaß

Wer Haustier-Sims mag wird auch hieran seine Freude haben – zumindest kurzweilig, denn auf die Dauer mangelt es leider an Abwechslung.








Details
Spielname:
Petz: Hasenfreunde

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Sonstiges

Release:
08.20.2404

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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