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Die Drachenjäger


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Die Drachenjäger - Review vom 19.05.2008

Manchmal braucht es lediglich eine halbwegs bekannte TV-Serie, hin und wieder muss jedoch erst ein Kinofilm kommen, um ein passendes Lizenzspiel zu rechtfertigen. Bei „Die Drachenjäger“ ist letzteres der Fall. Anstatt schon längst mit einem Videospiel zur Super RTL-Serie die kleineren Fans zu ködern, hat man bis zum großen Leinwandauftritt des dynamischen Jäger-Trios gewartet. Und wie für derartige Vermarktungen üblich, entschieden sich die Produzenten wieder für ein Jump’n Run. Ob die Jagd eine ruhmreiche ist oder ihr den Auftrag lieber ablehnen solltet, klären wir in unserem Test.

Drachen-Sushi
Die Welt von „Die Drachenjäger“ besteht aus vielen kleinen zersplitterten Landmassen. Als wäre das noch nicht genug, treiben überall Drachen ihr Unwesen. Aus diesem Grund gibt es solche tapferen Leute wie Lian-Chu und Gwizdo, die Hauptcharaktere und titelgebenden Drachenjäger. Zusammen mit ihrem kleinen Hausdrachen Hector dürfen sie zu Beginn erst einmal einen Bauernhof von kleineren, fledermausartigen Drachen befreien. Anstatt aber brav zu bezahlen, weist der Bauer auf einen großen Schatz hin. Gwizdo, geldgierig wie er ist, springt natürlich sofort darauf an, nimmt die Schatzkarte als Bezahlung an und schon beginnt das eigentliche, vier Welten große Abenteuer.

Bis auf die Startwelt setzt sich jede Umgebung aus zwei bis drei einzelnen Levels zusammen, die wiederum jeweils fünf Missionen inklusive einem Bosskampf umfassen. Damit eine Stufe als abgeschlossen gilt und ihr voranschreiten dürft, müsst ihr mindestens drei Missionen erfolgreich abschließen. Ein Auftrag, der immer zur Auswahl steht und immer zuerst erledigt werden muss, ist das Sammeln von violetten Orbs. Hat man das hinter sich gebracht, warten die vier anderen Herausforderungen auf euch, die etwa „Besiege alle Gegner“, „Sammle alle Goldklumpen“, „Entzünde alle Fackeln“ oder „Erreiche das Ziel so schnell wie möglich“ lauten können.

Gemeinsam sind sie stark
Um eurer Aufgabe nachzugehen, bewegt ihr die Figuren in der Regel von links nach rechts, sammelt, wenn gefordert, bestimmte Gegenstände ein, bekämpft kleinere Feinde und hüpft über Abgründe. Klassische Genre-Kost eben! Allerdings steuert ihr die drei putzigen Jäger nicht gleichzeitig, sondern könnt jederzeit zwischen ihnen wechseln. Da sie verschiedene Fähigkeiten beisteuern, müsst ihr dies auch häufig tun. Der flinke Gwizdo beherrscht beispielsweise einen Doppelsprung und ist damit für knifflige Sprungpassagen geradezu prädestiniert. Auch ist er seltsamerweise der einzige, der Leitern hochklettern kann... Der bullige Lian-Chu hingegen ist der Mann für’s Grobe. Mit Schwert und Faust kann er Gegner bekämpfen, für den Fernkampf kann er aufgesammelte Bomben und Stricknadeln werfen. Miniatur-Drache Hector kann sich wie Samus Aran aus „Metroid“ zu einer kleinen Kugel zusammenrollen und so Durchgänge benutzen, die für seine menschlichen Kollegen viel zu eng wären. Zusätzlich kann er sich bei den wenigen Quasi-Schleicheinlagen des Spiels im Hintergrund verstecken.

Unabhängig von der aktuellen Mission gibt es vier Dinge, welche die drei Jäger immer einsammeln können: Bomben und Nadeln, um Lian-Chus Waffenvorrat aufzustocken, sowie Goldklumpen und Herzen. Für 100 güldene Steinchen gibt es ein zusätzliches Herz, welches auf dem Touchscreen gelagert wird. Sollte einer eurer Charaktere dann im Kampf oder durch andere widrige Umstände verletzt werden, könnt ihr seine Lebensenergie wieder auffrischen, indem ihr das Herz zum entsprechenden Charakterporträt auf dem Touchscreen zieht. Da der Schwierigkeitsgrad aber nicht gerade der anspruchsvollste ist und ihr die zusätzliche Lebensenergie quasi an jeder Ecke zugesteckt bekommt, erreicht man sehr schnell das Limit in Höhe von 99.

Da wir es bei „Die Drachenjäger“ aber nicht mit einem intakten Planeten zu tun haben, sondern mit lauter kleinen in der Luft schwebenden Landmassen, haben sich die Entwickler ein nettes kleines Gravitationssystem einfallen lassen - wir sehen einmal davon ab, dass nahezu identische Szenarien in „Super Mario Galaxy” Gang und Gebe sind.... Hin und wieder kann es also passieren, dass ihr den Level über Kopf fortsetzt oder durch einen Sprung wortwörtlich an die Decke geht. In der Regel kommt das Feature bei großen, kreisrunden Plattformen vor. Damit ihr auch bescheid wisst, wo ihr bei einem Sturz in einen Abgrund nicht durch andere Gravitationsverhältnisse gerettet werdet, stehen an solchen Stellen kleine Schilder mit einem Totenkopfsymbol im Hintergrund.

Je nachdem, wie schnell ihr wart oder wie viele Objekte ihr gefunden bzw. Gegner besiegt habt, werdet ihr am Ende der Mission mit einer von drei Medaillen ausgezeichnet. Zusätzlich gibt es ein Herzteil als Belohnung, fünf davon erweitern die Energieleiste der drei Helden um eine Einheit. Ein Level gilt als abgeschlossen, sobald mindestens drei Silberabzeichen auf euer Konto gegangen sind. Habt ihr euch dann durch alle Abschnitte einer Welt gekämpft, wartet zu guter Letzt noch ein fulminanter Bosskampf auf euch. Der Kampf gegen die richtig großen Drachen findet in einer kreisrunden Arena statt, in deren Mitte die zu erlegende Riesenechse steht. Ziel dieser Schlachten ist es, den Feind mit Steinen zu betäuben, die per Touchscreen geworfen werden, um ihm anschließend mit einem bereitstehenden Katapult den Rest zu geben. Leider laufen alle drei Bossfights nach ein- und demselben Muster ab.

Steuerung:
Ihr steuert das Jäger-Trio hauptsächlich mit dem Steuer- und Tastenkreuz. Mit dem B-Knopf wird gesprungen, per R-Taste blocken die Recken feindliche Angriffe. X, Y und A kommen lediglich bei den Spezialfähigkeiten von Lian-Chu und Hector zum Einsatz. Der Touchscreen wird dabei in den normalen Spielabschnitten zum Wechseln der Charaktere und Auffüllen der Lebensenergie verwendet. In den Kämpfen gegen die großen Bosse des Spiels, dürft ihr, wie oben schon genannt, Steine um euch werfen und Katapulte bedienen.

Grafik:
„Die Drachenjäger“ schickt euch durch vier recht ansehnliche 3D-Areale, jedes mit seinem eigenen Thema (Feuer, Wald, Tempel und Ödnis). Allerdings wissen die Charaktermodelle nicht wirklich zu überzeugen. Das Feindvolk ist nicht wirklich abwechslungsreich gestaltet, über weite Strecken des Spiels rennt ihr in die immer gleichen Gegnermodelle. Auch sind die Animationen zum Teil nicht wirklich das Gelbe vom Ei, Lian-Chus Kampfeinlagen sehen leicht undynamisch und -realistisch aus, und wenn Gwizdo an einer Leiter hochklettert, erschient es nicht selten so, als würde er ein wenig daneben greifen.

Sound:
Die Soundkulisse des Spiels ist an und für sich ordentlich ausgefallen. Jeder Level wird von einem eigenen Musikstück begleitet - manche unterstreichen die Atmosphäre des Abschnitts sogar ganz gut. In Sachen Soundeffekte gibt es leider nur Kampf- und Sprunggeräusche der Helden, selbst wenn man an einem Fluss vorbeiläuft, scheint die Umgebung stumm zu sein.

Features:
Das Hauptabenteuer mit all seinen Missionen kann durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Solltet ihr diese übrigens mit Gold abschließen, werden Renderbilder und Concept-Arts vom Kinofilm sowie die Musikstücke des Spiels in der Bonussektion freigeschaltet. Abgesehen davon bietet die DS-Karte auch zwei Minispiele: Eine Art Mini-Labyrinth, das ihr mit Hector in Kugelform bestreiten dürft, und ein „Whack-A-Mole“-Klon, bei dem ihr anstelle von Maulwürfen Drachen auf dem Touchscreen eine verpasst. Die beiden Minigames sind kurzzeitig unterhaltsam und lassen sich auch mit einem zweiten Mitspieler bestreiten. Dafür benötigen aber beide Teilnehmer ein Modul.

Fazit:
„Die Drachenjäger“ ist ein leicht zugängliches Lizenz- Jump’n Run, das zwar einige nette Ideen bietet und durchaus unterhaltsam ist, aber leider an Tiefgang vermissen lässt. Die Kämpfe mit normalen Gegnern lassen sich so ziemlich alle durch simples Tastengehämmer bewältigen, das Gravitationsfeature findet häufig nur in Verbindung mit runden, in der Luft schwebenden Steinplatten Verwendung und der Schwierigkeitsgrad an sich ist auch alles andere als fordernd. Dennoch - gerade jüngere Spieler können aufgrund der eher unkomplizierten Natur ihren Spaß an dem Titel haben und Fans der Vorlage bekommen wenigstens ein recht anständiges Spiel zu ihrer Lieblingsserie bzw. dem liebgewonnenen Kinofilm.

Legt sich mit Feuer speienden Riesenechsen an: Tjark Michael Wewetzer [Alanar] für PlanetDS.de

Vielen Dank an dtp Entertainment AG für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
68%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Lediglich die recht träge Kampfsteuerung vermiest das ansonsten gute Steuerungskonzept. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Lediglich bei Bossen und Minispielen wird die DS-Power richtig genutzt, ansonsten hält sich der Einfallsreichtum eher im Hintergrund.
Grafik

Hintergründe können sich sehen lassen, Charakter- und vor allem Gegnermodelle eher weniger.
Sound

Einige passende Musikstücke sind mit an Bord, an atmosphärischen Soundeffekten hat man jedoch gespart.
Spielspaß

Trotz des moderaten Schwierigkeitsgrades ein durchaus unterhaltsamer Plattformer.








Details
Spielname:
Die Drachenjäger

Publisher:
dtp Entertainment

Developer:
Engine Software

Genre:
Jump 'n Run

Release:
08.20.0505

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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