Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Ninja Reflex


  • Testbericht
  • Bilder (5)
  • News & Videos (0)
  • User (3)
  • Spiel Kaufen
Ninja Reflex - Review vom 10.04.2008

Wir geben es zu - mittlerweile hängen auch uns die Wiederholungstäter im DS-Regal, Minispielsammlungen in allerhand Farben, Varianten und Formen, zum Halse raus. Auf Nintendos berührungsempfindlicher Handheld-Konsole gibt es gefühlte 3000 Stück davon, die meisten bestechen durch eine ewige Monotonie und nur die wenigsten sind wirklich durchdacht konzipiert. Gut gemachte Minigame-Pakete können zwar einigen Spielspaß bieten und sind gerade auf tragbaren Konsolen ideal für den kleinen Hunger zwischendurch - eine unzureichende, lieblose Ansammlung erzeugt aber nur noch ein müdes Gähnen.

Electronic Arts traut sich mit Ninja Reflex in dieses schwierige, vorurteilsbelastete Genre-Gebiet - scheitert man an hinterlistigen Fallen im Spieldesign und ermüdet aufgrund geringen Umfangs, oder trifft das blitzschnelle Stylus-Gefuchtel unseren Geschmack? Reflexartig gehen wir dieser Frage auf den Grund!

Shuriken, die Sternstunden eines Ninjas
Hier geht es prinzipiell darum, messescharfe Shuriken auf sehr ähnlich gestaltete Gegner zu schleudern. Die grundlegende Steuerung ist extrem simpel ausgefallen - einfach einmal auf den Widersacher klicken, um ihn anzuvisieren und dann einen vertikalen Strich über den Touchscreen ziehen. Schon schießt der Shuriken-Stern automatisch los und zerstört den Pixel-Gegner, der sich übrigens recht schnell bewegt. Viel Skill wird jedoch nicht abverlangt, es geht nur um die Geschwindigkeit des Anvisierens.

Hashi - Gesundheit!
Merkwürdigen Spielkonzepten begegneten wir auf dem DS schon zur Genüge, aber Hashi ist doch erwähnenswert: Man soll Fliegen aus der Luft fangen und direkt in eine Schale legen. Wirklich, es geht einfach darum, Fliegen zu fangen. Im realen Leben ist das ja durchaus eine kleine Herausforderung, aber auf dem DS wird die einfallslose Idee zur Farce - der Spieler muss nur das auf dem Touchscreen herumfliegende Insekt berühren und dann an eine bestimmte Position ziehen.

Auf Nahrungssuche: Koi
Knut, der früher so süße Eisbär (und bald wohl auch Flocke), hat es letztens vorgemacht - windige Fische mit der bloßen Hand aus einem Tümpel zu angeln. Während ihr in der Realität an glitschigen Schuppen fast verzweifeln würdet, ist die Umsetzung auf dem DS wieder ZU simpel ausgefallen: Man bewegt die virtuelle Hand über einen Fisch, bis dieser auftaucht. Dann muss man nur kurz den Touchscreen antippen und hat den schwimmenden Fang.

Schnippschnapp, Nase ab! Die Kunst des Katana
Wer hätte bei dieser Minigame-Bezeichnung damit gerechnet, es geht neuerdings einmal um den Schwertkampf, in dem diverse böse Gegner erledigt werden müssen. Dieser Kampf ist allerdings wie alle anderen Minispiele recht einfalllos kreiert, da wir nur die passenden Striche auf dem Touchscreen zeichnen müssen.

Helle Leuchten: Hotaru
Nachdem unsere geschickten Fingerchen schon garstige Fliegen gefangen haben, dürfen wir in diesem Minispiel unschuldige Glühwürmchen belästigen. Diese schweben auf dem Touchscreen durch die Nacht und sobald eines es wagt, ihr Hinterteil zum Leuchten zu bringen, muss der Ninja-Azubi per Stylus zuschlagen.

Weil die Wiimote sich alleine fürchtet: Nunchaku
In dieser hektischen Prüfung wird von euch verlangt, auf dem Touchscreen eine Acht ( 8 ) zu zeichnen, um schnell die Nunchucks zu bewegen. Der strenge Lehrmeister schleudert dabei diverse Gegenstände auf den Spieler, die durch das Drücken der passenden Taste zerstört werden müssen.

Diese sechs Minispiele gibt es in diversen Varianten, die man durch so genannte Gürteltests freischalten kann. Dabei verändert sich allerdings nicht sonderlich viel - wenn das eigentliche Spielprinzip zu eintönig und unterhaltungsarm ist, macht es keinen Unterschied, ob man jetzt so viele Fische wie möglich fangen soll, einen extrakleinen Lachs, oder nur 25 Sekunden für einen Fisch Zeit hat... Die wirkliche Krönung ist allerdings der sagenumwobene Meditationsmodus. Dort gibt es zwei alberne Varianten - eine davon wäre die Stille Meditation, bei der man eine bis fünfzehn Minuten einfach nur auf den DS-Bildschirm starren und sich diversen akustischen Blödsinn anhören darf - das soll wohl entspannend wirken, ist praktisch aber herzlich bescheuert inszeniert. Gruselig ist auch die Präsentation, wenn sie auch einiges an Potential geboten hätte... Dort hat Electronic Arts sich alle Mühe gegeben, jedes noch so peinliche Martial Arts-Klischee umzusetzen - den Großteil der Spielergemeinschaft wird das eher nerven, als beglücken. Euer Ninjalehrer gibt derartig hochtrabende und stumpfsinnige Sätze von sich, dass man automatisch zum Lautstärkeregler des DS greifen möchte. Wer will schon ernsthaft Sprüche hören wie: „Wolke-san, was ist Leben? Es ist das Leuchten eines Glühwürmchens in der Nacht" ? Unerträglich, wenn man nicht gerade darauf steht!

Steuerung:
Wenigstens die Touchscreen-Steuerung funktioniert halbwegs und ohne größere Probleme. Die Glühwürmchen und Fliegen lassen sich sogar zu einfach aus der Luft fangen - viel Einfallsreichtum wird man hierbei keinesfalls erwarten, dafür können auch Anfänger direkt loslegen.

Grafik:
Eigentlich gibt es hier nicht viel zu erzählen, die wenigsten Screenshots zeigen schon alles: Recht chilliges, ruhiges Ambiente und schnelle, aber ziemlich detailarme Animationen im Vordergrund. Ninja Reflex bietet typisches Nintendo DS-3D und fällt weder positiv noch negativ auf. Das ist allerdings kein Kunststück, da die Areale extrem klein sind und sich meistens auf nur eine Bildschirmbreite beschränken.

Sound:
Dezente Asien-Musik, nette Background-Klänge... Hier gäbe es eigentlich nicht viel zu meckern. Die gewählten Soundeffekte sind durchaus passend und Ninja Reflex bietet sogar einiges an Sprachausgabe - dummerweise erzählt der weise Ninjameister wie zuvor erwähnt, nur gequirlte Tofu-Suppe.

Multiplayer:
Bis zu vier Spieler können in Ninja Reflex die sechs Mini-Herausforderungen gegeneinander trainieren. Wer allerdings Freunde hat, die Ninja Reflex ernsthaft und intensiv spielen wollen, der sollte dringenst darüber nachdenken, nach Südamerika auszuwandern und nochmal ganz von vorne anzufangen.

Fazit:
Das war solch ein blitzartiger Griff ins asiatische Klo, unser Lehrmeister wäre stolz... EAs Ninja Reflex bietet fast nichts, was zum Kauf animieren könnte. Die sechs verschiedenen Minispiele sind eindeutig zu wenig, um den durchschnittlichen Spieler längere Zeit bei der Stange zu halten. Außerdem sind sämtliche Stylus-Mechanismen sehr (!) simpel gehalten. Nervenstrapazierend ist auch das Pseudo-Asien-Szenario und die platten Sprüche des Lehrers, die uns schnell zum Lautstärkeknopf greifen ließen. Auf dem Nintendo DS gibt es schon genug Minispielesammlungen, die besser sind als Ninja Reflex - damit fängt man nämlich höchstens noch Fliegen. Finger weg!

Das Ausschalten seiner Konsole reflexartig hinzugelernt: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
29%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Einfaches Stylus-Gefuchtel ohne Probleme. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Stylus-Minispiele, natürlich nicht mehr sonderlich innovativ.
Grafik

In der Ruhe liegt die Kraft: Szenarisch passender 3D-Durchschnitt.
Sound

Sprachausgabe, die leider ziemlich nervt.
Spielspaß

Nach einigen Minuten hat man alles ausprobiert - ohne nachhaltiges Glücksgefühl.








Details
Spielname:
Ninja Reflex

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Nunchuck Games

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
08.20.0803

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop