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Mein Englisch Coach - Verbessere dein Englisch


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Mein Englisch Coach - Verbessere dein Englisch - Review vom 03.04.2008

Englisch ist die Weltsprache und ohne solide Kenntnisse dieser auszukommen, ist heutzutage fast lebensgefährlich. In der Schule mag man es vielleicht noch ohne größere Sprachkenntnisse schaffen, aber schon beim normalen Internet surfen stößt man schnell auf Probleme, denn viele der interessantesten Seiten gibt es nämlich nur auf Englisch. Englische Bücher brauchen Ewigkeiten, um in Deutschland zu erscheinen, wenn man überhaupt einmal Glück hat und sie übersetzt werden. Die Texte der eigenen Lieblingsband sind auf Englisch, was ebenfalls zu peinlichen Situationen führen kann. Am Bahnhof sucht man verzweifelt die Auskunft und rennt dreimal am Service Point vorbei. Die benötigte Software gibt es nur auf Englisch und der Anwender steht wie der Ochs' vorm Berg. Und spätestens im Studium ist es völlig normal, dass man auch englische Texte und Bücher lesen muss.

Kulturpessimisten dürfen jetzt gerne über den Untergang des Abendlandes und den Niedergang der Sprache der Dichter und Denker jammern – Realisten lernen einfach Englisch. Und es ist natürlich klar, dass Ubisoft auf den Trainingspielhype aufspringt und einen Sprachtrainer für den Nintendo DS herausbringt.

Mein Englisch Coach – Verbessere dein Englisch ist allerdings kein kompletter Sprachtrainer in dem klassischen Sinne, sondern vielmehr ein Vokabeltrainer. Der Titel will den Wortschatz des Spielers durch diverse, am besten täglich zu absolvierende Übungen verbessern, damit dieser nicht ständig nach den richtigen Wörtern suchen muss. Damit ist auch die Zielgruppe des Spieles recht klar umrissen – Leute, die zwar Englisch in der Schule gelernt haben, aber recht geringe Vokabelkenntnisse besitzen. Grammatikübungen, Konversation oder Phonetik kommen in „Mein Englisch Coach“ nicht vor – wer die Sprache wirklich von Grund auf lernen will, wird mit dem Programm definitiv nicht viel anfangen können.

Um sein Vokabular zu erweitern, stehen dem Spieler diverse Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung, welche wir euch nun im Folgendem näher erläutern wollen:

Missing Letter:
Auf dem oberen Bildschirm erscheint ein englisches Wort, in dem ein Buchstabe fehlt, also z.B. BEGIN_ER. Der Spieler muss den passenden Buchstaben auf den Touchscreen malen, in diesem Fall also ein N. Besagter Modus leidet jedoch unter dem gleichen Problem wie diverse andere Lernspiele – da die Buchstabenerkennung nicht immer ganz hundertprozentig funktioniert, werden richtige Antworten sofort akzeptiert, bei falschen wird die Antwort immer etwas verzögert, um den Spielern die Gelegenheit zu geben, eine fehlerhafte Erkennung zu korrigieren. Falsche Antworten bemerkt der Spieler daher auch vor dem Einlesen der Antwort in den DS und kann sie nochmal korrigieren.

Split Decision:
Dieser Modus ist wohl der einfachste und vielleicht auch sinnvollste von allen vorhandenen - auf dem oberen Bildschirm erscheint ein englisches Wort und der Spieler muss die passende Übersetzung aussuchen.

Pasta Letters:
Pasta Letters ist vielleicht das absurdeste Minispiel überhaupt: Buchstabennudeln versinken langsam in der Tomatensuppe und der Spieler muss mit ihnen ein passendes Word auf dem Tellerrand buchstabieren. Kurios und dennoch intuitiv.

Block Letters:
In Block Letters fallen Buchstabenblöcke von oben herab und der Spieler muss damit bestimmte Wörter buchstabieren. Dabei ist zu beachten, dass man nicht die imaginäre Grenze von Blöcken überschreitet und somit vorzeitig an der Aufgabe scheitert. So ist es nämlich, dass man manchmal den passenden Buchstaben aus dem Auge verliert und damit wichtige Zeit verliert, in welcher weitere Blöcke auf den Touchscreen fallen.

Word Shuffle:
Welches Wort hat welche Bedeutung? – Dies und andere Fragen habt ihr im Menüpunkt Word Shuffle zu klären, denn hier gilt es englische Wörter ihren passenden Definitionen zuzuordnen.

Safecracker:
Geld regiert die Welt. Doch ob ihr es wirklich schafft, mit euren Englischkenntnissen Safes zu knacken? In diesem Modus dürft ihr es durch das Buchstabieren eines Wortes zumindest einmal versuchen, vielleicht springt die Tür zum Glück ja auf.

Speed Letters:
Speed Letters ist wie auch Word Poppers ein „Erholungsspiel“, das nicht in die Vokabelkompetenz eingerechnet wird. Hier kann der Spieler also ohne Sorgen einfach mal zocken. Dabei ist es aber herzlich blöd – es geht einfach nur um das Trainieren der Buchstabenerkennung. Auf dem oberen Bildschirm läuft ein Buchstabe vorbei, den man auf dem Touchscreen zeichnen muss.

Word Popper:
In Word Popper muss man richtige und falsche Wörter zuordnen. Diese fliegen als Ballon auf dem Touchscreen herum und müssen entweder zum mit „Richtig“ oder mit „Falsch“ beschrifteten Kaktus gezogen werden.

Soweit so gut. Die Minispiele bieten das übliche, was man von einem Vokabeltrainer erwarten kann. Buchstabier- sowie ein paar Definierübungen und eine Hand voll Minispiele. Den wirklich großen didaktischen Durchbruch schafft „Mein Englisch Coach“ damit natürlich nicht – ähnliches haben wir schon in diversen anderen Vokabelprogrammen gesehen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob man wirklich einen Vokabeltrainer für den Nintendo DS braucht. Gerade da die Zielgruppe des Spieles so gut Englisch können sollte, dass sie auch normale englische Texte verstehen müsste, wäre es für viele sicherlich sinnvoller, auf englischsprachigen Internetseiten zu surfen oder mal ein englischsprachiges Buch zur Hand zu nehmen und die fehlenden Vokabeln nachzuschlagen. Gerade Onlineübersetzungstools wie dict.leo.org oder die Software Babylon erledigen das Vokabelnachschlagen im Handumdrehen ohne aufwändig im Langenscheid oder Pons blättern zu müssen. Das hat zwei Vorteile – zum einen lernt man durch das Lesen der New York Times mehr als nur Vokabeln und man kann das neuste Buch des Lieblingsautors schon früher lesen. Zweitens lernt man auch den passenden Kontext einer Vokabel. Es gibt diverse englische Vokabeln, deren deutsche Übersetzung gleich ist, deren Bedeutung sich aber dann doch leicht unterscheidet. Gerade diese Feinheiten vermittelt „Mein Englisch Coach“ leider nicht.

Steuerung:
Wie auch schon andere Denkspiele steuert sich dieser Titel komplett über den Touchscreen, wobei alle Funktionalitäten fließend von der Hand gehen und es kaum zu großen Unklarheiten kommt. Die Schrifterkennung ist gut, wenn auch nicht perfekt; insgesamt bietet das Spiel ein rundum zufriedenstellendes Ergebnis in Sachen Handling.

Grafik:
Wir erwarten von Lernspielen keine hochmoderne Grafik und bekommen von „Mein Englisch Coach“ auch keine. Die Aufgaben sind alle recht schlicht in 2D gehalten. Die vier verschiedenen, gezeichneten Lehrer sind ansehnlich, aber reißen aber auch keinen vom Hocker. Auch die Vokabeln an sich glänzen durch eine schlichte, nicht Welt bewegende Optik.

Sound:
Ebenso wie bereits die Grafik bietet selbst die musikalische Untermalung bei unserem Testkandidaten nur mittleren Durchschnitt. Die Musik dudelt gemütlich vor sich hin, eine Effektkulisse wurde fast gänzlich ausgespart, insgesamt stört jedoch keines von beiden sonderlich den Spielgenuss.

Multiplayer:
„Mein Englisch Coach“ bietet sowohl ein Einzelkarten- als auch ein Multi-Karten-Spiel für vernarrte Englischfans an. Das Einzelkarten-Spiel bietet dabei aber nur zwei Funktionen: Zum einen kann man dem Gegenüber eine Demo von Block Letters senden oder gegen ihn im Cube Battle antreten. Wenn beide Spieler ein Modul besitzen, können sie außerdem in Safecracker und Block Letters gegeneinander antreten.

Fazit:
„Mein Englisch Coach – Verbessere dein Englisch“ erfindet das Rad nicht neu und eignet sich nur für eine kleine Zielgruppe. Das Programm ist kein Lernprogramm in dem Sinne, sondern soll lediglich den eigenen Wortschatz erweitern. Demzufolge wird man Grammatik-, Konversations-, Ausspracheübungen oder ähnliches nicht vermittelt bekommen. Die Zielgruppe, welche sich bereits auf gewisse Englischkenntnisse stützen sollte, muss sich deshalb überlegen, ob es sich nicht eher lohnt, die 30€ lieber in ein paar englische Bücher zu investieren und öfters im englischsprachigen Internet zu surfen. Denn der erzielte Effekt ist mindestens derselbe.

Hüter der virtuellen Englischvokabeln: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.



WERTUNG:
keine
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Komplett per Touchscreen ohne Probleme. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Das x-te Trainingsspiel, nicht viel Neues.
Grafik

Völlig ausreichend für ein Trainingsprogramm, auch wenn der DS nicht ins Schwitzen gerät.
Sound

Unspektakuläre Standardkost, jedoch nicht wirklich störend.
Spielspaß

Manche „Spiele“ wirken etwas erzwungen.








Details
Spielname:
Mein Englisch Coach - Verbessere dein Englisch

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Denkspiel

Release:
08.20.1803

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (3)

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