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Geometry Wars: Galaxies


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Geometry Wars: Galaxies - Review vom 11.03.2008

Die Karriere eines typischen Videospiels ist mit der Laufbahn eines durchschnittlichen Castingshow-Teilnehmers vergleichbar. Während der Sendung wird ein großer Hype aufgebaut, Dieter Bohlen beleidigt den engagierten Jungstar ausnahmsweise mal nicht, sondern macht jede Menge Werbung, dann kommt die CD auf den Markt, steigt in die Top 10 ein und danach war’s das auch mit der Karriere. Die wenigsten schaffen es, ein zweites Album (erfolgreich) auf den Markt zu bringen. Wie gesagt, Videospiele funktionieren ähnlich: Vor dem Release werden durch ständige News, Previews und ungebremste Spekulationen sämtliche Schnippelchen der Vorfreude zusammengeschürt. Die Rolle von Dieter Bohlen übernehmen enthusiastische Fans in diversen Foren oder gar die Berichterstattung in Spielemagazinen oder auf Internetseiten, wie PlanetDS. Dann kommt das Spiel auf den Markt, die Fans kaufen das vielversprechende Produkt, spielen es, diskutieren ausführlich über Plus- und Minuspunkte und dann - tote Hose. Keiner spricht mehr darüber, es wird kaum noch gekauft (oder gar verkauft) und am Ende droht das digitale Dschungelcamp - die Heft-CD der Computer BILD Spiele.

Einige wenige Spiele schaffen es aber, einen anderen Karriereweg einzuschlagen. „Geometry Wars“ hat dieses vermeintliche Wunder vollbracht. Angefangen hat alles als kleines Minispiel in „Project Gotham Racing 2“ für die X-Box. Danach erschien ein aufgemotzte Version als Download für die X-Box 360. Den nächsten Schritt auf der Karriereleiter stellt schließlich „Geometry Wars: Galaxies“ auf dem Nintendo DS und der Wii dar. Schauen wir mal, ob das einzigartige Geschicklichkeits-Spiel auch vernünftig singen kann, oder ob es doch nur ein weiterer Dieter Bohlen-Zögling ist. Hoffentlich hat sich’s einen passenden Song ausgewählt…

All-Tag im Weltraum: schießen, ballern, abknallen…
Das kernige Spielprinzip von „Geometry Wars“ ist fast so alt wie Videospiele überhaupt. 1979 brachte Atari „Asteroids“ in die Spielhallen unserer wirtschaftlich erstarkten Welt, das schnell zu einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Game-Kreationen überhaupt wurde. 29 Jahre später benutzt „Galaxies“ genau das gleiche Spielprinzip: Ein kleines Raumschiff, eine 2D-Ebene, viele Gegner. Diesmal aber auf Drogen.

Die Gegner sind bunte geometrische Figuren, der Soundtrack psychedelisch und mehr Action gibt es natürlich auch. Aber fangen wir von vorne an. Wir steuern ein kleines, schnuckliges Raumschiff auf einer 2D-Ebene und müssen uns solange wie möglich den Angriffen diverser Gegner erwehren. Diese kann man mit einer frei feuernden Kanone abschießen. Falls man eine feindliche Form erwischt hat, hinterlässt dieses einen Geoms. Diesen Geoms sollte der Spieler aufs dringlichste aufsammeln, denn er dient nicht nur als Punktmultiplikator, sondern auch als Währung im Spiel. Das gesamte Spielprinzip ist nämlich auf die Highscore-Jagd ausgelegt. Es geht nicht darum, eine bestimmte Menge an Gegnern zu besiegen, sondern man kämpft solange gegen immer neue Weltraumarmeen, bis auch das letzte Leben verbraucht ist.

Im „Galaxies“-Modus kämpft man sich durch diverse Galaxien, die jeweils mehrere Planeten (Level) enthalten. Auf jedem Planeten versucht man dann, den Highscore zu erreichen und je nach erreichter Punktzahl bekommt man eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille - oder natürlich keine, wenn man schle… bzw. nicht ganz so fähig ist. Die Level unterscheiden sich alle voneinander. So gibt es in einigen Herausforderungen spezielle Gegnertypen, es werden dem Spieler sonderbare Hindernisse in den Weg gelegt oder das Spielfeld ist besonders eng. Neben den verschiedenen Levels ist die wichtigste Neuerungs-Ergänzung zur X-Box 360-Version die Drohne, die das Raumschiff begleitet und diverse nützliche Aufgaben wie Verteidigen, eigenständiger Angriff oder ähnliches automatisch übernimmt. Wo wir schon bei der XBox-Version sind - die ist auch auf dem Modul enthalten. Da das zentrale Element des Spiels die zu erklimmenden Highscores sind, ist es natürlich langweilig, wenn man ständig nur gegen vorgegebene oder seine eigenen Bestleistungen antritt. Daher gibt es ein globales Leaderboard über die Wifi-Connection. Praktisch.

Steuerung:
Das Spiel wurde ursprünglich für die XBox 360 entwickelt und mit zwei Analogsticks gesteuert - einer, um das Raumschiff zu lenken und der andere, um treffsicher zu schießen. Die Umsetzung auf den Nintendo DS muss daher ein paar Kompromisse eingehen. Erstmal gibt es zwei variable Steuerungsmöglichkeiten. Die erste nutzt das Steuerkreuz zum Steuern (wer hätte das gedacht...) und die Buttons zum Feuern. Das funktioniert allerdings eher suboptimal, da das Spiel darauf ausgelegt ist, dass man in alle Richtungen (360°) schießen kann. Sämtliche Diagonalen sind mit den Buttons nur schwer hinzukriegen. Die bessere Steuerungsvariante setzt auf den Touchscreen. Damit kann man wirklich stufenlos rundum feuern, aber dummerweise muss man den DS dabei etwas verkrampft halten, vor allem da man auch ab und an die Schultertasten benötigt. Den Komfort von zwei Analogsticks erreicht leider keine Variante, mit der Touchscreensteuerung kann man sich allerdings nach Übungsphase anfreunden.

Grafik:
Simpel und galaktisch-bunt zugleich präsentiert sich die komplette Grafik. Eine Wertung in Punkten fällt dabei extrem schwer - einerseits ist die Darstellungsweise natürlich extrem simpel und wenig spektakulär, aber andererseits ist das natürlich genau der beabsichtigte Design-Stil. Dabei gibt es natürlich trotzdem eine Menge hektischer Effekte und die Action wirkt wie aus einem Guss. Gelungen!

Sound:
Der Sound ist, wie es sich für solch ein Spiel gehört, leicht retro und psychedelisch angehaucht, und legt nur äußerst selten Geräuschpausen ein. Die Klänge peitschen den enthusiastischen DS-Besitzer durchaus an, dabei kann allerdings die häufige Wiederholung auf Dauer etwas nerven.

Features:
Bemerkenswert ist das Zusammenspiel der feinen DS- und der ausgewachsenen Wii-Version. Beide kann man nämlich drahtlos miteinander verbinden und so eine neue Galaxie freischalten. Mit der Wii lässt sich sogar die Download-Play-Version auf den DS übertragen. Weitere nennenswerte Goodies enthält der Titel nicht.

Multiplayer:
„Geomety Wars“ in der tragbaren Nintendo-Version bietet mehrere Multiplayermodi. Im „Cooperative Mode“ steuern zwei Spieler jeweils ihr eigenes Schiff, teilen aber zusammen die Punkte, Bomben und Leben. Im „Simultaneous Mode“ spielt man ebenfalls gleichzeitig, jeder Spieler behält aber seine eigenen Eigenschaften. Die DS-Variante des Spieles bietet außerdem noch einen Modus, in dem ein Spieler das Raumschiff kontrolliert und der andere ihm nervige Gegner entgegen schickt. Freundlicherweise funktioniert das alles mit einem Modul. Es ist sogar möglich, dem zweiten Spieler den gesamten „Retro Evolved“-Modus zu schicken. Eindeutig eine faire Geste der Entwickler!

Fazit:
Auch wenn im Vorfeld wenige Newsmeldungen bezüglich des Titels eintrafen: „Geometry Wars: Galaxies“ ist ein gelungenes Actionspiel für den Nintendo DS, welches mit abgefahrenem Spieltempo und schriller Optik daherkommt. Im Vergleich zur XBox Live Arcade wurde das Prinzip gut erweitert und sinnvoll ergänzt - der neue Galaxies-Modus bietet deutlich mehr Langzeitmotivation als der Retro Evolved des Originals. Wer also einen klassisches Actionspiel für seinen Handhelden sucht, sollte ruhig einen Blick auf „Geometry Wars“ werfen. Es gibt auch genügend kostenlose Klone des Spielprinzips für den PC, daher kann jeder vor dem eventuellen Kauf eine Proberunde wagen.

Erwehrt sich überall auftauchender Feind-Geometrie: Michael Schmalenstroer [Satan Claus] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Vivendi Games für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Das Original ist auf 2 Analogsticks ausgelegt, funktioniert aber beim DS auch. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Gelungene Erneuerung eines alten Spielprinzips.
Grafik

Sehr eigenständig und genau passend für das hektische Spiel.
Sound

Elektronische Musik, auf Dauer nervend.
Spielspaß

Ballern wie in alten Zeiten. Diesmal (fast) ohne Grenzen!








Details
Spielname:
Geometry Wars: Galaxies

Publisher:
Vivendi Games

Developer:
Kuju Entertainment / Bizarre Creations

Genre:
Shoot em Up

Release:
07.20.1901

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (4)

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