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Advance Wars: Dark Conflict


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Advance Wars: Dark Conflict - Review vom 16.02.2008

„PlanetDS-Redakteure vorgetreten, melde zu Befehl: „Advance Wars“-Nachfolger auf dem DS gesichtet, sofortige Überprüfung der spielerischen Gesinnung und genauste Kontrolle der Spielinhalte.“

So oder so ähnlich hätten die Worte unseres fiktiven aber dennoch knallharten Bundeswehrvorgesetzten lauten können, als der neue Ableger der bekannten, berühmt-berüchtigten und ebenso beliebten „Advance Wars“-Serie in die Büroräume der Redaktion geflattert ist. Im Vorfeld wurde schon viel über diesen Titel spekuliert - er könne eventuell die Vorgänger spielerisch in den Schatten stellen und vor allem durch seine überarbeitete Optik und seine ernsteren Spielinhalte neue sowie alteingesessene Käufermassen ansprechen. Oft wurde im selben Atemzug auch mit dem Begriff „erwachsen“ gearbeitet, welcher unter anderem als Pseudonym für eine realistischere Kriegsszenerie stehen sollte. Doch wie kann sich die revolutionierte Version von „Advance Wars“ nun tatsächlich schlagen? Ist sie überhaupt in der Lage, mit ihren Vorgängern mitzuhalten oder haben die Entwickler im Eifer des Gefechts jeglichen charakteristischen Charme zerstört, den die Serie einst ausgemacht hat? Fragen über Fragen, die nach einer knallharten Antwort verlangen.

Die Schreiberlinge von PlanetDS, die nach unzähligen Reitstunden in Pferdelizenzen, einer Klettertour durch Donkey Kongs Dschungel und Unmengen an Filmportierungen nun auch auf das eiskalte Schlachtfeld ziehen, um die Lösung dieser Fragen zu finden, scheuen dabei weder Dreck noch Schlamm - ganz zu schweigen vor ihren finsteren Rivalen. Die Luft ist zum Zerreißen gespannt: Wird „Advance Wars: Dark Conflict“ das Feuer zum Sieg gegen die derzeitigen DS-Toptitel eröffnen können oder doch als milde Brise im Sturm der Kritik untergehen? Wir haben uns in den Kampf geworfen und vor keinem noch so gefährlichen Pixelmännlein Halt gemacht! Ergebnisse von der Schlacht, erfahrt ihr im Folgenden…

Der Krieg ist nur ein Mittel, um einen neuen Frieden herzustellen. – Doch sein Preis ist hoch.
Wir schreiben das Jahr X. Ein mächtiger Meteoridensturm hagelt auf unseren Erdball hinab und verschluckt 90% seiner Kinder. Die einzigen Überlebenden sind dem Kampf um Nahrung und Sicherheit ausgesetzt, denn nicht nur die Sonne ist von einem düsteren Wolkenschleier aus Dreck und Staub umgeben, wodurch die Pflanzen- und Tierwelt abstirbt, sondern auch Plünderer machen sich in der angespannten Situation an ihr finsteres Werk. Zwischen all dem Unheil hat sich eine kleine Gruppe Soldaten aufgerafft, um für das Gute in der Welt zu kämpfen, die Banausen in die Flucht zu schlagen, sowie nach Überlebenden des Meteoridenhagels zu suchen. Commander O’Brian und seine linke Hand Lin entdecken dabei den Soldaten Ed, welcher kurzerhand Mitglied ihres Teams wird. Mit eurer Hilfe können sie nun herausfinden, wer der wahre Feind hinter den dunklen Machenschaften der Plünderer ist und welche Rolle hierbei die ominöse, gedächtnislose Catleia spielt, die ebenfalls in einer blutigen Schlacht gegen die Plünderer entdeckt wurde…

Insgesamt ist der Storypart in 26 Kapitel unterteilt, wobei einem über 30 Bonus-Missionen mit auf den Weg gegeben wurden. Diese unterscheiden sich vor allem vom Schwierigkeitsgrad von den normalen Missionen und sorgen für extraknifflige Stunden vor dem DS, auch wenn sie die reine Geschichte an sich nicht vorantreiben. Der Kampagne-Modus bildet einen großen Teil des Einzelspielermodus, an dem man mehr als nur ein paar Tage oder Wochen verbringen kann. Ebenfalls wird einem hier zu Beginn jeder einzelne Schritt erklärt, wie man zum Beispiel Einheiten benutzt oder was sie für besondere Eigenschaften besitzen. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad von Mission zu Mission kontinuierlich an, und wird nach einer Weile selbst für Könner richtig knifflig, denn die KI ist keinesfalls dumm. Einsteigerfreundlich ist der Titel aber allemal.

Der zweite große Teil des Einzelspielerparts ist die Option „Freies Spiel“, die mit über 150 Karten selbst für eingefleischte Zocker für nahezu unendlich viel Spielspaß sorgen kann. Um alles bis aufs kleinste Detail durchzuzocken, sind schweißtreibende 100 Stunden vor dem DS keinesfalls übertrieben. Tatsächlich kann man von „Advance Wars: Dark Conflict“ nämlich sagen, dass es sich hierbei wirklich um ein ausgefeilten und umfassenden DS-Titel handelt.

Das Spielprinzip der Serie hat sich jedoch kaum verändert: Wieder tritt man rundenbasiert gegen seine Feinde an und befindet sich auf einem in einzelne Kästchen unterteilten Schlachtfeld. Auf jedem dieser Quadrate kann jeweils eine Einheit platziert werden, wobei es entscheidend für den Kampf ist, inwieweit dort für Deckung oder weiteres gesorgt ist. So kann man z.B. im geschützten Wald mehr Schutz finden als auf einer freiliegenden Straße. In jedem Spielzug darf man seine Einheiten eine ganz bestimmte Anzahl an Feldern vorwärts bewegen und sie zum Beispiel in die tieferen Riegen des Feindes vorstoßen lassen. Platziert man seine Nahkampfeinheiten direkt vor den gegnerischen Geschützen, so können diese sie noch im selben Spielzug angreifen. Je nachdem mit was für Brigaden oder Panzer ihr kämpft, ist der feindliche Schaden dementsprechend hoch. Fernkampfeinheiten besitzen einen bestimmten Radius, in welchem sie den Feind attackieren können. Dabei unterscheidet sich die Stärke des gegnerischen Schadens -wie auch schon bei den Nahkampfeinheiten- von der Art des Geschützes, mit welchem ihr angreift. Eine wichtige Rolle im Kampf bilden außerdem die Fußtruppen sowie Krads, mit denen man Städte, Fabriken oder das feindliche HQ (Hauptquartier) einnehmen kann. Letzter genanntes führt dabei zum sofortigen Sieg eurerseits. Umso mehr Städte man besitzt, umso mehr Geld bekommt man pro Runde auf sein virtuelles Konto überwiesen. Mit diesen Klinkern kann man in Fabriken, Häfen und Flughäfen Einheiten wie Panzer, Kampfschiffe oder Flugzeuge produzieren, welche einem dann für den anschließenden Kampf zur Verfügung stehen. Ihr könnt ebenfalls siegen, wenn ihr alle gegnerischen Truppen vernichtet habt, deshalb ist es sehr wichtig, immer ausreichend Truppen für den Angriff und die Verteidigung zu besitzen.

In „Advance Wars: Dark Conflict“ stehen einem dabei eine große Anzahl neuer Geschütze und Brigaden zur Seite, welche in früheren Versionen nicht vorhanden waren. Bereits erwähnt wurden die Krads, bei welchen es sich um eine beräderte Infanterieeinheit handelt. Mit ihnen kann man schneller zu bestimmten Punkten auf der Karte gelangen, wodurch zum Beispiel Städte schneller eingenommen werden können. Auch die so genannten Leuchtpanzer, Paks oder Walzen sind allesamt neue Gefährten auf dem Boden. Mit zuerst genanntem kann man dabei im Nebel des Krieges (zur Erklärung: Wenn eine Mission von Kriegsnebel ummantelt ist, kann man nur eine bestimmte Anzahl der Kästchen auf dem Schlachtfeld einsehen) Stellen der Karte für einen Zug sichtbar machen. Erkennbar gewordene, feindliche Einheiten können danach von Fernwaffen oder Nahkampfeinheiten jederzeit angegriffen werden. Die Walzen sind nur eine abgewandelte Version des früheren Superpanzers vom letzten AW-Teil und bilden damit den stärksten Panzer in Angriff- und Verteidigung. Zur Bekämpfung dieser sind vor allem Paks gut geeignet, denn sie sind eine wirkungsvolle Waffe gegen die Riesen auf vier Rädern, welche zum einem im direkten Angriff wirkungsvoll zurückschlagen, aber auch als Fernwaffe benutzt werden können. Im Bereich der Flugeinheiten findet man als neue Maschinerien auch Flieger, sowie Bordflugzeuge vor. Letzteres kann man dabei von den so genannten Flugzeugträgern (Schiff) produzieren lassen, welche nebenbei noch bis zu zwei Lufteinheiten transportieren können. Vorteile der Bordflugzeuge sind, dass sie jede Einheit angreifen können und einen relativ großen Aktionsbereich besitzen. Dennoch sind sie ziemlich teuer in der Anschaffung und verfügen nur über wenig Sprit. Der Flieger gilt als relativ billig, jedoch nicht gerade wirksam gegenüber Land- und Seeeinheiten. Lediglich andere Flugzeuge wie den Kampf-Heli lassen sich durch ihn gut bekämpfen. Auf See findet man ebenfalls das so genannte Missle-Boot vor. Sie können bis zu einer Infanterie- oder Bazookaeinheit transportieren sowie Seeeinheiten angreifen. Allerdings verfügen sie nur über genau einen Schuss.

Weiterhin vorhanden, aber schon aus den Vorgängern bekannt, sind zum einen die Landeinheiten Infanterie, Bazooka, Späher, Flakpanzer, Jagdpanzer, Kampfpanzer, Artillerie, Raketenwerfer, Luft-Missles wie zum Beispiel auch der Bauwagen. Bei zuletzt genanntem ist jedoch ebenfalls ein Update eingefügt worden. So können Bauwagen nun auch Miniflughäfen oder -häfen bauen, welche zum Auftanken und Aufladen der See- bzw. Lufteinheiten verwendet werden können. Genauso wieder mit im Spiel sind ebenfalls die Jäger, Bomber, Kampf-Heli sowie Taxi-Helikopter. Auch das Schlachtschiff, das U-Boot, der Kreuzer sowie das Taxi-Boot sind wieder wortwörtlich mit an Bord.

Im Krieg wird kein zweiter Preis vergeben.
Neben dem Einzelspielermodus kann man ebenfalls im Menüpunkt „Editieren“ seine eigenen Karten entwerfen. Entgegen der Vorgänger hat man nun die Möglichkeit, bis zu 50 eigene Kriegsschauplätze zu speichern. Der Fantasie beim Kreieren sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob man nun Land, See, Brücken, Straßen, Berge, Wälder oder Unmengen an Stadtgebieten auf seiner Karte haben möchte, ist euch überlassen. Selbst Einheiten oder schon voreingenommene Städte können auf dem Kriegsfeld platziert werden. 30x30 Kästchen darf euer Kriegsschauplatz insgesamt groß werden und ist damit schon ein pompöses Stückchen Karte, welches ihr da eindecken dürft. Gespielt wird das Ganze dann entweder im schon genannten Menüpunkt „Freies Spiel“ oder aber auch im Multiplayermodus, zu welchem wir später genauer kommen möchten. Im Menüpunkt „Editieren“ kann man ebenfalls die Farbe seiner Ko. ändern, wobei im Laufe des Spieles immer mehr von diesen freigespielt werden können.

Jeder Ko. besitzt übrigens über eine besondere Stärke, welche im Kampf eingesetzt werden kann. Der Unterschied zu allen Vorgängern der „Advance Wars“-Reihe ist jedoch, dass der Punkt „Gaben“ oder auch die in „Dual Strike“ bekannte Doppel- bzw. Supergabe nicht mehr ein so großes Gewicht auf das Spielgeschehen hat. Tatsächlich war es früher der Fall, dass man durch diese fast die komplette Kampfsituation umdrehen und aus einer Niederlage einen Sieg machen konnte. In Advance Wars: Dark Conflict wurde mehr darauf geachtet, die Schlacht möglichst realistisch umzusetzen und deshalb die Supergaben aus dem Programm rauszustreichen. Lediglich die einfachen Gaben können noch vom Spieler eingesetzt werden. Diese können jedoch nicht mehr so einfach benutzt werden, wie es auf dem Advance vielleicht noch der Fall war. In der Tat muss man seinen jeweiligen Kommandeur nun mittels der Flughäfen, Fabriken oder normalen Häfen auf eine Einheit platzieren, bevor sich sein Balken für die Gaben auflädt. Die jeweilige Einheit ist danach stärker in Angriff und/oder Verteidigung als die normalen und kann durch ein einfaches Ausrufezeichen über ihr erkannt werden. Sollte sie zerstört werden, so muss man seinen Ko. einfach wieder per Flughäfen, Fabriken oder einfachen Häfen auf eine neue Einheit setzten und der Kreislauf beginnt wieder von vorn. Ob man diesen Punkt nun als positiv oder negativ ankreiden soll, bleibt wohl dem Geschmack eines jeden einzelnen überlassen. Fakt ist, dass das Kampfgeschehen dadurch wirklich mehr auf taktische Manöver aus ist und großartiges Boni-Schübe in dieser Hinsicht nicht mehr so einfach möglich sind. Wir persönlich denken, dass dies der Schritt in die richtige Richtung ist.

Ebenfalls weggefallen ist die Nutzung des zweiten Bildschirms als zweiten Kriegsschauplatz, wie es in „Advance Wars: Dual Strike“ noch eingeführt wurde. Eine Doppelschlacht in der Luft und auf dem Boden, dargestellt auf zwei getrennten Screens, gibt es in „Dark Conflict“ nämlich nicht mehr. Auch hier ist es die Frage, inwieweit man das vorher vorhandene Feature mochte. Von der Innovation her gesehen, ist die komplette Rauskürzung dieser Art von Kriegsführung ziemlich schade, denn es bleibt kaum abzustreiten, dass eine Schlacht auch auf zwei Bildschirmen durchaus mal etwas anderes war. Anstelle des zweiten Kriegsschauplatzes tritt nun aber eine komplette Übersicht über seine Einheiten beziehungsweise eine genaue Erläuterung des Gebietes, auf welchen die Einheiten stehen. Früher war dies nur durch das Menü zu erreichen, was deshalb nun sehr nützlich ist im fortschreitenden Kampf.

Im Menüpunkt „Aufzeichnungen“ kann man ebenfalls seinen Werdegang untersuchen und die übliche Medaillenjagd beginnen. Diesmal gibt es bis zu 270 von diesen zu ergattern, wobei in jeder Rubrik (z.B. produzierte Einheiten oder auch der Spielzeit) jeweils 3 Stück erhalten werden können. Auch die „Jukebox“ mit 50 unterschiedlichen Liedern steht einem bereits zu Beginn des Spieles zur Verfügung. Lediglich die einzelnen Musikstücke müssen im Laufe des Storyparts, wie es auch bei den Ko.s der Fall ist, freigespielt werden. Seinen Fortgang komplett zu löschen, wird einem ebenfalls unter der Option „Anfangsstatus“ ermöglicht.

Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage.
Doch kommen wir wohl zum revolutionärsten Punkt, welcher wohl gleichzeitig DEN Kaufgrund schlechthin für alle „Advance Wars“-Fetischisten bildet: Den Online-Modus! Denn: Was bei Teil eins noch gefehlt hat, wurde nun endlich hinzugefügt und einem damit die weite Welt der Internet-Schlachten eröffnet. Natürlich wurde auch wieder ein Multikartenspiel fürs Offline-Vergnügen bis zu vier Spielern hinzugefügt, bei welchem jeder über einen DS und ein Modul von „Advance Wars: Dark Conflict“ verfügen muss, doch wirklich neuartig ist dieser nicht. Lediglich selbstentworfene Karten können nun auch an Freunde aus der näheren Umgebung geschickt werden.

Im Onlinemodus darf man zwar nur gegen einen menschlichen Gegner antreten, dafür aber weltweit. Hierbei hat man die Option, gegen Leute mit derselben Erfahrung zu kämpfen oder einen zufälligen Mitspieler finden zu lassen, mit welchem man sich dann Auge in Auge duellieren darf. Ist dieser Widersacher auch noch auf eurer Freundesliste, so dürft ihr sogar via Mikrofon während der Schlacht mit ihm reden. Dies geschieht durch das einfache Drücken des Y-Knopfes und bildet ein besonderes Feature bei der Schlacht. Für jeden Zug hat man dabei 120 Sekunden Zeit, überschreitet man diese, hat man (selbstverständlich) den Kampf verloren. Ein weiteres Highlight ist der Kartentausch. Bei diesem Feature kann man neue Karten von dem Server der Nintendo Wifi-Connection herunter- bzw. heraufladen und diese sogar bewerten. Schade ist, dass sie nur maximal eine Größe von 10x10 Kästchen haben dürfen, was im Vergleich zu der maximalen Größe von 30x30 doch ziemlich winzig ist.

Zu guter Letzt, und als einziger Kritikpunkt, bei welchen man den Entwicklern wirklich mehr als sauer sein kann, sind die Rechtschreibfehler im Spiel. Man muss zwar zugeben, dass sie wirklich ziemlich rar sind (um nicht zu sagen, fast null), dennoch konnten die wenigen unseren Augen nicht verborgen bleiben. Schade, denn das ist man von nintendoeigenen Produktionen eigentlich nicht gewöhnt.

Steuerung:
Wie auch schon bei „Advance Wars: Dual Strike“ kann man auch im Nachfolger wählen, wie man seine Schlachten ausführen möchte. Ob Touchscreen- oder Buttonsteuerung, alles funktioniert einwandfrei und lässt sich gut handhaben. Deshalb ist es dem Geschmack jedes einzelnen zu überlassen, mit welcher Art der Kriegsführung er in die Schlacht ziehen möchte.

Grafik:
Die Welt steht kurz vor dem Untergang und dicke Staubschleier ummanteln die Erde, sodass fast kein Sonnenlicht mehr auf den Boden gelangen kann… Nicht nur die Story strotzt vor den finsteren Begebenheiten, welche die Welt umhüllt, sondern auch die Grafik wurde dementsprechend angepasst. Grüne Wiesen und bunte Farben wie sie noch den Vorgänger geschmückt haben, sind deshalb in diesem Teil eher Mangelware und hätten zum Flair der Geschichte auf jeden Fall nicht so gut gepasst, wie es nun die Farbgebung erlaubt. Tatsächlich wollte man auch vom kindlichen Flair der Serie Abstand nehmen, und dementsprechend ernster sind auch das Menü oder die Kampfeinheiten gestaltet. Man muss zugeben, dass es für Fans der Serie eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt, bis sie sich an die neue Atmosphäre gewöhnen können, jedoch schlecht ist sie keinesfalls und kann nach wenigen Stunden bereits wirklich richtig begeistern.

Sound:
Soundtechnisch gesehen wurde unserer Meinung nach einiges schlechter gearbeitet, als es noch in den Vorgängern der Fall war. Tatsächlich sind manche Ko.-Musiken so auf Techno getrimmt, dass es fast schon krampfhaft klingt, wenn sie durch die DS-Lautsprecher summt. Zwar fallen sie im Eifer des Gefechts nicht allzu stark auf, wenn man den Lautstärkeregler dementsprechend niedrig hält, dennoch ist man hier eindeutig besseres gewohnt. Nur wenige Lieder schaffen es, echte Ohrwürmer zu werden.

Features:
„Advance Wars“ lädt nach, und zwar nicht zu wenig. An Umfang mangelt es dem Spiel in keiner Weise und demzufolge wird man mehr als nur ein paar Stunden mit dem Titel zutun haben, bis man es vollständig geschafft hat. Auch die Onlineunterstützung, welche wir im Vorfeld schon genauer erläutert haben, sorgt für Unmengen an Spielspaß. Für 100%-Zocker ist ebenfalls die Medaillenjagd wieder vorzufinden. Prima Ergebnis, was will man mehr?!?

Fazit:
Nun sind wir am Ende des Tests angelangt und es stellt sich die alles entscheidenden Fragen: Hat es „Advance Wars: Dark Conflict“ geschafft, seinen Vorgänger in den Schatten zu stellen? Kann der neue Ableger noch mal so begeistern wie Teil eins; lohnt sich es überhaupt für alle Besitzer von „Dual Strike“, den Nachfolger zu kaufen? - Aber ehrlich gesagt, bis auf die zuletzt genannte Frage, kann man eine richtige, universell gültige Antwort gar nicht wirklich finden. Dem einen wird es bitter aufstoßen, dass die Supergaben sowie die Zwei-Bildschirm-Schlachten weggefallen sind und die Optik sich stark verändert hat. Andere werden sich über diesen Wegfall freuen, denn dadurch wirkt die Serie realistischer und taktisch versierter. Fakt ist, dass der Nachfolger von „Advance Wars“ endlich den heiß begehrten Online-Multiplayerpart bekommen hat, auf den so viele bereits gewartet haben, und allein deshalb den Kauf mehr als rechtfertigt. Selbst die Story ist ungemein spannend und sorgt für einige Überraschungen. Der kontinuierlich ansteigende Schwierigkeitsgrad kann sich ebenfalls mehr als sehen lassen. Einzig und allein der Sound hat sich unserer Meinung nach im Vergleich zum Vorgänger verschlechtert. Was soll man da anderes sagen, außer: Testet es aus, welcher Teil euch persönlich mehr zusagt. Mit diesem Spiel macht man auf jeden Fall nichts falsch und eine Kaufempfehlung kann in jedem Fall ausgesprochen werden. Für uns sind beide Versionen mit ihren Stärken und Schwächen ebenbürtig und absolute Must-Have-Titel schlechthin. In jedem Fall kaufen! Am besten beide.

Strategin aus Leidenschaft: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
90%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ob Touchscreen- oder Tastensteuerung, hier gibt es nichts zu meckern. Innovationsfaktor:
+++++  (5 von 5 Sternen)
Nintendo hat die Fans erhört: Endlich auch Onlineunterstützung für die Brigaden von AW, dem Himmel sei Dank!
Grafik

Ja, es ist matschfarben, ja es ist unbunt, aber es weiß trotzdem zu gefallen!
Sound

Enttäuschend: Nicht alle Lieder können so begeistern, wie es sie es in den Vorgängern getan haben.
Spielspaß

Achtung: Suchtgefahr! Spannender Story-Modus, packende Bonusmissionen und Unmengen an Einzelmaps, vereint in einem Spiel.








Details
Spielname:
Advance Wars: Dark Conflict

Publisher:
Nintendo

Developer:
Intelligent Systems

Genre:
Strategie

Release:
08.20.2501

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

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