PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de
Nicht angemeldet!     Neu Registrieren   Loginname  Passwort:     Passwort?

Tony Hawk’s Proving Ground


  • Testbericht
  • Bilder (6)
  • News & Videos (0)
  • User (8)
  • Spiel Kaufen
Tony Hawk’s Proving Ground - Review vom 05.01.2008

Déjà-vu? Fehler in der Matrix? Here we go again.
Vorsicht, Falke im Landeanflug! Da die halsbrecherische „Tony Hawk“-Serie nicht mal zehn Jährchen auf dem Buckel hat, konnte die Stuntbrettikone geneigten Skaterfreunden selbst auf den diversen Handhelds zeigen, wie waghalsig und draufgängerisch es sich mit vier Rollen unter den Füßen leben lässt. Nachdem nun schon die dritte Instanz auf dem Nintendo DS erscheint, ist die (Vor-)Freude der Fans ungebremst groß und droht bereits, an der gefahrbringenden Bordsteinkante anzuecken - alle warten deshalb sehnsüchtig auf die ersten Berichte.

Activision zeigte immerhin mit „Tony Hawk’s American Sk8land“ und „Tony Hawk’s Downhill Jam“ schon, dass es neben dem klassischen Trendsportgenre auch gut und gerne mal als SSX-like Abfahrtsspiel funktioniert, jetzt kehrt man im aktuellen „Tony Hawk’s Proving Ground“ zurück zu den Wurzeln. In frei befahrbaren, abwechslungsreichen Umgebungen dürfen mutige Skater, die sich aus rein zeitlichen Gründen nicht körperlich aufs Brett wagen, zeigen, wie ausführlich man die Trickliste studiert hat. Auch wir bevorzugen vorerst die virtuelle Sportart-Version, haben uns auf die weltbedeutenden Bretter gestellt und statt Gleichgewicht fleißig unsere Finger trainiert, damit diese für allerhand halsbrecherische Verknotungsaufgaben gewappnet sind. Ob unser Unterfangen mit Erfolg, oder einem blutigen Knie belohnt wurde, erfahrt ihr -wie immer- im ausführlichen Testbericht.

Falken fängt man nicht mit leeren Händen.
Mit frischen Skaterparks, Moves, zahlreichen individuell einstellbaren Optionen, Onlinemodi und einem Haufen neuen Contents möchte Vicarious Visions die Skaterfans erneut vor den Doppelbildschirm locken. Und eines sei vorab gesagt, der rasende Falke macht erneut eine mehr als gute Figur, obgleich man mittlerweile fast an die Grenzen der ausbaufähigen Inhalte gelangt ist und nach dem Spin-Off namens „Downhill Jam“ eventuell überlegen sollte, wie man Tony Hawk’s Grind- und Springtouren in Zukunft weiterentwickeln kann. Seit 2001 haben die Spielemacher schon am Game Boy Advance begonnen, das Konzept auszureifen und stetig weiterzuführen - selbst der blaue Bomber Mega Man hat es schwer, bei der Anzahl an immer neuen Titeln mitzuhalten. Der Skater-Jahresturnus hat fast genauso viel Tradition, wie EAs Sportspielinvasionen. Unbeeindruckt dieser Tatsachen hat man es bisher geschafft, Klasse und Masse unter einen Hut zu bringen und geklotzt statt gekleckert. Was kommt also nach Einsteigerklasse und Spin-Off? Ganz klar, die Expertenversion. Bei „Tony Hawk’s Proving Ground“ gibt es wieder drei Schwierigkeitsstufen, die da wären „Amateur“, „Pro“ sowie „Sick“ und wer sich selbst als „krank“ outen kann, der wird bei einigen Missionen mehr als nur ein paar Minuten verbringen und beim Tastenhämmern aufpassen müssen, seinen Daumen nicht zu verdrehen.

In Sachen Umfang hat man –wie bereits angedeutet- endlich aufgestockt und so gibt es neben dem Filetstück des Spiels, dem Storymodus auch den Klassik-Modus, bei dem es Aufgabe ist, Highscores zu knacken und Herausforderungen zu meistern. Im Fun-Skaten-Modus ist es hingegen möglich, die freigespielten Geländeebenen zu erkunden, Abkürzungen zu suchen oder neue Locations für monströse Trick-Kombos ausfindig zu machen. Damit Neueinsteiger nicht wie Ochs vorm Berg stehen, sorgt ein ausführliches Tutorial dafür, dass Wissenslücken aufgefüllt werden. Bloß gut! Während man im Storymodus seine Runden dreht und Baltimore, Washington D.C. und Co. unsicher macht, warten verschiedene Pixel-Personen darauf, mit dem geneigten Trendsportler zu schwätzen und mit diversen Aufgaben zu versorgen. Je nach Lust und Laune entwickelt sich der Schützling später zu einem Hardcore- oder Karriere-Skater. Wie üblich, gilt es insgesamt das schier Unmögliche zu schaffen: Grinden was das Zeug hält, waghalsige Sprünge absolvieren oder einfach nur eine Trick-Kombo nach der anderen hinzulegen. Anders als bei früheren Umsetzungen der Serie verbessert man seine Stats nicht mehr durch das Verdienen von Geld - je mehr Tricks man nämlich hinlegt und umso ausgefeilter man skatet, desto schneller wird aus dem Waschlappen ein echter Profi. Und das wollen diejenigen doch, wenn sie ihre Zeit hierhin investieren.

Steuerung:
Trendsportumsetzungen erzeugen leicht den Anschein, unnatürlich komplexe Navigationsvorgaben zu nutzen, die schnell abschrecken können. Hier greift allerdings vielmehr das Prinzip, jedem Interessent eine Chance zu geben. Dank ausführlichem Tutorial werden sowohl alteingesessene Hasen sowie Greenhorns schnell den Einstieg zur neusten Tony-Version finden. Während man sich am Anfang mit normalen Flip-, Grind- oder Grab-Tricks begnügt, ist es später eine Leichtigkeit mit Bertsllides, Rolls, Wallrides oder Special-Moves enorme Punkteketten hinzulegen. Hauptsache, ihr bleibt lange genug am Ball.

Grafik:
Augenaufreißend stellt man sich die Frage: Was, zur lieben Half-Pipe, haben wir denn hier? Tatsächlich gibt es keinen Toon-Chading-Filter mehr. Eindeutig, die Entwickler haben sich vom Zeichentrickstil verabschiedet und sich ernsteren Design-Themen gewidmet. So kehrt auch „Tony Hawk’s Proving Ground“ zu seinen grafischen Erstauftritten zurück und wirkt ein Stück weit reifer und realistischer. Auch ansonsten gibt es eine Menge Kreativ-Arbeit zu tun. Verschiedene Skatermodelle können freigespielt werden und wollte man nicht schon immer mal mit dem molligen Weihnachtsmann über Häuserdächer grinden oder mit einem Ninja von Wolkenkratzerwand zu Wolkenkratzerwand springen, habt ihr nun die Gelegenheit zu solch ungewöhnlicher Hobby-Abwechslung. Wenn man keinen Bock auf vorgefertigte Skater hat, dann bastelt man sich in Sims-Reinkultur einfach einen eigenen! Last but not least gibt es als gesunde Abrundung hier und da einige Videos von renommierten Skater-Pros in akzeptabler Qualität zu bewundern.


Sound:
Tony rockt die Hütte, nicht nur den Stadtpark. Auch in dieser Handheld-Instanz ist das musikalische Aufgebot mehr als erhaben. Mit insgesamt 13 Songs, die beinahe an MP3-Qualität ranreichen, bekommt ordentlich was auf die Ohren. Selbst Kurt Cobain steigt aus seinem Grab und motiviert mit Nirvanas „Breed“ die Skater zu noch größeren Leistungen. Ansonsten findet man Songs wie „Tarantula“ von den Smashing Pumpkins, „Holidays in the Sun“ von den Sex Pistols oder „The Pretender“ von den Foo Fighters. Hier gibt es keinen Grund zum meckern, denn neben den gelungen Soundeffekten und sporadischen Sprachsamples hat man fast schon einen kleinen Sampler auf dem DS-Modul, sodass in diesem Sektor wieder einige Plus-Punkte heimgefahren werden können. Vorbildlich!

Features
In der Skater-Lounge gibt es auch abseits der Pisten reichlich zu tun. So kann man stets einen Blick auf die aktuelle Statuslage werfen, neue Ausrüstung im Shop kaufen, im Skatepark-Editor seinen eigenen Park umgestalten oder im Sound-Editor eigene Clips für spezielle Moves aufnehmen. In Sachen Featurepalette hat Vicarious Visions wirklich die gesamte DS-Trickkiste ausgebuddelt und fleißig gewerkelt. Mehr als löblich, merken wir an.

Multiplayer:
Nachdem „Tony Hawk’s Sk8tland“ das erste Spiel eines Drittherstellers war, das die Funktionen des Nintendo WiFi-Onlineservices in Anspruch nahm, haben die Entwickler weitergefeilt und präsentieren nun einen Onlinemultiplayer für bis zu vier Skater. Zusätzlich verfügt das Spiel über die Funktionalitäten eines Voice-Chats, der aber hinsichtlich des Umfangs ein wenig eingeschränkt ist... Typischerweise kann man erneut nur mit Leuten reden, deren Freudescodes man ergattert bzw. getauscht hat.

Fazit:
Beinahe so zuverlässig wie das regelmäßige Erscheinen von EAs neuestem FIFA-Update, schaut auch im zyklischen Rhythmus ein neuer Ableger des skatenden Falken vorbei, und jedes Mal sind die Erwartungen hochgeschraubt. Mit „Tony Hawk’s Proving Ground“ werden vollblutige Genrefans ganz auf ihre Kosten kommen, sich auch sicherlich am neuen, eingängigen Grafikstil erfreuen und zahlreiche neue Tricks, Skaterparks sowie Onlineduelle geboten bekommen. Dennoch bleibt ein gewisser bitterer Nachgeschmack und getreu dem Motto: „Been there. Done that!“ wird man das Gefühl nicht los, alles schon mal gesehen zu haben. Die „Tony Hawk“-Wiederverwendungen stoßen einfach allmählich an ihre Grenzen und demnach ist es auch keine Frage, dass das vorliegende Modul ein erstklassiges DS-Spiel ist, dennoch das Angebot im kommenden Jahr unklar erscheint... Wenn man jetzt schon viel zu viele Parallelen aus den Vorgängern hervorkramt, was bringt dann die Zukunft?

Verarztet seine Bandscheiben und stellt sich wieder aufs Brett: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Vorbildliche Lernkurve, mit nur kleinen Problemchen beim Park-Editor. Innovationsfaktor:
++++-  (4 von 5 Sternen)
Die Mischung macht’s: Geladenes DS-Fähigkeits-Aufgebot, das den Vorgängern gleichkommt.
Grafik

Flüssige und ansehnliche 3D-Optik. Der Comic-Look wurde kurzerhand umgefahren.
Sound

Dem MP3-Player nacheifernd, deswegen auch fetzig und stimmig wie nie!
Spielspaß

Gelungene Trendsport-Auflage, die lange Zeit vor den Handheld bannt.








Details
Spielname:
Tony Hawk’s Proving Ground

Publisher:
Activision

Developer:
Vicarious Visions

Genre:
Sport

Release:
07.20.0211

Multiplayer:
1-4 Spieler (auch online)

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop