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Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee


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Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee - Review vom 28.12.2007

Der wilde Westen ist nicht nur ein Symbol für Freiheit und ungezügelte Lebenslust, sondern auch für Abenteuer, verborgene Schätze, altertümliche Rätsel und Mythen. Nicht umsonst wird dieses Thema oft aufgegriffen, um eine Story möglichst reell umzusetzen und ihr gleichzeitig einen Hauch von Geheimniskrämerei einzuverleiben. Indiana Jones oder Winnetou haben es eigentlich schon vorgemacht, wie so etwas aussehen sollte und auch unser heutiger Videospiel-Ableger spielt größtenteils in den fernen amerikanischen Staaten und wird von Wüstenregionen sowie Sanddünnen bestimmt. Mit „Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee“ ist dabei aber nicht nur ein bloßer Westerntitel gemeint, sondern ein Spiel, welches auf dem gleichnamigen Film basiert, der leider auf unbestimmte Zeit in deutschen Kinos verschoben wurde. Währendessen man also auf den eigentlichen Streifen wartet, haben wir uns seine bereits veröffentlichte Versoftung einmal genauer betrachtet. Was wir auf der Reise in den wilden Westen erfahren haben und wie uns der kleine Short-Trip gefallen hat, könnt ihr in unserem Review nachlesen!

Doch bevor wir nun zum Eingemachten kommen, wollen wir erstmal die Geschichte des Titels näher beleuchten: Eure Reise beginnt im Jahre 1860 an der Ostküste der Vereinigten Staaten, als der junge Bobby gerade erfahren hat, dass ein sagenumwobener Schatz in der „Kammer der gefiederten Schlange“ verborgen liegt und er den Schlüssel zu diesem besitzt. Mit nichts weiter als einem Tagebuch ausgerüstet, macht er sich auf den Weg nach Arizona, um die Reichtümer des verborgenen Vermögens zu bergen. Doch er ist nicht der Einzige, der von den Unmengen an Gold in der verlassen geglaubten Höhle weiß…

Nimm die Beine in die Hand und lauf!
Das könnte wohl tatsächlich der richtige Slogan für den Titel sein, denn ohne dick auftragen zu wollen, werdet ihr euch in rund 90% aller Fälle auf der Flucht befinden. Entweder vor Banditen, vor eurem Waisenheimleiter oder vor euren schlimmsten Widersachern, der Brinkley-Bande höchst persönlich. Fakt ist, das gesamte Spiel dreht sich eigentlich darum, durch 4 Level bestehend aus jeweils 5 Missionen zu rennen und dabei von euren Verfolgern nicht geschnappt zu werden. Abwechslung wird einem nur durch diverse Minispiele wie die Tanzeinlage, das Dynamitspiel, dem Zielschießen oder der Floßfahrt geboten, die einem im Laufe des Titels begegnen werden. Ebenfalls mit an Bord sind zwei Reitmissionslevel in der 3. Welt, bei welchen ihr euch auf Gäulen in die Flucht schlagen müsst.

Im Spiel selbst spielt ihr dabei die komplette Geschichte des Filmes nach. In eurer ersten Mission und im gesamten ersten Level befindet ihr euch in den Straßen von New York und habt gerade erfahren, was für einen Schatz in eurem Besitz ist. Tatsächlich könnt ihr mit diesem in die Höhle der gefiederten Schlange eintreten und die vermuteten Reichtümer aus dieser bergen. Das Problem ist jedoch, euer Protagonist Bobby ist ein Waisenjunge und kann deshalb nicht ohne Umstände nach Arizona reisen. Aus diesem Grund tritt er die Flucht an und siehe da: Man befindet sich direkt im DS-Spiel. Mit auf den Weg gegeben ist einem eine Zwille, mit der man vorbeiziehende Widersacher mittels eines einfachen Steinschlags bezwingen kann. Auf eurer Reise müsst ihr dabei über Kisten klettern, Leitern emporsteigen und Schalter betätigen, damit kein Hindernis euch im Weg steht. Im zweiten Level befindet ihr euch im „Westbound Train“, der euch zu eurem Zielbundesstaat bringen soll. Auch hier warten einige Leute darauf, euch das Leben schwer zu machen und neben den freispielbaren Minispielen „Tanzeinlage“ und „Dynamit“ müsst ihr wiederum vor Banditen reisaus nehmen. Im nächsten Abschnitt befindet ihr euch in Arizona und trefft eure indianische Freundin Nscho-Tschi, welche euch von nun an begleiten wird. In der Wüste „Rocky Desert“ lauert außerdem die fiese Brinkley-Bande, vor welcher ihr natürlich entkommen müsst. Die besagten Reitlevel und das Zielschießen werden einem dabei in diesem Teil des Spieles zuerkannt. Zu guter Letzt befindet ihr euch im vierten Level in der besagten Höhle der gefiederten Schlange, in welcher man sich sofort auf den Weg zu den besagten Reichtümern machen kann. Auch hier wartet das Minispiel „Floßfahrt“ auf den Spieler. Wie die ganze Geschichte jedoch enden wird, sei an dieser Stelle noch nicht verraten... Ansonsten rennt ihr ja „umsonst“!

Insgesamt hat man es hier also mit einem reinrassigen Jump & Run zutun, welches auf seine dynamische Art und Weise durchaus überzeugen konnte. Tatsächlich hat man an einigen Stellen mitgefiebert, wenn man die Rufe der Brinkley-Bande schon im Nacken gespürt hat, und man aber unbedingt das Ziel noch rechtzeitig erreichen wollte. Auch aufgrund der deutschen Sprachausgabe und den liebevoll in Szene gesetzten Welten, konnte sich das Spiel von anderen Lizenzgurken abheben und zeigt, dass auch solche Titel durchaus für mehr geschaffen sein können. Für jüngere DS-Spieler kann hier definitiv ein Kaufempfehlung ausgesprochen werden, denn die Umsetzung des Filmes erfolgte mehr als kindgerecht und ist trotzdem auch noch so fordernd, dass selbst die Kleinen unter uns nicht gelangweilt sein müssen. Einzig und allein die Spielzeit wäre hier (wie in so vielen Lizenzspielen) negativ anzukreiden, denn nach guten drei Stunden hat man das Stücken Software bereits durchgespielt und einen sehr hohen Widerspielwert kann der Titel nicht für sich verbuchen. Auch hätten wir uns über mehr Rätsel gefreut, welche „Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee“ definitiv um einige Punkte nach oben versetzen hätte können.

Steuerung:
Gesteuert wird „Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee“ nahezu komplett über die Tasten des Nintendo DS. Ganz in alter Gameboy Advance-Manier wird deshalb mit der „A“-Taste gesprungen, mit dem „B“-Button die Steinschleuder betätigt und den Protagonisten mit dem Steuerkreuz den Weg gewiesen. Dies funktioniert alles ohne größere Probleme und lässt keinen Raum für Kritik. Einzig und allein in den Minispielen darf der Stylus aus seinem Schacht geholt werden. So muss man z.B. beim Minispiel „Dynamit“ Dynamitstangen freirubbeln, damit der vorbeifahrende Zug nicht explodiert. Schade ist, dass der Pen dabei nicht noch besser eingesetzt wurde, denn meist artet das Touchscreenspektakel in wildes Kratzen aus, was nicht Sinn und Zweck der Sache sein sollte und außerdem mehr als schädlich für den empfindlichen unteren Bildschirm ist. Selbst das Mikrofon findet seinen, wenn auch ziemlich kleinen Platz im Spiel. So darf man z.B. im Minigame „Floßfahrt“ seinem Schiff mittels Pusten genügend Wind geben, damit es auf dem Fluss flüssig fahren kann.

Grafik:
Die optische Untermalung zeichnet sich bei „Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee“ als sehr liebevoll und detailreich aus. Klar ist, dass bei dem vorhandenen 2D-Spektakel der Nintendo DS sicherlich nicht an seine Grenzen gelangt, dennoch handelt es sich hierbei nicht um stupide Einheitskost wie man es von so manch anderem Lizenzspiel gewohnt ist. Bravo!

Sound:
Da „Winnetoons“ aus deutschen Entwicklerschmieden stammt, ist auch die vorzufindende deutsche Sprachausgabe nicht unbedingt sehr verwunderlich. So wird auch den jüngsten DS-Spielern das Lesen nicht zum Hindernis, denn so gut wie alles, was einem im Spiel an Story geboten wird, wird auch von einem Sprecher vorgetragen. Schade ist dabei nur, dass die Sprachausgabe ziemlich rauscht, was dem Ganzen auch wieder einen kleinen Negativaspekt aufsetzt. Die Musik im Spiel ist den Levels angepasst, sehr viel Abwechslung wird dem Spieler jedoch nicht geboten.

Features:
Insgesamt bietet das Jump & Run 4 verschiedene Settings mit 20 Missionen und einer Hand voll Minispielen. Auch ein paar Rätsel in Form von „Such den Schalter und betätige ihn“ sind in den Titel integriert worden, jedoch wollen wir nicht bestreiten, dass wir uns an dieser Stelle mehr gewünscht hätten. Ebenfalls -wie bereits erwähnt- ist die Durchspielzeit ziemlich gering und der Widerspielwert durch fehlende, freispielbare Goodies ebenfalls nicht sehr hoch. Hier hätte man definitiv noch mehr tun müssen, damit das Game auch auf lange Sicht begeistern kann.

Fazit:
„Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee“ ist definitiv an die jüngeren DS-Spieler unter uns gerichtet und kann zugegebenermaßen den Anforderungen der Zielgruppe zu großen Teilen gerecht werden. So wartet der Titel zum einen mit einem angemessenen Schwierigkeitsgrad, einer deutschen Sprachausgabe und einer liebevoll gemachten 2D-Optik auf, zum anderen ist dem Spieler aber auch eine angemessene Rahmenhandlung im kindgerechten Reinblut-„Jump & Run“ geboten worden. Jedoch ist es wieder einmal die kritische Spielzeit, die den meisten die Suppe versalzen wird, denn nach guten drei Stunden sind die 20 Missionen auch schon durchgezockt und das Spiel wird unsanft in die Ecke geschmissen. Für einen Lizenzspiel sind aber durchaus gute Ansätze zu erkennen, erfahrene DS-Spieler sollten jedoch trotzdem die Finger von dem Titel lassen.

Hat den natürlichen Davonlauf-Instinkt gewonnen: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an dtp Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
70%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Geht größtenteils gut von der Hand und lässt kaum Platz für Kritik. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Einbindung DS-spezifischer Eigenschaften, wenn auch zu wenig.
Grafik

Versiert gemachte 2D-Optik, jedoch nicht DS-Niveau.
Sound

Deutsche, rauschende Sprachausgabe und abwechslungsarme Musikuntermalung.
Spielspaß

Für die kleineren DS-Spieler durchaus empfehlenswert.








Details
Spielname:
Winnetoons - Die Legende vom Schatz im Silbersee

Publisher:
dtp young

Developer:
dtp young

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.2811

Multiplayer:


Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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