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Happy Hippos auf Weltreise


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Happy Hippos auf Weltreise - Review vom 25.12.2007

Lizenz-Nilpferde auf Wanderschaft
Als erster Teil der fröhlichen Flusspferde für die Nintendo DS-Konsole entscheidet “Happy Hippo’s auf Weltreise“ nun darüber, ob sich die gemächlichen Säuger in ihrem Applaus sonnen können oder aber Last-Minute dahin fliegen, wo der Pfeffer wächst. Seit nun fast 2 Jahrzehnten nach ihrer Geburt aus den Schokoeiern und anschließender Metamorphose zu cremig-schokoladigen Kalorienbomben bis hin zu Filmhelden in „Star Wars“-Manier, feiern sie nun auch ihren Einzug auf eurem DS. Dank der “Ferrero“-Lizenz tragen die putzigen Pummelchen sogar die originalen Namen.

Achtung, Kamera... Action!
Das abenteuerlustige, mit einer alten Kamera bewehrte Nilpferd „Träumer Tommy“ macht sich auf, die Welt zu erkunden und faszinierende Fotos zu schießen. Coole Typen und heiße Ladys dürfen auf so abgefahrenen Bildern nicht fehlen, also entscheiden sich noch zwei Nilpferde für diesen Kurztrip: Der echt harte Kerl „Max Mutig“ und die Bade-Nixe „Susi Sonnenschein“. Beide sind zwar nur Statisten und geben einem, wenn man sie im Level findet, Tipps aber sonst übernehmen sie doch eher die Rolle von Fotomodels. Bis man seine Belohnung, also ein super Fotomotiv, bekommt, muss man sich jeweils erst einmal durch die einzelnen Missionen schlagen.

Steuerung:
Ganz Zielgruppengerecht hat man hier keine Fingerakrobatik zu vollführen, sondern darf sich an puristische Tastenbelegungen und einfach gehaltene Interaktionen erfreuen. Dass daran auch der Touch-Screen leiden muss, hätte man sich ja denken können. Ebenfalls anzumerken, ist, dass sich das Spiel einfach manchmal weigert, den einen oder anderen Tastendruck zu erkennen. Da kann es schon mal passieren, dass unser Nilpferd auf die Schlucht zusprintet und dann anstatt eines Sprunges ein Schritt zu viel macht.

In den Levels selbst findet unser kreativer Stift leider keine Verwendung und kann getrost im Inneren des DS’ überwintern. Wer es wirklich darauf anlegt, darf den Pen nämlich nur ein paar Mal im Hauptmenü schwingen. Doch keine langen Gesichter an dieser Stelle: Wer in Happy Hippo’s auf Weltreise das „Touch Screen“-Feature auskosten möchte, sollte zügig vorankommen und die Minispiele freischalten. Dort ist unser stylischer Stift nämlich von größerem Nutzen, beim filigranen Ausmalen jedoch oft zu ungenau.

Dass unser System ein Micro besitzt, hatten wir fast vergessen – die Entwickler leider ganz.

Grafik:
Ob Karibik, ewiges Eis oder die trockenheiße Wüste: Hier muss auch der fieseste Ü-Ei-Zertreter zugeben, dass die kleinen Hippos und ihre Welt mit viel Liebe auf den DS umgesetzt worden. Die Spielwelten glänzen mit Detailreichtum und brauchen hinsichtlich der Schärfe und Genauigkeit keinen Vergleich mit anderen zweidimensionalen Jump’n’Run’s zu fürchten.

Ob A wie Affe oder W wie Walross - „Träumer Tommy’s“ Antagonisten bewegen sich flüssig und glänzen mit Details. Die Nilpferde selbst erscheinen bei genauerem Hinsehen etwas steif und lethargisch. Zu Gunsten der Entwickler haben unsere „zierlichen“ Freunde aber ein paar Pfunde zu viel, mit denen sich die eher unästhetischen Bewegungsabläufe erklären ließen. Alles in Allem ist dieser Titel jedoch grafisch gesehen trotzdem keine Normgröße, weil sich unsere Konsole an den meisten Stellen doch nur langweilt.


Sound:
Zweifelsohne haben sich die Entwickler beim Komponieren der Hintergrundmusik Mühe gegeben. Der Nachteil ist, dass jede Region nur genau einen Song bietet, der ohne Gnade wieder und wieder runtergeleiert wird. Wenn man mehrere Levels einer Region gespielt hat, dreht man mit Sicherheit den Lautstärkeregler für die Musik im dafür vorgesehenen Optionsmenü ganz weit runter, denn nach einer gewissen Weile nerven sie doch schon selbst den eingefleischtesten Hardcore-Gamer bis auf die Ohrenknochen. Ein Lob an die Entwickler für die Einbindung getrennter Musik-/Sound-Lautstärkeregler sei deshalb auf jeden Fall noch mal ausgesprochen, denn so muss man wenigstens nicht auf die Spielgeräusche verzichten, wenn einem das monotone Hintergrundgedudel mal wieder zu Kopfe steigt.

Features:
Auch hier haben unsere Wonneproppen nicht so viel zu bieten, wie man sich erhofft hätte, aber immer noch mehr, als mancher denken würde. Positiv wäre anzumerken, dass man beide Screens zur Darstellung des Levels verwendet hat. Mit den Schultertasten kann man sehen, was sich einen Bildschirm weiter unten oder einen Bildschirm weiter oben befindet. So offenbart sich auch der ein oder andere Schatz und selbst der noch so versteckteste Geheimgang bleibt dem geschulten Auge nicht unerkannt.

Auch die schon erwähnten Minispiele sind ein nennenswerter Pluspunkt, bestechen aber nicht gerade mit Langzeitspielspaß. Nichts desto Trotz kann man sich auf Schneeballschlachten, Krakenrodeo, Seehundreiten und noch einiges mehr freuen.

Um ein bisschen Abwechslung ins Jump’n’Run zu bringen, stehen “Träumer Tommy“ mit fortschreitendem Spielgeschehen auch ein paar Hilfsmittel zur Verfügung: Flummis zum Werfen auf fiese Gegner, ein Pogo-Stick für höhere und weitere Sprünge und ein Fallschirm zum dahingleiten. Wenn man wirklich alles sehen und entdecken will, muss man einige frühere Levels noch einmal mit Pogo-Stick und Fallschirm im Gepäck durchspielen.

Weil es sich hier um ein Kinderspiel handelt, ist aber auch die Anleitung lobenswert zu nennen: Wenige Seiten, kurze aber prägnante Texte, klar strukturiert und hervorragend geeignet, um es unseren Goldstücken in kurzer Zeit vorzulesen, sofern sie es noch nicht selbst können. Natürlich können sich auch ABC-Schützen in der Spielanleitung auf Informationsjagt machen. Da hat auf jeden Fall jemand mitgedacht. Den Schwierigkeitsgrad kann man ebenfalls aus 3 Stufen auswählen, welche von leicht über mittel bis hin zu schwer angesiedelt sind. Allgemein ist dabei zu sagen, dass die objektive Spielschwierigkeit an die junge Zielgruppe angepasst ist und somit als relativ niedrig anzusehen ist. Nur in seltenen Momenten ist auch für erfahrenere Zocker ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt.

Was dieses Spiel aber ausmacht, ist der Charme von fast 20 Jahren „Happy Hippo“-Geschichte. Ob Spielfigur im Ü-Ei oder witziger Snack mit Creme-Füllung – hier ist einfach Kult und Bekanntheit ein wesentlicher Aspekt. Wie oft haben sich Eltern danach gesehnt, dass ihre Kleinen die Spielzeuge aus ihren Kindertagen als etwas Tolles und Besonderes würdigen. Mit der DS-Variante unserer karibischen Dauer-Urlauber sind erste Ansätze von einem Kompromiss zu erkennen. Auch positiv zu werten sind ganze 3 Spielerprofile. Als ein Manko wäre hingegen die Benennung der Profile zu sehen. Lediglich 3 Buchstaben und/oder Zahlen kann man für die Individualisierung benutzen. Das „Extras“-Menü bietet sogar die Möglichkeit, Codes, die man im Spiel bekommt, zu aktivieren. Natürlich werden diese und ihre Auswirkung an dieser Stelle nicht verraten.
Was aber definitiv ebenfalls negativ anzupreisen wäre, ist das unverschämte Preis/Leistungsverhältnis, denn zwar handelt es sich hier um ein Kinderspiel, seitens der Spiellänge wird selbst den jungen DS-Zockern unter uns nicht wirklich viel geboten. Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen und dies ist wohl auch mit eines der Hauptgründe, warum der Titel letztenendlich trotzdem nur eine mittelmäßige Bewertung für sich verbuchen konnte. Da können auch die regionsspezifische Fragen in jedem Level mit ausführlicher Antwort nicht darüber hinwegsehen lassen.

Fazit:
Die Erinnerungen an frühere Tage, als Omi uns immer ein Ü-Ei geschenkt hatte und die Umsetzung der Nilpferde im DS Titel „Happy Hippos auf Weltreise“ lassen uns hin und her schwanken. Alles in Allem ist das Spiel gut umgesetzt und spiegelt das Flair der Figuren und Beipackzettelchen sehr gut wieder. Was jedoch zu bemängeln wäre ist, dass man für viel Geld nur relativ wenig Spiel bekommt. Dass der Titel für Kinder ist und deshalb nicht so umfangreich und kompliziert ist bzw. sein sollte, versteht sich von selbst. Dann aber so dreist zu sein, Vollpreis-Anspruch zu erheben, kann ich nicht unterstützen. Ich habe jedenfalls noch keinen Zettel in der Box gefunden, der Aktienanteile an „Ferrero“ sichert und damit den Preis rechtfertigen würde. Was uns auch fehlt und wofür uns die meisten Punkte verspielt wurden, sind die fehlenden, sinnvoll genutzen DS-Features. Wofür hat Nintendo Touch Screen und Micro eingebaut, wenn es dann nur teilweise und dann auch nur notdürftig genutzt wird? Die Frage sei dahin gestellt und betrifft mit Sicherheit nicht nur dieses Spiel. Unsere Meinung: Macht sowas schönes wie den Ü-Ei-Kult doch nicht durch überteuerte, technisch nicht zeitgemäß umgesetzte Adaptionen kaputt!

Geht sich gleich ein Überraschungsei kaufen: Robert Ganß für PlanetDS.de

Vielen Dank an 10tacle Studios für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
65%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Wie für Kinderhände geschaffen. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
DS-Features bis auf optionale Menüführung und Minispiele außer Acht gelassen.
Grafik

Schön gemacht, aber zu altbacken.
Sound

Sich ständig wiederholende Hintergrundmusik langweilen den Spieler.
Spielspaß

Sehr kurz und geringer Wiederspiel-Wert.








Details
Spielname:
Happy Hippos auf Weltreise

Publisher:
10TACLE STUDIOS

Developer:
10TACLE STUDIOS

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.2609

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (3)

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