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Konami Arcade Classics


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Konami Arcade Classics - Review vom 13.12.2007

Liebe ist...
Erinnerungen sind irgendwo immer zweischneidige Waffen: Zwar dringen glückliche Momente des Lebens wieder zurück ins Bewusstsein, bereits verwährte und vergessene Fehler können allerdings ebenso auftauchen - auch im Leben eines Spieletesters. Mein erster DS-Test war damals die knallbunte Compilation „Retro Atari Classics“. Furchtbare verschlimmbesserte Grafik, wenig interessante Features und inzwischen (leider) veraltetes Gameplay, aus der wohl untersten Ecke der Mottenkiste ausgegraben. Als neulich dann die „Konami Arcade Classics“ bei mir im Briefkasten eintrudelten, war ich erst einmal skeptisch... Ungern erinnerte ich mich an das mühsame Zocken der bereits erwähnten, anderen Spielesammlung. Warum sich diese Skepsis allerdings schon bald in Begeisterung verwandelte, erfahrt ihr in unserem Test.

Heutzutage mischt Publisher Konami immer wieder motiviert im Bereich der neuesten Konsolen- und Handheld-Entwicklungen mit, liefert ebenso brillante Technik ab wie die Konkurrenz und hält wacker auch immer wieder einige Überraschungen bereit. Man blickt aber auch schon auf eine sehr lange Spieletradition zurück. Bereits zu Zeiten des kultigen Nintendo Entertainment Systems war das japanische Unternehmen dabei. Doch nicht nur die Heimkonsole wurde bedient, gerade in den verstaubten Spielhallen war Konami ganz, ganz groß und so ziemlich jedem Besucher ein Begriff. Die besten Klassiker wurden jetzt auf ein DS-Modul zusammen gepackt und müssen natürlich auch anno 2007 beweisen, dass sie dem unsteten Zahn der Zeit stand gehalten haben. Gestartet werden die Spiele stilecht mit dem Einwurf einer Münze - sprich, mit dem Drücken des Select-Knopfs. Doch was erwartet den Retro-Freund eigentlich alles und wie hat man sich der Klassikerumsetzung angenommen? Unsere kleine, nun folgende Auflistung verschafft Klarheit. Let the games begin!

Mach’s nochmal, Konami! Die Spiele im Detail
Scramble
Bevor „Gradius“ die Spielhalle rockte, gab es „Scramble“. In dem Sidescroller habt ihr die ehrenwerte Aufgabe, ein Raumschiff heil von A nach B zu bringen. Eine Bordkanone und Raketen helfen dabei ungemein! Der Erneuerungsprozess auf den DS ist ordentlich gelungen, das Spiel selber aber seinem Kult-Nachfolger in vielen Dingen überlegen. Eher eins der Spiele, die man bei dieser Compilation links liegen lässt.

Tutankham
Kennt noch jemand Rick Dangerous? Wie der Hobby-Archäologe der Amiga-Zeit muss in diesem Abenteuer ein Forscher durch finstere Höhlen an bösen Monstern vorbei, um Schätze zu bergen. Kein weltbewegender Titel, zumal die wurstige Steuerung das Ganze teils zusätzlich erschwert.

Pooyan
Zugegeben, es ist lang her, aber trotzdem erinnert man sich doch gerne an die Zeit der Telespiele. Damals, als auf einem einzelnen Bildschirm noch Feinde davon abgehalten wurden, zum Beispiel den Nachwuchs eines Pandabären, oder in „Pooyans Fall“ den eines kleinen Schweinchens, zu vernaschen. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen muss Pooyan hier die Luftballons von Wölfen zerstören, die sich den rosa Ferkeln nähern. Aber Vorsicht, denn entwischt einer, ist der Wolf-Fighter selber dran! Trotz des einfachen Gameplays kann Pooyan schnell süchtig machen, vor allem, da sich die ersten Erfolge recht schnell einstellen.

Time Pilot
„Der letzte Countdown“ mit Kirk Douglas hat bereits im Kino vorgemacht, was passiert, wenn ein Flugzeug der Zukunft in der Vergangenheit landet. Nicht anders ist es bei „Time Pilot“, einem grafisch hübsch anzusehenden „Asteroids“-Verschnitt. Gesteuert wird ein Flieger, der sich in alle Richtungen drehen und gleichzeitig schießen kann. Ein klassischer Punkte-Sammler, der auch heute noch Laune macht!

Roc’n Rope
Man könnte meinen, Konami hätte wirklich so gut wie alles vor allen anderen erfunden. „Roc’n Rope“ hat beispielsweise eine frappierende Ähnlichkeit mit Capcoms „Bionic Commando“ - zumindest, was den ausfahrbaren Haken angeht. Ziel ist es, den Glücksvogel zu fangen und dabei nicht von Gegnern berührt zu werden. Der „Ice Climber“-Verschnitt macht zwar Laune, nutzt sich aber leider dann doch schnell ab.

Circus Charlie
Wieder ein Spiel der Fraktion „Einfach, aber genial“. Clown Charlie muss verschiedene Hindernisse überspringen, um an das Ende des Levels und damit seiner Zirkusdarbietung zu gelangen. Dank der präzisen Steuerung macht das Game lange Laune und motiviert immer wieder dazu, noch einmal aufgegriffen zu werden.

Road Fighter
Jede Spielesammlung muss ihr schwarzes Schaf haben, und das ist in diesem Fall leider „Road Fighter“. Trotz einer sehr guten Steuerung ist es gameplaytechnisch im letzten Jahrtausend stecken geblieben und lockt heute keinen mehr hinterm Ofen hervor. Aber es gibt ja genug andere Perlen...

Super Basketball
...wie zum Beispiel den Vorgänger des brillanten „Double Dribble“. „Super Basketball“ merkt man die Arcade-Herkunft fast schon am deutlichsten an. Ziel ist es hierbei, sein zurückliegendes Basketball-Team innerhalb einer Minute doch noch zum Sieg zu führen. Das einfache Konzept, die geniale Steuerung und hin und wieder eingestreute Voice-Samples machen das Spielchen auch heute noch zu einer Suchtgranate!

International Track & Field
Vielleicht nicht jedem bewusst, aber ohne dieses Spiel wäre es wohl niemals zu „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen“ gekommen. Der Urvater aller „Ich mache mein Joypad kaputt“-Titel kommt auf dem DS zu neuen Ehren. Oberstes Ziel ist es, in unterschiedlichen Sportveranstaltungen den 1. Platz zu belegen. Klingt einfach, ist es aber nicht, denn „Track & Field“ erfordert vom Spieler wahren körperlichen Einsatz: Die Knöpfchen müssen in einem irrsinnigen Tempo gedrückt werden, was schon damals auf dem NES zu verschlissenen Joypads führte. Klar, dass man seinen Doppelbildschirm nicht mit einem Feuerzeug malträtieren möchte. Dafür hat Konami dankenswerterweise eine Hilfe in Form von einer Art „Dauerfeuer“ eingebaut, die sich über die Einstellungen aktivieren lässt. Ein Knopfdruck mutiert dann mit einem mal zu 20 Drückern, was dem Ganzen natürlich ein wenig den sportlichen Charakter nimmt. Faulpelze werden es Konami aber danken.

Yie Ar Kung Fu
Eines der ersten schnellen Beat’em Ups der Spielhallengeschichte ist das niemals auszusprechende „Yie Ar Kung Fu“. Erstaunlich, dass Konami zu diesem bekannten Titel bis heute keine Fortsetzung für eine neuere Generation veröffentlicht hat. Im Kampf Mann gegen Mann muss sich ein namenloser Kämpfer gegen zahlreiche Spezialisten durchsetzen, die mit Nunchuck oder Wurfsternen bewaffnet sind. Keine leichte Aufgabe, vor allem, da die Steuerung auf dem DS das Ganze nicht wirklich einfacher macht...

Kicker
In eine ähnliche Kerbe wie „Yie Ar Kung Fu“ schlägt Kicker, das stark an den Klassiker „Kunf Fu Master“ erinnert und sich mit einem simpleren Namen begnügt. Zahlreiche Wellen von Feinden müssen besiegt werden, um am Ende dem Großmeister gegenüberzu„treten“, im wahrsten Sinne des Wortes. Technisch für damalige Verhältnisse durchaus auf der Höhe der Zeit, gibt es jedoch deutlich Besseres, was man auf dieser Klassiker-Sammlung finden kann.

Twinbee
Zum Beispiel dieses Spiel, ein vertikal scrollender Shooter, der nicht nur zahlreiche Nachfolger (sogar ein Jump’n Run) erhalten hat, sondern der auch heute noch überzeugen kann. Dank kranker Einfälle wie einem auf Glockenfarben basierenden Extras-System und der guten Steuerung macht es auch 2007 noch Laune, sich durch die bunten Level zu ballern. Erinnerungen an den NES-Klassiker „Xevius“ werden sofort wach.

Rush ’n Attack
Bevor wir uns den beiden wahren Perlen der Spielesammlung widmen, hier noch ein Ausflug ins tiefste Russland, pardon, in feindliches Gebiet, das nur zufällig an graues Moskau erinnern soll. Lediglich mit einem Messer bewaffnet macht sich ein Spezialist auf, die Welt zu retten. Hätte er doch mal mit Q geredet...Dank der präzisen Steuerung macht das Attackieren immer noch Laune, erinnert aber mit seinem Schwierigkeitsgrad an ein anderes Spiel von „Konami Arcade Classics“, dem wir uns gleich widmen werden.

Gradius
Zunächst kommen wir zu diesem Alltime-Classic, dem Sidescroller „Gradius“ - fast jeder hat schon einmal von ihm gehört. Ziel ist es, ein Raumschiff wie schon bei „Scramble“ von links nach rechts zu bewegen - aber wie! Dank dieser genauen Spielhallenumsetzung dürfen DS-Zocker endlich einen der genialsten Titel des Genres nachspielen. „Gradius“ macht stundenlang Spaß, hat einen hammerharten Schwierigkeitsgrad und fordert deswegen euer ganzes Können. Das Extra-Waffen-System ist inzwischen schon legendär, oft kopiert und nie erreicht.

Contra
Eine Premiere, möchte man sagen! Denn hierzulande ist niemals ein Teil von „Contra“ erschienen. Stattdessen wurde die damalige NES-Umsetzung aus Jugendschutzgründen mit Robotern zugepflastert und „Probotector“ getauft. Jetzt endlich darf man sich, auch im klassischen Hochkantformat, an die Rettung der Erde machen, ohne Blech an der Seite. Stattdessen kommen die guten, alten Marines zum Zuge, die ein Alien nach dem anderen mit ihren großen Wummen wegpusten.
„Contra“ allein ist fast schon ein Grund, dieser Spielesammlung eine gute Wertung zu geben, die beinahe optimale Umsetzung der Titel der übrige Grund. Wer dieses Spiel niemals gezockt hat, der hat eindeutig etwas verpasst und darf mit „Contra 4“, das jetzt für den DS erscheint, wieder auf guten, alten, knallharten Gameplay-Pfaden wandern!

Steuerung:
Die Arcade-Geräte von damals hatten nie wirklich viele Knöpfe. Das kommt der DS-Fassung zu Gute, die sich in den meisten Fällen ausgezeichnet steuern lässt. Dank des guten Menüs kann man die Belegung außerdem so einstellen, wie man es persönlich möchte. Während die Spiele-Steuerung komplett über Digipad und Tasten abläuft, werden die hübschen Menüs per Stylus bedient. Das ist besonders dann genial, wenn man sich in die Tiefen des Arcade-Moduls einklinkt und dort mithilfe kleiner Schalter die Regler direkt am nachgebildeten Motherboard verstellt. Natürlich geht es auch einfacher, aber für Liebhaber und Kenner wird diese Kleinigkeit zur wohlwollenden Zeitreise in die Vergangenheit!

Grafik:
Was will man von teilweise über 20 Jahre alten Klassikern erwarten? Natürlich ist die Grafik nichts besonderes, aber vor allem „Contra“ und „Gradius“ sind auch heute noch, zumindest auf dem DS, gut anzusehen und übertreffen so manches Lizenzspiel bei Weitem! Die Umsetzungen aus der Spielhalle sind perfekt gelungen, zudem darf man den Bildschirm nach Belieben anpassen. Da damals viele Konami-Spiele im Hochkant-Format erschienen sind, kann Kawashima-mäßig der DS auch mal quer genommen werden. Die Steuerung leidet darunter zwar, dafür gibt’s ein Vollbild, denn ansonsten hat man immer schwarze Balken, um die Originalauflösung so gut es geht zu gewährleisten.

Sound:
Herausragend für damals, unterer Standard für heute: Dank Voice-Samples hoben sich die Konami-Spiele damals von den anderen Geräten ab. Zum Glück haben es die kleinen Sprachfetzen bis auf das DS-Modul geschafft und sorgen für Atmosphäre! Der „Contra“-Soundtrack ist auch jetzt noch über jeden Verdacht erhaben, wer also munteren 8Bit-Sound mag, kommt voll auf seine Kosten! Alle anderen müssen natürlich gewarnt sein, denn neuere Musiken sucht man hier vergebens.

Features:
Ab hier wird es unübersichtlich. Denn neben den vielen Spielen hat Konami zahlreiche Extras auf das kleine Modul gepackt. Neben zahlreichen Einstellmöglichkeiten (siehe oben) wurden unter anderem auch noch die Original-Hüllen eingescannt, die jetzt als US und JAP zum Anschauen und Ranzoomen zu eurer neugierigen Verfügung stehen. Die Infos zu den Spielen sind vielleicht eine kleine Spur zu knapp gehalten worden, trotzdem bekommt man ein Grundwissen der Videospielgeschichte.

Multiplayer:
Konami hat in diesem Bereich ganze Arbeit geleistet und sich die Kritik an anderen Spielesammlungen wohl zu Herzen genommen. Die „Arcade Classics“ bieten nicht nur Multiplayer mit nur einem Modul, nein, sie erlauben es sogar auch, jedes Spiel der Sammlung als Demo auf einen anderen DS zu laden! Wer also seinen unwissenden Kumpels schon immer mal „Contra“ mit auf die Reise geben wollte, darf das diesmal gerne tun. Neben diesen ganzen Vorteilen gibt es unter anderem noch die Möglichkeit, Videos beim Spielen zu machen, um so dem benachbarten DS-Freund zu zeigen, wie man bestimmte Highscores erlangt oder wie z.B. „Contra“ in einem Stück durchgespielt werden kann. Wer möchte, kann diese Videos dann direkt per WiFi rüberschicken.

Fazit:
Schon auf dem Game Boy Color wusste Konamis Spielesammlung zu überzeugen, damals noch mit matteren Farben und nicht allzu altem Retro-Flair. Auf dem DS haben die Japaner 2007 noch einen drauf gelegt und begeistern nicht nur mit einer ausgezeichneten Spieleauswahl, sondern auch mit liebevollen Extras, die zeigen, dass man sich auf den Inseln noch immer um seine alten, damals verkaufstüchtigen Klassiker kümmert. Natürlich sind es aber wieder nur alte Spiele, dieser Punkt darf keineswegs vergessen werden. Aber diese sind zum Teil solche Urgesteine, dass sie auch heute noch mit ihrem alterslosen Gameplay unglaublich viel Fun machen, besonders wer für rosige Erinnerungen etwas übrig hat. Ob für eine kurze Runde oder für eine lange Highscore-Session - diese Klassiker sind Spaß pur.

Steht in der Vergangenheit noch immer am Arcade-Automaten: Christian Nork [Trunx] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
80%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Bis auf Ausnahmen perfekt umgesetzte Spielhallensteuerung. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Damals waren DS-Fähigkeiten kein Thema...
Grafik

Detailgetreu umgesetzte Superpixel-Grafik von Anno Dazumal.
Sound

Voicesamples und 8Bit-Tunes, eher nostalgisch zu bewerten.
Spielspaß

Viel drin, viel dran: Multiplayer, Retro-Charme... Ein gutes Stück Videogame-Geschichte eben.








Details
Spielname:
Konami Arcade Classics

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.0905

Multiplayer:
vorhanden

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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