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Runaway - The Dream of the Turtle


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Runaway - The Dream of the Turtle - Review vom 30.11.2007

Still und ruhig ist das Leben eines PlanetDS-Redakteurs. Alles geht seinen geregelten Gang: Die Rezensionsexemplare kommen, die Testberichte gehen und zweimal im Jahr wird einem vom Chef eine einwöchige Urlaubsfahrt gegönnt, welche natürlich nichts anderes bedeutet als ab in den Süden! Jamaika, Mallorca, Toskana wir kommen! Natürlich wäre jeder auf so einen Traumberuf scharf und deshalb verteidigen wir unsere Stelle bis auf die Knochen. Was andere jedoch nicht wissen: Diese Karibikabstecher oder Warmwetterfahrten im Sinne von „Goodbye Deutschland“ spielen sich lediglich in unseren Gedanken ab, denn Ferienreisen in fremde Gefilde bekommt man lediglich durch sonnig angehauchte DS-Spiele, verpackt in einem gelbbraunen Karton spendiert; anbei eine Sonnenlotion, falls man beim Zocken „TFT-Brand“ bekommt. Und die vorerst proklamierte Reise ist lediglich der Gang zum südlich gelegenen Briefkasten, welcher voller Rechnungen wieder überzuquellen droht. Was sich wohl heute für ein Titel darin eingefunden hat?

Nach wenigen Minuten ist man schlauer und in seinen Händen hält man ein Spiel mit dem Titel Runaway – The Dream of the Turtle, unsere heutige Urlaubsreise, welche uns (unschwer durch die abgebildete Insel im Hintergrund der Verpackung zu vermuten gewesen) anscheinend in die wärmeren Gebiete unserer Muttererde bringen soll – ein wahres Sonnenbad also auf der wortwörtlichen „Sonnenseite“ der Erde, welches uns erwartet. Nicht lange haben wir deshalb gezögert und die Tour angetreten, indem wir das DS-Modul in den Slot gesteckt haben. Doch ob wir mit lachenden und vom DS-Licht braungebrannten Gesichtern zurückgekehrt sind oder stattdessen Pusteln von der schädlichen DS-Strahlung unser Eigen nennen konnten, erfahrt ihr in unserem folgenden Testbericht!

Reif für die Insel – Ein niemals enden wollendes Abenteuer.
Ein jeder stellt sich unter einem gelungenen Südseeurlaub vor, im einladend türkisen Wasser zu baden, den Wind durch seine Haare streifen zu lassen und weichen Sand unter seinen Fingernägeln zu spüren - auch unsere Protagonisten Bryan und Gina wollten diesen Traum Wahrheit gewähren lassen und machten sich mit gepackten Koffern auf den Weg nach Hawaii. Alles schien perfekt, keine Wolke war am Himmel zu sehen, die Temperatur angenehm und das exotische Inselflair gefiel ungemein gut. Doch wie es das Schicksal so will, bleibt diese Inselidylle nicht ewig lang erhalten und nach wenigen Tagen hatte sich ihr traumhafter Badeurlaub in eine grausame Verfolgungs-Hetz-Jagd verwandelt. Und das alles nur wegen dem Wunsch Ginas, den sagenumwobenen Tiki-Wasserfällen einen Besuch abzustatten. Der senile Pilot, welchen sie sich nämlich herausgesucht hatte, überlegte sich zufälligerweise genau mehrere Kilometer über der Zielinsel, seinen Löffel abzugeben und das Zeitliche zu segnen; und Bryan und Gina waren allein in einem fahrerlosen Flugzeug, das nur einen Fallschirm als Rettung bot. Natürlich war es selbstverständlich für unseren Protagonisten, nach der Regel „Frauen und Kinder zuerst.“ seiner Freundin diese sichere Rettung zu gewähren, dennoch hatte es zur Folge, dass die beiden getrennt worden.
Nach einer mehr als unsanften Landung macht ihr euch deshalb auf den Weg, Gina zu suchen. Nichts ahnend, dass ihr nicht allein auf der Insel seid, nichts ahnend, dass ihr in ein mysteriöses und gefährliches Abenteuer hereinrutscht und nichts ahnend, was euch erwartet…

Runaway – The Dream of the Turtle ist –genau genommen gesagt– gar kein komplett neues Spiel, welches man hier auf dem DS erblickt, sondern vielmehr eine Importierung des gleichnamigen PC-Klassikers, der bereits vor über einem Jahr von sich zu überzeugen versuchte und als Nachfolger des Spiels „Runaway – A Road Adventure“ in die Startlöcher ging. Demnach klar ist es natürlich, dass sich diese Titel fast wie ein Ei dem anderen gleichen, und die Geschichte von Runaway 2 genau dort anfängt, wo Teil 1 geendet hatte. Dennoch wollen wir an dieser Stelle näher darauf eingehen, was nun genau der DS-Ableger alles für Raffinessen innehält und wo man sich die Spezialfeatures des Doppelbildschirm zu Nutze gemacht hat.

Der Stylus – Klein. Handlich. Praktisch. Des Spielers bester Freund!
Natürlich war es von vornherein klar, dass sich dieses Abenteuer komplett über den Touchscreen steuern lassen wird; wie sollte man auch ein „Point and Klick“-Adventure, welches die Vorteile einer PC-Mouse geradezu untergräbt, mittels Tasten Parole bieten können? So bedarf es einen einfachen Tipp auf den unteren Bildschirm, um sich durch die Welt von Runaway – The Dream of the Turtle, bestehend aus 6 Kapiteln, zu navigieren. Schade ist nur, dass man dem Klickstil nicht vollends treu geblieben ist, denn an manchen Stellen des Spieles hätte man sich nichts sehnlicher gewünscht, als durch diesen Vorteile herauszuziehen. Tatsächlich wurde nämlich die Sprachausgabe aus Gründen des Platzproblems aus dem PC-Klassiker gestrichen und durch Untertitel ersetzt, welche -vor allem in den Videosequenzen, die einem im gesamten Spiel begegnen– eine immense Geschwindigkeit vorlegen und wohl vier Augen benötigen, damit man ihnen folgen kann. Doch während wir keine Mutanten sind und lediglich zwei von derartigen Organen besitzen, entgehen diesen jedoch nicht andere Mängel, welche wohl anstatt dessen ausgemerzt werden hätten sollen. Gemeint sind die Rechtschreibfehler, welche sich in die Bildschirmtexte geschlichen haben. So wird ein Substantiv einfach mal klein geschrieben und Verben groß. Da fragt man sich, wo hier die Qualitätskontrolle wohl gerade wieder ihre Augen hatte, als sich die Fehler über den Bildschirm schummelten. Oder war die Schrift einfach zu schnell wieder vom Bildschirm verschwunden?

Genauso misslich wie man die Kontrolle an dieser Stelle des Titels vermisst hat, ging es einem auch in der Folgezeit des Spieles, genauer gesagt am Ende des 3. Kapitels, wo sich ebenfalls ein Fehlerteufel eingeschlichen hat, den man aber bereits schon von der PC-Fassung kannte. Tatsächlich haben wir nicht damit gerechnet, dass die Entwickler mit dem Wortlaut „Eine 1:1-Importierung des Klassikers“ auch meinten, alle seine Bugs zu übernehmen. So stürzt nämlich das Spiel ab, wenn man bestimmte Aktionen (wir wollen an dieser Stelle keine Spoiler verbreiten) nicht genau nach Reihenfolge erledigt.

Und das ist es letztenendlich auch, was Runaway – The Dream of the Turtle die Top-Wertung vermasselt, denn der Titel an sich kann sich mehr als sehen lassen. So ist es kein Geheimnis, dass die Story fesselt, die Rätsel begeistern und die Spieldauer (vor allem im Bezug auf vorherige Adventures, welche auf den DS gefunden haben) mehr als über dem Durchschnitt liegt. Selbst die Grafik kann durch ihr comiclastiges Flair überzeugen und durch die vielen Zwischensequenzen fühlt man sich schon fast wie einem versiert gemachten Trickfilm. Zwar merkt man im Spiel definitiv, dass ein Nachfolger geplant ist, dennoch machte Runaway – The Dream of the Turtle einen in sich stimmigen Eindruck und wird nur durch die genannten Kinderkrankheiten mit Dreck besudelt.

Steuerung:
Spielen will gelernt sein! So darf man in den ersten Minuten des Titels erst einmal versuchen, sich mit der Steuerung anzufreunden, welche zugegebenermaßen eine gewisse Eingewöhnungszeit für sich verbuchen lässt. Tatsächlich wurde –wie bereits im Vorfeld bekannt gegeben– ein Zoom-Modus in Runaway – A Dream of the Turtle integriert, der dem Spieler die Möglichkeit geben sollte, das Abenteuer in voller, PC-üblicher Auflösung zu genießen. Hier hätte man sich aus Gründen der Übersichtlichkeit gerne gewünscht, den Zoom einfach via Taste zu steuern. Um diesen nun aber zu nutzen, muss man den Stylus des DS aber die ganze Zeit über den Bildschirm fahren lassen und seine Umgebung –wie es sich für ein richtiges Adventure gehört– nach verdächtigen Gegenständen, Hinweisen oder ähnlichen absuchen. (Auch ein Hilfemodus, welcher mysteriöse Objekte untermalt, wurde mit ins Spiel gepackt.) Klar, nach einer halben Stunde geht das natürlich auch von der Hand, besagte Methode hätte die Eingewöhnungszeit aber mit Sicherheit verkürzt. Dabei kann man sich entscheiden zwischen dem Begutachten eines Objektes oder dem einfachen „Nimm Gegenstand X, Y oder Z“-Befehls. Um zwischen den Aktionen zu tauschen, bedarf es je nach Rechts- oder Linkshänder einen Klick auf den A- bzw. linken Steuerungsknopf. Um ins Inventar zu gelangen, darf man sich den Select-Button zu Hilfe ziehen oder via Schultertasten zwischen den Gegenständen wechseln. Besagtes Mobiliar befindet sich übrigens auf dem oberen Bildschirm des Spiels und ist je nach Kapitel durch ein themengerechtes Bild unterlegt.

Während aber die gesamte Steuerung im Spiel durch ihre Präzision überzeugen kann, gibt es im Konversationsmodus, in welchem man Antworten auf dem unteren Bildschirm auswählen muss, einen gravierenden Mängel festzuhalten, der wie das Rechtschreibproblem ein Fall für die Qualitätskontrolle gewesen wäre: Der Mechanismus ist mehr als schwammig. So kann es nämlich durchaus passieren, dass man die oberste Antwort anklickt und Bryan den untersten Satz prägt und ehe man es sich versieht, ist das Gespräch ruckizucki am Ende angelangt.

Grafik:
Was auf Bildern schon einen unglaublichen Heißhunger auf das Spiel gemacht hat, sieht auch in der Realität mehr als lecker aus. So kann sich die Grafik von Runaway – The Dream of the Turtle wirklich sehen lassen und besticht vor allem durch seinen comiclastigen Stil, welcher einen großen Teil der Spielatmosphäre ausmacht. Zwar ist, wie zuvor bereits genannt, der Zoom-Modus anfangs gewöhnungsbedürftig, kann jedoch im Laufe des Spielens ebenfalls begeistern und schafft somit die volle Auflösung des PC-Klassikers auf den kleinen Bildschirm des Nintendo DS zu holen. Eine wahre Glanzleistung!

Sound:
Das perfekte Insel-Feeling kommt wohl neben der Optik auch auf die musikalische Untermalung an und diese ist ebenfalls so grandios gelungen, wie die bunte Grafik. Zwar wurde die Sprachausgabe gestrichen, jedoch lassen sich alle Effektgeräusche und Musik aus dem Klassiker wieder finden. Einzig und allein die Videosequenzen lassen dem DS so manch blechernen Ton entlocken, welchen aber durch die Verwendung von Kopfhörern ein Ende gemacht werden können.

Features:
Neben dem Hauptspiel hat natürlich nicht mehr viel anderes Material auf dem DS-Modul Platz gefunden, was bei einem Adventure jedoch nicht wirklich verwunderlich ist. Die Story selbst sorgt für ordentlich viele Stunden vor dem Kleinem aus dem Hause Nintendo und die Rätsel sind kniffelig ausgelegt worden, sowie auch nicht zu einfach zu knacken. Was ebenfalls positiv zu erwähnen wäre, ist der verwendete Humor in dem Spiel, welcher nicht nur einmal zu einem Grinsen oder Lachen beim Testen verführt hat. Hier wurde Witz und Knobelei perfekt gemischt, sodass auch falsche Lösungswege durchaus heitere Stimmung verbreiten konnten.

Fazit:
Runaway – The Dream of the Turtle ist, um es kurz zu fassen, ein absoluter Must-Have-Titel für Adventure-Fans schlechthin. Endlich mal richtig fesselndes Futter auf dem Nintendo DS, welches nicht nur durch knifflige Rätsel, sagenumwobene Optik und atmosphärische Soundeinlagen begeistert, sondern auch in Sachen Spiellänge vollends punkten kann. So hat man es hier nämlich nicht mit einer Spieldauer a la Undercover zu tun, sondern darf sich auf mindestens 20 Stunden Adventure-Kost freuen. Allerdings wird all der Enthusiasmus durch die Unmengen an Kinderkrankheiten gebremst, welche eine höhere Wertung einfach nicht zugelassen hätten. Dabei sind besagte Mankos wie die schwammige Steuerung bei Konversationen oder der ein oder andere Schönheitsfehler bei der Grafik gemeint, aber auch Rechtschreibfehler und der zu schnelle Bildschirmtext fallen dabei ins Gewicht. Das Abenteuer selbst ist alles in allem aber trotzdem gelungen und darf von Fans des Genres gut und gern ins Haus geholt werden.

Hat keine Pusteln von der DS-Strahlung bekommen: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
83%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Clipping-Fehler bei Konversationen trüben die Gesamtwertung. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Gute Touchscreen-Nutzung und nahezu reibungslose Importierung des PC-Klassikers.
Grafik

Comiclastig und versiert gemachte Zoom-Funktion - sehr stylisch!
Sound

Da fühlt man sich schon fast 1000km weiter südwärts.
Spielspaß

Mit Bryan lässt es sich aushalten – Humor und packende Story, wohin man nur sieht.








Details
Spielname:
Runaway - The Dream of the Turtle

Publisher:
Focus Home Interactive

Developer:
Cyanide Genre

Genre:
Adventure

Release:
07.20.3011

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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