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Thrillville - Verrückte Achterbahn


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Thrillville - Verrückte Achterbahn - Review vom 10.11.2007

Tollkühne Achterbahnfahrten, leckere Burger, schmackhafte Getränke und unglaublich viel Spaß, Spaß, Spaß - das ist es, was man sich heutzutage von dem actionreichen Besuch eines Vergnügungsparks verspricht. Langeweile sollte hier ein Fremdwort sein, schließlich bekommt man nirgendwo so viel kunterbunte Abwechslung geboten, wie an jenem Ort. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis jemand diese Erinnerungen in ein Spielkonzept gepackt und es auch auf dem kleinen Handheld von Spielekönig Nintendo veröffentlicht hat.

„Theme Park DS“ hat es in seinen Grundzügen schon vorgemacht, wie so etwas schlussendlich aussehen kann, und die Frage ist nun, ob die Entwickler von Lucas Arts in ihrem neuesten Spiel „Thrillville - Verrückte Achterbahn“ die Fehler ihrer Vorgänger ausmerzen und das „wahre“ Feeling eines Vergnügungsparks auf ein Modul pressen konnten. Wir haben dieses kleine Stückchen Software einmal näher unter die Lupe genommen und unverzüglich Schreckvolumen sowie Attraktionsvielfalt gemessen. Was dabei herausgekommen ist, erfahrt ihr im Folgenden!

Wenn die Achterbahn zu rollen beginnt…
Startet man das kindgerecht aufgemachte Spiel, findet ihr euch gleich im Hauptmenü wieder. Begrüßt wird man direkt von einem wilden Cheerleader-Girl, welches euch im summenden Sprechgesang den Namen des aktuell eingelegten DS-Titels vorsingt (Spätestens jetzt weiß man: Hier handelt es sich nicht um ein verstecktes „Ping Pals“ mit irreführendem Namen). Auf dem unteren Bildschirm seht ihr dann, wonach der Titel unterteilt ist. Natürlich hat man anfangs noch kein gespeichertes Spiel vorliegen, also klickt man auf den Button „neu“. Und siehe da, man befindet sich direkt im eigentlichen Spiel - zumindest beinahe, erst muss man noch seinen eigenen Namen zum Besten geben.

„Thrillville“ ist seit Urzeiten eigentlich dafür bekannt gewesen, dass es sich bei dieser Kreation um ein Simulationsspiel handelt, doch muss man diesmal eine bittere, andersartige Tatsache in Kauf nehmen: Vom eigentlichen Aufbauspiel ist nicht mehr viel übrig geblieben, stattdessen ist es wohl eure größte Aufgabe, die gebotene Geschichte voranzutreiben, welche in ihrer Idiotie wohl kaum zu übertreffen ist. So hat ein mysteriöser Mr. X vor, das „Thrillville“-Universum zu stürzen und seine eigene kleine Vergnügungspark-Welt zu erschaffen. Dazu benötigt der Fiesling aber die Pläne von der sagenumwobenen Achterbahn, die überall in euren Parks zu finden sind, also setzt er ein Haufen bezahlte Trottel dafür ein, sich besagte Aufzeichnungen zu schnappen. In allen 6 Themenparks werdet ihr auf die Ganoven treffen und in kleinen Zwischenaufgaben, die es immer wieder zu lösen gilt, bevor ihr in den nächsten Themenpark gelangen könnt, die Story vorantreiben. Dazu muss aber noch folgendes gesagt werden: Sehr viel Spannung kommt bei der ganzen Sache nicht auf, denn immer gleicht es einem „Schema F“, wie man in den verschiedenen Parks von der Aufgabenvielfalt überrascht wird.

Nehmen wir die Storyelemente raus, welche sich meist sowieso nur um ganz einfache Unterpunkte wie „Rede mit Schnarchnase Numero 1 und versuche ihn zu überzeugen, dass ihr der Held der Welt seid“ drehen und nebenbei noch gespickt sind, mit Unmengen an Rechtschreibfehlern und grammatikalischen Todsünden, so bleibt schlussendlich nur der Teil des Spiels übrig, welcher sich imagebezogen auf den Aufbau des eigenen Vergnügungsparks bezieht. In jedem Park gibt es verschiedene Freiflächen, wo man diverse Attraktionen wie Riesenräder oder Gruselkabinette erbauen kann. Von den Einnahmen, welche man durch Eintrittsgelder oder bereits vorhandene Attraktionen macht, vermag man diese Neuerungen zu finanzieren und meist bietet es sich auch an, mit seinen Gästen zu reden, denn sie sagen euch, was genau noch ihrer Meinung nach an bzw. in eurem Park fehlt. So gut wie immer handelt es sich dabei um eine Toilette, den Limonadenstand, die Burgerbude oder die Achterbahn.

Diese Aktionen kann man dabei losgelöst von seinen eigentlichen Aufgaben bewältigen, oder man schaut -genauso wie es vonnöten ist, wenn man den Storypart des Titels bewältigen will- in seinen virtuellen Briefkasten, in dem Missionen wie „Baut Attraktion X, Y oder Z und redet nebenbei noch mit zehn Passanten“ (welche nebenbei gesagt, alle dasselbe sagen) vorzufinden sind. Als Belohnung warten dann Moneten und Upgrades von euren Sensationen oder die sagenumwobene Achterbahn, auf welche man sich sogar selbst schwingen und ein paar Runden die „frische“ Luft durch seine Haare fahren lassen kann. Doch Vorsicht mit den jungen Pferden und übereifriger Freude, denn auch hier sollte man nicht allzu große Erwartungen in den Titel haben: Außer ein paar mehr oder weniger netten Animationen ist von dieser Seite nämlich nicht allzu viel zu erwarten und selbst als Spielfigur eingreifen zu können, bleibt wohl nur ein Wunschgedanke.

Hand anlegen dürft ihr lediglich bei euren Schieß- oder Spaßbuden, die ihr überall im Park bauen könnt, denn hier werden euch kleinere Minispiele erwarten, welche euch zum einen bei der Weiterführung der eigentlichen Story begegnen und zum anderen bei den Sidequests, wie wir sie schon oben erwähnt haben. So kann es nämlich durchaus passieren, dass eure Aufgabe lautet: „Verschaffe dir mehr Ruhm in deinem Park durch das Erreichen der Punktzahl 240 beim Spiel Whack-A-Wombat“. Dabei wollen wir nicht bestreiten, dass diese Minigames durchaus Laune machen können, aufgrund der schwammigen Steuerung vor allem bei Spielen wie „Donkey Derby“, in welchem es eure Aufgabe ist, die Kugel mittels Touchpen in die Löcher auf dem oberen Bildschirm zu katapultieren, jedoch nicht immer optimal auf den DS angepasst wurden.

Insgesamt stehen euch sieben unterschiedliche Party-Spiele zur Verfügung, welche ihr sogar mit Freunden gegeneinander zocken dürft. „Air Hockey“, in welchem man seinen Schläger mittels des Stylus bewegt und den Puck in die Torzone des anderen Spielers kicken muss (gleiches Spielprinzip hatte es auch auf die Minispielsammlung „Wii Play“ geschafft); dann wäre da „Frantic Fishing“, ein Unterwassergame in dem man farbige Fische auf dem Touchscreen in das jeweilige Aquarium steckt; „Sparkle Pop“, bei dem man mit Hilfe des Pens Pfeile auf Ballons auf dem oberen Bildschirm wirft; „Thrill Hoopz“, in welchem man in alter Basketball-Manier einen Ball in den vorliegenden Ring zu treffen versucht, und abschließend „Putt-A-Hole“, bei dem es eure Aufgabe ist, mit dem beweglichen Putter den Ball ins Loch zu schlagen. Neben dem eben erwähnten „Donkey Derby“ und sind auch diese kurzweiligen Beschäftigungen im normalen Spiel vorhanden. Zum Glück könnte man eigentlich sagen, denn im Normalfall braucht man für das komplette Game nicht mehr als 7 Stunden, um es mit all seinen Raffinessen durchzuzocken - für den Preis keinesfalls gerechtfertigt, wo doch das Gebotene sowieso schon durch seine vielen Negativaspekte besticht.

Steuerung:
„Thrillville - Verrückte Achterbahn“ steuert sich nahezu komplett via Touchscreen und nur in seltenen Momenten benutzt man die guten, alten Tasten, so z.B. bei der Kameraperspektive. Im Spiel selbst verlief diese Art des Steuerungsmechanismus ohne Probleme, lediglich bei den Minispielen wurden so manche Mankos sichtbar. So präsentierte sich das Stylusspektakel dort eher schwammig und hat so manches Mal zu Frustmomenten geführt. Muss das wirklich sein, liebe Entwickler?

Grafik:
Den Spruch „Grafik ist nicht alles“ hört man oft in Bezug auf neue Titel, die nicht durch ihre bombastische Optik zu überzeugen wissen, doch meist erwartet man im gleichen Atemzug ein unerwartet gut ausgeklügeltes Spielkonzept, dass einen viele Stunden vor den heimischen DS fesseln kann. Bei unserem heutigen Testkandidaten ist leider beides nicht im vollen Maße vorhanden und so kann „Thrillville“ auch in diesem Sektor nicht komplett punkten, denn obwohl das Abenteuer sehr farbenfroh und in einer isometrischen Sichtweise daherkommt, gibt es trotzdem Momente, wo man hätte an der Grafik feilen können. Wieso wird das Fahren auf Achterbahnen und Co. z.B. nicht aus 3D-Sicht dargestellt und verharrt stattdessen in der gleichen Sichtweise? Und warum müssen die Parks so verpixelt aussehen? Hier besteht eindeutig Nachholbedarf.

Sound:
Zugegeben: Die Titelmelodie des Spieles mag auf seine eigene Art und Weise zu gefallen wissen, dennoch ist das Gesamtkonzept aller Melodien, welche sich von Park zu Park unterscheiden, zu einseitig und monoton. Es kann oft einmal vorkommen, dass man zum Lautstärkeregler greift und die Musik auf ein Minimum reduziert; und das ist leider nicht Sinn und Zweck der Sache.

Fazit:
Auf die Frage hin, ob „Thrillville - Verrückte Achterbahn“ es wirklich mit der Neuauflage von „Theme Park DS“ aufnehmen kann, bleibt ein klares „Nein“ zu formulieren. Tatsächlich wirkt das gesamte Konzept des Titels viel zu unausgereift und vermittelt einem mehr das Gefühl Zuschauer zu sein, als wirklich in das Geschehen einzugreifen. Die Story ist recht platt und die Minispiele können zwar für kurze Zeit unterhalten, dem Titel jedoch nicht die gewollte Würze einverleiben. Hier gilt also wieder: Wer kein Fan der Serie ist, sollte die Finger davon lassen, alle anderen möchten es sich trotzdem zehn Mal überlegen, den Vollpreis-Titel in ihrer Sammlung zu begrüßen, denn eines ist sicher - dies ist definitiv nicht jenes versiert gemachte Aufbauspiel, was man aus früheren Versionen kennt.

Vergnügt sich lieber in Tier-, statt Vergnügungsparks: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
61%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Im Hauptspiel in Ordnung, bei den Minigames meist schwammig. Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Vager Touchscreeneinsatz und wenig neue Attraktionen.
Grafik

Bunt, schrill und verpixelt.
Sound

Eine stimmige Titelmelodie, insgesamt aber nicht gerade „grammyreif“.
Spielspaß

Sucht man fast vergeblich. Nicht jeder verträgt diese Achterbahnfahrt!








Details
Spielname:
Thrillville - Verrückte Achterbahn

Publisher:
Activision

Developer:
Lucas Arts

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.2610

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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