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Castlevania - Dawn of Sorrow


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Castlevania - Dawn of Sorrow - Review vom 05.04.2006

Die Unterwelt braucht einen neuen Gebieter. Schon seit Anbeginn der Zeit herrschte der Kampf zwischen Gut und Böse. Seit jeher versucht eine dunkle Kreatur, der Gegenpol Gottes, auch bekannt als der "Dunkle Herrscher", die Macht an sich zu reißen. Schon unzählige Male ist er wiedergeboren worden und nur der Belmont-Clan konnte sich ihm entgegensetzten. Der finstere Vampir Dracula konnte jedoch im Jahre 1999 vernichtet, sein Schloss von einem Priester des Hakuba-Schreins während der Sonnenfinsternis versiegelt und somit die Gefahr des Unterweltlers vorerst gebannt werden. Sechsunddreißig Jahre später fand Soma Cruz heraus, dass er die Reinkarnation von Dracula sei und konnte jedoch dank seiner Willensstärke seinem Schicksal entgehen.

Doch die personifizierte Finsternis gibt so schnell nicht auf. Genau ein Jahr später im Jahre 2036, versucht der Kult namens "Die Erleuchteten" erneut den Schattensherrscher zu erwecken und die Anführerin, Celia Fortner, schmiedet einen hinterhältigen Plan, jener auch Soma mit einbezieht. Genau hier beginnt die erste Instanz der Castlevania Reihe auf dem Nintendo DS. Castlevania: Dawn of Sorrow vollendet die Geschichte, die auf dem Game Boy Advance mit Castlevania: Aria of Sorrow begann und weist als Nachfolger natürlich große Ähnlichkeiten auf. Wir haben beide Titel direkt verglichen und berichten darüber, was sich alles geändert hat.

Hat man das sehr spektakuläre Intro Anime-Video betrachtet, geht es ab ins Hauptmenü. Auf den ersten Blick findet man hier einige neue Punkte. So gibt es neben dem Hauptabenteuer auch die Möglichkeit, ein kleines Minilevel auf Zeit zu spielen, und sogar Kontrolle über die Gegner selbst zu bekommen. Eine kleine Spielerei für zwischendurch, die spannender wird, je mehr Gegner man im Laufe des Spiels kennen lernt. Die Multiplayerfähigkeiten unterscheiden sich wohl größtenteils von den Game Boy Advance Vorgängern. So kann man sowohl weiterhin Seelen, die man doppelt gesammelt hat, mit seinen Freunden tauschen, als auch einen Duellmodus starten, wenn der Gegenspieler das passende Modul parat hat. Downloadplay ist nicht möglich.

Von Fledermäusen, Dämonen und Seelen.
Wer jedoch noch nie ein Castlevania in die Finger bekommen hat, wird sich sicherlich Fragen: "Seelentausch, Seelen zum Einsammeln"? Diese Frage klären wir nun auf, wenn wir das weitere Gameplay schildern. An sich ist Castlevania: Dawn of Sorrow ein sehr klassischer Genrevertreter und erinnert ein wenig an die Titel der Nintendo Heldin Samus Aran in ihren diversen 2D-Metroid Abenteuern. Man schlüpft in die Rolle des Auserwählten Soma Cruz und muss sich noch mal in die Gemäuer des dunklen Herrschers wagen. Die Schulfreundin Mina ist auch mit von der Partie und gerät versehentlich mit in das Spektakel. Später spielt sie noch eine wichtige Rolle, die wir hier aber nicht verraten möchten.

Der Levelaufbau gestaltet sich so, dass man von Beginn an als schwächlicher Charakter ohne Fähigkeiten nicht überall hingelangt. Wege sind versperrt oder die Gegner sind einfach zu mächtig. Ähnlich wie bei Rollenspielen, können die Charakterattribute durch das Besiegen von zahlreichen Gegnern und das dazugehörige Aufleveln verbessert werden. Nun heißt es durchboxen und an Stärke gewinnen. So muss unser Protagonist sich nach und nach im Schloss umschauen und jeden Winkel inspizieren. Dabei trifft er so manches Mal auf einen Endboss, der die speziellen Fähigkeiten des Helden erweitern kann. Soma, die Reinkarnation von Dracula, hat die Macht, sich Seelen von Gegnern einzuverleiben und somit deren Fähigkeiten zu kopieren. Je nach Seltenheit des Gegners ist es leichter oder aufwändiger eine Seele zu erobern. Diese tauchen nämlich zufallsbedingt auf. Hat man beispielsweise die Seele eines Skelettkriegers erobert, so kann man Knochen auf seine Gegner werfen. Andere Seelen beinhalten weitere Fähigkeiten, wie das Schießen von Feuerbällen, verstärken von Attributen, etc. Hier beginnt das Sammelfieber und man ist immer darauf erpicht, den kleinen Soma Schritt für Schritt in einen mächtigen Krieger zu verwandeln.

Der Seelen-Schmied in der Waffenkammer.
Dazu kommen noch die unterschiedlichsten Waffen, von Schwertern, über Katanas, bis hin zu Äxten und Beilen. Auch spaßig ist die recht schwache Ausführung von Pistolen, die man jedoch strategisch klug einsetzten kann. Der Clou in Sachen Waffen ist die Möglichkeit, diese mit den gefangen Seelen zu verschmelzen, denn so kann man nach und nach sein Lieblingsarsenal aufbauen und diese nach und nach verstärken. Man sollte aber abwägen, ob der Verlust einer bestimmten und sehr seltenen Seele vertretbar ist, für den Effekt der neuen Waffe.

Eingesammelte Goldstücke, die man auch im Spiel finden kann, nutzt man, um im Shop diverse Gegenstände einzukaufen. Ob Rüstungen, Waffen, magische Items, Tränke, hier kann man sich mit dem Nötigsten ausstatten. Selbst Levelkarten können erworben werden.

So kämpft man sich also durch das Spiel, sucht das verzwickte Labyrinth nach dem nächsten finsteren Endboss ab, verstärkt seine Attribute durch Up-Leveln und lernt neue Fähigkeiten, um noch ein Stückchen tiefer in die Geheimnisse rund um Dracula und Co. eingeweiht zu werden. Die Spieldauer ist recht angenehm, denn man muss wissen, dass es insgesamt drei verschiedene Enden des Spiels gibt. Das erste neutrale Ende kann man schon unter 10 Stunden erreichen. Das Bad-Ending und das Perfekte-Ending folgen etwas später und der negative Abspann hat noch eine Besonderheit, denn schafft man diesen zu erreichen, wird ein neuer Spielmodus freigeschaltet, der dem Storymodus fast gleich steht. Der so genannte "Julius (Belmont) Modus" lässt einem noch mal das gesamte Spiel spielen, doch mit anderen Charakteren in der Hauptrolle.

Das versteckte Spiel im Spiel.
Der Julius Modus kann im Hauptmenü ausgewählt werden und benötigt einen eigenen Speicherstand. Im späteren Verlauf stehen drei Charaktere zur Auswahl: Julius Belmont, die hübsche Yoko Belnades und Draculas Sohn, Alucard höchst persönlich. (Anm. d. Red.: Man bemerke das schöne Wortspiel um den Sohn des Blutsaugers, wenn man diesen Namen rückwärts liest.) Diese drei Charaktere können nicht weiter ausgerüstet werden und nur im Level steigen. Dennoch verfügen sie über einzigartige Fähigkeiten, die je nach Standpunkt im Schloss eingesetzt werden müssen. Alucard kann sich beispielsweise in eine Fledermaus verwandeln und fliegen, Yoko heilt sich selbst um wenige Energiepunkte, wenn sie Gegner trifft. Julius Belmont hingegen ist der klassische Charakter mit der Peitsche und den üblichen Castlevania Items, wie Äxten, Weihwasser und Kreuzen. Für diesen neu hinzugewonnen Spielmodus kann man erneut gute 5 Stunden einplanen, wenn man alles sehen will.

Hat man noch immer nicht genug und hat es geschafft wirklich alle Endsequenzen gesehen zu haben, folgt noch ein neuer Modus, der so genannte Boss-Rush-Mode. Hier gilt es einfach nach und nach die diversen Endgegner zu erledigen.

Steuerung:
Alles voll im Griff. Dank individueller Einstellmöglichkeiten, können die Tastenpositionen beliebig gewählt werden. Den Charakter steuert man auf dem unteren Bildschirm und der Touchscreen kommt nur gelegentlich zum Einsatz. So gibt es beispielsweise Steine, die nur via Berührung entfernt werden können, wenn man die entsprechende Fähigkeit besitzt. Die Menüführung ist übersichtlich und die Schriftgröße angenehm.

Grafik:
Erst im direkten Vergleich: Game Boy Advance und Nintendo DS sieht man den schockierenden Unterschied. Die Erinnerung kann oftmals einen Streich spielen und so glaubt man, dass dieser Titel sich nicht allzu sehr vom Vorgänger unterscheidet. Der Schein trügt und er trügt gewaltig. Die Detailgetreueren Charaktere, Gegner und Umgebungsgrafiken, gehören zu den wohl bisher 10 besten Spielen in Sachen 2D-Grafiken, die auf dem Nintendo DS dargeboten werden. Das Zerfallen der Gegner, die gelungen Animationen und vielen kleinen Details lassen die Game Boy Advance Version im Vergleich aussehen, wie ein Game Boy Color Spiel. Animezeichnungen, die die Story während den Sequenzen erzählen, sorgen für zusätzliches Flair.

Sound:
Mystische Klänge und rockende Melodien, so kennt man Castlevania und so hört man es erneut. Je nach Spielmodus ob normal oder Julius bekommt man andere Melodien geboten. Alle haben sie einen gewissen Charme und hier muss man aufpassen nicht vom gemeinen Ohrwurm befallen zu werden.

Features:
Mag sich das Spiel zwar hinter seiner Packung verstecken, ist eine gehörige Portion Vielfalt darin. Zwei unterschiedliche Abenteuer, Detailinformationen zu den Charakteren, Gegnern und Ereignissen, die jederzeit im Menü abrufbar sind, die Möglichkeit auch klassische Charaktere zu spielen über 100 Seelen die darauf warten gesammelt zu werden, zahlreiche Waffen die man aufrüsten kann und, und, und. Will man hier wirklich alles zu 100% schaffen, ist man eine ganze Weile beschäftigt.

Multiplayer:
Selbst einen VS. Multiplayermodus hat das Spiel spendiert bekommen. Zwar benötigt jeder Spieler sein eigenes Modul, doch erwarten ihn dann annehmbare Kämpfe auf einer zuvor in den Gegnereinstellungen erstellten Karte. Zwar nicht wirklich ein Kaufgrund aber immerhin vorhanden und darum löblich.

Fazit:
Castlevania-Fans kommen, um diesen Titel einfach nicht herum. Es ist schier ein Muss, wenn man auf Blutsauger, Fledermäuse und Vampirjäger steht. Doch auch Neulinge, die bisher nichts mit Castlevania und Co. zu tun hatten und sich selbst Action-Fan schimpfen, sollten sich diesen Titel näher anschauen. Vielfaltsreichtum, eine packende Story und prägnante Charaktere haben seit jeher die Castlevania-Reihe geprägt. Zwar hat man mit der Nintendo DS Variante kein komplett neues Spielgefühl verglichen zu den vorherigen Teilen, doch bekommt man eine Spieleerfahrung die sich lohnt. Wer nach Castlevania: Dawn of Sorrow noch immer nicht genug hat, kann zurück zu den Ursprüngen gehen und das Castlevania 2 in 1 Pack für den Game Boy Advance begutachten, um zu erfahren wo Soma Cruz und der Rest des Belmont-Clans eigentlich her kommen. Wozu gibt es sonst die Abwärtskompatibilität?

Kevin Jensen für PlanetDS.de

WERTUNG:
88%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (3)
Lesertests:
Lesen ( 1 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Hier hat man alles voll im Griff. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nicht viel Neues in Sachen Nintendo DS Features und mäßiger Touchscreeneinsatz.
Grafik

Geniale 2D-Engine mit wunderschönen Animationsphasen und Grafiken.
Sound

Bekannte und neue Klänge die Verzaubern.
Spielspaß

Packendes Action Jump ‚n Run rund um Dracula und Co.








Details
Spielname:
Castlevania - Dawn of Sorrow

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Action Adventure

Release:
05.20.2909

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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