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Wer wird Millionär?


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Wer wird Millionär? - Review vom 06.11.2007

Mit der „Spiele für mich“-Reihe startet Ubisoft eine ganz persönliche Antwort auf Nintendos „Touch Generations“-Front und umwarb das Konzept bereits auf der GC 2007 lautstark. Einfache Konzepte für jedermann, die mit leichten Zugängen zur Materie und einer ansprechenden Mechanik, neue Zielgruppen erreichen sollen. Nintendo hat mit den aktuellen Konsolen und Handhelds zwar nicht das Rad neu erfunden, was innovative Softwarekonzepte und Zwischendurchspiele angeht, aber den Markt gehörig aufgerüttelt und die zuvor eher stiefmütterlich behandelten Non-Gamer in den nahen Vordergrund gerückt. Dabei gab es einfach gestrickte Gaming-Ideen schon viel früher, als der Hardcorezocker noch als das Nonplusultra der Industrie galt und man meinte, allein in diesem Sektor seine Scheinchen verdienen zu können.

Dennoch, die Welt bzw. der Markt ist im Wandel und selbst manch eingefleischter Doppelbildschirm-Daddler wird bemerkt haben, dass „Dr. Kawashima“ und Co. die ältere Generation aus der Reserve gelockt hat und sogar in Seniorenheimen Titel wie „Wii-Sports“ für das alltägliche Wohlbefinden sorgen können. Eine allumfassende Zielgruppe wird also angestrebt, vom trendigen Teenager, über den erwachsenen Geschäftsmann bis zum rüstigen Rentner. Wir sind dem Ruf von Ubisoft gefolgt und haben uns im ersten „Spiel für mich“ direkt auf den Quizstuhl begeben, um die Gewinnchancen von „Wer wird Millionär“ herauszufiltern. Funktioniert die Unterhaltungs-Show von RTL auch in der tragbaren DS-Variante?

Mit Günther Jauch auch Tuchfühlung.
Global gesehen ist das Phänomen „Quizsendung“ kein Einzellfall mehr. Rund um den Erdballen wird das menschliche Wissen in diversen Fernsehsendungen auf die Probe gestellt. Wer beim Zappen durch die mannigfaltige deutsche TV-Landschaft nicht vollends in Panik gerät, stößt sogar manchmal auf Sender, die über das täglich-bornierte Rätselraten der Zuschauer ihre eigenen Brötchen verdienen - dementsprechend meist mehr oder weniger niveauvoll. Anders hingegen ist die von den britischen Inseln bekannte Quiz-Sendung „Wer wird Millionär“, die seit September 1999 auch in Deutschland ausgestrahlt wird. Mit dem charismatisch-beliebten TV-Moderator Günther Jauch im Schlepptau, war das Erfolgrezept der RTL-Millionen-Show perfekt und ganz Deutschland dem haltlosen Quiz-Fieber verfallen.

Nachdem „Wer wird Millionär“ schon auf diversen Konsolen und Handhelds erschienen ist, war es auch nur eine Frage der Zeit, wann die Nintendo DS-Version ihren Weg in die Hosentasche findet. Dabei eignet sich das Gerät mit den zwei Bildschirmen gerade zu ideal für eine spannende Umsetzung. Fragen können auf dem Touchscreen angewählt werden, während der obere Bildschirm für Videosequenzen oder andere Spielereien genutzt wird. Doch abgesehen davon, wie gut ist das Produkt wirklich?

Selbst der Weg zur virtuellen Million ist steinig und schwer. Einmal Platz genommen auf dem „heißen Stuhl“, geht es ruckzuck los und man wird mit 15 entscheidungsträchtigen Fragen konfrontiert. Jede richtig beantworte Frage sorgt dafür, dass der Spieler um ein paar (virtuelle) Euronen reicher wird. Wer bei einer Frage ins Stottern kommt, hat auch jederzeit die Möglichkeit die Fragestunde vorzeitig zu beenden und den bis dato gewonnen Geldbetrag mit nach Hause zu nehmen. Nur die mutigsten und geistreichsten Zocker werden es wohl schaffen, auf dem heißen Stuhl cool zu bleiben und mit einer Million in der Tasche dem Luxusleben entgegenzueifern. Gefragt wird immer nach dem gleichen Schema-F und so bekommt der Spieler neben der eigentlichen Fragestellung auch noch gleich vier Alternativantworten auf dem silbernen Tablett serviert. Ein Zeitlimit für die Antworten gibt es -wie im Original- nicht, man kann also getrost auch zwei- dreimal über die Frage nachdenken, oder sich bei Oma Ratschläge erbitten. Glänzt der Spieler mit Nichtwissen, gibt es die Möglichkeit einen von drei einmalig nutzbaren Jokern einzusetzen. Wann man diese Extra-Funktionen benutzen will, ist einem natürlich selbst überlassen - es können auch, bei geistiger Umnachtung, alle Joker für eine einzelne Frage verpfeffert werden. In der Übersicht gibt es folgende Rettungsmaßnahmen: Joker Nummer 1 ist der altbekannte 50:50 Joker. Zwei falsche Antworten werden von den vier Auswahlmöglichkeiten gestrichen, sodass die Entscheidung meist leichter fällt.
Joker Nummer 2 ist der Telefon-Joker: Virtuell wird ein Bekannter angerufen und um dessen Rat gebeten. Seine Antwort kann dann auf dem Monitor abgelesen werden.
Der 3. und letzte Joker ist der Publikums-Joker. Das virtuelle Studiopublikum beantwortet hier die Frage per Abstimmung. Ein Übersichtsdiagramm mit den prozentualen Antworten der Zuschauer soll die Antworts-Wahl erleichtern.

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.
In der Theorie hört sich das natürlich ganz einfach an, eben mal 15 Fragen beantworten und mit einer Million nach Hause gehen. Doch der Schwierigkeitsgrad der Fragen steigt von Antwort zu Antwort kontinuierlich an. So beginnt es auf dem heißen Stuhl sehr harmlos und kinderleichte Fragen sorgen dafür, dass man sich zunächst spielend eingewöhnen kann. Mit etwas Glück schafft man es dann auch zur ersten Sicherheitsstufe. Diese Hürden sind bei Geldbeträgen von 500€ und 16.000€ zu finden. Hat man eine solche Sicherheitsstufengrenze erreicht, kann diese gewonnene Summe nicht mehr verloren gehen. Um euch nicht wie Ochs form Berg stehen zu lassen, nennen wir euch zumindest eine Frage mit ihren Antwortmöglichkeiten, um eine kleine Grübelstunde einzuläuten:
„Was für Tiere sind die Schlitznasen?“ A: Antilopen, B: Fledermäuse, C: Ameisenbären oder D: Leguane. Dann mal viel Spaß beim Raten - und: Enzyklopädie-Benutzer sind Cheater!

Steuerung:
Egal ob Touchscreen oder D-Pad, bei „Wer wird Millionär“ kann man in Sachen Steuerung nur korrekt tippen. Richtige Frage anklicken und weiterkommen, falsche Frage anklicken und rausfliegen. Alternativ werden die Joker mit dem gleichen Schema angewählt, wenn das Gehirn mal nicht besonders hilfreich ist. That’s it.

Grafik:
Zweckmäßigkeit bis zum Umfallen, was für eine Überraschung. Videosequenzen der Quizmaster gibt es in der deutschen Sprachversion nicht. So bekommt man hier und da ein paar Blautöne mit lilafarbenen Fragen geboten und muss sich damit begnügen. Dennoch wird der Serienfan sich gleich heimisch fühlen und ein Gelegenheitsspieler braucht auch nicht wirklich mehr optische Reize, um die gewollte Genugtuung zu widerfahren.

Sound:
Die klassischen Jingles aus dem TV-Quiz dürfen natürlich nicht fehlen und mit ein wenig sprachlicher Unterstützung, kommt sogar richtige „Wer wird Millionär“-Atmosphäre auf. Leider werden Vielspieler gleich wieder zurückschrecken, wenn der Sprachkommentator sich zum Xten Mal wiederholt. Wenn der Sprachkommentator sich zum Xten Mal wiederholt.

Features:
Nanu, wo ist Günther Jauch? Während die Briten ihren Show-Master Chris Tarrant auch in der DS-Version bewundern dürfen und selbst die Franzosen ihren Jean-Pierre Foucault im Hosentaschenformat präsentiert bekommen, fragt sich der Einheimische hierzulande, warum der liebe Herr Jauch sich nicht vor die Kamera gestellt hat? Lizenzprobleme? Wie dem auch sei, neben dem guten Umfang an Fragen, wird man mit einigen Kommentaren und Zwischenrufen begleitet. Somit gibt es bei den deutschen Fragen leider keine Videos des Gastgebers, was die Atmosphäre des Spiels ein wenig drückt. Wer will kann aber auch seine Sprachkenntnisse auf Zack bringen und sich kurzerhand die Fragen auf Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch oder Niederländisch stellen lassen. Und wer kann dem Akzent eines holländischen Kommentators schon widerstehen? Dennoch gäbe es in diesem Sektor Raum für Verbesserung, denn es gibt keine Highscores, keine Speicherbatterie und auch keine Namenseingabe.

Multiplayer:
Den heißen Stuhl kann man in diesem Fall ernst nehmen, denn mit nur einem Nintendo DS können bis zu zwei Spieler abwechselnd via Hot-Seat-Modus ihr Wissen auf die Probe stellen. Zwar keine optimale, aber immerhin eine nette Zwischenlösung.

Fazit:
Gelegenheitsspieler und Quiz-Fans werden sich sicherlich schnell mit „Wer wird Millionär“ anfreunden können. Das Konzept ist so simpel gestaltet, dass man den DS nur einschalten braucht und sofort losquizzen kann, egal welche Erfahrungen mitgebracht werden. Dennoch oder gerade deswegen ist die Show-Umsetzung aber ein Zeitvertreib für zwischendurch, um ein wenig das Allgemeinwissen aufzupolieren und kein Titel, der über Monate hinweg zu fesseln vermag. Die Anzahl der Fragen ist angemessen, und obwohl die Jauch-Sehnsucht den RTL-Fan recht hart trifft, wird der geneigte Ratefreund seinen Spaß am Spiel finden. Raum für Verbesserung gibt es also noch, aber wenn sich Ubisofts „Spiele für mich“-Serie weiterhin gut behaupten kann, bleibt es nur eine Frage der Zeit, wann die 2. Edition von „Wer wird Millionär“ erscheint. Und dann Herr Jauch, geben Sie sich einen Ruck!

Nimmt besser die halbe Million, als jetzt noch zu pokern: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Das ist korrekt, hier konnte man nichts falsch machen! Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Nicht viel neues Material, außer simple Touchscreensteuerung.
Grafik

Richtige Antwort, Zweckmäßigkeit ist das Maß aller Dinge.
Sound

Überlegen wir einmal... Nette Jingles und Sprachausgabe.
Spielspaß

Sind Sie sich WIRKLICH sicher...? Gelungne Fragenkost, aber kein Jauch.








Details
Spielname:
Wer wird Millionär?

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Denkspiel

Release:
07.20.3010

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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