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Boulder Dash Rocks!


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Boulder Dash Rocks! - Review vom 06.12.2007

Trotz innovativen Neuankömmlingen wie den zuckerwattesüßen Nintedogs oder einem weisen Dr. Kawashima konnte man auf dem Nintendo DS schon oftmals die Rückkehr von alten Klassikern miterleben - zur Freunde von nostalgischen und natürlich zumeist erwachsenen Zockern. Selbst vermeintlich angestaubte Spiele der C64-Zeit erobern immer wieder Sturmflug die zwei Bildschirme des Erfolgs-Handheld. Nicht verwunderlich also, dass Old-School-Titel wie „Bubble Bobble“ oder „Rainbow Island Revolution“ erneut das Tageslicht erblickten. Selbst ganze Retro-Kompilationen wie die „Retro Atari Classics“ überschwemmten den Markt der immer älter werdenden Konsumentenschar.

Das Problem an den wirklichen Urzeitkrebsen im DS-Pool ist nur, dass leider auch Väterchen Zeit seine knochigen Finger im Spiel hatte und somit nicht jedes Remake aus den 80ern das Potential hat, mit dem güldnen Siegel der Zeitlosigkeit ausgestattet zu werden. Infolgedessen erschienen einige lieblose Umsetzungen von alten Schinken, die einfach den aktuellen Gaming-Geist verfehlten... Doch warum waren die frühen Videospiele so erfolgreich? Ganz klar, weil sie schnell verständlich und einfach erlernbar waren. Ein „Space Invaders“ mag zwar keinen Tiefgang aufweisen, aber selbst Non-Gamer verstehen das Konzept in Sekundenschnelle. Gerade die Kasualisierung der Branche hat es überhaupt ermöglicht, dass der Nintendo DS zu den wahren Verkaufschlagern unter den Handhelds gehört. Egal ob jung oder alt, groß oder klein, die Nintendo-Fangemeinde des Hosentaschengeräts wächst stetig.

Diesen Trend hat auch der deutsche Entwickler 10Tacle Studios erkannt und geht mit „Boulder Dash Rocks!“ neue, und im Kern doch bewährte Wege. Denn es handelt sich nicht nur eine 1:1 Umsetzung des Klassikers von Peter Liepa and Chris Gray mit dem Pixelhaufen Rockford in der Hauptrolle, sondern versucht besonders, den Zeitgeist einzufangen und eine Mischung aus spaßige Klassiker und Casual-Game zu kreieren. Hat dieses Unterfangen eine Zukunft? Nachdem wir schon die Vorabversion des Geschicklichkeitstitels ausführlich anspielen durften, wurde nun das fertige Produkt zu „Bould Dash Rocks!“ auf dem Labortisch seziert. Hielt es den Erwartungen der Redaktion stand?

An der Ausgrabstätte des Videogaming-Kultes...
Rockford wird wieder erwachen! Denn aus dem unförmigen Pixelmatsch der vergangenen Tage wurde ein kleines, extraterrestrisch wirkendes Männchen mit überdimensional blauen Kopf und großen Kulleraugen, bei dem selbst Fox Mulder die Frage stellen würde: „Dann wollen wir doch mal sehen, was du für einer bist, mein kleiner Freund?!“ Mit diesem putzigen Protagonisten im Schlepptau geht es auf die Jagd nach dem roten Rubin sowie weiterem wertvollen Glitzerzeug und es gilt für den Spieler, insgesamt 130 Level voller Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen zu durchstöbern. Das traditionelle Spielkonzept sah wie folgt aus: Rockford, der Kult-Maulwurf unter den ersten Videospiel-Helden grub sich durch zahlreiche Gänge, wich Gegnern aus und musste aufpassen, dass bei seiner Kristall-Hatz keine großen Steine auf seine Omme fielen.

Auch beim Remake kann der kleine Blauling schon mal seine Aspiringroßpackung einstecken und muss noch immer acht geben, dass ihm beim Buddeln keine Felsen auf den Schädel fallen. So rennt er durch die labyrinthartigen Gänge, sammelt alles ein was glitzert und weicht ständig neuen Gefahren aus - hört sich alles an wie damals, oder? Erst wenn man unter Zeitdruck ein gewisses Pensum an Edelsteinen ergattert hat, so öffnet sich der Ausgang und das nächste Level wartet auf eure Abenteuerlust. Während der ersten dieser Planeten-Level im Story Modus bekommt Rockford eine kleine Einführung, welche Objekte er nutzen kann, wie Türen zu öffnen sind, etc. Nach und nach kommen dann neue Hindernisse hinzu und das Geschehen wird komplexer. So gibt es neuerdings auch Teleporter, die einen durch die Gegend beamen, Laserkanonen, die entweder Objekte anziehen oder zerstören können oder sogar hochexplosives Dynamit, das zum Sprengen von störenden Mauern genutzt werden kann. Was am Anfang einem gemütlichen Spaziergang durch den Pixel-Park gleicht, wird nach und nach immer ausgeklügelter und sorgt dafür, dass die kleinen grauen Zellen auch mal wieder angeregt werden. Selbst schleimige Endgegner, die sich via Zellteilung durch ein ganzes Level vermehren können, gilt es zu umgehen und aufzuhalten, loderndes Feuer zu überwinden und mit der Zeit alle Planeten von ihren Kristallen zu befreien. Die Mischung aus heiterem Puzzlespiel mit Geschicklichkeitseinlagen und einem Hauch von Casual-Game machte schon im frühen Stadium einen sehr guten Ersteindruck und auch das Endprodukt braucht sich nicht zu verstecken.

Damit sich die DS-Version aber auch von der kommenden PSP-Variante absetzen kann, wurde noch ein spezieller Modus für Nintendos Doppelbildschirmer spendiert. Dieser schimpft sich „Route Race“ und erinnert ein wenig an die Anfangzeiten des Nintendo DS, als es noch galt, „Polarium“-Rätsel mit nur einem Stylusstrich zu lösen. So muss man auch hier mit einer gezeichneten Route Rockford auf die Reise schicken und kann, sobald etwas gemalt wurde, den Pfad bis zum Schluss nicht mehr ändern. Was zunächst leicht beginnt, wird auch hier immer schwieriger und bringt sogar geübte Knobler ins Schwitzen.

Steuerung:
Je nachdem ob man das Filetstück des Spiels unsicher macht, oder sich im speziellen „Route Race“-Modus austobt, wird entweder das Steuerkreuz beansprucht oder der Stylus gezückt. Gerade wenn Rockford sich durch die engen Gänge buddelt ist es enorm wichtig, dass dies auch mehr als präzise vonstatten geht, denn nur ein falsches Feld kann gleich große Kopfschmerzen bedeuten und der liebe R. Ford hat leider keine Aspiringroßpackung von der Apotheke abgeholt. Der bereits erwähnte „Route Race“-Modus gestaltet sich eher als Plan- sowie Knobelspiel und Geschick ist weniger vonnöten, dafür werden die grauen Zellen beansprucht. Alle Linienzeichnungen sollten wohl überlegt sein, bei Fehlern wird halt später nachgebessert. So einfach ist das!

Grafik:
Im Vergleich zum ehemaligen 1984-Original scheinen 10Tacle Studios einen wahren Quantensprung begangen zu haben, was den äußeren Mantel von Rockforts Buddeltour angeht. Knallbunt, knuddelig und mit zahlreichen Kleinodglitzerelementen versehen, so könnte man die Optik von „Boulder Dash Rocks!“ in aller Kürze festhalten. Diese sich nicht ganz ernstnehmende Optik steht dem kurzweiligen Titel auch recht annehmlich, wie man nach kurzer Spieldauer feststellt.

Sound:
Ebenso quirlig wie die kunterbunten Hintergründe, Umgebungen und Gegner ist auch die Musik ausgefallen, denn diese kommt mit knalligen Soundeffekten daher. Während man spielt, hört man es an allen möglichen Felsvorsprüngen, an der Gegner Körper oder an gefundenen Juwelen klirren und knallen - man mag es nicht gleich glauben, aber so entsteht eine recht gelungene und verspielte Klang-Atmosphäre. Die musikalische Untermalung während eurer Höhlenerforschung ist ebenso zwiespältig: Zwar kann man sie sich nebenbei anhören, wird aber bereits nach wenigen Levels etwas gelangweilt aus der Wäsche blicken.

Features:
Was man 2007 aus ein paar ideehaften Pixel-Anfängen alles rausholen kann, beweisen uns die Remake-Macher praktisch die gesamte Spielzeit über hinweg: ein annehmbarer Storymode, das interessante Route Race, einen beschäftigenden Time Trial-Modus, all diese Features halten lange bei Laune, wenn man sich einmal mit dem Spielprinzip angefreundet hat. Auf immerhin drei Speicherplätzen dürfen Juwelenjäger auch den Reward Shop besuchen, in dem Artworks und neue Spielmodi freigekauft werden können. Um alles noch abzurunden, gibt es einen ordentlich funktionierenden Multiplayermodus, damit man auch gemeinsam auf die Edelsteinjagd gehen kann - schon ziemlich dicke Funde für eine solche Retro-Erneuerung.

Fazit:
Ausgrabungen aus den kultigen Anfängen der Videospielgeschichte haben meist einen antiken und deshalb charmanten Stimmungscharakter - so auch auf dieser Edelsteinsuche. Was 10Tacle Studios mit „Boulder Dash Rocks!“ nämlich abliefert, ist mehr als eine lieblose Umsetzung eines altmodischen Kurzweil-Klassikers, auch wenn sich ein tiefgreifendes Gameplay abermals nicht im Endprodukt einfinden konnte. Ist das hier aber unbedingt nötig? Man hat die ursprünglichen Elemente des Original-Spiels genauestens studiert und wohl überlegt, welche innovativen Neuerungen eingebaut werden können, ohne dabei den Kern des Klassikers maßgeblich zu verändern. Was dabei herausgekommen ist, ist ein kunterbuntes Casual-Spiel eines Kult-Klassikers, bei dem Gernefans sicher ihre Freude haben werden. Selbst komplette Neulinge können gerne mal einen Blick riskieren und sollten nicht vergessen, genügend Aspirintabletten gleich mit einzukaufen. ... Vorsicht, Trümmerfall!!!

Begegnete Rockfort in der Vergangenheit, in der Gegenwart und vielleicht auch in der Zukunft: Kevin Jensen [Iceman] für PlanetDS.de

Vielen Dank an 10Tacle Studios für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
74%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Geht einfach von der Hand, wenn man leichte Präzisionsproblemen überwunden hat. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Größtenteils DS-Standards – Rockford ist und bleibt irgendwo ein Klassiker!
Grafik

Quietschbunt und durchgeknallt.
Sound

Angenehm, aber Monotonmusik – dazu hagelt es lautstarke Soundgeräusche.
Spielspaß

Gelungenes Remake eines Kult-Klassikers auf Casual-Ebene.








Details
Spielname:
Boulder Dash Rocks!

Publisher:
10Tacle Studios

Developer:
10Tacle Studios

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
07.20.3111

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (5)

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