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Rayman Raving Rabbids 2


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Rayman Raving Rabbids 2 - Review vom 23.11.2007

Schneehäschen hinter den 7 Kontinenten mit den 7 Klostampfern
Alle ahnten es, keiner wollte es, doch letzten Endes ist es geschehen – die abgedrehten Schneehasen aus Raymans kunterbunter Fantasiewelt haben sich ihren Weg in unsere Dimension gebahnt und planen nun in ihrem zweiten eigenen Spiel mit allerlei Brimborium und schallendem Kriegsgeschrei eine Invasion auf Mutter Erde. Unser gliederloser Freund war zumindest bis jetzt in den ihm gewidmeten Spielen immer der eigentliche Protagonist und brauchte nicht einmal im Traum daran zu denken, lediglich die 2. Geige zu spielen. Doch als vor gut einem Jahr diese größenwahnsinnigen Hoppelhäschen aus heiterem Himmel in Raymans Universum auftauchten, änderte sich dies allmählich. War Rayman im ersten DS-Auftritt von Rayman Raving Rabbids noch voll und ganz in seinem gewohnt typischen Sprung- und Laufelement als Charakter spielbar, ändert sich dies nun beim Nachfolger auch auf der Handheld-Version. Nicht mehr er selbst, sondern die ulkigen weißen Hasen führen nun die Regentschaft und haben Rayman trotz des eigentlichen Spielnamens fast schon aus ihren Reihen gekickt. Man darf gespannt sein, wohin diese Entwicklung noch führt und ob unsere Wohlvertrauten nicht bald schon ein dunkles und mysteriöses Eigenleben in unseren Wohnzimmern führen werden.

Nun endlich ist Rayman Raving Rabbids 2 für den DS in unserer Redaktion eingetroffen und in unserem Test wollen wir der Haseninvasion etwas auf die Pelle rücken und in Erfahrung zu bringen, ob Rayman und seine Bunny-Bande nun eine glanzvollere Performance hinlegen kann als noch im ersten Teil für Nintendos Handhelden.

Bunnies can’t play in platformers!
Die Story von Teil 2 ist alles andere als erwähnenswert und in der Tat eher sinnfrei. In der DS-Variante spielt sie zudem fast keine Rolle, weshalb man Rayman Raving Rabbids auch getrost als reine Minispielsammlung im Sinne von Wario Ware Touched bezeichnen kann. Die Rabbids wollen sich dieses Mal ganz still und heimlich unter uns Erdenbewohner mischen und so ihre geplante Invasion in aller Ruhe vorbereiten. Nur dumm, dass Rayman ihnen schon wieder auf der Spur ist und mit eindeutigen Beweisfotos versucht, ihre wahre Identität zu entlarven. Tja, menschliches Verhalten will gelernt sein! In 36 Minigames versuchen die verqueren Hasen nun ganz frank und frei dem Motto „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!“ treu zu werden, doch auch Bunnys müssen ganz schnell feststellen, dass sich dies doch etwas schwieriger gestalten könnte, als gedacht.

Einige fragen sich jetzt sicherlich, ob eine weitere Minispielsammlung für den DS nicht langsam überflüssig sei, doch nach einiger Zeit, die wir mit der kommenden Hasenhascherei verbracht haben, können wir getrost ruhigen Gewissens behaupten, dass DS-Spielern gerade aufgrund des unvergleichlichen Humors der Serie und der abgefahrenen Story eine wahrlich prachtvolle und urkomische Ansammlung an wahnwitzigem Langohr-Humor ins Haus steht, auch wenn der Umfang und die Qualität der Minispiele nicht ganz an ein Wario Ware Touched heran kommen kann. Der erste Teil für den DS fand vor etwa einem Jahr ja kaum Beachtung unter den meisten Handheld-Zockern, was sicherlich daran lag, dass ein grafisch eher lieblos programmierter Platformer doch nicht ganz in das Minigame-Konzept der ravenden Rabbids passte. Genau das haben sich die Entwickler dieses Mal wohl auch gedacht, denn viele der minimalistischen Spielchen der großen Konsolenversion hätte man mit einem Funken Kreativität auch ganz passabel für den DS umsetzen können, was der 2. Teil glanzvoll unter Beweis stellt. Nicht umsonst fühlt sich Rayman Raving Rabbids 2 für den doppelbeschirmten Handhelden vielmehr wie ein <“Rayman Raving Rabbids 1,5“ an, denn einige der Minigames und Songs aus Teil 1 haben auch ihren Weg in den Nachfolger gefunden. Man scheint das nachholen zu wollen, was man beim ersten Handheld-Auftritt der Bunnys verpasst hat.

Spätestens nach 5-minütigem Bunny-Geschrei schreit auch der Spieler.
Das zentrale Element des Spiels bildet der Abenteuermodus, in welchem insgesamt auf 6 Kontinenten je 6 Minigames zur Auswahl stehen, von welchem jeweils eines ein Tanz- und Rhythmusspiel im Stil von Elite Beat Agents und High School Musical ist, bei dem ihr den Stylus gekonnt zu Songs wie „Smoke on the water“ oder „Funky Town“ im Takt mitschwingen müsst. Die übrigen 5 Spiele pro Kontinent sind zum Teil der Wii-Version entliehen oder sogar aus dem 1. Teil abgekupfert. Negativ fällt dabei leider auf, dass sich recht viele der Minigames in punkto Spielmechanik extrem ähneln und daher fast kaum als eigenständige und völlig neuartige Spielchen zu bezeichnen sind. De facto bedeutet dies, dass man eigentlich nicht 36 völlig unterschiedliche Minigames geboten bekommt, sondern sich diese auf lediglich etwa 25 beschränken. Beim recht neuartigen Hasenrodeo zum Beispiel müsst ihr mit dem Stylus ständig in eine andere Richtung rubbeln, damit es dem Cowboy-Rabbid nicht langweilig wird. Wer nach diesem „Ausritt“ Lust auf einen erfrischenden Cocktail verspürt, der sollte diesen lieber nicht allzu lang aus den Augen lassen, denn sonst kann es passieren, dass im Minispiel „Spuckorgie“ ganz schnell etwas Hasenschleim im Glas landet. Ein wahrlich kreatives, allerdings in der Öffentlichkeit auch lächerlich wirkendes Minigame ist „Ruhestörer im Kino“, bei welchem ihr solange ins Mikro brabbeln müsst, bis der dicke Kinowärter erscheint und euch wegen Ruhestörung hochkant rauswerfen möchte. In diesem Moment gilt es dann blitzschnell per Stylus SMS an die anderen Bunnys zu versenden, damit jene beim Klingeln ihrer Handys als die wahren Ruhestörer entlarvt werden. Ein Minispiel, welches den meisten Spielern von Teil 1 eventuell schon bekannt vorkommen dürfte, ist „Tür zu!“, in dem ihr gleichzeitig 3 Südsee-Toilettenhäuschen observieren müsst, auf denen jeweils ein Bunny sein häs(s)liches Geschäft verrichtet. Leider scheinen diese Hütten etwas an Altersschwäche zu leiden, weshalb es nicht verwundert, dass etwa alle 0,5 Sekunden die Toilettentür wie von Zauberhand selbst aufspringt und mit eurer Hilfe per Touchpen flugs wieder zugeschlagen werden will. Schafft ihr dies nicht rechtzeitig, kann es sein, dass ihr bald einen Klostampfer im Gesicht kleben habt. Zunächst recht spaßig, aber nach der dritten Wiederholung einfach nur noch nervig, kommt das Minispiel „Graffiti“ daher, bei dem es gilt, möglichst schnell vorgegebene Formen so präzise wie nur eben möglich auszumalen. Da fragt man sich berechtigterweise: „Ist das hier ein Malspiel oder eine ulkige Minigame-Sammlung mit verrückten Schneehasen?“

Erreicht ihr bestimmte Vorgaben, erhaltet ihr pro erfolgreich abgeschlossenem Spielchen ein witziges Bekleidungsaccessoire oder ein abgedrehtes Utensil, mit welchen ihr eure Hasen nach belieben ausstatten könnt. So kostümiert und eventuell auch noch per Stylus ordentlich geschminkt und in Szene gesetzt, wagen sich die Bunnys nun auch in ihrem neuen Outfit in alle Minispielchen. Wem dies noch nicht genug sein sollte, der kann auch die Hintergründe der Optionsmenüs farblich kreativ aufpeppen und dabei bereits aus verschiedenen Landschaftsmotiven wählen. Zusätzlich gibt es noch ein Interaktionsmenü mit einem unscheinbaren Häschen, dass ihr entweder nach Lust und Laune mit Boxhandschuhen malträtieren oder dem ihr per Mikro ein paar Wörter ins Ohr flüstern könnt, die es dann willig wiederholt. Alles nette Gimmicks, aber nichts wirklich Weltbewegendes! Zudem gilt es darüber hinaus noch, mit reichlich Punkten jeweils eine Filmrolle zu füllen, welche Rayman letztendlich als Beweismaterial außerhasiger Aktivitäten auf Mutter Erde dienen und damit immer neue Kontinente und Minispiele freizuschalten.

Steuerung:
Alle Minispiele basieren fast durchweg auf einer klaren und intuitiv eingängigen Touchscreen-Steuerung, die fast immer so funktioniert, wie sie auch soll. Nur bei einigen wenigen Gelegenheiten wird das Mikrofon als Pusterohr oder Handy missbraucht und schreit förmlich nach eurem frischen Atem oder eurer anregend sinnlichen Stimme. Einzig und allein die ansonsten sehr unterhaltsamen und mit witzigen Hasen-Vocals unterlegten Tanzspiele machen in punkto Steuerung keine wirklich grandiose Figur, denn ganz konträr zu Elite Beat Agents muss man die richtigen Stellen keinesfalls im Takt antippen, auch wenn dies von den Entwicklern eventuell angedacht war. Hier kann man sich nicht auf sein Gehör verlassen, sondern muss ganz genau mit Argusaugen das hektische Geschehen verfolgen.

Grafik:
In grafischer Hinsicht muss sich Rayman Raving Rabbids 2 wahrlich nicht verstecken, denn für DS-Verhältnisse bekommt man eine recht ordentliche und solide 3D-Kost serviert, die sich im Großen und Ganzen in abgespeckter Variante an der Wii-Version orientiert. Mit einer neuen Engine macht Rayman Raving Rabbids 2 also eine bedeutend bessere Figur als noch sein DS-Vorgänger. Zwar hat man auf Nintendos kleinem Zögling schon vollendetere Detailtreue und Formschönheit zu Gesicht bekommen, doch an schriller und bunter Farbenfrische mangelt es jedenfalls keineswegs.

Sound:
Hier sind sie wieder, die Bunny-typischen Brabbel- und Schreieinlagen! Doch auch wenn den totalitären Häschen in ihrem 2. Auftritt immer noch nicht die Puste ausgeht, so leiden zumindest die geplagten Spielerohren allmählich gewaltig unter dem immer wiederkehrenden Geplärre. Was die Songs anbelangt, so reizen eigentlich nur „Funky Town“ und „Smoke on the water“ so richtig die Lachmuskeln, sobald die irren Hasen ihre Gesangskünste zum Besten geben. Das restliche Hintergrundgedudel ist teilweise schon aus dem ersten Teil bekannt und ist nicht unbedingt eingängig, dafür aber auch nicht wirklich nervig.

Features:
Wer den zentralen Abenteuermodus gemeistert hat, der darf sich an den Punktemodus wagen, in welchem es die Highscores der Entwickler zu knacken gilt. Leider wird auch hier absolut nichts Neues geboten und so findet der Spielspaß schon nach wenigen Haseneinlagen ein jähes Ende. Neben dem Abenteuer- und Punktemodus ist dieses Mal auch ein Mehrspielermodus integriert, in welchem ihr gegen Freunde und Familie in den äußerst spaßigen doch auf Dauer leider auch nicht Langzeitmotivation versprechenden Hasenkampf ziehen könnt. Wer denkt, dass alle Minispiele auch im Mehrspielermodus zur Verfügung stehen, der hat sich gewaltig geschnitten, denn bei 2 Spielern stehen nur 11 Spielchen zur Auswahl, bei 3 Spielern sind es dann auch nur noch 9 und bei 4 DS-Zockern wurde das Ganze letztendlich auf magere 5 Games ausgedünnt.

Fazit:
Mit „Rayman Raving Rabbids 2“ für den DS haben sich die Entwickler bedeutend mehr Mühe gegeben, als dies noch beim ersten portablen Ausflug der Rabbids der Fall gewesen war. Kennt man bereits die Wii-Version, hat man nun nicht mehr das Gefühl, ein vollkommen anderes Spiel in den Händen zu halten, denn dem für die verrückten Schneehasen typischen Minigame-Genre wird dieses Mal auch auf Nintendos Kleinem treu geblieben. Mit leider nur 36 irrwitzigen und urkomischen Spielchen, welche gut auf die Fähigkeiten des DS angepasst wurden, darf man sich nun auch unterwegs auf lustige Löfflerkost freuen. Einzig und allein die Tatsachen, dass das hektische Treiben viel zu schnell vorbei ist und einige Minigames und Lieder als aufgewärmte Version aus Teil 1 daher kommen oder sich in Form und Darstellung extrem ähneln, trüben den Spielspaß. Einzelspieler haben sehr schnell alles Wesentliche gesehen und erlebt und so bleibt nur die Hoffnung, dass der Mehrspielermodus auf Dauer mehr Langzeitmotivation liefert. Wer sich mit dem schrägen Humor der Hasen anfreunden kann, sollte sich einen Kauf eventuell überlegen, doch wer eher auf stundenlanges und abwechslungsreiches Minigame-Fieber steht, der ist wohl mit "Wario Ware Touched" oder "Rub Rabbits" besser bedient.

Fängt langsam aber sicher an, Möhren zu knabbern und mit verrücktem Geschrei seine Umwelt in den häs(s)lichen Wahnsinn zu treiben: David Bähr [Linguafreak] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
70%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Ausgewogen und durchdacht, nur Tanzen können Rabbids noch nicht! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Steuerungstechnisch alles schon mal dagewesen, doch im Vergleich zum ersten DS-Ableger ein wahrer Fortschritt!
Grafik

Solide und ansehnlich, wenn auch nicht Referenzwerk Nummer 1!
Sound

Typisches, nerviges Hasengeschrei gepaart mit passendem Hintergrundgedudel!
Spielspaß

Der ist für eine recht kurze Zeit tatsächlich vorhanden, dann heißt’s aber auch Ende im Gelände!








Details
Spielname:
Rayman Raving Rabbids 2

Publisher:
Ubisoft

Developer:
Ubisoft

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.1611

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

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