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Ratatouille


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Ratatouille - Review vom 21.10.2007

In Paris gibt es ungefähr 2.138.00 Einwohner, grob aufgerundet natürlich. Diese Habitantenscharen verfolgen allesamt den Pariser Lebensstil. Einen großen Anteil davon beansprucht das generelle kulinarische Interesse der Lutetier. Seit der Französischen Revolution wurden aus den unter 100 Restaurants schnell über 600, mittlerweile werden in Paris in über 1.000 Gastronomiebetrieben leckere Speisen angeboten. Das liegt zum einen daran, dass viele Einwanderer sich für den Weg der Selbständigkeit entschieden und ein Lokal eröffneten, und zum Zweiten, weil das Restaurantgeschäft in Paris sehr erfolgreich ist und „essen gehen“ einfach zur Pariser Etikette zählt. Geschäftstreffen werden fast immer in Gaststätten abgehalten und es gehört sich dort einfach, zu besonderen Anlässen in ein Edelrestaurant zu spazieren. Im Sommer wird gern Ratatouille verspeist, ein leichtes Gericht für die eben genannte Jahreszeit aus dem Herzen Südfrankreichs. Hauptsächlich aus Auberginen, Paprikaschoten, Tomaten, Zucchini sowie Knoblauch und einem guten Öl bestehend, ist dieser Mix an geschmortem Gemüse kalt oder warm zusammen mit Baguette gern verzehrt. Und auf Grund dieser Aspekte blüht der Tourismus in Frankreich und aus aller Welt strömen Urlauber und natürlich Feinschmecker in die Stadt an der Seine – eben nicht nur wegen des Eifelturmes oder dem Moulin Rouge. Und wenn dann einer dieser Touristen vielleicht aus Emyville, Kalifornien kommt und ebenfalls vielleicht bei den Pixar Animation Studios arbeitet, dann wird er dort vielleicht zu einem neuen Film inspiriert. Der könnte dann vielleicht Ratatouille heißen, vielleicht eine Ratte als Hauptfigur haben, was sich dann auf das Wortspiel „Ratte-Tui“ stützt und vielleicht könnte er dann auch wochenlang die Kinocharts anführen. Für alle Konsolen und Handhelds gäbe es dann von THQ ein passendes Lizenzspiel. Aber nur Vielleicht.

Jeder kann kochen
Oh Wunder, die völlig paradoxen Vermutungen meiner Einleitung sind Wirklichkeit geworden! Pixar macht einen Film rund ums Essen und eine Ratte mit dem Namen Remy möchte Meisterkoch werden. Superputzig und schon seit einiger Zeit auf dem ersten Platz der deutschen Kinocharts. Und im DS-Schacht schlummert das passende Spiel. Also anschalten und Guten Appetit. Wir stürzten uns in den Singleplayer und vollführen die ersten Schritte mit Remy. Kaum angekommen merkt man, dass man sich in einem 3D-Jump and Run befindet und der Handlung des Films folgen darf. Zutaten für Gerichte suchen, vor Feinden flüchten oder sich durch die Pariser Kanalisation kämpfen. Das Ganze gespickt mit Fallen natürlich, wo Rattengift nur die Spitze des Eisberges darstellt. Es werden Sterne gesammelt um irgendwann ein Extraleben zu erhalten und Käse frischt die rattige Lebensenergie auf. Gibt es einmal kein Weiterkommen, so sollte man sich einen Ball oder eine Melone schnappen, um damit dann lustig rumzukullern und Hindernisse zu plätten. Ansonsten hilft Remys Aktionsvielfallt weiter. Kriechen, Rennen, Schleichen, Wände hochkrakseln, Wandsprünge vollführen, an Vorsprüngen festhalten und hinaufziehen oder auf Stangen über Abgründe balancieren. Findet man einmal nicht was gesucht wird, so hilft Remys Geruchssinn weiter, der nahe gelegene Objekte aufspürt. Befindet man sich in heiklen Arealen und darf nicht entdeckt werden, kann Remy sich zudem unter kleinen Objekten verstecken. So kämpft Remy gegen eine immerwährend steigende Aufmerksamkeist-Leiste an, die im schlimmsten Falle dafür sorgt, dass beispielsweise der Chefkoch des Gusteau-Restaurants auf die kleine Ratte losgeht.

Zwischen den Leveln wird die Handlung in Dialogsequenzen erzählt, die vollgestopft mit Szenenbildern aus dem Film sind. Das Spiel hält sich eng an die Filmvorlage, sodass nach wenigen Spielstunden der Abspann über den Screen flimmert – dies stellt bei Weitem aber das einzige Manko des Titels, neben den fast immer gleichen Aufgaben wie „Suche 20 Zutaten“ oder „Koche 6 Gerichte“ dar. Der Rest macht einfach nur Spaß und THQ liefert ein unterhaltsames Jump and Run mit sehr abwechslungsreichen Leveln ab. Ebenfalls sehr Lobenswert: Der Knuddelfaktor des Filmes wurde sehr gut auf das Spiel übertragen.

Born To Cook
Das wohl witzigste an Ratatouille ist das Kochen. Zuerst bekommt der geneigte Chefkoch auf dem Bildschirm verschiedene Zutaten vorgesetzt, die dann geschnitten oder zerhackt werden müssen. Mit dem Touchpen werden Linien auf den unteren Bildschirm gezeichnet, um Tomate, Zwiebel und andere Konsorten zu operieren. Für Brot und Käse sind wiederholende Schneidebewegungen auszuführen und Zwiebeln oder Knoblauch muss durch mehrmaliges Antippen des Bildschirms zerhackt werden. Alles unter Zeitdruck versteht sich, wobei einige Gemüsesorten wie beispielsweise Lauch oder Pilze in mehren Arbeitsgängen vorbereitet werden. Danach wird auf drei Herdplatten gleichzeitig gekocht. Zutaten werden per Drag and Drop in die Töpfe geworfen, dann muss umgerührt werden. Gleichmäßige Bewegungen lassen das Gericht schneller warm werden. Danach werden schnell weitere Zutaten hinzugefügt, bis das Gericht fertig ist. Passt man nicht auf, verlangt das Spiel ein beherztes Pusten ins DS-Mikrofon, um das Gericht abzukühlen. Im letzten Arbeitsgang wird garniert. Mit Linien und Punkten zeichnet man per Touchpen Kräuter, Soßen und Accessoires auf die Gerichte, danach werden sie dem hungrigen Gast vorgesetzt. Innovativ und macht viel Spaß. Soviel Spaß, dass es diese Spielparts als „Kochduell“ auch im Multiplayer oder Einzelspieler separat im Menü gibt. Man wählt dann zwischen Leicht, Mittel oder Schwer und kocht dann um die Wette, der Schnellere gewinnt. Das geht übrigens mit nur einem Ratatouille-Spielmodul. Sehr klasse von THQ, Bon Appétit.

Steuerung:
Ratatouille ist ein Reinrassiges Knopfspiel, allerdings kann jederzeit via Select-Taste auf ein zweites Steuerungsschema umgeschaltet werden, bei dem der Touchscreen das Steuerkreuz ersetzt. Das funktioniert ähnlich gut wie bei Super Mario 64 DS, nur das man in Anbetracht des Genres lieber das genauere Steuerkreuz nutzt. Die Kocheinlagen sind sehr kreativ und reizen den DS optimal mit Touchscreen und Mirko aus. So soll es sein.

Grafik:
Ratatouille ist ein sehr hübsches Spiel. Die Umgebungen sind komplett in 3D gehalten und beim Spielen geht die Framerate nie in die Knie. Alles ist sehr abwechslungsreich gestaltet und man kann durchaus einzelne Passagen des Filmes im Spiel ausmachen, wenn man mit Remy Zutaten aus dem Vorratsraum zusammensucht. Der Hauptheld Remy ist putzig animiert. Einziges Manko währe vielleicht die Leblosigkeit einiger Spielpassagen, zum Beispiel fragt man sich, warum in den Kanalisationen von Paris keine anderen Ratten herumlaufen. Küchenareale wirken mit dem Dampf aus den Töpfen, kochenden Gas-Herdplatten zusammen mit der Soundakustik wiederum sehr lebhaft. Und das Gesamtbild ist dann ungefähr genau so hübsch wie Super Mario 64 DS, nur dass es wenig verschiedene Welten gibt, da man sich eben Eng am Film orientiert hat.

Sound:
Ratatouille hat eine sehr dezente Sounduntermalung. In Küchenarealen gibt es meist nur Hintergrundgeräusche wie klirrendes Geschirr und Menschenstimmen, die sehr zur Atmosphäre beitragen. Der Rest des Spiels präsentiert sich mit passenden Musikstücken, die sich am Film orientieren, jedoch einen kleinen Tick zu oft vorkommen. Ein wenig mehr Vielfalt währe schön gewesen.

Fazit:
THQ hat mit Ratatouille ein sehr gutes Lizenzspiel abgeliefert, das an keinen Spieltechnischen Schnitzern oder Fehltritten leidet. Leider ist der Umfang Mau und geübte Hüpfer sind nach circa drei oder mehr Stunden durch. Dafür gibt es dann keine 80%, immerhin reden wir von einem Vollpreis-Titel. Ferner gibt es neben den Spielzielen kaum optionale Dinge zu entdecken und auch die Spielaufgaben sind oft recht identisch. Trotzdem macht Ratatouille eine Menge Spaß, trumpft mit einer tollen, audiovisuellen Präsentation auf die Hand in Hand mit einer soliden Steuerung geht und das Ganze zu einem guten Jump and Run macht. Die Kochduelle sind eine klasse und innovative Auflockerung für den Spielverlauf und versprühen im Multiplayer noch mehr Charme. Der Schwierigkeitsgrad ist etwas leicht angesiedelt und ich habe relativ selten ein Rattenleben ausgehaucht. Daher ist das Spiel eher für Jüngere Spieler gedacht, die dann sicherlich länger an dem Titel zu knabbern haben werden wie ich mit guten 3-4 Stunden. Daher also eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Jüngere Hüpfer und Fans des Films. Ambitioniertere Spieler sollten lieber nach einem Umfang- und Abwechslungsreicheren Jump and Run Ausschau halten.

Ist schon ganz rattig: Lars Peterke [SamusAran] für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
74%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Solide Steuerung und kreative Nutzung der DS-Funktionen beim Kochen. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
5 Die Kochduelle sind innovativ und machen Spaß, der Rest präsentiert sich als uninspiriertes Jump and Run.
Grafik

Tolle und knuffige Optik mit viel Flair der Film-Vorlage.
Sound

Passende Melodien, die jedoch recht simpel sind und kaum Vielfalt besitzen.
Spielspaß

Spaßiges Jump and Run mit leider zu wenig Umfang und etwas zu eintönigen Spielaufgaben.








Details
Spielname:
Ratatouille

Publisher:
THQ

Developer:
THQ

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.2109

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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