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Disney Meteos


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Disney Meteos - Review vom 28.09.2007

Wer zockt da ganz logisch so gewieft und kess? Es ist der Puzzler mit seinem DS!
Es gibt wohl derzeit keine andere Handheld-Konsole auf dem Markt, welche prädestinierter für ein bestimmtes Genre wäre als der DS mit seinen Touchscreen-spezifischen Eigenschaften – die knifflig kunterbunte Klötzchen-Cluster-Kniffelei der Puzzle-Spiele. Vertreter gibt es derzeit genug, wenn auch von recht unterschiedlicher Qualität. Zu nennen wären da zum Beispiel Zookeeper, Prism, Polarium und natürlich die absolute Nummer 1 in diesem Sektor – Tetris! Wohl kein ehrbarer Videospieler kann von sich behaupten, dass ihm letzterer Name kein Begriff sei. Der Inbegriff für Puzzlespiele, für viele der Begründer eines ganzen Genres– mittlerweile werden jedoch immer mehr Angriffe auf den hart umkämpften Puzzlethron unternommen. Nachdem nun schon vor fast genau 2 Jahren mit Meteos ein wahres Meisterwerk der Puzzleszene den Sprung auf Nintendos Kleinen geschafft hat und überaus positive Kritiken aus allen Reihen einheimsen konnte, wagt sich nun auch Disney mit gleicher Lizenz und einer Prise Märchenzauber ins Land der rasanten Logiktüfteleien. Meteos: Disney Magic nennt sich besagter Titel und versucht, an den fabulösen Erfolg des Vorgängers anzuschließen. Doch inwieweit dies gelungen ist und ob die Implementierung einiger bekannter Charaktere aus der fabelhaften Welt Disneys, eine leicht veränderte Steuerungsmechanik und ein ganz neuer Blickwinkel à la Kawashima genügen, wird erst unser ganz logisch strukturierter Klötzchentest zeigen.

Als Arielle, Winnie Puuh und Cinderella eine Reise in die Weiten des Weltalls unternahmen…
Die Meteos-Spielreihe ist das DS-Pendant zu Lumines, welches ganz kunterbunt verclustert auf der Playstation Portable seine Runden dreht. Meteos: Disney Magic stammt wie auch bereits sein Vorgänger und Lumines von derselben Entwicklerschmiede, nämlich Q Entertainment . Das Spielprinzip des Original-Meteos wird vielen begeisterten Fans sicherlich noch in Erinnerung geblieben sein: Vom Himmel fallende Meteos-Blöckchen müssen gestapelt und durch geschicktes Stylusgekritzel aufgelöst werden. Der Witz an der Sache ist jedoch der, dass man mindestens 3 gleichartige Blöcke verbinden muss, indem man lediglich einen vertikalen Bewegungsspielraum beim Hin- und Herschieben hat. Sollte einem dies gelingen, dann werden alle darüber liegenden Meteos raketenartig gen Himmel katapultiert und machen somit Platz für neues Vierecks-Einerlei. Die Zeit drängt und wehe dem, wenn die lustige Blöckchenstapelei überhand nimmt und den ganzen Bildschirm bedeckt, dann heißt es nämlich Ende im Gelände und die lockerflockige Quadrat-Partie ist vorbei. Als besonderer Gag spielt dabei im Original die Schwerkraft eine Rolle, welche in jedem Level ganz getreu dem Planetenthema variiert und somit den Abschuss von Blockformationen leichter oder schwieriger gestalten kann.

Auch in Disneys Meteos-Variante ist man diesem Spielprinzip im Großen und Ganzen treu geblieben, hat es sich jedoch nicht nehmen lassen, die ein oder andere kleine Änderung zu implementieren. Wie es sich für ein richtiges Disney-Game gehört, spielen hier nun nicht mehr spacige Aliens die erste Geige, sondern vielmehr erobern die unterschiedlichsten Charaktere aus Walt Disneys Feder die Bühne. Die unterschiedlichen Level sind thematisch somit jeweils einer abgedrehten und vor Frische sprühenden Fantasiewelt aus dem Disney-Universum zugeordnet. So geben sich nicht nur Cinderella, Winnie Puuh und Arielle die Meerjungfrau die Ehre, sondern auch modernere Vertreter wie die Piraten aus Fluch der Karibik, der König der Löwen oder die Helden aus Toy Story sind mit von der Clusterpartie. Schade nur, dass nach einigen Spielminuten aufgrund der eher öde anmutenden Standbilder der ganze Feenzauber bereits verpufft ist und die Levelthemen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Ganz wie im Original weisen auch jene unterschiedlichen Welten ihre Unterschiede bezüglich Schwerkraft und Co. auf und stellen den geneigten Tüftler somit jedes Mal auf eine andere herausfordernde Probe, doch die Vielfalt und Variation ist hier bei weitem nicht so ausgereift wie beim großen Bruder.

Normalerweise ist man es als stolzer Besitzer eines DS gewohnt, dass sich D-Pad und Buttons jeweils links und rechts von einem befinden, doch wie auch bei Dr. Kawashimas Gehirnjogging wird hier das Haltungsprinzip im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf gestellt. Schon wieder eines dieser Spiele, bei welchen der Doppelbildschirmer im Sinne eines innovativen Spielgefühls mit 2 Screens als Buch missbraucht wird! Ja genau, „innovatives Spielgefühl mit ZWEI Screens“ – manche Entwickler scheinen, sei es aufgrund mangelnden Kreativitätsflusses oder lediglich simpler Ignoranz, den zweiten Bildschirm unseres kleinen Freundes nicht so richtig ernst zu nehmen. Zwar hat man sich bei der veränderten Haltung etwas gedacht, da nun die maximale Spielfeldhöhe erweitert werden konnte, doch den linken Screen hat man dabei fast völlig außen vor gelassen. Nichts weiter als ein paar schnöde Szenenbilder aus diversen Disney-Produktionen, die sich je nach Spielverlauf und taktischem Geschick des Stylus-schwingenden Puzzlers minimal verändern. Manch einer wird jetzt denken: Ach wie schön, da kann ich mir ja in aller Ruhe meine bezaubernden Serien- und Filmlieblinge aus Disneys knallkolorierter Fabelwelt anschauen! Falsch gedacht, denn dazu hat man nicht mal ein Sekündchen Zeit. Die Blöcke prasseln im Eiltempo auf den Boden und wenn man nicht in einem Haufen kitschiger Disney-Cluster begraben werden will, dann sollte man sich tunlichst auf das eigentliche Spielgeschehen konzentrieren. Genau aus diesem Grund hat man sich bei Q Entertainment vermutlich auch überlegt, dass es wohl besser wäre, dem verträumten Puzzler die Möglichkeit zu geben, die Bilder innerhalb einer freispielbaren Screen-Galerie noch einmal bewundern zu können.

Horizontal-vertikales Nitro-Spezial-Gefuchtel
Die wohl einschlägigste und bahnbrechendste Änderung bei Meteos: Disney Magic, welche dem Ur-Spielprinzip des Originals eine geschickte Wendung nach links oder rechts verleiht, ist die Möglichkeit, die kubusartigen Blöcke via Stylus auch horizontal zu verschieben. Mag dies eingefleischte Fans des Originals zu Beginn vielleicht eher abschrecken, da man eventuell einen wesentlich geringeren Schwierigkeitsgrad erwartet, wird man doch nach einigen hinterlistigen Klötzchen-Schiebereien erstaunt feststellen, dass trotz der zuckersüßen Aufmachung der Level im Disney-Kinderzimmerstil der Hase doch ein wenig anders läuft als befürchtet. Die Anforderungen sind nämlich durch angepasste Zeit- und Punktevorgaben ebenso knackig geblieben, wie man sich dies als Hardcore-Puzzler wünscht, wenn sogar nicht ein wenig zu knackig. Für ein Disney-Spiel, welches allein schon aufgrund der verträumt kitschigen Verpackung primär eine jüngere Zielgruppe anspricht, sollte es eventuell doch einen kleinen Tick einfacher sein, auch wirklich alles freispielen zu können und nicht bereits nach wenigen Spielstunden extremen Spielfrust aufkommen zu lassen. Hat man sich erst einmal mit Mühe und Not durch den schweren Story-Modus geforstet, scheint es schier unmöglich auch noch den Profi-Modus anzocken zudürfen. Zunächst gilt es, wahrlich eine Tonne an Extras durch gekonntes Stylus-Gekritzel freizuschalten, um auch in den Genuss jenes besagten letzten Story-Modus kommen zu dürfen, in welchem nämlich aufgrund der fehlenden horizontalen Bewegungsfreiheit echtes Original-Meteos-Feeling aufkommt.

Doch auch hier kann Abhilfe geschaffen werden, indem man nämlich die Spezialfähigkeit „Horizontal-Bewegung“ zur Anwendung bringt, nachdem sich am linken Bildschirmrand eine Energieanzeige vollständig aufgefüllt hat. Für eine recht begrenzte Zeit ist es dann möglich, die Blöcke im Profi-Modus nicht nur vertikal, sondern auch horizontal zu verschieben. Von diesen besagten Spezialfähigkeiten gibt es insgesamt leider nur 3 verschiedene, wobei je nach Level jeweils eine zur Verfügung steht. Neben der „Horizontal-Bewegung“ stehen noch der „Nitro-Schub“ und der „Langsame Modus“ zur Verfügung. Bei Ersterem schießen während einer kurzen Weile nach erfolgreicher Vereinigung eines flotten Blöckchendreiers alle darüber liegenden Blöcke mit Karacho gen Himmel, ohne dass man weitere Kombos bilden muss. Im „Langsamen Modus“ fallen die bunten Klötzchen logischerweise bedeutend langsamer vom oben, was dem nervösen Spieler mehr Zeit einräumt, Ordnung ins kunterbunte Steinchen-Chaos zu bringen. Im Gegensatz dazu haben ganz Eifrige allerdings auch die Option, den Würfelregen noch etwas zu beschleunigen und sich so einen extra Adrenalinkick zu geben, indem sie auf dem Steuerkreuz nach unten drücken. Doch nicht nur Spezialfähigkeiten erleichtern den schweißtreibenden Alltag eines Cluster-Puzzlers, sondern auch trickreiche Spezialblöcke gestalten die Jagd auf Kombos um einiges leichter. Da wären zum einen die Jokerblöcke, welche, wie Joker das nun einmal an sich haben, als Ersatz für jeden beliebigen Farbklotz Verwendung finden können, falls sich gerade kein passender Cluster-Partner für ein gemütliches Tête-à-tête zu dritt finden sollte. Raketenblöcke haben es ganz faustdick hinter den quadratischen Ohren, denn sollte man einmal den Überblick im kubischen Gewusel verlieren, dann können per Doppelklick auf jenes Blöckchen mir nichts dir nichts alle angrenzenden und darüber liegenden Würfel in die mirakulösen Weiten des Disney-Weltalls befördert werden. Last but not least hätten wir da noch die Extrablöcke, mit deren Hilfe man Klötzchen einer Farbe im Handumdrehen ein anderes Farbgewand verpassen kann. Dies mag mit etwas taktischem Geschick mitunter die erlösende Rettung vor dem drohenden Klötzchenterror bringen und den Highscore schlagartig nach oben katapultieren.

Steuerung:
Wer bereits das originale Meteos auf dem DS gezockt hat, der weiß, worauf er sich hier einlässt. An der meist präzisen und ausgetüftelten Stylus-Steuerung hat sich recht wenig getan, wenn man einmal von der größten Innovation, der horizontalen Bewegungsfreiheit, absieht. Das Steuerkreuz und die Buttons kann man getrost ad acta legen, was in diesem Fall leider auch auf den zweiten Bildschirm zutrifft, welcher für die Entwickler nahezu inexistent gewesen zu sein scheint.

Grafik:
Grafisch erreicht Meteos: Disney Magic keinesfalls das Niveau seines großen Bruders, denn hier fehlt irgendwie das typische Puzzle-Ambiente. Arielle und Co. wissen an dieser Stelle nicht halb so sehr zu überzeugen wie spacige Aliens im Retro-Look und vermitteln einem vielmehr das Gefühl, eine Runde im Kleinkinderbereich des Euro Disney Lands zu drehen, anstatt im hektischen Klötzchenchaos die Quadratur des Kreises zu vollziehen. Positiv ist in jedem Fall die flüssige Framerate zu erwähnen, was bei einem einfachen Puzzle-Spiel ohne größere Grafikansprüche auch nicht sonderlich schwer zu realisieren sein sollte.

Sound:
Zwar hat man einige seichte Disney-Klangstücke integriert, welche bei Fans einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen dürften, doch selbige kommen bereits nach kurzer Zeit einfach nur langweilig, öde und viel zu friedliebend daher. Bei einem solch rasanten Puzzle-Spiel benötigt der gewillte Spieler einen ordentlich peppigen Ansporn mit taktgebenden Rhythmen und hämmernden Beats. Sorry, aber Einheitsdudelei im 08/15-Format ist hier leider fehl am Platz!

Features:
Neben dem eigentlichen Story-Modus noch einen Challenge-Modus, doch auch jener bietet nichts wirklich neues. Hier wird man lediglich mit ein paar Missionen abgespeist, welche einem bereits aus dem Story-Modus verdächtig bekannt vorkommen. Möchte man jedoch die Unmengen an freischaltbaren Bildchen und musikalischen Hintergrunduntermalungen jemals zu Gesicht bzw. zu Gehör bekommen, muss man sich wohl oder übel mit dem Touchpen bewaffnen und den farbigen Disney-Klötzchen den Krieg erklären. Während dies Fans eher bereitwillig vollführen werden, wird die anvisierte jüngere Zielgruppe an Disney-Fans hier wohl auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Neben einem erneut integrierten Multiplayer-Modus, bei dem bis zu 4 Puzzle-Maniacs mit nur einem Modul in die Blöckchenschlacht ziehen und ihren jeweiligen Kontrahenten ihre eigenen Klötzchen auf den Bildschirm schießen können, ist auch ein CPU-Modus mit von der Partie, bei dem einfach gegen den Computer gespielt werden kann, wenn mal kein Freund in greifbarer Nähe sein sollte. Schade ist nur, dass auf einen Online-Modus komplett verzichtet wurde. Gerade bei einem Puzzle-Spiel dieser Art wäre dies eine sinnvolle Ergänzung gewesen, welche sich sowohl positiv auf unsere Gesamtwertung als auch auf die Absatzzahlen ausgewirkt hätte.

Fazit:
Eingefleischte Fans dürfen sich auf ein Klötzchenspektakel ganz im Sinne des originalen Meteos freuen! Um eine saubere und präzise Steuerung hat man sich auch in diesem Ableger bemüht und auch die Grafik ist, wenn auch nicht übermäßig ansprechend, auf einem akzeptablen zuckersüß-kitschigen Niveau gehalten. Besonders die Neuerung der horizontalen Bewegungsfreiheit integriert eine kleine, aber feine Veränderung in das eigentliche Spielgeschehen. Im Großen und Ganzen kann man nicht wirklich meckern. Q Entertainment hat im Grunde genommen alles richtig gemacht, doch irgendwie passen die verspielte und bunte Welt von Disney und die knallharte und feurig-hektische Action-Sphäre von Meteos nicht so richtig zusammen. Hardcore-Puzzler und ältere Zielgruppen werden zwar von dem Schwierigkeitsgrad begeistert sein, doch das generelle Basisdesign im Disney-Gewand dürfte nicht jedermann in seinen Bann ziehen. Meteos: Disney Magic ist wieder einmal ein typischer Fall, wo man versucht, eine auf den Märkten bereits wohlpositionierte Videospiel-Fremdlizenz mit den eigenen Zugpferden des Unternehmens zu verbinden und damit ein gutes Stück weit auf der Gewinn- und Erfolgswelle mitschwimmen zu können. Wer Disney&Co. einiges abgewinnen kann oder sich von der grafischen Aufmachung des Spiels nicht weiter beeindrucken lässt, der wird sicherlich die ein oder andere Stunde Spielspaß erleben, doch ein reifer Ersatz für das originale Meteos ist Meteos: Disney Magic in keinem Fall.

Versucht erst einmal, das graue Klötzchenchaos in seinem Kopf zu ordnen: David Bähr [Linguafreak] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
72%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Intuitiv einfach, doch mitunter auch extrem hektisch! Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nur wenig getan!
Grafik

Kitschige Standbilder verschandeln die Atmosphäre.
Sound

08/15-Dudelei, die eher einschläfert, als anspornt!
Spielspaß

Solides Meteos, welches in punkto Schwierigkeit leider ein wenig die Zielgruppe verfehlt.








Details
Spielname:
Disney Meteos

Publisher:
Disney Interactive

Developer:
Q-Entertainment

Genre:
Geschicklichkeit

Release:
07.20.0905

Multiplayer:
ja

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (10)

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