Surf´s Up - Könige der Wellen
- Testbericht
- Bilder (4)
- News & Videos (0)
- User (0)
- Spiel Kaufen
Surf´s Up - Könige der Wellen -
Review vom 26.09.2007
Wieder einmal hat es ein Lizenzspiel in die düsteren Räumlichkeiten des PlanetDS-Testlabors geschafft. Was das bedeutet, kann sich der eine oder andere geplagte Zocker garantiert bildlich vorstellen – ob uns erneut eine bösartige Heimsuchung der gespenstischen Art den Rest des Tages verderben wird, oder ob der neueste Lizenzstreich aus dem Hause Ubisoft mit dem klangvollen Namen „Surf´s Up - Könige der Wellen“ den langen Totenmarsch der Film-, Serien- und Comicversoftungen endlich in das gelobte Land der Videospiele führen wird, haben wir einmal genauer unter die Lupe genommen. Unsere ersten Erkenntnisse beziehen sich auf die Fusion der „Mario Kart“-Faszination mit dem feuchtfröhlichem „Wave Race“, welche schlussendlich noch mit den konkurrierenden Pinguinen garniert wurden und beim Anspielen keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Also, wir wollen mehr wissen: Surfbrett unter die Füße klemmen, Anlauf nehmen und los geht die wilde Wasserschlacht!
Wer ist der nasseste Surfer im ganzen Land?
Coole Locations, hohe Wellen, schwindelerregend hohe Rampen und ein Haufen durchgeknallter Surfer mit halsbrecherischen Stunts im Gepäck – das bietet nicht nur der Film zum Spiel, sondern auch das DS-Spiel selbst, jetzt im handlichen Cartridge-Format erhältlich. Was sich wie schlecht platzierte Schleichwerbung liest, tritt auch sogleich einen handfesten Beweis an: So zeigt sich der Surfspaß aus dem Hause Ubisoft als waschechter Funracer vor einer frischen Kulisse. Nachdem also das niedliche, rechteckige Modul seinen Weg in den Schacht des geschmeidigen Doppelbildschirms gefunden hat, wählt der surfsüchtige Zocker auch schon gleich einen Surfer nach Wahl, und stürzt sich in die Meisterschaft, an welcher nicht nur zahlreiche Pinguine, sondern auch ein Hahn teilnehmen – Kenner der Kinovorlage werden den ein oder anderen sicher wiedererkennen.
Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass „Surf´s Up - Könige der Wellen“ eher für das jüngere Publikum gedacht ist, zeigt sich recht schnell, dass die einzelnen Kurse keine Höchstleistungen in Sachen Anspruch abfordern. Trotz allem erscheinen praktisch alle Strecken recht ausgewogen und vor allem ausgefallen. Besonders atmosphärisch zeigen sich hierbei die zahlreichen Rampen, welche es einem erlauben, tollkühne Stunts zu vollführen und dafür dick Punkte abzugrasen. So fällt das Design der Gesamtaufmachung durchaus unter die Kategorie „nett bis gut“. Diesen Vorsprung macht allerdings das mit aller Gewalt eingewürgte Touchscreenfeature wieder wett. So lassen sich die zahlreichen Tricks, welche mit einem Rampensprung aus luftigen Höhen vollführt werden, mit einem simplen Klick auf den Touchscreen ausführen. Dies zeigt sich praktisch viel zu einfach und verlangt keinerlei Geschicklichkeit. Bekam man es auf dem Handheld der Konkurrenz noch mit zu drückenden Tastenkombinationen zu tun, ist die Lösung auf dem DS viel zu einfach und nimmt dem Spiel einiges an Action. Wenn man schon nicht Gas geben kann, dann dürfen die obligatorischen Beschleunigungsstreifen auch nicht fehlen. Ein wenig eigenartig sieht das Ganze im feuchten Nass dann schon aus, aber wer der schnellste Pinguin –oder der schnellste Hahn- im ganzen Land sein möchte, der muss schon etwas zu bieten haben und natürlich möglichst viele der Streifen erwischen. Diese sind überwiegend recht gut platziert und geben dem Titel noch einmal eine Portion Geschwindigkeit mit auf den Weg. Spielmechanisch gesehen richtet sich das Surfvergnügen eindeutig an die jüngere Generation. So entfallen zum Beispiel Gasgeben und großartige Manöver vollständig – ein wenig Fingerakrobatik kann allerdings so manches Mal auch nicht wirklich schaden. Auf jeden Fall werden etwas erfahrenere Zocker schon nach einigen Stunden den Surfweltmeisterpokal in den Händen halten. Wer dann trotzdem noch ein wenig bei der Stange gehalten werden möchte, kann zahlreiche Filmschnipsel und Charaktere samt Boards erspielen. Schlussendlich dürfen alle erspielten Strecken auch noch einmal einzeln abgefahren werden.
Simpel und spritzig: Die Steuerung
Es ist schon beachtlich, mit wie wenigen Tasten ein Funracer gesteuert werden kann. So muss das eigene Board lediglich unmittelbar beim Start auf Geschwindigkeit gebracht werden, und schon wird das Tempo wie durch Zauberhand gehalten. In erster Linie bedeutet das für den Zocker weniger Fingerakrobatik, und mehr Konzentration auf die zahlreichen und vor allem recht unterschiedlichen Strecken. Durch das angenehme D-Pad präsentiert sich „Surf´s Up - Könige der Wellen“ in diesem Punkt der 16:9-Version von Sony im Vorteil.
Toller Meerblick
In Sachen Grafik kann sich Ubisofts Funsurfer durchaus blicken lassen. Zwar wirken einige Strecken ein wenig grau getüncht und eckig, aber trotzdem ist das Gebotene alles andere als hässlich. Großartige Effekte darf man zwar nicht erwarten, aber der Spielflair kommt trotzdem recht gut zur Geltung und läuft vor allem im Vergleich zum PlaystationPortable-Vertreter zu 100 % flüssig wie 10t quietschfidele Nacktschnecken auf geschmirgeltem Asphalt - so leidet die kleine Cartridge unter keinen hässlichen Freeezes.
Piep, piep und schnarr - Etwas für die Ohren
Bekommt man es in der PlaystationPortable-Version mit sattem Rocksound zu tun, enttäuscht der Ableger für Nintendos DS mit einer komischen Schnarrorgie, die eher für Ohrenkrebs sorgt, als wirklich Stimmung zu verbreiten. Zwar dröhnt so einiges aus den Lautsprechern, aber irgendwie macht noch immer der Ton die Melodie, und der ist einfach grausam. Auch die einzelnen Sounds, welche es rund um die Tracks auf die Ohren gibt, fallen eher unter die Kategorie „gurkig“. Ein beherzter Griff zum Lautstärkeregler in Richtung „Stumm“ verspricht allerdings Besserung. Wer absolut nicht auf den richtigen Sound beim Zocken verzichten kann, sollte im heimischen Privatfundus nach Alternativen suchen.
„Brett“spiele auf hoher See
Was wäre ein Funracer ohne all die fiesen, kleinen Goodies? Richtig: ein Truckrennen auf der Autobahn. All zu viele „Tools“, wie sie das Spiel nennt, gibt es zwar nicht wirklich zu finden, aber von einem Geschwindigkeitsboost bis hin zu einer zielsuchenden Rakete ist ein wenig davon vorhanden. Je nachdem, für welchen Surfer man sich entschieden hat, fällt es manchmal leichter, und manchmal schwerer, Alternativrouten auf einigen der Strecken zu finden. Dabei kann es sich auch um Abkürzungen und manchmal auch um Umwege handeln. Patentlösungen gibt es allerdings nie und so ist es nicht zwingend erforderlich, sämtliche Abkürzungen auswendig zu lernen, um immer auf dem ersten Platz zu landen.
Fazit:
Gar nicht schlecht, was Ubisoft hier aus ein paar animierten Pinguinen gebastelt hat. Zwar ist der gezwungene Touchscreeneinsatz eher ein Garant für Handschmerzen und verdrehte Gelenke und der Sound samt Musik erinnert eher an Funksignale aus einer auf Protoplasma basierenden Welt (ja – absolut komisch), aber dafür bietet die Umsetzung auf dem DS auch einiges, was den Spieler erfreut. So leidet „Surf´s Up - Könige der Wellen“ diesmal unter keinen Freezes (wie das bei der PSP-Variante auffiel) und sieht dabei auch noch recht passabel aus. Mit von der Partie ist auch hier ein Multiplayer via Wi-Fi mit bis zu 8 Spielern. Wer Lust und Freude an einem Funracer ohne großartigen Anspruch hat und König der Wellen werden will, der sollte einen Blick in Richtung des feuchtfröhlichen Vergnügens wagen.
Surft nur mit Sicherheitsgurt und oben ohne: Malte Latton [Malte] für PlanetDS.de
Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
|
|
|
|

Details
Spielname:
Surf´s Up - Könige der Wellen
Publisher:
Ubisoft
Developer:
Ubisoft
Genre:
Fun-Racing
Release:
07.20.003Q
Multiplayer:
2-8
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (4)
Jetzt Bestellen:
Zum Shop
|