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Dragonball Z: Goku Densetsu


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Dragonball Z: Goku Densetsu - Review vom 24.09.2007

Mittlerweile ist es keine Seltenheit mehr, dass sich erfolgreiche, virtuelle Spielprinzipe auch ihren Weg auf den Wohnzimmertisch in Brettspielform schaffen. Als gutes Beispiel lässt sich hier „Warcraft - Das Brettspiel“ anführen, doch umgekehrt sieht es in keinem Fall anders aus. Dutzende Brett- oder Kartenspiele sind bis dato nicht nur auf der stationären, sondern ebenfalls auf diversen Handheld-Systemen verfügbar. Besonders die Versoftung von Traiding-Card-Games liegt im Trend und so erschien vor kurzem ein weiterer Titel dieser Rasse: Dragonball Z: Goku Densetsu, welchen wir uns natürlich gleich zur Hand genommen und genauer angesehen haben. Billige Ausnutzung einer erfolgreichen Anime-Serie oder lohnenswerte Umsetzung für den Nintendo DS?

Ich habe hier eine Karte und keine Angst davor, sie auch zu benutzen!
Wer denkt, dass es sich bei diesem Titel um eine Umsetzung eines Kartenspiels in reinster Form handelt, hat sich grundlegend getäuscht, denn Dragonball Z: Goku Densetsu ist primär zwar Kartenspiel, bei welchem man jedoch den ein oder anderen großen Rollenspiel-Einfluss förmlich riechen kann. Dass man in diesem Falle nicht auf eine –zumindest kleine und einfache– Story verzichten kann, ist klar und so dreht sich in dem ersten Teil unserer Reise alles um den Fiesling Raddlitz, welcher Son-Gokus Sohn Son-Gohan in seiner Gewalt hält, um Son-Goku somit zu zwingen, sich mit den anderen Sayajin zu verbünden. Doch statt sich den Boshaftigkeiten des Raddlitz zu beugen, entschließt sich Goku dazu, zusammen mit Piccolo eine gemeinsame Front gegen den Miesepeter zu bilden. Piccolo allerdings schlägt diesen Weg jedoch nicht aus lauter Gutmütigkeit ein, vielmehr möchte er die Zusammenarbeit mit dem Vater Son-Gohans nutzen, um sich im passenden Augenblick die Welt unter den Nagel zu reißen.

Es steht außer Frage, dass es für Neulinge auf dem Gebiet der Traiding-Card-Games nicht immer ein Leichtes ist, die Tücken dieses Spiels sofort zu durchschauen und vor allem bringen die virtuellen Fassungen nicht selten haufenweise hiervon mit sich. Um etwaiger Verwirrung vorzubeugen, packten die Jungs von Bandai Namco ein umfangreiches und zugleich hilfreiches Tutorial mit auf das Modul, welches man bei Bedarf aber auch gerne überspringen darf. Ist all dies erledigt und man fühlt sich für seinen ersten Kampf bereit, so geht es auf die Weltkarte, auf der man nun je nach dem, welche Karte man ausspielt, eine gewisse Anzahl an Feldern zurücklegen darf. In der Regel trifft man schon bevor man auf die ersten Zwischengegner, die Pflanzenmänner, stößt, auf schwächere Kontrahenten, die erfahrungstechnisch auf niedrigstem Niveau sind und sich somit bestens zum Üben eignen.

Dass die Anzahl der Karten schier unbegrenzt scheint, ist für heutige Verhältnisse Gang und Gebe, dass jedes einzelne Blatt jedoch auch Hunderte von Möglichkeiten bietet, ist dennoch erfreulich. Die verschiedensten Kämpfe, auf die man im Laufe der Spielzeit stoßen wird, unterscheiden sich in der grundsätzlichen Form kaum voneinander und demnach spielen beide im Ring befindliche Charaktere zuerst eine beliebige Karte aus. Je nach dem, welches Ballt einen höheren Wert zeigt, beginnt entweder der Spieler selbst oder sein Kontrahent. Nun darf fröhlich angegriffen werden und hier geht es eigentlich darum, genau zu wissen, welche Vor- und Nachteile eine einzelne Karte bieten kann, ob man sie besser zum Vorankommen auf der Landkarte nutzt oder im Kampf darauf zurückgreift.

Neben dem normalen Ausspielen besteht die Möglichkeit, so genannte Kartenkombos einzusetzen. Diese Option besteht jedoch nur dann, wenn sich auf mehreren Karten ein und dasselbe Symbol befindet (Angriff-, Abwehr- oder Aktionssymbol). Dies ermöglicht zum Beispiel die Verursachung von mehr Verletzungen auf der gegnerischen Seite. Neben dieser Form der Kombination stehen weitere, recht ähnliche Kombo-Möglichkeiten zur Verfügung, die sich –vor allem im späteren– Spielverlauf als sehr, sehr nützlich erweisen können. Während man sich auf dem virtuellen Spielbrett immer weiter in Richtung Endboss bewegt, stößt man neben einer Hand voll Widersachern auch auf das ein oder andere nützliche Objekt, welches in Gefahrensituationen durchaus von Nutzen sein wird. So kann man beispielsweise einen schönen roten Apfel zur Auffrischung der Energie nutzen – einmal gefunden, kann man das Objekt mindestens eine Runde lang mit sich führen und nach Belieben einsetzen. Jeder Spieler liebt Rettungskits!

Wie bereits angesprochen, kämpft man angefangen bei seiner großen Reise bis zum Endboss hin, gegen mehrere Zufallsgegner. Leider aber handelt es sich meist mehrmals um die selbe Sorten von Kontrahenten, was dem Zulauf einen Hauch von Monotonie verleiht. Etwas mehr Abwechslung hätte an dieser Stelle und vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass man sowieso ständig „das Gleiche“ macht, sicherlich nicht geschadet. Kleine Dialoge am Ende einer Runde, sowie manches Mal auch zwischendurch lockern das Geschehen etwas auf und sollen den erforderlichen Kampfgeist und die Motivation aufrecht erhalten. Hier ein lustiger Spruch, da ein ernstes Gespräch - die Story fällt kaum auf einen hinteren Rang.

Steuerung:
Prädestiniert für derartige Konzepte, zeigt sich auch hier Nintendos Doppelschirmer von seiner glanzvollen Seite: Die Steuerung durch das Menü macht soweit keine Probleme und auch Kampfhandlungen werden durch das innovative Eingabegerät, im Volksmund „Stylus“ genannt, enorm erleichtert. Anfänger brauchen auf keinen Fall scheuen!

Grafik:
Hier fallen besonders die authentischen Charakterdesigns positiv auf, während man sich im Bezug auf die Animationen mehr gewünscht hätte. Dennoch ist die Inszenierung des Szenarios insgesamt gut gelungen, wenn man auch nicht übersehen kann, dass das Display des DS für manche Angaben, die auf den Karten zu finden sind, ein wenig zu klein ausgefallen ist.

Sound:
Eines sind die Musikstücke auf jeden Fall: zum Thema passend. Denn rockige Musik mit einigen Elektro-Effekten passt bei Kampfhandlungen grundsätzlich wie die Faust aufs Auge und so gibt es auch hier nichts zu bemängeln. Lediglich, dass manchmal etwas zu viel Gedudel aus den kleinen Lautsprechern schallt. Der Regler schafft hier jedoch Abhilfe!

Features:
Neben Hunderten von Karten, die jeweils noch unendlich viele Möglichkeiten bieten, ist vor allem der Rollenspiel-Part als positives Feature hervorzuheben. Ist man durch eine, wenn auch nur „Gut vs. Böse“-Story angetrieben, macht es deutlich mehr Spaß. Ferner gibt es einen interessanten Mehrspieler-Part, der auch das oftmals zu wenig genutzte Feature des Download-Play unterstützt. Hier besteht die Möglichkeit, sich in kleinen Mini-Games zu bekriegen oder natürlich einen gewöhnlichen Karten-Kampf auszutragen. Leider und das ist wirklich schade, hat man Dragonball Z: Goku Densetsu aus unerfindlichen Gründen keinen Online-Modus verpasst und somit deutlich Potential verschenkt.

Fazit:
Man muss sich eingestehen, dass es bereits genug Alternativen zu diesem Titel gibt, die von manchem Leckerbissen einfach viel mehr bieten können. Trotz alledem ist der neueste Dragonball Z-Ableger als Mischung zwischen Rollen- und Kartenspiel nicht zu verachten, die jedoch nur dann gekauft werden sollte, wenn man wirklich gerne die virtuelle Karte in die Hand nimmt. Rollenspielfans, die sich hingegen an einer atemberaubenden Story erfreuen wollen, werden gnadenlos enttäuscht sein. Für Anfänger ist es ein Leichtes, das Spiel zu erlernen, was bei den erschienenden „Yu-Gi-Oh!“-Teilen nicht immer der Fall war. Unterm Strich hätte man aber an einigen Ecken viel mehr tun können, um sich weiter über dem Mittelmaß zu halten!

Wehrt sich nicht mit Worten oder Fäusten, sondern mit Karten: Max Zeschitz [Zeschitz] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
67%
Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Mit dem Stylus hat man alles im Griff, doch leider nur wenig Spielraum. Innovationsfaktor:
+++--  (3 von 5 Sternen)
Download-Play fällt positiv auf, ansonsten nur Standard.
Grafik

Schöne Charaktere, und dennoch schreit man nach mehr Animationen.
Sound

Geschmackssache: mal schön, mal grausig.
Spielspaß

Fans von Dragonball und Traiding-Cards werden ihren Spaß haben.








Details
Spielname:
Dragonball Z: Goku Densetsu

Publisher:
Atari

Developer:
Bandai Namco

Genre:
Sonstiges

Release:
07.20.3108

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 6 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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