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Ace Attorney: Apollo Justice


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Ace Attorney: Apollo Justice - Review vom 07.06.2008

Bereits auf dem GBA erfreute sich die „Ace Attorney“-Reihe aus dem Hause Capcom großer Beliebtheit, wenn auch nur in Japan. Die mitreißenden Gerichtssimulationen, gewürzt mit packenden Stories, spannenden Untersuchungen und komplexen Persönlichkeiten, fesselten Spieler reihenweise an die Bildschirme. Mit Begeisterung schlüpfte die Spielerschaft in die Rolle des Staranwalts Phoenix Wright, um die Unschuld seiner Mandanten zu beweisen. Egal wie prekär die Lage und wie unlösbar der Fall scheint: Mit ein bisschen Gespür für das Verborgene und fundierter Sachkenntnis der Geschehnisse, lässt sich jede noch so harte Nuss knacken und am Ende siegt stets die Gerechtigkeit. In europäischen Gefilden erschienen die ersten beiden DS-Konvertierungen „Ace Attorney: Phoenix Wright“ und „Ace Attorney: Phoenix Wright - Justice for All“ recht nah beieinander, nämlich Ende 2006 und Anfang 2007. Es wurde bereits bestätigt, dass die DS-Umsetzung des dritten Teil „Ace Attorney: Phoenix Wright - Trials and Tribulations“ in absehbarer Zeit den weiten Weg in die deutschen Händlerregale finden wird. Den vierten Ableger „Ace Attorney: Apollo Justice“ haben wir heute genauer unter die Lupe genommen und jedes Pixel so ausgiebig untersucht, dass uns kein noch so kleines Detail verborgen blieb.

Das Gericht wird sich nun zur Beratung zurückziehen
Protagonist des vierten Teil ist nicht mehr der liebenswert verpeilte Phoenix Wright. An seine Stelle tritt ein taufrischer, junger Anwalt mit Namen Apollo Justice, der sich in seinem Metier erst noch behaupten muss. „Ace Attorney: Apollo Justice“ ist das erste eigens für den DS entwickelte Spiel der Serie und so ist es ganz klar, dass einige Grafikelemente sauberer, klarer und detaillierter erscheinen als das noch bei den bloßen GBA-Umsetzungen der Fall war. Einen ersten Vorgeschmack auf die vielfältigeren Untersuchungsmöglichkeiten im Vorfeld einer Verhandlung haben Fans bereits im letzten und eigens für den DS entwickelten Fall im ersten Teil genießen dürfen. Der Touchscreen und das Mikrofon werden im Vergleich zu den Vorgängern häufiger genutzt, ohne dabei den Anschein einer Zwangsimplementierung zu wecken. Objekte lassen sich zur genaueren Untersuchung mittels Stylus dreidimensional drehen und geheime Botschaften an Spiegeln oder dergleichen geben beispielsweise erst ihre Informationen preis, wenn man gefühlvoll ins Mikro haucht.

Ein großer Pluspunkt der „Ace Attorney“-Reihe waren, neben den intelligent ausgetüftelten Stories, schon immer die komplex gestalteten Charaktere mit all ihren sonderbaren Macken und ihrem sympathischen Charme. So sind uns beispielsweise die Gebrüder Kristoph und Klavier Gavinaufgefallen, welche in ihrer Funktion mit Mia Fey und Miles Edgeworth aus den vorangegangenen Teilen vergleichbar sind. Kristoph ist für den jungen und dynamischen Apollo eine Art Mentor und gibt ihm besonders in seinen ersten Verhandlungen wertvolle Tipps mit auf den Weg. Klavier hingegen ist Rockstar und Starstrafverteidiger zugleich. Natürlich bekommt Apollo ganz wie sein Vorgänger Phoenix mit Maya Fey ebenfalls eine liebreizende und kompetente Assistentin zur Seite gestellt, welche mit Eifer an der Aufklärung vieler Fälle mitarbeitet. Eine weitere junge Lady trägt den Namen Trucy, ist eigentlich Zauberin und mit ihren geheimnisvollen Kräften in der Lage, die Falschaussagen der Zeugen aufzudecken.

Zum ersten Mal in der Serie ist man gezwungen, die Unschuld seines Mandanten nicht mehr lediglich dem Richter, sondern darüber hinaus auch noch einer Jury zu beweisen. Gleich im ersten Fall, geht es heiß her und man trifft auf altbekannte Gesichter, die man an dieser Stelle eher weniger vermutet hätte. Der erste Angeklagte in „Ace Attorney: Apollo Justice“ ist nämlich kein geringerer als … Phoenix Wright himself! Wir wollen jedoch nicht zuviel verraten: Lasst euch einfach überraschen und seid gewiss, dass all jene, welche die ersten Teile geliebt haben, mit diesem Stückchen Software garantiert keinen Fehlkauf tätigen werden.

Eure Aufgaben sind vielfältig: Vor der eigentlichen Verhandlung gilt es für genügend Beweismaterial zu sorgen sowie Gespräche mit Augenzeugen und Angeklagten zu führen, um anschließend mit schlagkräftigen Argumenten und Fakten die Unschuld eures Mandanten zu beweisen. Die einzelnen Fälle werden zwar von Kapitel zu Kapitel immer abstruser und unglaubwürdiger, jedoch verliert der Titel damit keinesfalls an Spannung und auch der Tathergang bleibt gegen Ende immer hieb- und stichfest. Um ein reinrassiges Adventure im klassischen Sinne handelt es sich nicht: Vielmehr hat man es mit einem sehr textlastigen Spiel zu tun. In „Ace Attorney“-Titeln ist man größtenteils damit beschäftigt, aufmerksam der Geschichte durch intensives Lesen zu folgen und nur an manchen Stellen aktiv ins Spielgeschehen einzugreifen. Die Umgebung gilt es nach Beweisen absuchen, wobei jeder Zentimeter genaustens unter die Lupe genommen werden sollte, um jeden noch so unscheinbaren Fingerabdruck oder die kleinste Ungereimtheit aufzuspüren. Im Gerichtsaal selbst darf man unter anderem (wie schon in den Vorgängern) Zeugenaussagen überprüfen und dabei von seiner besonderen Gabe Gebrauch machen, welche einen fühlen lässt, ob der Zeuge die Wahrheit spricht. Im Klartext: Durch exaktes Beobachten des Zeugen merkt man anhand nervöser Ticks wie einem Fingerzucken oder einem Kratzen am Kopf, ob er lügt oder euch reinen Wein einschenkt.

Die Spielzeit gliedert sich in vier Kapitel und umfasst je nach Spieltempo rund 15 Stunden. Ein traditionelles Game Over gibt es nicht. Lediglich bei zu vielen Fehlschüssen im Gerichtssaal man unter der Beweislast des Staatanwaltes zusammenbrechen und dadurch den Fall als gescheitert ansehen müssen, was in der Praxis jedoch sehr selten vorkommt. Zudem lässt sich der aktuelle Fortschritt stets speichern, wodurch sich auch mal waghalsigere Aktionen riskieren lassen, ungeachtet der Tatsache, dass man sich selbst nicht ganz so sicher ist, ob dem Opfer wirklich mit einer Klobürste die Lebenslichter ausgeblasen wurden.

Steuerung:
Der beste Freund eines echten Anwalts ist wohl oder übel das Straf- und Gesetzbuch. Als Anwärter auf diesen Posten erfreut man sich in der DS-Fassung aber hauptsächlich des Stylus’, denn dieser begleitet einem nahezu durchgängig auf dem Weg durch die „Ace Attorney“-Welt. Wahlweise darf man sich natürlich auch der Buttons bedienen, diese sind jedoch nur bei langwierigen Mann-zu-Mann-Gesprächen zu empfehlen, da Suchaktionen in näherer Umgebung komfortabler mit dem Touchscreen zu bewältigen sind.

Grafik:
Das erste direkt für den DS-entwickelte „Ace Attorney“ sollte bei den meisten Spielern die Erwartung aufkeimen lassen, man hätte in Sachen Optik nochmal an der Grafikschraube gedreht um vom bisher bekannten GBA-Look loskommen. Derartige Hoffnungen auf einen optischen Hochgenuss wurden jedoch etwas enttäuscht. Zwar wurde etwas Arbeit in detailliertere Darstellungen investiert, wirklich markant sind die Unterschiede zu den Vorgängern jedoch nicht. Der Stil ist noch immer sehr comiclastig und der DS kommt beim Lösen diverser Fälle im Gegensatz zu euch kaum ins Schwitzen.

Sound:
Erstaunlich ist, dass der Wiedererkennungswert sich nicht nur auf die Grafik bezieht. Auch Musikstücke, welche schon in Vorgängern zur Genüge die eigenen Ohren verwöhnt haben, sind bei Ace Attorney: Apollo Justice mit an Bord. Zwar passen sie immer noch ideal ins Gesamtkonzept hinein, dennoch hätten wir uns gewünscht, dass sich mit dem Wechsel des Hauptcharakters auch die musikalische Untermalung ändert. Abwechslung tut bekanntlich jedem gut und auch die kurzen Spracheinlagen wie „Einspruch“ oder „Nimm das“ können darüber nicht hinwegblicken lassen.

Features:
Vier Fälle, ein Schuldiger und ein Anwalt – das ist es, was dieses Spiel charakterisiert. Zwar wird euch nur ein einzelner Speicherslot gegönnt, um euren Tatverlauf zu sichern, positiv hervorzuheben ist jedoch, dass man jeden Fall nach dem Lösen des Vorherigen direkt wieder spielen kann. Dies führt dazu, dass man nicht wieder bei Null anfangen muss, wenn man sich das Spiel nach einer längeren Pause wieder zu Gemüte führen möchte. Ob man allerdings überhaupt das Bedürfnis verspürt nach Spielende ein weiteres mal im Gerichtssaal zu stehen ist fraglich: Bei einmal erledigten Fällen kennt man den kompletten Tathergang und Zeit für Rätsel bleibt beim nächsten Anlauf natürlich keine.

Fazit:
„Dieses Spiel wird sich schwer behaupten können.“ – „Einspruch, Euer Ehren! Die herausragenden Verkaufszahlen der beiden ersten Umsetzungen für den DS und der mit Spannung erwartete dritte Serienableger beweisen das Gegenteil. Es ist Fakt, dass die „Ace Attorney“-Serie auch mit dem Neuzugang Apollo Justice ihren bisherigen Charme nicht verliert. Nach gründlicher Untersuchung lässt sich zweifelsfrei belegen, dass die spannende, effektvoll inszenierte Story sowohl Serienfans als auch Genreneulinge in ihren Bann ziehen wird. Mit einer Prise Dramatik, frischen Charakteren und weit verzweigten Handlungssträngen weiß dieser Titel bereits nach den ersten Spielminuten zu überzeugen, lediglich der Wiederspielwert zeigt sich nicht von seiner besten Seite.“ – „Einspruch stattgegeben. Die Verteidigung konnte stichhaltige Beweise darbieten, die die Unschuld des Mandanten beweisen. Somit sehen auch wir keinen Grund, Interessenten vom Spiel abzuraten!“

In den Zeugenstand gerufen: Elisabeth Grunert [Liese] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionexemplars.

WERTUNG:
78%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Mit dem Stylus in der Hand wird man garantiert jeden Banausen seiner Schuld überführen! Innovationsfaktor:
+----  (1 von 5 Sternen)
Im mittlerweile vierten Teil der Serie präsentiert sich dem Spieler nicht allzu viel Neues.
Grafik

Comiclastiger Stil mit Liebe zum Detail, jedoch nicht herausragend.
Sound

Erstaunlich, wie man dieselben Musikstücke aus Vorgängern auch in diesem Ableger eins zu eins wieder finden wird.
Spielspaß

„Ace Attorney“ wie es leibt und lebt – neue Fälle, neue Action!








Details
Spielname:
Ace Attorney: Apollo Justice

Publisher:
Nintendo

Developer:
Capcom Entertainment

Genre:
Adventure

Release:
08.20.1704

Multiplayer:
nein

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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