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Death Jr. and the Science Fair of Doom


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Death Jr. and the Science Fair of Doom - Review vom 26.08.2007

Wer kennt ihn nicht, den von Eltern und Lehrkräften gleichermaßen gelobten „Jugend Forscht“-Tag? Oder aber anders gefragt: Wer hat schon einmal daran teilgenommen? Denn wirklich Spaß macht ein derartiger Zeitvertreib nur wenigen Schülern, die viel lieber im Freibad planschen würden, als Bücher zu wälzen und damit die Jugendforschung wachsen zu lassen. In unserem heutigen DS-Lehrmaterial dreht sich alles um solch einen Tag, an dem sogar das Schulgebäude magisch mutiert und damit die Grundstory zu „Death Jr. And the Science Fair of Doom“ gelegt wird.

Dies zu verdanken hat man zwei am Kopf zusammengewachsenen Schülern, welche einem niedlichen Hoppelhäschen ein ekliges Tier auf den Rücken gepflanzt haben. Solange keine radioaktive Strahlung ins Spiel kommt, bleibt es bei dem friedfertigen Tier. Doch leider hat einer der Zusammengewachsenen für seinen ganz persönlichen Beitrag zu diesem Tag auch noch ein Mini-Kernkraftwerk parat, welches die Katastrophe unmittelbar auslöst. Was also zunächst an einen niedlichen, mit nicht enden wollenden Standbildern samt deutschem Untertiteln und allerlei skurrilen Charakteren eher an einen humorvollen Spaziergang am Strand erinnert, läuft hier sehr fix komplett aus dem Ruder... Wer sich für den Ausgang vom neuesten Lizenz-Abenteuer des Nachwuchstods interessiert und selbst mit einem Kauf liebäugelt, sollte sofort weiterlesen.

Deadline zwischen Wahn und Wirklichkeit
Rekordverdächtig ist schon einmal der Titel: „Death Jr. And the Science Fair of Doom“ nennt sich das Spiel von Konami, welches schon auf einen Ableger auf Sonys PlaystationPortable einheimsen konnte. Vom eigentlichen Jump’n Run-Prinzip mit netten Storyeinlagen und diversen, knappen Rätseln ist der Sohn des Todes persönlich nicht abgerückt und präsentiert sich gemeinsam mit der mittlerweile verstorbenen, aber dafür nicht minder quicklebendigen Pandora in gewohnt gutem und skurrilem Galgenhumor. In zahlreichen Levels quer durch die Schule muss das eigenwillige Phänomen nun Schritt für Schritt aufgedeckt werden - dabei darf nicht nur in die Rolle von Death Jr. -kurz DJ- geschlüpft, sondern auch die Rolle von Pandora gespielt werden. Diese agiert in der mystischen Geisterwelt und kann so Dinge entdecken, welche sich Juniors Wahrnehmung entziehen. Was seiner Zeit vielleicht „Prey“ auf dem Computer vormachte, hält nun ähnlichen Einzug auf die kleine Welt des Nintendo DS. Garniert mit den daraus resultierenden Rätseln und lustigen Spielereien beim Hin- und Hergezappe zwischen einer (halbwegs) realen Welt und der Geisterwelt auf Zeit, darf sich gemeinsam frisch ans Werk gemacht werden. Wirklich spektakuläre Neuerungen im Genre darf man hier allerdings nicht erwarten. Zwar gibt es diverse Waffen bis hin zum Nitro Hamster zu entdecken und auch einige Spezialattacken wollen gekonnt zum Einsatz kommen, darüber hinaus bietet das Aufsammeln von Seelen und den Missbrauch als Wurfgeschoss selbiger nur Abwechslung der sparsamen Natur.

Ladezeiten auf Big-Ns Doppelbildschirm – ein Fremdwort? Wie man es auch nehmen möchte, selbst Wartezeiten von wenigen Sekunden fallen schon ein wenig auf und sind hier tatsächlich vertreten. Nicht weiter störend, aber durchaus erwähnenswert. Am Liebsten möchte man das auch von dem Leveldesign behaupten, aber hier haben wir es mit einem Vertreter der etwas öden Art zu tun. Wirklich viel Abwechslung sucht man hier vergebens, und irgendwie schleicht sich schnell das Gefühl ein, doch irgendwie schon alles gesehen zu haben - ganz die alte Schule eben. Ziemlich nervig präsentieren sich auch die Gegner, welche bereits nach kurzer Zeit gerne spawnen und so manches Mal Nerven kosten. Da kommt es doch schon wesentlich besser, ab und zu neue Angriffsmanöver in petto zu haben. Wenn sich diese Manöver auch noch so gut umsetzen lassen würden wie man es nicht nur als immer meckerlauniger Tester gerne gehabt hätte, dann wäre dies ein echter Anlass zur Freude gewesen. Weiterhin kurios und ein Kolumnen-Artikel in der Tageszeitung wert: Selbst der Tod persönlich, bzw. der nicht minder tote Sohn vom Tod kann ins Gras beißen und tot sein. Nach dem virtuellen Ableben darf dann der Level erneut bestritten werden. Schade, hier wäre Kreativität bei dieser durchaus interessanten Thematik das Gebot der Stunde gewesen.

Väterchen Tods Hand - Alles im Griff?
Es wirkt schon mehr als gruselig, wie sich Death Junior durch die Gegend schleift. Was ein wenig trottelig ungeschickt wirkt, wird in der Hand eines geschickten Spielerakrobaten zu einer sehr präzisen Angelegenheit – egal, ob es gerade um Pandora oder Junior geht. In einem ansehnlichen Tutorial dürfen zudem sämtliche Aktionen erprobt und anschließend ausgiebig genutzt werden. Schon nach kurzer Zeit geht hier alles ohne Probleme glatt und bestens von der Hand. Nur der erzwungene Styluseinsatz wirkt plump und wenig durchdacht – alternativ kann darauf aber auch verzichtet werden, um sich mit der Tastensteuerung vollends vertraut zu machen.

Sensenzeit - In Sachen Grafik
Dass der Nintendos DS kein Grafikwunder ist, ist ein ausgesprochenes Geheimnis. Man vermag alles geschickt zu kaschieren – sei es in niedlicher Knuddeloptik oder hübsch gezeichneten Hintergründen. Was der DualScreen allerdings überhaupt nicht mag und mit bösen Pixeln und Flimmerei quittiert, ist Konamis neuester Streich mit dem Anfangsnamen „Death Junior“. Wortwörtlich gruselig ausschauende Welten mit allerlei Kantenflimmern und noch viel größeren Bildpunkten in Kombination mit Detailarmut sind nicht gerade das, was dem Auge schmeichelt. Immerhin verliert man aufgrund der grafischen Darbietung nur selten die Orientierung – auch dann nicht, wenn man manchmal einfach einen Blick außerhalb der beiden, großen Vierecke werfen möchte.

Spiel mir das Lied vom Tod - Der Sound
Auch hier bekommt der Zocker gerade einmal Standartkost geliefert. Wirklich zu überzeugen wissen die dargebotenen Melodien nicht. Da bekommt der Begriff „Endlosschleife“ an so manchen Ecken und Kanten eine neue Bedeutung, was schnell dazu führen kann, das man am liebsten selbst den sterbenden Schwan geben würde. Glücklicherweise macht der wunderbar platzierte Lautstärkeregler dem einen Strich durch diese Rechnung, indem er sich bequem in Richtung links neigt – das macht den Titel schon deutlich spielbarer. Auf eine Sprachausgabe hat man (wie in vielen Spielen zuvor) komplett verzichtet. Die sonstigen Sounds gesellen sich in bester Manier zu dem durchschnittlichen Gesamtbild und verhallen wie ein laues Lüftchen im Spielenirwana - ein weiterer Vertreter aus dem „Dinge, die niemand vermisst“ Genre.

Der Tod hat nur ein Gesicht - Features
Totenstille herrscht im Extra- und Mehrspielerbereich, die fernab vom Handlungsgeschehen keinen wirklich zufrieden stellen können - so machen eine kleine Ansammlung von Minispielen für bis zu vier Spielern den Braten nicht fetter, als er schon vorher war.

Fazit:
Was Konami hier als interessanten Hüpfspiel-Ansatz präsentiert, ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei, auf der anderen Seite aber auch kein reiner Softwaremüll. Die witzige Story in Standbildern weiß ein wenig über die grauenvolle Grafik und den monoton öden Sound hinwegzutrösten, ganz ausblenden lassen sich diese beiden wichtigen Komponenten aber nicht. Hinzu kommt das erzwungene Touchscreenfeature, welch selbiges für dieses Jump’n Run eigentlich gar nicht notwendig ist. Trotzdem gilt die obligatorische Empfehlung für knallharte Fans der Serie, die sich aber dennoch die Möglichkeit einräumen lassen sollten, den düsteren Zeichentrick-Titel anzuspielen.

Gruseliger denn je: Malte Latton [Malte] für PlanetDS.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
59%
Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Nahezu todsichere Tasten-Navigation, die TS-Nutzung stört aber etwas. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Mäßig innovativ mit nur wenigen Ideen.
Grafik

Durch die Pixelumgebung holpernd, macht das so keine Freude.
Sound

Endlosschleifen - mehr Abwechslung wäre nicht schlecht gewesen.
Spielspaß

Für Fans durchaus vorhanden, für alle anderen der Todesstoß.








Details
Spielname:
Death Jr. and the Science Fair of Doom

Publisher:
Nintendo

Developer:
Konami

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.0005

Multiplayer:
2-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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