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Spongebob und seine Freunde - Schlacht um die Vulkaninsel


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Spongebob und seine Freunde - Schlacht um die Vulkaninsel - Review vom 06.08.2007

THQ schlägt wieder einmal mit einer Zeichentrickumsetzung zu, und böse Zungen möchten schon jetzt behaupten, dass an dieser Stelle einige, potentielle Zocker in Deckung gehen. Doch bekanntlich soll man den Tag nicht vor dem Abend loben und die Schokolade prinzipiell ohne Papier essen, denn heute lassen wir es einfach ein wenig gemütlicher angehen. Also: gemütlich zurückgelehnt, und das Vergrößerungsglas herausgekramt - das wird nun dringend benötigt!

„Spongebob und seine Freunde - Schlacht um die Vulkaninsel“ nennt sich der zumindest in seiner Titellänge rekordverdächtige Serienspaß für die etwas jüngere Spielergemeinde. Wer jetzt der Meinung ist, die schwarze Katze zweimal gesehen zu haben -um Erinnerungen an die Matrix wach werden zu lassen-, der liegt noch nicht einmal verkehrt, sondern ausnahmsweise genau richtig. Bereits für Nintendos GameBoy Advance erschien zumindest ein Software-Exemplar mit gleichem Namen, welches unser Testlabor vor nicht all zu langer Zeit durchlaufen durfte, dabei zwar keine Topwertungen nach Hause nehmen konnte, sich aber auch nicht mit dem schwammigen Gesicht in die Ecke stellen musste. Wie gibt sich der kultige Spaßmacher in seinem neuesten feuchtfröhlichen Abenteuer für den DS? Liegen die Unterschiede zum GBA-Vorreiter wirklich so nahe, wie man annehmen könnte...?

Moment mal - Wer steuert sich hier schwammig!?
Die erste Unklarheit, mit welcher man treudoofe Fans schocken mag: Unser gelber, saugfähiger Schwamm und seine Freunde aus gänzlich anderen Serien haben eigentlich keine Gemeinsamkeiten. Doch auf der fiktiven Vulkaninsel spielt das keine Rolle, denn hier treffen sie alle zusammen: Spongebob, Danny Phantom, Timmy Turner und Cosmo & Shiva. Und das ist auch gut so, denn die Insel mit dem feurigen Vulkan verlangt unseren Helden in spe wirklich alles ab. Doch halt - da war doch noch was? Richtig! Schließlich darf der eigentliche Grund für solch ein abstruses Zusammentreffen mit fast epischen Ausmaßen nicht fehlen. Ganz erstaunlich zeigen sich hierbei Spiel und das beiliegende Handbuch. Man kann sie förmlich streiten hören: Welche Geschichte ist jetzt eigentlich die richtige, die einem dort und dort erzählt wird? Fakt ist: Das Handbuch lügt. Genau genommen steht hier die spektakuläre Storyline des GBA-Spiels; die DS-Fassung möchte damit allerdings nichts zu tun haben und bietet eine alternative Handlung.

So haben wir es hier zwar auch mit dem überaus bösen Mawgu zu tun, dieser eröffnet diesmal aber keinen banalen Laden, sondern widmet sich gleich einer wesentlich größeren Aufgabe: Das gesamte Universum soll komplett zerstört werden, und mit der Vulkaninsel, über welcher übrigens eine gefährlich-bedrohliche Dimensionsverzerrung wabert, soll gleich angefangen werden. Um diesen unbequemen Umstand noch auf die Spitze zu treiben, hat es die gesamte Insel in eine alternative Realität -garniert mit allerlei bedrohlich klingenden Wörtern- gebannt. Diese Grundlage bietet nicht nur die wirkliche Daseinsberechtigung für das Spiel, sondern hat auch gleichzeitig sämtliche normalerweise friedliche Bewohner der Insel in bösartiges Viehzeug verwandelt.

Kurzum fällt Spongebob vom Himmel (man soll es kaum glauben!) und landet auf der Insel. Nach einer netten Einleitung und der Frage, was jetzt eigentlich zu tun ist, macht sich das saugfähig gelbe Wesen gemeinsam mit neu-alten Freunden auf den Weg, die Insel zu erkunden und Mawgu von seinem Vorhaben abzuhalten. Dies geschieht in Bester Jump’n Run-Manier. So wollen zahlreiche Hindernisse erfolgreich gemeistert, und viele, viele Gegner in ihre Schranken gewiesen werden. Um die Genre-Grundprinzipien zu wahren, dürfen schlussendlich zahlreiche Power-Ups, Goodies und Münzen eingesammelt werden.

Das Außergewöhnliche zeigt sich schon von Beginn an und weiß zu gefallen: So darf der geneigte Spieler nicht nur mit Spongebob himself quer über die Insel turnen, sondern auch mit all seinen neu gewonnenen Freunden vorliebnehmen. Durch diese lässt es sich bequem klicken. Jeder der einzelnen Charaktere verfügt über seine ganz eigenen Fähigkeiten - diese sind für ein erfolgreiches Vorankommen auf der Insel auch mehr als nur nötig. So kann zum Beispiel Danny Phantom Bärenkräfte entwickeln und große Felsquader mit bloßen Händen zerdeppern, während Wanda per Doppelsprung so manches Hindernis wie im Flug nehmen kann. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase gehen diese „Bäumchen-Wechsel-Dich“-Spielchen sehr gut und locker von der Hand. Die einzelnen Level sind darauf ziemlich genau abgestimmt, und so hebt sich das Multi-Spongebob-Abenteuer von der breiten Lizenz-Masse ab.

Mit gerade einmal fünf Levels ist der Spaß dann aber auch wieder so schnell beendet, wie er eigentlich begonnen hat. Dazu trägt vor allem der nicht wirklich hohe Schwierigkeitsgrad bei, und selbst absolute Genreneulinge werden hier recht fix die Credits über den niedlichen Doppelbildschirm tanzen sehen.

Fünf Helden im Griff
In Sachen Steuerung zeigt sich das Spiel mit dem unglaublich langen Titel sehr solide. Hier gibt es weder etwas zu rütteln, noch zu meckern. Egal, welchen der insgesamt fünf unterschiedlichen Charaktere man auf der Vulkaninsel navigiert, eines haben sie alle gemeinsam: So problemlos wünscht man sich die Steuerung anderer Spiele auch. Das Gameplay an sich verlangt so manches Mal recht exakte Fingerakrobaten, was hier gut gewährleistet werden kann. Obwohl jede der Figuren über andere Fähigkeiten verfügt, muss der Zocker nicht wirklich lange herumprobieren, bis alles bestens klappt. Dazu trägt vor allem das gute Ingame-Tutorial bei. Wem das nicht ausreichen sollte, kann auch den einen oder anderen Blick in die Anleitung werfen, in welcher noch einmal alles erklärt ist.

Etwas für die Augen - Der kosmetische Teil
Prinzipiell zeigt sich THQs DS-Umsetzung in grafischer Hinsicht nicht als völliger Fehltritt. Doch wie schon bei der GBA-Fassung macht sich auch hier recht schnell eine ziemliche Detaillosigkeit breit. So wirkt das Jump’n Run zwar nicht ganz so sehr steril wie auf dem kleinen Gameboy, bewegt sich aber leider noch immer nicht in wesentlich schöneren Gefilden. Trotzdem: Das Gebotene ist alles andere als hässlich, und passt einfach. Sehr schön herausgearbeitet sind die einzelnen Charaktere, welche Kenner der diversen Serien sicherlich sofort für gut heißen und ins Herz schließen werden. Die unterschiedlichen Animationen der einzelnen Gegner als auch dem netten Rest, welcher vor sich hinmauschelt, heben sich positiv von den manchmal monotonen Hintergründen ab. Ein Effektfeuerwerk wird zwar insgesamt nicht abgebrannt und so bewegt man sich auf dezenter Grafik-Sparflamme, einen Vorteil hat das Ganze dann aber doch: Unübersichtlich wird das Geschehen nicht.

Der liebe Sound
Allem Anschein nach ist es schwierig, so etwas wie dauerhaft hörbaren Sound inklusive Musik bei Serien oder Filmumsetzungen zu basteln. Da macht die lauschige Vulkaninsel nicht wirkliche eine Ausnahme, und schon nach wenigen Minuten kommt der altbewährte Griff zum Lautstärkeregler in Richtung „Mute“. So überlegt sich der Tester, ob die Kategorie „Sounds und Musik“ nicht einfach per copy und paste in jedes Review vorsorglich einfügen sollte. Ein winzig kleines Pünktchen mag dann diese Entscheidung aber doch aufhalten - vorerst. Tatsächlich gibt es hier und heute eine Sprachausgabe. Ja, man soll es kaum glauben. Zwar ist dieses Feature nicht wirklich sehr ausgeprägt und weiß bestenfalls wenige Sätze wiederzugeben, aber irgendwie erfrischend fällt das Ganze dann doch auf. Qualitativ darf man hier natürlich nicht wirklich das goldene Ei erwarten, aber immerhin.

Der Wink mit den Features
Ein nettes Minispiel hat es auf die kleine DS-Cartridge geschafft - hurra! Wer schon immer einmal mit Spongebob diverse Früchtchen, welche vom Himmel fallen, in einem Korb aufsammeln möchte, wird hier echte Freudensprünge vollführen können. Ein niedliches Setupmenü mit einigen Einstellungen für diesen kleinen Zeitvertreib sind dann aber auch schon alles, was es hier zu sehen gibt, wenn man einmal von eher sinnentleerten Optionen wie zum Beispiel dem Abschalten des Sounds und der Effekte im Hauptmenü absieht.

Multiplayer:
Zum guten Schluss hat man dem Spiel auch noch einen Multiplayermodus verpasst. Neben einer Mehrspielerpartie mit zwei Modulen, welcher das Spiel in einem kompletten Co-op Modus umfasst, gibt es dann noch die Option auf Gamesharing.

Fazit:
Zwei Versionen, ein Spiel - sollte man zumindest theoretisch meinen. Doch was am Ende dabei herausgekommen ist, kann sich auf dem DS schon sehen lassen und muss sich nicht vor anderen Zeichentrickumsetzungen verstecken. Um es noch auf die Spitze zu treiben: Spongebobs Schlacht um die Vulkaninsel ist zwar nicht wirklich eine großartig aufgemachte Schlacht, aber ein nettes Jump’n Run mit guten Ideen. Wer die Wahl zwischen GBA-, und Dual Screen-Version hat, sollte hier definitiv zur Fassung für den extravaganten Doppelbildschirmer greifen, denn diese ist einfach besser, lustiger und insgesamt abgestimmter. Doch trotz allem Lob existieren auch die oben genannten Kritikpunkte, wie der magere Sound und die sehr leichte Schwierigkeitsstufe, welche uns einmal mehr sagen lassen: vor allem für echte Fans geeignet.

Isst am liebsten Krabben-Burger: Malte Latton [Malte] für PlanetDS.de

Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
69%
Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Lesertests:
Lesen ( 0 ) / Schreiben
Komplettlösung
Videos
Steuerung

Alles bestens im Griff. Innovationsfaktor:
++---  (2 von 5 Sternen)
Nicht viel mehr als nötig.
Grafik

Nette Atmosphäre - leider ohne hübsche Details.
Sound

Obwohl mit niedlichen Sprachsamples, ab einem gewissen Punkt wird’s ziemlich nervig.
Spielspaß

Für einen Lizenztitel ansehnlich, übertrumpft die DS-Vorgänger aber nicht.








Details
Spielname:
Spongebob und seine Freunde - Schlacht um die Vulkaninsel

Publisher:
THQ

Developer:
Natsume Dream Creator

Genre:
Jump 'n Run

Release:
07.20.2205

Multiplayer:
1-2 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre
Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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